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Enneagramm Typ Sechs – Der Loyale, der Gemeinschaftsmensch & des Teufels Advokat

Das Enneagramm als Lichtblick und Tor zur Freiheit – Vorstellung der neun Persönlichkeitstypen.

In diesem Teil meiner Serie beschäftigen wir uns mit dem Persönlichkeitstyp Sechs. Bitte lies den Artikel achtsam und achte dabei auf die Reaktionen deines Körpers oder deiner Empfindung.

Es kann sein, dass sich dein Ego ertappt fühlt und rebelliert, mit Widerstand oder sogar mit einer starken Sympathie auf einen Typen reagiert.

In einem solchen Fall kann es sein, dass deine Persönlichkeitsstruktur dem beschriebenen Typen aus dem Enneagramm angehören kann.

Typ Sechs – Der Loyale, der Gemeinschaftsmensch, des Teufels Advokat (Zweifler)

Typ Sechs aus dem Enneagramm ist ein stark gemeinschaftsbezogener Persönlichkeitstyp, dem das Wohl der Gemeinschaft am Herzen liegt. Dieser Mensch denkt im Sinne der Gemeinschaft, hilft, wo er kann, übernimmt viel Verantwortung und handelt aus einem natürlichen Pflichtgefühl heraus.

Ein Mensch vom Typen Sechs ist ein loyaler Freund*in, Ehepartner*in, Mitarbeiter*in und Gefährte*in. Solange er sich am Minuspol (Streßpol) seiner Struktur befindet, vergisst er/sie sich bei seinen Aktivitäten für das Gemeinwohl allerdings oft selbst und vernachlässigt die eigenen Bedürfnisse.

Am Pluspol (Potenzialpol) seiner Struktur fängt dieser Mensch an, autark zu sein und sich aus Abhängigkeiten heraus zu lösen.

Typ Sechs am Minuspol

Da ich zwischen Minuspol und Pluspol einer Persönlichkeitsstruktur unterscheide, fange ich mit dem Minuspol an, an dem es leichter deutlich wird, in welcher Not sich ein Enneagramm-Typ befinden kann.

Der Minuspol beschreibt die unbewusste, „unerlöste“ Struktur eines Typen, während der Pluspol die bewusste, „erlöste“ Entwicklung eines Typen darstellt. Ein Enneagramm-Typ bezieht sich auf weibliche und männliche Personen gleichermaßen.

enneagramm-AngstDer Typ Sechs am Minuspol hat zwei Ego-Ausprägungen, an die er angebunden sein kann. Er kann ein phobischer (ängstlicher) „Angsthase“ sein oder ein kontraphobischer „Angstbeisser“, der eine mögliche Gefahr nach Außen projiziert und bereits dann angreift, bevor eine Bedrohung überhaupt auf ihn zugekommen ist.

Das größte Problem der Grundstruktur einer Sechs ist seine Angst. Es ist die tief sitzende Angst, aus dem Boot der Gemeinschaft zu fallen, nicht gehalten und nicht geborgen zu sein.

Als ob es keinen Boden unter ihren Füssen gäbe und das Leben gefährlich, bedrohlich und „nicht sicher“ wäre.

Da Typ Sechs auch ein Mentaltyp ist, wie auch Typ Fünf und Typ Sieben, ist er stark im Verstand und im Denken beheimatet, so dass seine mentallastigen verbalen Ausführungen bis hin zum „Mindfuck“ reichen können.

Illusion Sicherheit

Typ Sechs am Minuspol versucht, die Bedrohlichkeiten und die Gefahren des Lebens durch ein ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis einzudämmen. Der Drang, das Leben kontrollieren zu wollen, entspringt einer diffusen Angst, die er selber oft nicht spürt und die er durch Vorsichtsmaßnahmen zu kompensieren versucht.

Er tastet seine Umwelt auf mögliche Risiken ab und es ist ihm wichtig, was andere über ihn denken. Denn es geht ihm in seinem Bedürfnis nach Sicherheit darum, durch Zuverlässigkeit und Loyalität seinen Platz im Boot der Gemeinschaft zu sichern.

„Was sollen die Leute nur über mich denken? Das kann ich auf gar keinen Fall machen.“ Wenn er seine Pflicht tut, bleiben ihm die anderen Menschen erhalten. So denkt er jedenfalls und nimmt sich häufig mit seinen Bedürfnissen stark zurück.

Denn wenn er das ausspricht, was er wirklich denkt und fühlt, könnte es sein, dass es Streit gäbe und die Anderen sich von ihm abwenden könnten.

Der Zweifel als des Teufels Advokat (Advocatus Diaboli)

enneagramm-Zweifel

Wenn wir den Teufel als Symbolgestalt für die Angst nehmen, ist der kleine Bruder der Angst, der Zweifel. Im klassischen Sinne ist Typ Sechs durch seinen starken Zweifel mit einem „Anwalts des Teufels“ (Advocatus Diaboli) zu vergleichen – einer Person, „die Gegenargumente entgegen der eigenen inneren Einstellung vertritt.“

Diese Einstellung ist die Selbstverleugnung der Sechs durch den großen inneren Zweifler. Für den Typ Sechs ist der Zweifel am Minuspol ein treuer Begleiter in allen Lebenssituationen, denn er kann an sich selbst, an Mitmenschen, an der Gesellschaft, im Grunde an allem zweifeln.

