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Spiritualität und Nachhaltigkeit: Verbündet euch!

Wenn du dich bisher immer erstaunt gefragt hast, warum der Themenkomplex „Wirtschaft und Nachhaltigkeit“ eine Serie in einem Magazin bekommen hat, in dem es primär um Persönlichkeitsentwicklung und Spiritualität geht, dann wird dir spätestens mit diesem Artikel klar, warum das absolut Sinn macht.

Weltwunder überall

nachhaltigkeit-bergeDiesen Text schreibe ich an einem Ort, wo die Wunder dieser Welt und das Wunder, dass ich all das erleben und ein mitgestalten darf, für mich besonders spürbar sind. Während ich das schreibe, blicke ich auf einige Berge des St. Gotthard-Massivs. Diese Berge sind so mächtige und wundervolle Gestalten, fast wesenhaft. Wie du und ich tragen sie einen Namen. Sie bedeuten uns also etwas, zumindest taten sie das.

Ich frage mich manchmal: Würden wir den Bergen heute noch Namen geben, wenn das nicht unsere Vorfahren so gut für uns besorgt hätten? Welche Bedeutsamkeiten, welches Erbe, welche kulturellen Güter werden wir an die Menschen, die nach uns kommen, weitergeben können?

In den Bergen, am Meer, im Wald fühle ich mich unserer Schöpfung besonders nahe. Dann begreife ich, dass ich zwar ein einzigartiger Mensch bin, eine Schöpferin meines Lebens, doch eben auch nur ein winziger Mosaikstein dieses großartigen Ganzen. Ich werde ehrfürchtig, demütig und dankbar. Dann ist es für mich spürbar, dass ich Teil eines großen Gesamtgefüges bin.

Ich werde erinnert: Meine Schöpfungen, die Schöpfungen von uns Menschen, sind nicht das Maß aller Dinge. Da ist etwas Größeres, viel Machtvolleres am Werk, von dem wir selbst ein Fünkchen abbekommen haben. Es wirkt durch uns hindurch.

Doch was hat das alles mit Nachhaltigkeit zu tun, magst du dich nun fragen?

Ich meine, viel mehr als wir zunächst DENKEN. Wir ahnen es eher.

Mehr als eine neue Aufklärung

Vielleicht hast es mitbekommen: Im Oktober 2017 veröffentlichte der Club of Rome  anlässlich seines 50-jährigen Bestehens seinen neuen Bericht „Wir sind dran. Club of Rome: Der große Bericht: Was wir ändern müssen, wenn wir bleiben wollen. Eine neue Aufklärung für eine volle Welt.“ Der Club of Rome ist einer DER internationalen Think Tanks zum Thema Nachhaltigkeit, sein aktueller Präsident ist Ernst Ulrich von Weizsäcker, der mit dem Wuppertal Institut, eines der renommiertesten Forschungsinstitute zum Thema Nachhaltigkeit in Deutschland gegründet hat. Das Wuppertal-Institut beraten die Bundesregierung beispielsweise im wissenschaftlichen Beirat „Globale Umweltveränderungen“ (WBGU). Der Club of Rome war eine DER Institutionen, die mit ihrem 1972 erschienenen Studie „Die Grenzen des Wachstums“ überhaupt die Nachhaltigkeitsdebatte angezettelt haben

Dieser Club of Rome fordert nun in seinem aktuellen Bericht bereits im Titel „eine neue Aufklärung“, ein neues Gewahrsein und spricht in seinem Fazit Einladungen an alle Konsument*innen, Unternehmer*innen, Politiker*innen, Wissenschaft und weitere Entscheidungsträger*inenn aus, sich ihrer Macht bewusst zu werden und dazu beizutragen, dass wir alle eine volle Welt erreichen können.

Was könnte das Motto dieser neuen Aufklärung sein?

Aufklärung alt:” Ich denke, also bin ich.”

Wenn du dich an die Leitsätze der Epoche erinnerst, die vor 300 Jahren als das „Zeitalter der Aufklärung“ in die Geschichtsbücher einging, dann sind die beiden zentralen Sätze wohl zum einen von René des Descartes „Ich denke, also bin ich.“ sowie von Immanuel Kant: „AUFKLÄRUNG ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. … Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.“

Merkst du was?

Bei beiden geht es um das Denken und den Verstand. Die Aufklärung läutete das Zeitalter der Denker ein, der Wissenschaft. Wir glaubten an die Macht unseres Verstandes, an Messbares, an das, was wir fassen und sehen können.

Aufklärung neu: Von der Kopfgeburt zum Schöpfungskreislauf 

nachhaltigkeit-SchöpfungDoch unser Glauben, unsere Gefühlswelt, unsere Intuition, das Gewahrsein um die Verbundenheit mit dem großen Ganzen lässt sich nicht mit Gedanken erfassen. Vielleicht laufen die Gedanken sogar davor weg, weil das große Ganze viel, viel größer und mächtiger ist, als wir jemals Gedanken denken könnten.

