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Eltern und Kinder an Weihnachten – eine Begegnung mit Respekt

Hier geht es heute um die unbewußte Arroganz erwachsener Kinder und wie man sich auf einer würdigen, echten Ebene mit seinen Eltern am Fest der Liebe wirklich liebevoll begegnen kann.

Weihnachten – das Fest der Liebe und Familie – ist immer eine besondere Herausforderung für die erwachsene Eltern-Kind-Beziehung.

Der Frieden mit den Eltern an den Feiertagen wird bei manchen durchaus dadurch gestört, dass erwachsene Kinder sich erlauben, das Leben ihrer Eltern zu kritisieren und sich damit quasi „über“ die Eltern zu stellen. Oftmals möchten die “Kinder” (meist seit langem erwachsen) nur das Beste für Ihre Eltern, aber aus ihren eigenen Augen gesehen, aus ihrem eigenen “Ist-Zustand” gefühlt. Manch einer empfindet seine “Goldies” als vielleicht zu rückständig, eingerostet, stur, unflexibel oder einfach nicht offen genug für die eigenen Belange.

In diesem Artikel erfährst du, wie du die Beziehung zu deinen Eltern positiv verändern  kannst und auch mit ihren Einstellungen Frieden findest. Auch wenn die Eltern vielleicht mit deiner Lebenseinstellung nicht immer klarkommen.

Dazu nenne ich dir ein Beispiel:

Sabine, 42 Jahre alt, streitet mit ihrer Mutter, sooft sie sich sehen. Kaum ist sie bei ihren Eltern zu Besuch, gehen die Unstimmigkeiten los. Sie kritisiert ihre Mutter dahingehend, was sie alles falsch an deren Lebenseinstellung findet, und schreibt ihr vor, was sie tun müsse, damit es ihr besser ginge. Zu ihrer Verteidigung beteuert Sabine in der Beratung: „Dabei will ich ihr doch nur helfen. Ich liebe meine Mutter doch!“ Und damit sind wir schon bei dem ersten Missverständnis, denn die Eltern zu korrigieren hat nichts mit Liebe zu tun.

Hände schützen FamilieWenn sie ihre Mutter wirklich lieben würde, könnte sie diese so lassen, wie sie ist. Aber das kann Sabine nicht. Sie ärgert sich maßlos darüber, wie ihre Mutter ihr Leben und vor allem ihre Partnerschaft gestaltet. Schon als Kind musste Sabine mit ansehen, wie ihre Mutter von der eigenen Schwiegermutter und ihrem eigenen Mann „untergebuttert“ wurde.

Ihre Mutter habe sich nie gewehrt, sondern sich immer wie ein Opfer verhalten. Und das sei bis heute so. „Sie will es immer allen recht machen“, das sei ihre Devise, bekundet Sabine. Dieses Verhalten sei für alle offensichtlich und sie schämt sich für ihre Mutter, weil sie so unterwürfig sei und sich alles gefallen ließe. Deshalb lässt Sabine keine Gelegenheit aus, ihre Mutter mit den Worten aufzufordern: „Du musst dich mal wehren! Tu mal etwas für dich! Lass dir nicht alles gefallen!“

Die Botschaft, die Sabine ihrer Mutter dadurch zusätzlich übermittelt, ohne dies wortwörtlich auszudrücken, lautet: „Du bist nicht in Ordnung so, wie du bist.“ Diese innere Haltung spiegelt sich in ihrem Verhalten gegenüber der Mutter wieder. So etwas teilt sich auf der Beziehungsebene mit, die unser Unterbewusstsein sehr genau wahrnimmt. Wir spüren, was andere Menschen von uns denken, auch ohne Worte. Wie würdest du reagieren, wenn ein anderer Mensch – und dann auch noch dein eigenes Kind – dir permanent suggeriert, dass du nicht in Ordnung bist? Richtig, du baust Widerstand auf, reagierst mit Ablehnung, baust eine Schutzmauer auf oder schaltest auf Durchzug. Wunderst du dich immer noch, dass dein Vater oder deine Mutter mit Ablehnung oder Sturheit reagiert, wenn du ihnen mit dieser Haltung gegenübertrittst? 