Mitunter schafft er es, sich durch seine Zweifel-Sucht in eine Abwärtsspirale aus Hiobsszenarien hineinzusteigern und dabei seine Gefühle mit in eine depressive Verstimmung zu ziehen. Was im schlimmsten Fall  alles passieren könnte, wird dann als Grundgefühl zu seiner Realität.

Über-Anpassung

Ein Sechser am Minuspol kann sich chamäleonhaft an seine Umfeld und seine Mitmenschen anpassen, um ja dazu zu gehören und um sich im Nachhinein zu ärgern, dass er seine Meinung nicht vertreten hat.

Bisweilen stellt er eigene Bedürfnisse zurück, um andere nicht zu verärgern oder vor den Kopf zu stoßen. Vor allem neigt er dazu, einen anderen Menschen auf einen Sockel zu stellen und sich vor ihm klein zu machen.

Es findet dann eine Positiv-Projektion statt, in der ein Mensch des Typ Sechs die eigene Größe auf ein Gegenüber projiziert und diesen vergöttert, bis dahin, dass er ihn als Sonne sieht, um die er anfängt zu kreisen, anstatt seine eigene Größe anzuerkennen.

Erlösung durch Mut

enneagramm-MutWenn Typ Sechs sich in den Pluspol seiner Struktur entwickelt, fängt er an, Mut aufzubringen.

Mut, um …

… seine Bedürfnisse und Werte ernst zu nehmen.

… auch entgegen der Meinung einer Gruppe für sich einzustehen.

… sich auch abgrenzen zu können.

… sich Konflikten zu stellen.

Auch auf die Gefahr hin, dass die anderen ihn nicht mehr mögen oder sich sogar von ihm abwenden. Er hält am Pluspol die tiefe Unsicherheit seiner Persönlichkeitsstruktur aus, die ebenfalls ein Teil seiner Angst ist und setzt sich dennoch für seine Meinung ein.

Tut er dies immer wieder, erblüht der entwickelte Sechser zu einem „Helden“ und einem Vorbild für Andere, die anfangen können, sich ein Beispiel an ihm zu nehmen. Am Trostpunkt seiner Struktur wandert der gut entwickelte Sechser in den Pluspol der Neun.

Er wird dann konfliktstarker, mutiger, freier, authentischer und klarer. Hilfreich, um aus dem Kopf ins Gefühl zu kommen, sind für die Sechs alle körperbezogenen Sport- und Entspannungstechniken, wie Yoga, Pilates, Schwimmen, Boxen (für das Fühlen des Zorns, den die Sechs zu wenig spürt), Tanzen u.v.m.

Gute innere Autorität

Eine gereifte Sechs muss nicht mehr als graue Eminenz um die Sonne einer anderen Person kreisen, sondern ist sich darüber bewußt, selbst die Sonne zu sein.

In ihren inneren Bildern kann die entwickelte Sechs dann Löwen (= Ursymbole für Mut und Kraft) begegnen und hat den Mut, ihren eigenen inneren Thron zu besteigen. Der innere Thron steht für eine natürliche innere Autorität, die mit einer guten Macht und Integrität zu vergleichen ist.

Am Pluspol schafft die Sechs es entspannter, das eigene Wohl mit dem Wohl der Gemeinschaft in einen gesunden Einklang zu bringen. Die wahre Sicherheit findet die Sechs im „erlösten Zustand“ im Inneren, in ihrer eigenen Herzenswahrheit.

Vor allem schafft es die pluspolige Sechs, ihrem angestauten Ärger und ihrem Zorn mutig einen konstruktiven Ausdruck zu verleihen.

Berühmte Menschen des Typen Sechs sind:

enneagramm-Sigmund, FreudAdolf Hitler und Sigmund Freud als kontraphobische Sechser, Woody Allen, Billy Chrystal, „Frodo“ aus der Herr der Ringe als Held.

Als das Land des Typen Sechs gilt Deutschland. „German Angst“ als das zentrale Motiv für die phobische Angsthasen- oder die kontraphobische Angstbeisser-Mentalität beschreibt die sicherheitsbezogene Grundstruktur des Typen Sechs.

Das gilt auch für Kontroll-Mechanismen wie Regeln, Paragraphen und Gesetze, die das Bedürfnis der Sicherheit und Ordnung der Sechs untermauern sollen. Gefahren und Risiken soll im Vorfeld vorgebeugt werden.

Dieser Sicherheitsmaßstab zeigt sich immer noch im preußisch geprägten Schulsystem in Deutschland und trägt den Wert einer vermeidlichen Sicherheit gepaart mit Disziplin als Wert in sich. Pflichterfüllung ist darin immer noch wichtiger als Spiel und Spaß.

Die folgende Literatur könnte für den Einstieg mit der Beschäftigung der neun Enneagramm-Typen hilfreich sein:

Ich wünsche dir eine erhellende Lektüre

Deine Lidia Schladt.

Hier findest du alle Artikel von Lidia Schladt.

Grundlagen- und Vertiefungsworkshops bietet Lidia Schladt in ganz Deutschland auf Anfrage an.

 

Wenn dieser Artikel für dich spannend war und du dich in den Eigenschaften der Sechs gespiegelt fühlst, dann ist sicherlich folgender Artikel inspirierend für dich: 

Durch Loslassen zu mehr Lebensqualität – 6 wertvolle Tipps

 

 

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