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Für dein besseres Sex-Erlebnis – Fragen & eine Übung

Peggy rief letzte Woche zum vereinbarten Kennenlern-Gespräch bei mir an. Sie erzählte mir, sie hätte gerne mehr Lust, hätte jedoch immer Schmerzen beim Sex. Ihr Partner und sie würden sich immer häufiger über Sex streiten, da er sich mehr Sex mit ihr wünscht. Doch ihre Schmerzen führten dazu, dass sie immer weniger Lust hätte. Ein Teufelskreis.

Ich hörte zu. So wie Peggy und ihrem Freund geht es nämlich vielen Frauen und Männern in ihren Beziehungen: Da gibt es Menschen, die miteinander glücklich sein wollen – und guter Sex ist eben ein Teil dieses Glücks. Beide Parteien haben ihre Interessen und ihre Gründe für ihre Wünsche und Bedürfnisse. Und doch kommt man manchmal einfach nicht so richtig zusammen.

Kurzes Gespräch, viele Stressoren

Allein dieses kurze Gespräch mit ihr, könnte Aufhänger für viele Artikel sein. Vielleicht mach ich das ja auch noch. Denn in diesen 10 Minuten Gespräch, die ich mit ihr führte, spiegelte sich so vieles wieder, das Stress auslöst und Beziehungen immer wieder so anstrengend und verkantet macht:

  • Entgegengesetzte Bedürfnisse
  • Kommunikation auf der Inhaltsebene („Du machst immer“ „Aber du machst immer.“)
  • Missverstandene und unpräzise geäußerte Appelle
  • Vorstellungen, wie wir glauben, dass ein Sexleben sein „soll“
  • Vorstellungen über das, was wir glauben, was der andere will
  • Wenig wissen über den eigenen Körper
  • Wenig wissen darüber, wie man sexuell aufeinander zugehen kann
  • Wenig Verständnis füreinander

Und vieles mehr.

Wenn die Spannung zunimmt

Aus diesen einzelnen Aspekten, die manchmal nicht so gut auseinander zu halten sind, entsteht ein Knäul an Informationen und Bedürfnissen, an dessen Enden zwei Personen stehen, die versuchen, an den Fäden zu ziehen. Wenn es nicht optimal läuft, verknotet sich alles noch mehr und steht immer mehr unter Spannung.

Die Bilder und Drehbücher im Kopf

Sex-besserIch hab hier bereits schon über das Thema Drehbücher im Kopf geschrieben. Heute möchte ich das Thema noch einmal aufnehmen. Denn hierin steckt meiner Ansicht nach ein Schlüssel zu mehr Entspannung. Dazu möchte ich jedoch das Vergleichsmedium wechseln. Wir reden heute nicht von Drehbüchern, sondern über Bilder und Vorstellungen, die wir im Kopf haben. Unser Gehirn denkt nämlich in Bildern. Auch abstrakte Vorstellungen, wie zum Beispiel „guter Sex“, sind für unser Gehirn ein Bild oder eine Abfolge von Bildern. An diese Bilder sind Gefühle und Emotionen geknüpft. Sehen wir auf einem Bild Sonnenschein und Lachen, verbinden wir es innerlich mit Freude oder ähnlichen Gefühlen.

Soll-Bilder vs. Realität

Nun ist es auch so, dass wir ein mehr oder weniger klares Bild von dem haben, was sein soll. Daran sind die unterschiedlichsten Gefühle geknüpft. Auch wenn dieses „Soll-Bild“ nichts mit der Realität zu tun hat, sondern damit, was wir in unserer Kindheit erlebt haben, was unsere Kultur uns beibringt und wie andere uns wichtige Menschen das Leben sehen, halten wir immer wieder an diesem Bild fest und eine Situation, die diesem „Soll-Bild“ nicht entspricht, löst in uns meistens eine negative Bewertung und damit auch ein negatives Gefühl aus.

Soweit so klar.