„Aber ich will doch nur, dass meine Mutter glücklich ist!“ beteuert Sabine. Ja richtig, das ist die unbewusste, gute Absicht dahinter. Nur: Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht. Und wer hat ihr denn den Auftrag dazu gegeben? Hat die Mutter etwa gesagt: „Mein liebes Kind, ich habe zwar den Krieg überlebt, vier Kinder zur Welt gebracht, ein Zuhause mit aufgebaut, Krankheiten und Schicksalsschläge überstanden … aber sage du mir jetzt bitte einmal, was ich in meinem Leben besser machen kann?“ Sicher nicht! Und damit sind wir bei der kindlichen Arroganz, nämlich zu glauben, wir hätten als Kinder das Recht, unsere Eltern zurechtzuweisen. Damit stellen wir uns unbewusst über sie. Wir werden zu Erwachsenen, zu Erziehern und machen unsere Eltern zu Kindern, denen wir etwas beizubringen haben. Wenn Eltern hilfsbedürftig oder sogar dement sind, mag die Sachlage eine andere sein, aber selbst dann sollten wir ihnen mit Respekt und Achtsamkeit begegnen und sie nicht wie unmündige Kleinkinder behandeln.

Wenn ich die Personen, die zu diesem Thema meinen Rat suchen, damit konfrontiere, entsteht oftmals eine große Betroffenheit. Den Töchtern oder Söhnen wird bewusst, wie ungerecht und überheblich sie sich ihren Eltern gegenüber eigentlich verhalten. Sämtliche Situationen, in denen sie ihre Eltern oft auch vor anderen kritisiert haben, kommen ihnen wieder ins Gedächtnis. In dem Moment erinnern sie sich wieder, dass sie die Kinder ihrer Eltern sind – und nicht umgekehrt. Ich kann dann in der Beratung förmlich dabei zusehen, wie sich die gesamte Physiologie meiner Klienten verändert.

Denn so, wie sich die kindliche Arroganz in der Körpersprache, Mimik und im Tonfall wiederspiegelt, ist auch eine Haltung der liebevollen Akzeptanz sofort sichtbar und spürbar. Nachdem Sabine das verstanden und ihr Verhalten gegenüber ihrer Mutter geändert hatte, schrieb sie mir nach einiger Zeit in einem Brief: „Die Aggressionen gegen meine Mutter haben sich in Luft aufgelöst. Wir verbringen nun sehr entspannte Zeiten miteinander. Meine Mutter äußerte sich zu meinem Bruder: Die Sabine ist so anders.“

Den Eltern liebevolle Akzeptanz entgegenzubringen, ist besonders schwierig, wenn es einem oder beiden Elternteilen emotional schlecht geht. Sofern deine Eltern gesund sind, helfe ihnen, wenn es nötig und gewollt ist, aber nimm ihnen nicht die Verantwortung für ihr Leben ab. Das entmündigt und schwächt sie nur zusätzlich. Mute den Eltern deine Art zu leben und auch deren Schicksal zu. Mische dich bitte auch nicht in die Ehe deiner Eltern ein.  Das ist eine Form der Übergriffigkeit.

Wir sind nur deren Kinder – und das sollten wir nicht durch Überheblichkeit und Besserwisserei, sondern durch liebevolle Akzeptanz und Dankbarkeit zum Ausdruck bringen.

Reflexion

  • Du bist das Kind deiner Eltern, nicht deren Erzieher.
  • Selbst gut gemeinte Kritik ist kein Liebesbeweis.
  • Behandeln bitte deine Eltern nicht wie bedürftige, kleine Kinder, selbst wenn sie krank sind oder auf deine Hilfe angewiesen sind.
  • Pflege einen achtsamen und respektvollen Umgang mit ihnen.
  • Nimm deinen Eltern nicht die Verantwortung für ihr Leben ab.
  • Misch dich sich nicht in die Beziehung deiner Eltern ein.
  • Liebevolle Akzeptanz tut deiner erwachsenen Eltern-Kind Beziehung gut.

Mehr dazu in diesem Video:

erna-huels-ein-coach-fuer-alle-faelle_k3In diesem Sinne  wünsche ich euch ein paar wundervoll liebevolle Tage,

Liebe Grüße, Erna Hüls,
Das Buch von Erna Hüls, “Ein Coach für alle Fälle – 52 Lösungen fürs Leben”, ist ein wertvoller Ratgeber für das ganze Jahr.

 

 

 

 

 

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