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Ganz oder gar nicht – Sei einfach ganz DU

Warum ganz oder gar nicht immer zu deinem persönichen Glück führt…

Ein Gastartikel von Eva Klein

Liebe Leserin, lieber Leser,

das Jahr neigt sich seinem Ende entgegen und mit ihm eine Menge Ereignisse, die dieses Jahr zu dem gemacht haben, was es ist: ein ganzes Jahr.

Und mit dem ganz sein beschäftigt sich auch dieser Artikel. Angeregt wurde das Thema durch zwei Herren, für die ich große Sympathien hege: dem Maler Carl Spitzweg (Der Sonntagsspaziergang, Der Bücherwurm) und Dr. med. Eckart von Hirschhausen, der gerade sein neues Buch “Wunder wirken Wunder” veröffentlichte und dort erstmals offen über sein Leben als Mediziner und Magier spricht.

So unterschiedlich die beiden Männer auf den ersten Blick wirken, sie eint ein Wesenszug von dem wir alle viel lernen können: Sie haben sich beide nicht begrenzt in ihrer Ganzheit. Carl Spitzweg wurde, wenn auch mehr für seinen Vater als aus eigenem Interesse (was auch ein Teil von Ganzheit sein kann, die zeitweilige Fremdbestimmung), Apotheker, bevor er mit Werken wie “Der arme Poet” von sich Reden machte während Eckart von Hirschhausen neben seiner Arbeit als Mediziner auch als Magier sein Publikum verzauberte.

Da Spitzweg den Druck seines Vaters und von Hirschhausen den der Gesellschaft spürte sich für eines entscheiden zu müssen, verheimlichten beide lange Zeit ihre Passionen vor denen, die mit dem jeweils anderen Teil ihres Schaffens nichts anfangen konnten.
Doch keiner von beiden lies sich um eine seiner Leidenschaften bringen.

Im Gegenteil. Das eine diente zum Ausgleich und zur Ergänzung des anderen. Beide haben vom konträr wirkenden Feld viel in das andere übernehmen und so eine ganz neue Form schaffen können. Und das ist wahre Kreativität. Das ist echtes Ganz sein. Losgelöst von Vorgaben, Regularien und vom “so haben wir das schon immer gemacht” den eigenen Weg gehen.

Das kostet nicht selten viel Kraft. In jedem Fall braucht es eine Menge Mut.
Mut sich zu lösen von gesellschaftlichen Vorgaben, Vorstellungen, wie man zu sein und was man zu tun hat.

Ebenso eint beide die liebevolle Betrachtung auf das menschliche Scheitern. Spitzweg wie auch Hirschhausen begreifen ihn als unvermeidlichen Teil des Daseins und der Evolution und nehmen ihm so den Druck und die Lähmung.

Für dich als Führungskraft, in deiner Familie, in Unternehmen, Politik und Wirtschaft, vor allem aber einfach für dich als Mensch bedeutet es, dass es gut ist, deine Ganzheit zu leben! Spitzweg und Hirschhausen sind, wie viele andere Männer und Frauen auch, ein tolles Vorbild dafür. Tu, was dir gut tut! Auch wenn du scheitern kannst. Du weißt wie man wieder aufsteht.

ganz oder gar nichtFinde deinen Weg wie du deine Interessen, deine Leidenschaften und Deinen Pragmatismus vereinen kannst. Lass’ dir deine Hobbies nicht nehmen, nur weil diese dich nicht ernähren oder du wenig Zeit dafür hast. Steh’ früher auf, um eine Stunde an dem Buch in deinem Kopf zu arbeiten. Lies in deinem italienischen Kursbuch, statt am Abend fern zu sehen.

Hör’ nicht einfach auf in deinem Beruf zu arbeiten, nur weil er dich gerade nervt. Schau’, wie du hier für dich Ganzheit leben und anderen vorleben kannst, bevor du einen harten Schnitt vollziehst. Dabei kommt es mehr auf das Wie als auf das Was an.

Dabei vergessen wir oft, dass Spiel lernen ist und indem wir dem Spiel diesen ernsten Überbau geben, verderben wir uns den Spaß und den Lerneffekt. Gemäß George Bernhard Shaw: “We do not stop playing because we grow old; we grow old because we stop playing.”
Sei präsent im Hier und Jetzt. Genieße den Ort und den Moment in dem du jetzt bist.

Gönne dir die Hinwendung zu den Dingen, die dich interessieren und dich zu dem/der machen der/die du bist: ein Individuum mit manchmal widersprüchlichen Interessen, Gedanken und Taten. Scheue dich nicht vor diesen Momente und dem damit verbundenen Ausprobieren. Dem ganzen Sein.

Dazu gehören auch die sich so widersprüchlich anfühlenden Dinge wie das Weinen auf der einen, dem Schreien auf der anderen Seite. Dem gespannt zuhören können und ungeduldig zappelig auf dem Stuhl sitzen. Der Feinfühligkeit beim Handwerken und dem Unverständnis für langsame Autofahrer.
Es ist, was dich ausmacht. Nur so bist du ganz. Steh’ dazu. Sei stets loyal mit dir, auch wenn du eine deiner Taten, nie aber dich selbst, hinterfragst.

Denn bei jedem Wunsch nach Veränderung, Weiterentwicklung und dazu notwendiger Reflektion ist die Selbstliebe die unverzichtbare Basis. Ehrlichkeit ohne Wohlwollen ist Brutalität. Ob nun sich selbst oder anderen gegenüber.

Gehen wir weg von dem starren entweder oder, dass die Ganzheit beschneidet, und kommen zu einem UND. Es darf mehr geben als die klassischen Formen des beruflichen Daseins, der individuellen Erfüllung, als das, was allgemein bekannt ist.
Zudem brauchen wir neue Spitz-Wege und Hirsch-Hausige, um die Welt schöner zu machen.

Ich wünsche dir für 2017 vor allem eines: ein ganzes Jahr, mit allem was dazu gehört. Dass du deine nächsten Schritte gehst, wo auch immer sie dich hinführen.

klein_eva06575_1200px-300x300Mit herzlichen Grüßen für ein wunderbares Weihnachtsfest und bis im nächsten Jahr eine ruhige und schöne Zeit,
Eva Klein

An welchen Grenzen arbeitest du oder stößt öfter an? 

 

Hier gibts noch mehr Input für ein waches Bewusstsein:

Die Magie der Sprache – wie Wörter und Sprechweise dein Leben beeinflussen

 

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