Unklare Bilder = kein Kompass für guten Sex

Doch was bedeutet das für Peggy und ihren Partner? Jetzt kommt die Krux: Peggy hat kein klares Bild davon, wie sich eine gute Sexualität für sie anfühlt und was gute Sexualität für sie beinhaltet. Ohne dieses Bild hat sie keinen Kompass, der ihr hilft, den Weg der guten Sexualität zu gehen. Guter Sex ist für sie eine ziemlich schwammige Sache. Sie weiß jedoch schon folgendes: Sex macht Spaß, tut aber auch weh. Sie weiß, sie will keine Schmerzen mehr. Sie weiß nicht, ob sie ohne diese Schmerzen mehr Lust hätte oder nicht. Sie weiß auch nicht, ob sie dann mehr Sex wollen würde.

Die anderen als Referenzwert

Dadurch aber, dass ihr Partner sich mehr Sex wünscht und er mit anderen Frauen bereits andere Erfahrungen gemacht hat, beurteilt er seine sexuelle Situation als nicht richtig. Schließlich wollten andere Frauen auch mehr Sex, und die kamen auch alle immer zum Orgasmus. Nur Peggy jetzt eben nicht. Peggy glaubt ihrem Partner irgendwie, und die Schmerzen können nicht normal sein. Sie glaubt aber nun, dass etwas mit ihr nicht stimmt und fühlt sich deshalb schlecht. Deshalb ruft sie an.

Fragen, um zu ergründen

Ich stelle ihr deshalb einige Fragen, die ich immer frage, wenn eine Frau beim Sex Schmerzen hat:

  • Tut es immer weh oder nur manchmal?
  • Hast du irgendwann einmal schlechte Erfahrungen mit oder beim Sex gemacht?
  • Wo tut es genau weh?
  • Bist du feucht genug?
  • Seit wann hast du die Schmerzen?

Damit finde ich nicht die Lösung, aber ich finde Hinweise darauf, wo der Schuh drückt. Peggy konnte mir beschreiben, wo es schmerzt und sie erzählte, dass sie nicht feucht genug ist. Sie sagte es nicht so, sondern meinte: „Es geht“. Es geht, geht eben nicht.

Entlastung

Erotik-sexIch entschloss mich dazu, für sie erst einmal den Druck zu reduzieren. Deshalb bat ich sie darum, erst einmal tief durchzuatmen und mir zwei Minuten zuzuhören.

„Gut, dass du eine Lösung für dich suchst. Dein Körper reagiert ganz normal. Wahrscheinlich bist du beim Sex nicht erregt genug. Deshalb hast du meist anfangs Schmerzen und wenn es für dich erregender wird, gehen die manchmal auch weg beim Sex. Du darfst deinem Partner sagen, wenn du noch etwas mehr Zeit benötigst. Denn die anderen Frauen sind Vergangenheit. Er möchte jetzt mit dir schlafen.“

Eine Übung für den Kompass

Dann beschrieb ich ihr noch eine Übung, die sie für sich machen kann, um ein Gefühl für ihre Erregung zu bekommen: Sie soll ihre Vulva im Handspiegel ganz genau ansehen und betasten, wenn sie nicht erregt ist. Dann soll sie sich bis kurz vor den Orgasmus stimulieren und dann wieder mit dem Handspiegel alles ganz genau ansehen und betasten. Und irgendwann bekommt sie damit ein Gefühl für den Zeitpunkt, wann es „richtig“ ist. Das Gute daran ist, dass sie ihrem Partner optische Hinweise geben kann, woran er sehen kann, dass sie bereit ist.

Damit hat sie einen Teil ihres Kompasses für guten Sex gelernt, der ihr ein Stück klarer macht, was für sie richtig ist. Denn sie ist richtig, genauso wie sie ist.

 

 

 

Alles Liebe und bis bald,

Claudia

www.claudia-elizabeth-huber.de

 

 

 

 

 

 

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Weibliche Sexualität: Der Rhythmus der Seele

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