Kategorien Anzeigen

Erfolg Body Arbeit Beziehungen Deine Welt Glück Seele Podcasts humantrust @Redaktion

konferenzen

Für Konferenzen, die die Welt verbessern helfen

Was die Konferenz des Transition Network vom September 2015 in Seale Hayne in Devon so besonders machte:

telegramm an alle welt: –..– konferenz in kapstadt eröffnet –..– alle staatshäupter und staatsoberhäupter gesund eingetroffen –..– sehen verständigung aufs zukunftsfroheste entgegen –..– unbedeutende meinungsverschiedenheiten hinsichtlich tagesordnung –..– änderungsantrag betreffs geschäftsordnung –..– erregte debatte wegen sitzordnung –..– wetter ausgezeichnet -..-“

(aus „Die Konferenz der Tiere“ von Erich Kästner)

cocreative couples

Moderations-Quartett (v.l.n.r.): Makasha & Kaharine Roske sowie Sanford & Carolyne Anderson

Am vergangenen Wochenende habe ich am sehr inspirierenden Workshop „Co-Creation – Die Zukunft der Menschheit“, teilgenommen. Der Workshop hat mich und wohl auch die meisten der 300 Teilnehmer*innen tief berührt. Er wurde wesentlich getragen von den beiden „cocreative couples“ Makasha und Katharine Roske sowie Carolyn und Sanford Anderson. Sie haben diesen Co-Creation-Prozess über viele Jahre innerhalb ihrer Gemeinschaften und Projekte entwickelt. Dazu haben Carolyne und Katharine auch ein Co-Creators-Handbook entwickelt, das gerade auf Deutsch übersetzt wird.  Du kannst dich vorfreuen – für eine ausführliche Darstellung des Workshops und seiner Inhalte ist im Dezember Zeit, wenn die deutsche Übersetzung des Handbuchs erschienen ist. Dann kannst du selbst nämlich mittels des Handbuchs gleich direkt einsteigen.

Konferenzen, die wirklich etwas bewegen

Der Co-Creation-Workshop hat gezeigt: Solche Zusammenkünfte können Welten bewegen und Türen für neue Möglichkeiten öffnen. Wenn sie denn wirklich gut gemacht sind, wie der Workshop am vergangenen Wochenende es war. Denn Veränderungen passieren von Mensch zu Mensch. Klassische Konferenzformate, bei denen einer vorne steht und die anderen lauschen, verharren oft an der Oberfläche. Ich will damit nicht sagen, dass eine Konferenz ausschließlich partizipative Angebote braucht. Gut dosiert und mit der stimmigen Auswahl an Redner*innen können Vorträge durchaus wichtige Impulsgeber sein. Doch Konferenzen, die wirklich etwas bewegen, bewegen ihre Teilnehmer*innen. Das passiert in der Regel dadurch, dass die Teilnehmer*innen selbst aktiv werden. Und wenn wir die Welt verbessern wollen, brauchen wir jede Menge aktiver, wacher Menschen, die die Veränderung selbst leben.

Ein Gemeinschaftsbildungsprozess für 350 Menschen aus der ganzen Welt  

konferenz-holzIn mir hat der Co-Creation-Workshop die Erinnerung an eine Konferenz wachgeküsst, deren Teil ich vor zwei Jahren sein durfte – der Internationalen Transition Network Konferenz. Sie hat im September 2015 in Devon im Südwesten Englands stattgefunden. Die Veranstalterin war das Transition Network, der Knotenpunkt der internationalen Transition Town Bewegung. Die Transition-Town-Idee hat seit dem Jahr 2006 in ungefähr 40 Ländern mit rund 4.000 lokalen Initiativen weltweit Verbreitung gefunden. Kernidee ist dabei, ressourcenschonender zu wirtschaften und einen wertschätzenden Umgang mit allen Wesen zu pflegen. Viele Beispiele der Transition Town Bewegung findest du in der Dokumentation „Tomorrow”. (Die Transition Towns haben die Macher*innen des Films überhaupt dazu inspiriert.)

Fünf Must-Haves für Konferenzen, die die Welt verbessern helfen

Die Transition Network Konferenz war für mich wie ein gelungener Gemeinschaftsbildungsprozess innerhalb von wenigen Tagen – und das bei 350 teilnehmenden Menschen aus über 20 Nationen aus der ganzen Welt. Sie hat eine neue Form von Konferenzkultur etabliert, die ich bis zum heutigen Zeitpunkt so noch nicht wieder erlebt habe. Natürlich konnte ich nicht alle 350 Menschen kennenlernen, doch ich fühlte mich wirklich mit den meisten verbunden. Das war magisch.

Ich glaube, dass folgende fünf Aspekte dazu beigetragen haben:

1: Vor- und Nachkonferenz mit 40 nationalen Delegierten

konferenzenZwei Tage, bevor die eigentliche Konferenz begann, veranstaltete das Transition Network ein „Hubs Gathering“, ein Treffen für insgesamt 40 offizielle Delegierte aus 20 Nationen, die ihren nationalen Knotenpunkt vertreten haben. Ich bin serh glücklich, Teil dessen gewesen sein zu dürfen. Gemeinsam haben wir den energetischen Rahmen für die Konferenz bereitet, vor allen Dingen in Form von Ritualen eine verbindende Atmosphäre geschaffen, u.a. dadurch:

  • Jede*r Delegierte brachte Erde aus seinem Heimatland mit, trat in die Mitte des Kreises vor, erzählte etwas, woher diese Erde stammte. Sie wurde in einem Behältnis gesammelt. Diese Erde nahm eine Delegierte aus Brasilien schließlich mit und pflanzte dort in einem der Favelas in Rio de Janero einen Baum damit.
  • Unmittelbar vor Konferenzbeginn stimmten wir uns gemeinsam in einer Meditation auf unsere Rolle ein: Diese war, den Raum zu halten und für eine wertschätzende, liebevolle Atmosphäre zu sorgen.

