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Geschwister: Licht und Schatten einer besonderen Beziehung

Ich mag meinen Bruder – ja, wirklich! Immerhin sind wir Geschwister. Und ich bin sehr froh, dass wir einen guten Draht zueinander haben. Das war nicht immer so. In unserer Kindheit haben wir viel miteinander gestritten oder noch schlimmer: uns einfach gegenseitig ignoriert. Als Psychologin weiß ich, dass Geschwisterkämpfe und Geschwisterrivalitäten ganz normal sind. Kein Wunder! Schließlich ist die Beziehung zu unserem Bruder oder unserer Schwester die längste Beziehung unseres Lebens. Niemand sonst kennen wir so lange. Da wäre es fast schon merkwürdig, wenn sie nicht Höhen und Tiefen, Licht und Schatten in sich trüge.

Geschwisterrivalität nervt, ist aber ganz normal

Sind wir klein, dreht sich die Geschwisterrivalität oft darum, wer mehr Aufmerksamkeit, mehr Geschenke oder mehr Anerkennung von den Eltern bekommt. Der oder die Erstgeborene fühlt sich vom Zweitgeborenen vom Thron gestoßen. Auf einmal kümmert sich die Mutter auch noch um ein Baby, weshalb meine Freundin Beate, vierjährig, ihre Mutter gefragt hat, ob man die Baby-Schwester nicht zurück geben könne. Zweit- oder Drittgeborene fühlen sich dem Großen/der Großen häufig unterlegen. „Ich will nicht mehr der Kleine sein!“, hat kürzlich der Sohn von Freunden wütend herausgeschrien. Typisch!

Konflikte setzen sich im Erwachsenenalter häufig fort

Sind wir erwachsen, tauchen ganz andere Konfliktfelder auf: Wird ein Kind stärker unterstützt? Bekommt etwa die Schwester/der Bruder mehr zugesteckt? Welche Enkelkinder werden von den Eltern, nun Großeltern, bevorzugt? Wer sorgt für die alt gewordenen Eltern – und wer nicht? Sehr häufig spiegeln sich die „alten“ Konflikte und Gefühle aus der Kindheit wider. Zum Beispiel bei Lisa, die sich als Erstgeborene, um die alten Eltern kümmert und den Eindruck hat, die beiden Jüngeren kehren sich einen Dreck darum, dass die Mutter mit ihrer neuen Hüfte nicht mehr so belastbar ist. Wie damals als Kind, wo sie oft dachte: „Die dürfen spielen und ich muss vernünftig sein.“

Geschwister sind ein Geschenk

Jetzt habe ich zunächst vor allem typische Konflikte unter Geschwistern angesprochen. Trotz aller Konflikte und Rivalitäten ist die Geschwisterbeziehung aber auch ein Geschenk. Wir haben jemanden an unserer Seite, der uns und unser Nest kennt. Einen Menschen, auf den wir uns unser ganzes Leben lang beziehen können, mit dem wir unsere Geschichte teilen, von dem wir uns abgrenzen, mit dem wir streiten und lachen können. Viele Einzelkinder hätten aus diesem Grund gerne Geschwister gehabt. Nicht umsonst heißt es Bruderherz/Schwesterherz. Wenn es gut läuft, haben wir zu unseren Geschwistern eine echte Herzensbeziehung.

Die sonnige Seite der Geschwisterbeziehung

In meinem Buch „Das Sonnenkind Prinzip“ spüre ich ganz bewusst die sonnige Seite der Kindheit auf. Ich suche nach den Schätzen der Kinder- und Jugendjahre oder wie wir Psychologen sagen: nach den Ressourcen. Deshalb möchte ich dich einladen, einmal ganz gezielt die sonnigen Seiten der Geschwisterbeziehung hervorzukramen. Selbst dann, wenn du derzeit sauer auf deinen Bruder oder deine Schwester sein solltest. Dann wird es zwar schwieriger sein, aber meiner Erfahrung nach hilft es, sich zu vergegenwärtigen, dass der andere ja nicht NUR dämlich ist. Wenn es dir gelingt, sozusagen trotzdem die ein oder andere positive Erinnerung wachzurufen, könnt ihr euren Konflikt womöglich leichter lösen.

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“Blut ist dicker als Wasser” – Wenn es drauf ankommt, halten Geschwister oft zusammen.

Bruderherz – Schwesterherz: Schatzsuche

Nimm dir für die folgenden Fragen Zeit. Optimal wäre es, wenn du dich ganz entspannt hinsetzt oder hinlegst. Lies dir eine Frage durch, dann schließe die Augen und lass die Antwort kommen – assoziativ, fast wie im Traum.

  • Wann hast du gerne mit deinem Bruder/deiner Schwester Zeit verbracht? Was habt ihr gemacht? Womit habt ihr gespielt?
  • Habt ihr Streiche ausgeklüngelt? Unsinn gemacht? Woran kannst du dich erinnern?
  • Wobei hat dir dein Bruder/deine Schwester geholfen? Wobei hast du ihm/ihr geholfen?
  • Was magst du an deinem Bruder/deiner Schwester?
  • Worin seid ihr euch ähnlich?
  • Was ist das Besondere eurer Beziehung?
  • Wie hat sich eure Geschwisterliebe gezeigt?
  • Wofür bist du ihm/ihr dankbar?

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Wenn es für dich passt, kannst du ja hinterher deinem Bruder/deiner Schwester davon erzählen. Vielleicht wäre es ohnehin einmal wieder Zeit für eine Kontaktaufnahme? Ich würde mich sehr freuen, wenn ich einen winzigen, winzigen Beitrag dazu leisten konnte, dass ihr euch noch besser versteht. Denn wie schon gesagt: Ich mag mein Bruderherz und bin froh, dass ich ihn habe.

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Herzliche Grüße,

Deine Julia Tomuschat

www.sonnenkindprinzip.de

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