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Erfolgreich in die Selbständigkeit starten: Was du über dein Geld wissen musst

Jeden Tag wagen Menschen den mutigen Schritt in die Selbständigkeit. Ohne Festanstellung im Rücken, ganz auf sich allein gestellt und selbst verantwortlich für das nötige Geld – das ist nicht immer leicht, oft sogar herausfordernd. Und trotzdem ist es für viele der rund 4,17 Millionen Selbständigen in Deutschland genau die richtige Entscheidung gewesen, um sich selbst zu verwirklichen. Wenn auch du mit diesem Gedanken spielst oder sogar gerade dabei bist, ihn in die Realität umzusetzen, möchte ich dir in diesem Artikel einige Impulse geben, was du bedenken und worauf du bei deinen Finanzen achten solltest, damit deine Selbständigkeit ein Erfolg wird.

Der Traum von der Selbständigkeit

Sich einen Traum erfüllen und ein eigenes Unternehmen gründen. Eine Heilpraktiker-Praxis eröffnen oder Menschen als Coach unterstützen. Viele Menschen haben diese Wünsche. Eine meiner Freundinnen beispielsweise träumt seit vielen Jahren abwechselnd davon, entweder einen Teeladen zu eröffnen oder ein Café mit köstlichen Torten, Kuchen und literarischen Veranstaltungen.

Doch ihr Mann ist Unternehmensberater und rechnet mit ihr zusammen immer wieder mal durch, wie viele Päckchen grünen, roten oder schwarzen Tee pro Monat sie verkaufen müsste, damit sie sich weiterhin ein eigenes Auto leisten kann. Oder sie kalkulieren, wie viele Stück Kuchen pro Tag über den Tresen des Cafés gehen müssten, damit weiterhin das eine oder andere Wellness-Wochenende mit ihren Freundinnen drin ist.

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Der Traum vom eigenen Café bleibt für viele aus gutem Grund unerfüllt

 

Danach ist sie immer ernüchtert, denn für so viele Teepäckchen oder Kuchenstücke bräuchte sie eine ziemlich gute Innenstadtlage ihres Ladens. Und die Erstinvestition, z.B. für Ladeneinrichtung, Miete, Marketing und PR überschreitet nicht nur ihr Budget, sondern auch ihre Risikobereitschaft.

Die Realität: Ein Business muss auch Geld einbringen

Und so bleibt die Selbstständigkeit ein Traum – und das ist gut so, denn in vielen Städten und Gemeinden gehen genau diese Läden nach wenigen Monaten oder Jahren immer wieder bankrott.

Vielleicht erinnerst du dich an die Serie „Münchner Geschichten“ mit Günther-Maria Halmer in der Hauptrolle als Tscharli? Kurz nach der Gründung seines Jeansgeschäfts „Tscharlies Tschiens“ muss er ernüchtert feststellen, dass er sich nicht zum Unternehmer eignet. Was in den siebziger Jahren der Jeans-Shop war, sind heute das Café, die Bar, das Fitnessstudio oder der Bioladen, die allesamt schnell in die Pleite führen können. Auch viele Coaches können nicht von ihren Honoraren leben, sondern beraten ihre Kunden allenfalls im Nebenjob, wie eine Umfrage des Büros für Coaching und Organisationsberatung (BCO) belegt. Ein Drittel ihrer Jahresarbeitszeit verbringen Coaches demnach mit Coaching und 50 Prozent erwirtschaften damit maximal ein Viertel ihres Jahreseinkommens.

Aber das muss nicht sein, denn es gibt immer wieder Tätigkeiten oder Geschäftsmodelle, die sich lohnen und die ihren Gründern auf lange Sicht ein ausreichendes Einkommen sichern.

Wie realistisch sind deine Träume?

Hast Du vielleicht schon den Markt analysiert, deinen Businessplan geschrieben und deine idealen Kunden definiert? Dein besonderes Produkt oder dein einzigartiges Serviceangebot herausgearbeitet? Gratulation!

Als Beraterin für Leben und Geld möchte ich dich daran erinnern, dass du nicht nur deine Kosten für die Geschäftsgründung anschauen solltest. Habe auch im Hinterkopf, dass dich vieles erwarten kann, was du vielleicht heute noch nicht im Blick hast. Denn allzu oft gehen die Menschen blauäugig in die Situation hinein und bereiten sich und ihre Finanzen ungenügend auf den neuen Lebensabschnitt vor. Immer wieder rate ich Coaches, Trainern, Heilpraktikern oder Restaurant-Betreibern, rechtzeitig in die Zukunft zu blicken.

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Auch wenn’s schwerfällt: Ein genauer Blick auf die Zukunft ist nötig, um auch für Eventualitäten gewappnet zu sein

Plane gut – für dein Business und die Finanzen 

Was mir am meisten am Herzen liegt: Lege Preise oder Stundensätze fest, von denen du wirklich leben kannst! Immer wieder höre ich von Empfehlungen, wie z.B. „Selbst Berufseinsteiger sollten nicht weniger als 30 Euro pro Stunde verlangen“ – das las ich vor kurzem in der Süddeutschen Zeitung. Aus 30 Euro pro Stunde kann meiner Meinung nach kein Selbstständiger in Deutschland ein vernünftiges Einkommen generieren.