2: Eine unerwartete, feierliche Zeremonie zu Beginn

Es war freundliches, sonniges Wetter in der Stunde, bevor die Konferenz begann. Also chillten und sonnten wir uns alle draußen im Innenhof des Konferenzareals (auch der Ort Seale Hayne hatte seinen ganz besonderen Charme). Der Innenhof begann sich immer mehr mit Leben zu füllen. So langsam wurde es Zeit, in den Plenarsaal zu gehen… Da postierte sich plötzlich ein Gospel Chor im Innenhof und begann unvermittelt für uns Teilnehmer*innen zu singen. Nach zwei Liedern geleitete uns der Chor in einer Art Prozession in den Konferenzraum. Noch heute bereitet mir das Gänsehaut, wenn ich daran denke. Das war zauberhaft. Hier kannst du dir selbst einen Eindruck verschaffen:

3: Eine Kerngruppe und ein Raum, in dem alle gesehen werden (können)

Ein wichtiger Schritt für eine verbindende Atmosphäre war es auch, dass sich Kerngruppen bestehend aus 3-6 Menschen bildeten. Diese Kerngruppen hatten während der Pausen im Konferenz-Getummel immer wieder Raum, das Konferenz-Geschehen zu reflektieren. Das vermittelte ein Stück Geborgenheit und gab Zeit zum Innehalten. Startpunkt der Kerngruppe war es, sich einem bestimmen Raster folgend kennen zu lernen. Auf diese Weise entstanden für jeden Menschen Steckbriefe. Sie wurden  im gesamten Raum aufgehängt – und zwar nach Interessensgebieten geclustert, so dass sich Gleichgesinnte gut finden konnten.

4: Interaktive Formate wie Open space

konferenz-open-space

Intro ins Open space

Neben der Workshops war ein Tag in Form eines Open-spaces umgesetzt. Das ist ein Konferenz-Format, bei dem jede*r Teilnehmer*in Themen einreichen kann, die nach einem festgelegten Prozess geclustert und diskutiert werden. Weitere interaktive Formate, die sich gut in Konferenzen einbetten lassen sind – suchmaschine doch einfach mal nach ihnen: World Café, Design Thinking, Barcamp, Dragon Dreaming, Übungen aus der Tiefenökologie (The work, that reconnects).

5: Keynote-Listener statt Keynote-Speaker

Ein besonderer Clou dieser Konferenz war es, dass Multiplikator*innen als Keynote-Listener eingeladen waren – eben nicht um etwas vorzutragen, sondern um einmal zuzuhören. So stand Rob Hopkins, der als einer der Begründer der Transition Town Bewegung gilt, nicht etwa im Mittelpunkt der Konferenz, sondern war ganz normaler Teilnehmer.

Einige Fragen an dich:

Jetzt mag ich von dir wissen:

  • Gab es Konferenzen und Versammlungen, die für dich bedeutsam waren, und warum waren sie das?
  • Was hat sie ausgezeichnet?
  • Was trägt deiner Ansicht nach dazu bei, dass Veranstaltungen besonders werden, dass sie motivieren und aktivieren?

Ich finde, es kann nicht genug guter Events geben, wir brauchen sie, um die Welt zu bewegen, und ich träume davon, einmal noch eine ganz weltbewegende Konferenz mitzuorganisieren.

Ich grüße dich herzlich,

Steffi aka Stephanie Ristig-Bresser.

 

PS: By the way: Ab 06.11. bis zum 17.11.2017 findet in Bonn die 23. UN-Klimakonferenz statt, die wiederum entscheidende Weichen für unsere Zukunft stellen kann. Bitte sende doch gute Energie dorthin.

 

 

Wenn du folgenden Artikel interessant fandest, ist vielleicht auch folgender Artikel von Steffi inspirierend für dich:

Lasst uns kollektiv für eine bessere Welt träumen!

Gefällt mir 105 Personen gefällt das

Wie hilfreich fandest du den Artikel?1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)

Diskussion

This error message is only visible to WordPress admins

Error: API requests are being delayed for this account. New posts will not be retrieved.

There may be an issue with the Instagram Access Token that you are using. Your server might also be unable to connect to Instagram at this time.

Trag dich in unseren Newsletter ein und hole dir dein Gratis-Geschenk für Compassioner-Leser:


Das große Coaching Paket von Veit Lindau.
Sichere dir diesen wertvollen Leitfaden für ein erfülltes, glückliches Leben.

 

Wir schenken dir:
o 4 Audiovorträge mit Veit Lindau
o 1 Geführte Meditation
o Den Lebenskompass

Trag dich dazu hier ein:

 



* Mit der Eintragung bestätige ich die Informationen zum Datenschutz insbesondere nach §13 DSGVO zur Kenntnis genommen zu haben.

 

 

 

fan