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Wo Gesundheit beginnt: Eine kurze Geschichte vom Darm und seinen Bakterien

Oft haben wir inzwischen davon gehört oder gelesen, dass der Darm maßgeblich für unsere Gesundheit mitverantwortlich ist. In ihrem neuen Artikel möchte unsere Gastautorin Anka Zeifang dieser Tatsache genauer auf den Grund gehen. Dafür begibt sie sich dafür mit uns auf die Mikro-Ebene und stellt uns diejenigen vor, ohne die im Darm quasi gar nichts gehen würde: unsere Bakterien.

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Nicht nur im Darm zu Hause

Ob im Weltall, in der Arktis, in Magma, auf allen nur erdenklichen Oberflächen – überall konnte die Wissenschaft schon Bakterienkulturen nachweisen. Wen wundert es da noch groß, dass wir sie auch bei jedem Tier, jeder Pflanze und jedem Menschen innen wie außen vorfinden.

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Sogar im Weltall konnte man Bakterien nachweisen

 

Vergeblich ist der Versuch, Bakterien „in den Griff bekommen zu wollen“ oder sogar „auszurotten“.
Ihre Anzahl ist einfach zu groß, ihre Vermehrungsrate zu rasant. Und mal ganz abgesehen davon, dass sie uns einfach überall begegnen: Ein Teil von ihnen ist für unsere Gesundheit, das Leben und Überleben auf diesem Planeten einfach auch viel zu wichtig. Wir dürfen sie also gar nicht vernichten!

Die drei Bakterien-Lager

Die meisten von uns assoziieren mit dem Wort Bakterien spontan vielleicht eher Krankheit, Verkeimung oder fehlende Hygiene. Doch gibt es gravierende Unterschiede im Mikrokosmos der Bakterienwelt. Grob vereinfacht können wir hier zwischen drei Lagern unterscheiden:

  1. denjenigen Bakterien, die zu den Gesundheitsförderern gehören,
  2. denen, die uns eher Schaden und Krankheitssymptome bescheren, und
  3. den Mitläufern, die ihr Fähnchen immer in den Wind halten und denen „hinterher rennen“, die gerade die Oberhand haben bzw. zahlenmäßig überlegen sind.

Für unsere Gesundheit förderliche Bakterien sind u.a. :

Bakterien der protektiven/ schützenden Mikrobiota wie

  • Bifidobakterien
  • Bacteroides und
  • Lactobazillen

Bakterien der immunmodulierenden Mikrobiota wie

  • Escherichia coli und
  • einige Spezien von Enterokokken

Sie passen sozusagen auf, dass unser Immunsystem nicht überreagiert.

 

Und mukonutritive Bakterien wie

  • Akkermansia muciniphila und
  • Faecalibacterium Prausnitzii

Sie ernähren die Schleimhaut im Darm und sorgen für Schleimnachschub.

Krankheitsfördernde Bakterienstämme sind u.a.

  • Camphylobakter
  • verschiedene Chlostridienstämme
  • krankmachende /pathogene Escherichia coli
  • Shigellen
  • Salmonellen und EHEC

Sie sorgen beispielsweise für Durchfall, Erbrechen, grippeähnliche Symptome, Allergien, Migräne, chronische Darmerkrankungen, Erkrankungen des Immunsystems, chronische Müdigkeit und Konzentrationsmangel.

Häufige Übertragungsquellen sind infizierte Tiere sowie kontaminierte Lebensmittel und verschmutztes Wasser.

Warum wir Bakterien im Darm haben

Die Wissenschaft spricht oft von Mikrobiomen, wenn es um Bakterien geht. Als Mikrobiom bezeichnet man die Summe der gesamten genetischen Informationen der physiologischen Kleinstlebewesen eines Organismus. Bei der Erforschung des Mikrobioms hat besonders der Darm die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Hier haben die Bakterien primär folgende Aufgaben:

  • Verdauung und Verstoffwechselung unserer Nahrung
  • Abwehr von Krankheitserregern
  • Training des Immunsystems
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Darmbakterien helfen dir nicht nur, deine Nahrung zu verdauen. Sie wehren auch Krankmacher ab und trainieren dein Immunsystem.

 

Darüber hinaus beeinflussen die Mikrobiome unseres Darms aber auch unser Gefühlsleben, unser Denkvermögen,  ja selbst die Neigung zu Allergien stark. Die Zusammensetzung der bakteriellen Besiedlung unseres Darms ist dabei ausschlaggebend.