Es ist fast so, als hätten wir als menschliches Kollektiv zumindest in der westlichen Welt entschieden, dass wir uns nun erstmal auf den Verstand und seine Potenziale fokussieren wollten. Wenn wir den „austrainiert“ und ausgereizt haben würden, dürften dann wieder Gefühlswelt und die Verbundenheit mit dem großen Ganzen ins Spiel kommen. In den letzten Jahrhunderten waren wir also vornehmlich als Schöpfer*innen des Verstands unterwegs – und haben damit zweifelsohne großartiges in Forschung, Wissenschaft, Wirtschaft und Bildung und vielen weiteren Bereichen geschaffen.

Wir brauchen neue Schöpfungskreisläufe!

“Eine andere Welt ist nicht nur möglich,
sie ist schon im entstehen.
An einem ruhigen Tag kann ich sie atmen hören.”
(Arundhati Roy)

Allerdings ist offenbar jetzt eine neue Zeit angebrochen, in der es uns nicht mehr reicht – allein kraft unseres Verstandes schöpferisch tätig zu werden. Zum einen, weil es uns nicht mehr erfüllt und wir uns abgeschnitten vom großen Ganzen fühlen, zum anderen weil es schlicht nicht funktioniert, wir nicht weit genug denken, nur an uns denken, und damit die Ressourcen unserer Erde und unsere eigenen Ressourcen erschöpfen.

Wenn es also um eine neue Aufklärung geht, dann wird es darum gehen, wissenschaftliche Denk-Disziplinen mit Spiritualität und den Phänomenen, die wir nicht erklären können, rückzuverbinden. Eine neue Aufklärung, die unser Überleben auf diesem Planeten ermöglicht, wird zweierlei bedeuten:

  1. dass wir Werkzeuge (wieder) entdecken, mit denen wir uns mit dem großen Ganzen verbinden können,
  2. dass wir, wenn wir Mittel und Wege zur Rück-Verbindung zum großen Ganzen gefunden haben, diese Verbindung nutzen, um auf neue Art und Weise schöpferisch tätig zu werden – im Bewusstsein dessen, was unsere Schöpfungen für alles bedeuten.

Neues Mantra “Bewusster, verbundener, würdevoller.”

„Alles, was wir jetzt tun, muss in heiliger Weise und als Feier unternommen werden.
Wir sind diejenigen, auf die wir gewartet haben!“

Nachhaltigkeit-Mantra– heißt es im Ausklang des Gedichts der Hopi-Indianer, das ich in meinem Artikel “Vom Glück anders zu wirtschaften” zitiert habe und das Veit Lindau auch zum Abschluss des Kickstart-Events vergangene Woche vorgelesen hat. Ja, lasst uns Erfindungen und all das, was wir kreieren, heiliger und bedachter, im Bewusstsein, das wir alles für Alle tun.

So wird Schöpfung zum neuen Gottesdienst – im Einklang mit unserer Erde, mit allen Ressourcen, in Harmonie mit unseren Mitwesen. Schöpfung passiert dann nicht mehr als reine Kopfgeburt, sondern wird ganzheitlicher, NACHHALTIGER. Das bisherige „Höher, Schneller, Weiter“ ersetzen wir durch ein neues Mantra „Bewusster, verbundener, würdevoller“.

Und: WIE finden wir wieder Verbindung zum großen Ganzen? Wie könnten neue Schöpfungskreisläufe sich konkret gestalten?

Hauke Prigge präsentiert einige Eintrittstore in seinem Artikel: Was ist das Higher Self, und wie kannst du dich mit ihm verbinden? Ich persönlich schalte am besten auf Empfang, wenn ich (trance-)tanze, wenn ich musiziere und singe, wenn ich in die Stille gehe, beim Kochen – und wie du vielleicht eingangs meines Artikels bereits geahnt hast: beim Wandern und Spazieren in der Natur sowie beim Schreiben. Probier dich aus und finde DEINE Kanäle heraus!

Was das Thema neue Schöpfungskreisläufe angeht, bin ich sehr glücklich, dass ich gestern einen Artikel über Arjuna Ardagh verfassen und mich so mit und seiner Idee des „Kreislaufs der Brillanz“ auseinander setzen durfte. Ich finde sein Ansatz vereint, Denken mit Innehalten und der Verbindung mit dem, als welches Werkzeug uns die Schöpfung auserkoren haben könnte. Deswegen freue ich mich sehr darauf, einen von Arjunas Workshops zu besuchen.

 

 

Ich wünsche dir und uns Mut und Freude dabei,

in diesem Sinne zu wirken und alles, was wir tun, auf eine heilige und würdevolle Weise zu tun. 

Ein nachhaltiges Namasté sendet dir,

Steffi aka Stephanie Ristig-Bresser

 

 

 

 

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Lasst uns kollektiv für eine bessere Welt träumen!

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