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Energieräuber „Offene Kreisläufe“ – wie du sie schließen und vollenden kannst

Mit leichtem Gepäck ins neue Jahr:

Wir nähern uns dem Jahresende und für viele ist das eine turbulente Zeit. So vieles will noch erledigt werden und so manches gilt es bereits für das neue Jahr in die Wege zu leiten.

Es ist die Zeit, in der es sich lohnt, auf alle noch offenen Kreisläufe, Loops, Zyklen oder Schleifen – wie auch immer du es nennen möchtest – zu blicken, bevor neue eröffnet werden.

Was ruft nach Vollendung, nach Abschluss, nach Frieden? Was will endlich eine „runde Sache“ werden?

Blicken wir auf dieses Jahr:

Mit Sicherheit hast du eine Menge geschafft und ermöglicht – für dich und andere.

Hast Bestehendes verfeinert, deinen Kurs an einigen Stellen korrigiert, hast Neues ausprobiert, hast die berühmte Komfortzone verlassen, hast vieles gegeben, warst mutig, bist am Ball geblieben.

Herzlichen Glückwunsch!

Ich wünsche dir von Herzen, dass du dich dafür anerkennst und dich auf deine Weise würdigst.

Und dann gibt es vielleicht auch einiges, was liegen geblieben, unerledigt, offen ist.

Das ist auch vollkommen in Ordnung so – solange du entspannt damit bist.

Aber was, wenn nicht?

Dann gibt es da vielleicht noch etwas Wichtiges zu erledigen! Für dich und deinen Energiehaushalt!

Was könnten deine Energieräuber also sein?

  • Ungeliebtes Unerledigtes wie die Steuererklärung, längst fällige Vertragskündigungen, jedweder Papierkram, alles was dir regelmäßig ins Auge springt oder unsortiert die Schränke verstopft
  • Ungenutzte oder kaputte Dinge, die schon längst keine Verwendung mehr finden, aber Platz wegnehmen oder ständig im Weg sind
  • Ein noch nicht eingelöstes Versprechen: bevor du zu Weihnachten den nächsten Gutschein für eine Aktion deinerseits verschenkst, prüfe mal sicherheitshalber, ob du die alten bereits erfüllt hast 🙂
  • Ein schwelender Konflikt bei dem eine Wahrheit ausgesprochen werden muss oder der eine Konsequenz erfordert
  • Ein längst fälliges Zeichen von dir an wichtige Menschen: ein Lob, eine Anerkennung, ein Kompliment, ein Danke, eine Entschuldigung, eine noch ausstehende Antwort oder Entscheidung
  • Ein offener Vorgang, der kurz vor der Vollendung steht: es fehlt der berühmte letzte Schritt von dir auf der Zielgeraden
  • Ein Projekt, das schon länger mittendrin stockt: weil du etwas über- oder unterschätzt hast, weil anderes dazwischen gekommen ist, weil eine Information fehlt, weil weil weil
  • Oder ein Vorhaben, das noch gar nicht begonnen hat, das du aber „schon lange mal“ in Angriff nehmen wolltest und vor dir herschiebst: du erkennst es sofort daran, wenn es mit „ich sollte…“ anfängt (…öfter Sport machen, …mit dem Rauchen aufhören, …mehr meditieren, …gesünder essen, etc.)

Warum sind das Energieräuber? 

Weil wir nicht frei von ihnen sind, sondern in irgendeiner Weise noch an ihnen kleben, selbst wenn wir sie zwischenzeitlich zu vergessen scheinen.  Ein Teil unserer Aufmerksamkeit und somit unserer Kraft wandert immer wieder dorthin und hängt dann fest:

  • Der Blick auf längst Fälliges, aber Unerledigtes macht jedes Mal schlechte Laune und aktiviert Ablenkungsmanöver, die nicht immer Gutes bringen
  • Unordnung wird irgendwann zum Zeitfresser wenn sie bedeutet, Dinge oft suchen zu müssen
  • Ungeklärte Beziehungen werden irgendwann unangenehm, weil wir dem anderen nicht mehr unbeschwert in die Augen schauen, sondern lieber aus dem Weg gehen
  • Dinge, die einfach so im Sande verlaufen ohne einen bewussten Schlusspunkt, fühlen sich nie wirklich rund an
  • Unsere Zufriedenheit, unser Selbstwert und unser Glaube an die eigene Zuverlässigkeit rutschen jedes Mal tiefer, wenn wir uns etwas vornehmen und uns dann dabei zuschauen, wie wir uns selbst nicht treu bleiben 

Energieräuber ausschalten Diese Energieräuber  bringen sich meist dann in Erinnerung, wenn wir sie am wenigsten gebrauchen können: kurz vor dem Einschlafen, mitten in der Nacht, gleich beim Aufwachen.

Sie setzen sich im Nacken fest, legen sich auf den Magen, sorgen für ein dauerhaft schlechtes Gewissen oder zerfasern die Konzentration, weil sie in Gedanken immer wieder dazwischen funken.

Sie sind die „wunden Punkte“ auf die wir von anderen nicht gerne angesprochen werden – und wehe, wenn doch…

Sie sind wie schwarze Löcher, in die unsere Energie verschwindet und uns dann anderswo fehlt

Was also tun?

  • Nimm´ dir ein paar Minuten und schreibe eine spontane Liste all deiner offenen Kreisläufe, die dir einfallen (du kannst sie ja später weiter ergänzen). Hol´ sie dir ins Bewusstsein und aufs Papier – das beendet ihr Schattendasein und bringt Klarheit und Transparenz
  • Markiere in einer Farbe (z.B. Rot) alle für dich die wirklich wichtigen Punkte, bei denen es langsam brenzlig wird: eine Frist die abläuft, eine Beziehung die auf dem Spiel steht etc.
  • Markiere in einer anderen Farbe (z.B. Grün) all diejenigen Punkte, die du schnell und ohne großen Aufwand erledigen kannst
  • Streiche alles durch, was du definitiv nicht weiter verfolgen möchtest und setzte bewusst einen Schlusspunkt. Dann prüfe, ob du noch jemanden einbeziehen oder in Kenntnis setzen möchtest, um es wirklich offiziell und sauber zu vollenden
  • Und dann geh´es an und genieße die Energie, die mit jedem Schließen eines Kreislaufs zu dir zurück fließt und dich beflügeln wird, weiter zu machen. Manchen tut es gut, erst mit den einfachen Dingen loszulegen, um in Schwung zu kommen. Manchen hilft es, gleich einen der größeren Berge zu erklimmen, um die Schubkraft der anschließenden Erleichterung zu nutzen.

Der Advent ist die Zeit der Vorbereitung – wörtlich für das was dann kommt.

katja-lutzIn diesem Sinne wünsche ich dir eine befreiende und friedliche Vollendung offener Schleifen als Vorbereitung für deine Reise ins neue Jahr: mit leichtem Gepäck.

Herzliche Grüße

Katja

Katja Lutz-Deklerk – Expertin für Achtsame (Selbst-)Führung

 

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