Gesundheit entsteht: Wie sich die Darmflora beim Menschen entwickelt

Schon im Mutterleib, so die wissenschaftlichen Ergebnisse der letzten Jahre, entwickelt sich die vorgeburtliche Besiedlung des kindlichen Darms. Der Geburtsvorgang trägt maßgeblich zur Weiterentwicklung und Zusammensetzung der Mikrobiome des Babys bei. Denn Babys, die auf natürliche Weise geboren werden, kommen während der Geburt in Kontakt mit der mütterlichen Flora. Die Besiedlung des kindlichen Darms mit Lactobacillus, Bifidobacterium und Bacteroides-Arten findet so deutlich früher statt als bei Kindern, die per Kaiserschnitt zur Welt kommen. Es gibt bereits Hinweise darauf, dass der Zeitpunkt der Besiedlung mit gerade genannten Bakterien, eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Allergien und Asthma spielt.

Ebenso ist von großer Bedeutung, ob Babys gestillt werden oder nicht. Gestillte Babys bekommen wichtige Bakterien über die Muttermilch mit – so können sich vor allem Bifidobakterien im kindlichen Darm entwickeln und vermehren. Diese können potentiell krankmachende Keime besonders effektiv abwehren.

Bei Babys, die industrielle Flaschenmilch bekommen, siedeln sich die Bifidobakterien wesentlich später in der Mikrobiota (Gesamtheit aller Mikroorganismen) an. Diese Spätbesiedelung durch Bifidobakterien ist – das legen zumindest wissenschaftliche Erkenntnisse nahe – wohl mitverantwortliche für einen drastischen Anstieg des Allergierisikos.

9 Tipps, mit denen du deine Darm-Gesundheit stärkst

Unsere Darmflora entwickelt sich also schon in frühester Kindheit, allerdings wird sie z.B. durch schädliche Bakterien, Erkrankungen und die Gabe von Medikamenten auch immer wieder auf eine harte Probe gestellt. Um deinen Darm fit und gesund zu halten und widerstandsfähig gegenüber krankmachenden Keimen zu machen, habe ich für dich neun einfach umzusetzende Tipps zusammengestellt:

1. Tipp: Iss dich fit

Mit frischen, möglichst saisonalen und regionalen Lebensmitteln, die du selbst zubereitest, schenkst du deinem Körper Nährstoffe mit höherer Bioverfügbarkeit. Diese können deine „guten“ Darmbakterien und dein gesamtes Immunsystem viel besser stärken. Außerdem fallen gesundheitsschädigende und allergiefördernde Konservierungsmittel, Geschmacksverstärker und künstliche Aromen weg.

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Bei dem Anblick läuft den guten Bakterien im Darm glatt das Wasser im Mund zusammen

2. Tipp: Befreie dich

Zum Beispiel mit Entgiftungskuren, Fastenzeiten und Ausleitungen. So wirst du Schlackenstoffe und Gifte los, die deinen Darm, andere Entgiftungsorgane und den Gesamtstoffwechsel schwächen. Auch wirkst du damit Übersäuerungen entgegen, die u.a. deinen Milchsäurebakterien die Arbeit erschweren. Sie sorgen dafür, das Milieu für krankmachende Keime unattraktiv zu machen – aber nur, wenn sie richtig arbeiten können.
Meine Empfehlung: Basentees, Entgiftungskur mit „Flor Essence“ und die Einnahme von Chlorella- Algen mit Untersützung von EM-Aktivkohle.

3. Tipp: Morgens warm trinken 

Und zwar am besten direkt nach dem Aufwachen 0,5 Liter heißes Wasser mit einem halben
Teelöffel Meersalz oder einem anderen Natursalz
(wie Himalayasalz, Steinsalz, Bambussalz). Die Mineralien stärken den Gesamtorganismus, zugleich wird durch dieses Ritual deine Leber, dein zentrales Stoffwechsel- und Entgiftungsorgan, aufgeweckt und du bist schneller startklar für den Tag.

4. Tipp: Probiere dich im Ölziehen

Möglichst morgens vor dem Frühstück, z. B. mit nativem Oliven- oder Sonnenblumenöl. Damit entfernst du Toxine und Schadstoffe aus der Mundschleimhaut zu einem Großteil und diese können dann nicht in deinen Verdauungstrakt gelangen.

5. Tipp: Nach 19 Uhr möglichst nichts mehr essen

Spät am Abend, wenn auch du zur Ruhe kommst, sind die gesundheitsfördernden Bakterienstämme nicht mehr sehr aktiv. Stattdessen nehmen sich Fäulnis- und gärungsbildende Bakterien des unverdauten Nahrungsbreis an. Essen wir regelmäßig spätabends kann dadurch sogar das Darmmilieu kippen und Krankheiten begünstigen.