Natürlich hängt es davon ab, ob du auf dem Land oder in der Stadt lebst und in welcher Region von Deutschland du arbeitest. Aber von 30 Euro lassen sich in der Regel keine Rücklagen für Durststrecken, Einkommenssteuer oder Steuervorauszahlungen bilden, keine Mieten zahlen, keine Investitionen auf die Beine stellen in IT, Ausrüstung oder Aus- und Weiterbildung, keine Urlaubs- oder Ausfallzeiten abpuffern – und an Heizung, Kosten für Telefon und Internet, Strom, Büromaterial, Akquise- und Reisekosten oder Versicherungen ist da noch gar nicht gedacht!

Sei ehrlich zu dir selbst

Erstelle eine Übersicht über alle deine Guthaben und Verpflichtungen:

  • Hast du genügend Reserven? Kannst du eine wirtschaftliche Flaute, das Wegbrechen eines großen Kunden, einen Zahlungsausfall, Steuervorauszahlungen oder eben eine längere Startphase überbrücken?
  • Lebst du in einer Partnerschaft, hast du Kinder oder eventuell Eltern oder andere Familienmitglieder, für die du sorgen musst? Gibt es Verpflichtungen, wie z.B. Kredite oder Unterhaltszahlungen, die du einplanen musst?
  • Weißt du genügend über Buchführung? Gibt es jemanden, der dich dabei unterstützen kann? Wie kannst du Routinen z.B. für die Belegsammlung, die Rechnungsstellung, das Mahnwesen, die Umsatzsteuererklärung auf die Beine stellen?

Wie soll deine Zukunft aussehen?

Auch diese Fragen solltest du für dich beantworten, damit deine Selbständigkeit langfristig ebenfalls ein Erfolg werden kann:

  • Wie kannst du für deine Alterssicherung und deine Rente sorgen?
  • Hast du errechnet, wie viel du brauchst, um deinen Lebensstandard halten oder verbessern zu können?
  • Ist deine Krankenversicherung langfristig und auch im Alter für dich finanzierbar?
  • Wie kannst du weiterhin dein Vermögen aufbauen, um dir – ganz abgesehen von dem Aufbau deiner Selbstständigkeit – in der Zukunft immer mal wieder einen Lebenstraum erfüllen zu können?
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Im Alter wollen wir uns vielleicht doch lieber unseren Hobbys widmen, als Geld verdienen zu müssen

Wo wohnt das Geld?

Warum du so früh wie möglich darüber nachdenken solltest? Schauen wir nach, wie viel andere so monatlich erwirtschaften: In einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) haben die Forscher 2016 die Nettoeinkommen der Deutschen erfasst. Die Ergebnisse:

  • 2016 betrug der Median des Einkommens in Deutschland 1.869 Euro pro Monat. Das bedeutet: Eine Hälfte der Bevölkerung hat netto mehr Geld zur Verfügung, die andere Hälfte weniger.
  • Zu den einkommensreichsten zehn Prozent zählt, wer als Single mindestens 3.440 Euro netto verdient.
  • Paare ohne Kinder und Paare, deren Kinder bereits ausgezogen sind, gehören ab einem Haushaltsnettoeinkommen von 5.160 Euro zu der Gruppe der reichsten zehn Prozent.

Die finanzielle Lage der Selbständigen

Und nun vergleichen wir das mit den Selbstständigen. Die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit und des Statistischen Bundesamts zeigen:

  • Solo-Selbstständige verzeichneten 2016 ein monatliches Nettoeinkommen im Schnitt von 1.567 Euro. Selbstständige mit eigenen Beschäftigten verfügten 2016 über ein monatliches Nettoeinkommen von im Schnitt 2.866 Euro. 2016 bezogen etwas mehr als 105.000 Selbstständige ergänzende Hartz-IV-Leistungen.
  • Laut einer Erhebung des Deutschen Instituts für Altersvorsorge sind es vor allem Selbständige, die im Rentenalter noch einen Vollzeitjob ausüben müssen. Bei Freiberuflern liegt der Anteil bei knapp über 30 Prozent, bei Festangestellten bei nur 17 bis 18 Prozent.
  • Selbstständigen droht häufiger Altersarmut: Etwa drei Millionen Selbstständige sind in Deutschland nicht im Rentensystem pflichtversichert. Damit ist das Risiko, im Alter Grundsicherung beziehen zu müssen, für Selbstständige doppelt so hoch wie für Arbeitnehmer.

Diese Zahlen sprechen für sich, nicht wahr?! Damit dir deine Selbständigkeit neben viel Freude auch das nötige Einkommen bringt, brauchst du also eine gute Geschäftsidee, die einen wirklichen Bedarf abdeckt, eine umsichtige Kalkulation, vernünftige Preise und ausreichend hohe Rücklagen.

Ich drücke dir die Daumen für deinen Traum und dein wunderbares Business!

Deine

Annegret Kitzmann-Schubert

Wie ist das bei dir? Welche Gelderfahrungen hast du in der Selbstständigkeit gemacht? Ich freue mich, wenn du hier von deinen Erlebnissen berichtest!

Über Annegret Kitzmann-Schubert:

Als unabhängige Finanzexpertin berät Annegret mit ihrer Kanzlei für Wirtschaft und Realitäten mit Sitz in Ottobrunn bei München seit 2002 alle, die ihr Vermögen langfristig auf einen gewinnorientierten Kurs bringen wollen. Sie unterstützt Menschen als Coach außerdem dabei, ihre Einstellung zum Thema Geld zu erkunden, Sachverhalte zu verstehen, die richtigen Entscheidungen zu treffen, finanzielle Angelegenheiten in Ordnung zu bringen sowie an die individuellen Lebenssituationen und Wünsche anzupassen.

meinlebenmeingeld.com

 

Mehr Artikel von Annegret findest du in ihrem Autorenprofil.

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