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Entscheidungen: Warum sie uns oft so schwer fallen

Entscheidungen sind nicht immer leicht. Wie oft ist uns der Satz schon über die Lippen gekommen: Ich weiß einfach nicht, was ich will“ ? Ich habe aufgehört zu zählen. Es soll natürlich auch Menschen geben, die mit dem, was sie tun und haben, überaus zufrieden sind. Sie denken über andere Möglichkeiten gar nicht nach. Wenn ich ehrlich bin, beneide ich diese Menschen sogar. Die meisten wissen ganz genau, was sie nicht mehr wollen. Allerdings wissen sie auch nicht, was sie stattdessen möchten. Schaut man in ihre Gesichter, sieht man ein großes Fragezeichen.

Kämpft man mit wichtigen Entscheidungen und zögert, heißt es oft von anderen: „Du musst doch wissen, was du willst!“ Tatsächlich wissen die meisten Menschen nicht im Geringsten was für sie gut und richtig ist. Eines ist jedoch fix: Die Antwort finden wir allesamt nur in uns selbst. Wenn das bei dir nicht der Fall sein sollte, dann hast du im Moment oder vielleicht schon länger keinen Zugang zu deinen Antworten. Oder aber du kennst sie einfach noch nicht. Das ist etwas Normales und durchaus menschlich.
Ich möchte dir mit diesem Artikel einerseits erklären, warum es oft so schwer ist, wichtige Entscheidungen zu treffen. Dir aber auch einen Einstieg liefern, um Klarheit und Orientierung zu finden.

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Finde deine Klarheit

Mit diesem ersten Schritt bist du auf dem richtigen Weg. Sobald du Klarheit hast, wird sich der Nebel in deinem Kopf lichten. Dann kannst du in Ruhe herausfinden, was du möchtest. Bei mir hat dieser Prozess sehr lange gedauert. Oft kam ich mir in Gesprächen wie eine Exotin vor, wenn ich sagen musste: „Sorry, aber ich weiß einfach nicht, was ich will!

Beruflich, wie privat. Das zog sich durch mein ganzes Leben. Wenn solche Aussagen von einem jungen Menschen kommen, haben andere genügend Verständnis dafür. Schließlich muss eine junge Frau erst ins Leben wachsen. Ist man als Frau aber in seiner Lebensmitte angekommen, fehlt jegliches Verständnis für solch eine Unklarheit.

Wie bereits erwähnt, hat es bei mir ein Weilchen gedauert. Erst dann wusste ich, was ich eigentlich will. Doch du kannst davon ausgehen, es wird irgendwann passieren.

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Kluge Entscheidungen beanspruchen manchmal ihre Zeit.

Woher kommt diese innere Unklarheit?

Ich habe mir im Nachhinein viele Gedanken über diese Frage gemacht. Auch sprach ich mit vielen Frauen, die ihr Leben mit 40+ zum Beispiel neu aufrollen mussten oder wollten. Die einfach neuen Wind in ihr langweiliges, immer gleich funktionierendes Leben bringen wollten. Nur an der Umsetzung haperte es. An dieser Stelle kann ich sagen: Du bist nicht allein. Es gibt unzählige Frauen, die ihre Richtung auch weit über 40 noch nicht gefunden haben!
Schauen wir uns gemeinsam an, weshalb die eigenen Bedürfnisse, Vorlieben und Wünsche nicht immer so klar sind und wo du ansetzen kannst.

Zu viele äußere Einflüsse verwirren uns

Ich bin mir sehr sicher, dass das größte Hindernis die riesige Informationsflut ist, die täglich auf uns einregnet. Wir sind dem ständig ausgesetzt. Radio, Fernsehen, Internet usw. Auch die Meinungen anderer Menschen, die nicht mit unserer übereinstimmen, nehmen wir auf und lassen uns davon beeinflussen. Wir hören ständig und überall, was gut, richtig und wichtig ist. Wie jeder von uns zu leben hat und welche Ziele angemessen wären. All das passiert so subtil, dass wir es in der Regel gar nicht bewusst mitbekommen. Und genau dieser “Overflow” bewirkt, dass wir verwirrt und beeinflusst werden.

Es verwundert nicht wirklich, dass viele von uns verlernt haben, auf ihre innere Stimme zu hören. Das bedeutet, unsere echten Bedürfnisse und Empfindungen festzustellen und danach zu handeln. Wie sagt man so schön? „Wenn es im Außen zu laut ist, wird es schwierig, die leise innere Stimme zu hören …“ Wir verlieren sehr leicht die Verbindung zu unserer inneren Klarheit, wenn wir uns keine Zeit für uns selbst nehmen. Oder wenn wir ständig auf die Meinung anderer Menschen angewiesen sind.  Doch das ist genau der Teil in uns, der weiß, was wir wollen. Der spürt, was für uns passt und richtig ist.

Zu viele Möglichkeiten

„Alles ist möglich, treten Sie ein …“ So lesen wir es überall. Klar, das hat sehr viele Vorteile. Aber zu viele Möglichkeiten können auch lähmend sein. Bei so vielen Optionen wissen wir plötzlich nicht mehr, wofür wir uns entscheiden sollen.

