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Folge dir selbst – Wie du das Beste aus deinem Urlaub machst 

Die meisten Menschen leben ein Leben, von dem sie sich im Urlaub erholen müssen. Umso erstaunlicher, dass wir uns diese besonderen Auszeiten im Jahr manchmal selbst verderben. Du ab heute nicht mehr!

Woher kommt der Urlaubsstress?

mit-auto-urlaubEs ist ja schon eine Leistung, sich mit mehreren Personen auf ein Urlaubsziel zu verständigen. Spätestens im Auto kommen dann die ersten Diskussionen bezüglich der Route oder der Anzahl der Pausen. Die Fahrgeschwindigkeit dürfte bei den meisten Paaren ein Dauerbrenner im Auto sein. Staus rauben die letzten Nerven. Am Urlaubsort angekommen fordern uns Baustellen, Lärm oder der Kampf um die Plätze an der Sonne heraus.

Wir leben in einer Welt ständig wachsender Ansprüche. Wir wollen immer mehr, vor allem für unser immer härter erarbeitetes Geld. Wir vergleichen mit dem, was war oder was sein könnte und natürlich mit dem Traum vom großen Glück, der uns gesellschaftlich überall vermittelt wird. Dabei scheint die Gegenwart nie richtig zu sein. Das, was wir haben, scheint selten zu genügen.

Die Eskalation im Urlaub kommt insbesondere dadurch zustande, dass wir unsere Erwartungen ins Unermessliche schrauben und immer weniger bereit und in der Lage sind, etwas auf uns zukommen zu lassen, die Dinge zu nehmen, wie sie sind. Negatives Denken und sich Sorgen zu machen ist zur Routine geworden. Es scheint so, als ob die Gedanken uns im Griff haben und nicht wir sie.

Genau hier kannst du ansetzen. Wir entscheiden, wie oft und lange wir einen bestimmten Gedanken denken und damit über unser Wohlbefinden und den Erfolg unseres Urlaubs. Denn Energie folgt der Aufmerksamkeit. Man sagt auch „sich selbst erfüllende Prophezeiungen“ dazu. Ein Beispiel: Wenn du dich schon vor der Abreise immer wieder damit befasst, dass du – wie letztes Jahr – die falschen Tischnachbarn haben könntest, dann bekommst du sie auch. Steig aus diesem selbst gemachten negativen Stress einfach aus.

Nimm das Urlaubsglück selbst in die Hand

Ob du Glück hast (Wetter, Nachbarn, kaputte Flugzeuge) kannst du nicht beeinflussen, ob du glücklich bist, schon. Denn das hängt von deiner Perspektive und deiner Bewertung der Situation ab. Die Forschung sagt, dass zu 10 Prozent die Umstände und zu 40 Prozent die Bewertungen den Unterschied im Glücksgefühl zwischen Menschen erklären. Was heißt das konkret für deinen Urlaub? Stell weniger Bedingungen, die für dein Glück erfüllt sein müssen, dann bist du  schneller glücklich. Sieh beide Seiten der Medaille. In jeder Situation gibt es etwas Angenehmes, etwas, was du daraus machen kannst. Sei  aktiv  im Sinne des Agierens, statt passiv abzuwarten, was andere für dich entscheiden. Erst danach selbst zu reagieren macht unzufrieden.

Die Kunst, sich Erholungseffekte zu organisieren

Die neuste Stressforschung zeigt, dass die alte Regel veraltet ist, erst nach drei bis vier Wochen Urlaub gäbe es einen Erholungseffekt. Vielmehr ist es so, dass, egal wie lange du Urlaub hattest, der Urlaubseffekt nach etwa zwei bis vier Wochen wieder verpufft ist. Es wird daher empfohlen, öfter mal einen Kurzurlaub zu planen.

Eine wesentliche Rolle für die Nachhaltigkeit der Erholung spielt die „Woche danach“. Je nachdem, ob du eine Vertretung hattest und die Vertretung Zeit hatte, werden sich die Papierberge auf deinem Schreibtisch stapeln. Plane deshalb für die Nachurlaubswoche ganz wenige Termine und schalte den E-Mail -Responder mit einem Tag Verzug aus. So hast du Zeit zum Ankommen und Sortieren und verheizt dich nicht sofort wieder.

Folgerichtig kannst du für einen besseren Urlaubseffekt auch schon durch die Entschleunigung an den Tagen davor sorgen. Sonst besteht die Gefahr, dass du vielleicht bis abends spät arbeitest, dann nachts ins Auto hechtest, völlig erschöpft im Urlaub ankommst und erste einmal krank wirst. Krankheiten kommen im Urlaub besonders gern, weil wir von der „Überholspur“ auf „Null“ schalten und sich der ganze angestaute Stress dann erst einmal entlädt. Stress schadet vor allem unserem Immunsystem und das zeigt uns dann, wie überfordert es schon lange ist.

urlaub-ohne-stressBesser wäre also, jeden Tag gut für sich zu sorgen, nicht nur im Urlaub, um ein gutes Fundament für stabiles körperliches und geistiges Wohlbefinden zu haben. Gut für sich sorgen ist auch ein Stichwort für den Urlaub.

Mach nicht „um des lieben Frieden willens“ alles mit, wenn es dir keinen Spaß macht. Kläre am besten vorher, wer sich wofür interessiert, was gemeinsam und was allein unternommen wird. Gar zu oft sprechen wir einfach nicht aus, was für uns passt. Die anderen können es jedoch nicht erahnen.

Denk an Pausen und Zeiten, die einmal nicht verplant sind, vielleicht zum Nachdenken oder in den Himmel schauen. Die beste Erholung findet – zum Feierabend aber auch im Urlaub – immer dann statt, wenn wir etwas ganz anderes tun als normalerweise. Dies heißt optimalerweise auch, sich von der virtuellen Nabelschnur zu trennen. Kein Computer und handyfreie Zeiten. Die Welt dreht sich immer weiter, wenn wir mal nicht ans Telefon gehen.

Genieß in vollen Zügen: das Leben und den Urlaub

Es gibt so viel zu genießen, im Alltag wie im Urlaub. Den  hast du ja hoffentlich nach deinen Herzenswünschen geplant.
Für den Genuss ist folgendes essentiell: Zeit, Konzentration, Bewusstsein, Vorurteile über Bord werfen. Das heißt z. B. immer nur eines zu tun. Zu essen oder zu lesen, fernzusehen oder sich zu unterhalten usw. Bleib mit deinen Gedanken im Augenblick, statt schon zu überlegen, was als nächstes kommt.    

Die sieben goldenen Urlaubsregeln

1. Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub. Organisiere anhaltendes Wohlbefinden.

2. Raus aus der Optimierungsfalle: Gut ist gut genug.

3. Mäßige Deine Erwartungen.

4. Glück ist geistige Disziplin. Du entscheidest, wie lange du dich ärgerst oder freust.

5. Schluss mit Bedingungen für Zufriedenheit. “Wenn … dann…“ funktioniert nie.

6. Kleine tägliche Freuden statt seltene große Glücksmomente

7. Frage dich ein Mal täglich: Was kann ICH heute dafür tun, dass es mir gut geht?

 

Ich wünsche dir viel Spaß im Urlaub,

Dr. Ilona Bürgel

Expertin für körperliches und geistiges Wohlbefinden

www.ilonabuergel.de

 


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