6. Tipp: Unterstütze deine Mikroflora

Nicht immer ist – z. B. bedingt durch unseren (Arbeits-)Alltag und Umwelteinflüsse – eine gesundheitsfördernde Ernährungs- und Lebensweise möglich. Wenn das auch bei dir der Fall ist, kannst du deiner gesundheitsfördernden Mikroflora sehr gut mit Probiotika unter die Arme greifen. Sie wirken wie ein Booster für deine fleißigen Darmmitarbeiter.
Hierzu empfehle ich die Effektiven Mikroorganismen nach Professor Higa.

7. Tipp: Atme tief und bewusst in den Bauch

Der Darm hat eine recht kräftige Eigenbewegung, die sogenannte Darmperistaltik. Sie transportiert den Nahrungsbrei durch die Schlingen. Eine tiefe und bewusste Bauchatmung entschleunigt nicht nur und baut so Stress ab. Sie fördert auch die Verdauungsleistung und stärkt somit den gesamten Stoffwechsel sowie das Immunsystem. Nimm dir also am besten mehrere Male am Tag Zeit, um bewusst und tief in den Bauch zu atmen.

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Auftauchen und tief durchatmen – hilft deinem Kopf, sich von Stress zu befreien, und deinem Darm, um gesund zu bleiben

 

8. Tipp: Geh in die Hocke

Mit der richtigen Position beim Stuhlgang hilfst du deinem Darmkanal und reduzierst das Risiko für Divertikulitis, Hämorrhoiden und Verstopfung. Denn in der Hockposition, unterstützt durch einen Hocker unter den Füßen, wird der Darmkanal gerade. Das Schleusentor öffnet sich vollständig und der Darm kann sich vollständig von unverdaulichen Nahrungsresten befreien.
Hierzu noch eine Extra-Empfehlung von mir: Die Colon-Hydro-Therapie ist eine sehr hilfreiche Methode, um den Dickdarm von Kotresten und Blockaden zu befreien und zu reinigen.

 9. Tipp: Nimm ausreichend Wasser zu dir

Ich weiß, den Tipp haben wir schon oft gehört, doch wir können gar nicht häufig genug daran erinnert werden. Wasser ist unser Betriebsstoff für den gesamten Körper; ohne Wasser funktioniert
kein körperlicher Vorgang. Bereits 10 Prozent zu wenig Wasser im Körper verursachen z.B. 40 Prozent Minderung der Konzentrationsleistung. Und beim Darm sieht es ähnlich aus – er braucht ausreichend Flüssigkeit über den Tag verteilt, um die Nahrung zu verdauen und Reste abzutransportieren.

Wichtige Hinweise für deine Gesundheit:

  • Die oben genannten Empfehlungen sind sehr grob vereinfacht und ersetzen keine Diagnose durch einen Arzt oder Heilpraktiker. Auch ersetzen sie keinen Therapieplan.
  • Geduld und Konsequenz sind – egal bei welcher Art der Umstellung und Behandlung – ein wichtiger Grundpfeiler. Dein Ökosystem Darm hat nicht von gestern auf heute Probleme bekommen, gib ihm also auch etwas Zeit, um sich wieder zu erholen.
  • Wenn du weitere Informationen und Hintergründe, z. B. in Bezug auf meine Tipps, haben möchtest, kannst du dich gerne über info(at)HalonaRanch.de an mich wenden.

Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass, egal welchem Bereich unseres Lebens wir uns widmen, immer der gleiche Grundsatz gilt:

Wir tun nichts allein, müssen nichts allein tun und sind nicht allein. Wir sind immer Teil des Ganzen.

 

Alles Liebe
deine Anka

 

Über Anka:

anka-zeifangIch heiße Anka Zeifang und bin ein Kind der 1976er. Schon als Kindergartenkind fühlte ich mich in der offenen, freien und weiten Natur wohler als in „geschlossenen Räumen“. Hinterfragen, erforschen, quer denken, innere und äußere Räume erweitern – das war schon immer meine Leidenschaft und mein inneres Feuer. Das hat mich schließlich zu meiner pädagogischen Ausbildung, meinem Studium zur Heilpraktikerin und meinen Zusatzausbildungen in der Naturheilkunde geführt.

Seminare zur Persönlichkeitsentfaltung, Fortbildungen in der Aroma-, Phyto- und Craniosakralen Therapie bilden für mich ein stabiles Fundament. Ich sehe meine Berufung darin, das Verständnis und Verhältnis des Menschen zu seiner inneren und äußeren Natur als Ganzes zu erweitern und zu entfalten.

Mit der Natur im Einklang zu sein bedeutet für mich, mit sich selbst im Einklang zu sein und die Bereitschaft mitzubringen, jeden Tag ein Wunder zu entdecken. Deine Quelle in und mit deiner Natur zu finden, das ist meine Passion.

Mehr Infos zu Anka und zur Halona-Ranch findest du hier.

 

Und Ankas vorigen Artikel über das Lamm Veit Melvin kannst du dir hier anschauen.

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