Ein Beispiel: ein überfülltes Buffet. Alles sieht unendlich lecker aus. Die Lust auf alles ist riesig, aber alles geht nicht. Was tun wir? Wir naschen ein wenig von da und ein bisschen von dort. Bis uns von dem Durcheinander vielleicht sogar übel wird.

Wenn wir diese Strategie in unserem Leben genauso durchziehen, haben wir von allem ein wenig, aber nichts so richtig. Wie ich in der Einleitung schon geschrieben habe – für manche Menschen funktioniert diese Strategie hervorragend. Bei vielen hinterlässt das aber auch ein höchst unbefriedigendes Gefühl!

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Das Leben als Buffet: Wer die Wahl hat…

Sogenannte Scanner haben sehr oft dieses Problem. Scanner sind Menschen, die sehr viele Interessen haben. Sie lieben es, die verschiedensten Dinge anzufangen und sich mit allem Möglichen auseinanderzusetzen. Sobald es für sie nicht mehr reizvoll ist, starten sie die nächste Baustelle. Solchen Menschen fällt es verdammt schwer, die gebotenen Möglichkeiten auszuschlagen und sich auf einen einzigen Bereich festzulegen.
Auch wenn es sich hier lediglich um Wesenszüge handelt: Der Tanz auf vielen Hochzeiten kann auf Dauer sehr anstrengend sein.

Der innere Widerspruch

Wir kennen ihn wohl alle nur zu gut. Ein Teil von uns möchte kreativ und produktiv sein, weiterkommen und erfolgreich sein. Und der andere Teil in uns fühlt sich auf dem Sofa am wohlsten. Faul sein, nichts tun. Laufen lassen. Einerseits möchten wir unbedingt das Hüftgold loswerden, andererseits gieren wir nach Schokolade. Das Ergebnis ist sehr oft eine innere Zerrissenheit. 

Ein Wendepunkt im Leben

Umbruchphasen in unserem Leben gehören dazu. Ob geplant oder ungewollt, es passiert. Kommen wir im Leben an einen Wendepunkt, passt oder existiert das Alte oft nicht mehr. Das Neue ist dann aber meist noch nicht in Sichtweite. Es folgt eine Phase der Unentschlossenheit. Große Veränderungen hinterlassen noch größere Fragezeichen. Wer plötzlich aus heiterem Himmel von seinem Partner verlassen wird oder seinen Job verliert, der muss sich auch erst wieder neu sortieren und orientieren. Mit einem Gedanken erfasst – seine Wünsche orten. Das erfordert Zeit und natürlich Geduld. Diese Zeit ist mit Sicherheit keine einfache, aber es ist eine sehr, sehr spannende! Denn es stellt sich nicht selten heraus, dass dieser Wendepunkt im Leben das Beste war, das passieren konnte. 

Es ist natürlich auch sehr gut möglich, dass die Frage Was will ich eigentlich?“ nicht für jeden passend ist. Mir persönlich fielen folgende Fragen bei wichtigen Entscheidungen wesentlich leichter:

  • Was brauche ich, damit es mir gut geht?
  • Wozu sagt mein Bauchgefühl Ja ?
  • Wofür brenne ich?
  • Wo zieht es mich hin?
  • Was treibt mich an?
  • Wofür schlage ich Purzelbäume?
  • Wofür habe ich ausreichend Energie?
  • Was fühlt sich richtig gut an?
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Bei Entscheidungen empfiehlt es sich oft, auf den Bauch zu hören.

Durch diese Fragestellungen konnte ich meine Klarheit finden und sie authentischer beantworten. Sie führten mich zu mir. Persönlich weiß ich nämlich sehr genau, wozu mein Bauch „Ja“ sagt, wo meine Energie zu hüpfen beginnt. Probiere es aus, du kannst nur gewinnen!

An dieser Stelle möchte ich auch noch etwas Wichtiges sagen: Wenn du auf der Suche nach deinen inneren Wünschen bist, erwarte bitte keine Wunder. Es wird nicht sofort “Bäm” machen und auf einmal weißt du ganz genau, was du willst. Es ist vielmehr eine Entwicklungsphase, ein Wachstumsprozess. Jede neue Erfahrung hilft dir dabei, deine ganz persönliche Richtung zu finden. Wege sind da, um sie zu gehen und zu erkunden. Auch gedanklich! Das Wichtigste dabei ist loszugehen. Es gibt nichts Schöneres als die Selbstfindungsphase.

Ich hoffe sehr, dass dir dieser Artikel bei deinen künftigen Entscheidungen helfen wird. Ich wünsche dir dabei viele tolle “Aha”-Momente und vor allem aber eine besondere Erkenntnis: „Ich weiß jetzt, was ich will.“

Bis bald, deine Sandra Mayer

Wenn du mehr über mich, die Selbstliebe und die Selbstfindung lesen möchtest: Auf meinem Blog frauenpunk.com heiße ich dich herzlich willkommen.

 

 

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