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Glück allein macht keinen Sinn – Die vier Säulen eines erfüllten Lebens

Ist Glück ein Sinn? Darüber schrieb die amerikanische Schriftstellerin und Autorin der New York Times und des Wall Street Journals,  Emily Esfahani Smith ein Buch, das aufzeigt, dass viel mehr zu einem erfüllten Leben dazugehört, als nur Glücklichsein.

sinn-lebenIn dem heutigen Gastartikel stellt sie dir die vier Säulen des erfüllten Lebens vor.

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Seit Anbeginn der Menschheit stellt man sich die Frage, was das Leben lebenswert macht. Das erste große Werk der Literatur, das 4000 Jahre alte Gilgamesch-Epos, berichtet von einem Helden, der herausfinden will, wie er leben soll, obwohl er weiß, dass er sterben muss.

Und auch viele Jahrhunderte nach der ersten Erzählung von Gilgamesch suchen wir die Antwort noch immer dringend. Die Entstehung der Philosophie, der Religion, der Naturwissenschaften, der Literatur und auch der Kunst lässt sich – zumindest zum Teil – auf zwei Fragen zu­rück führen:

„Welchen Sinn hat unsere Existenz?“ und „Wie kann ich ein erfülltes Leben führen?“.

Die erste Frage befasst sich mit großen Themen: Wie ist das Universum entstanden? Welchen Sinn und Zweck hat das Leben? Gibt es ein transzendentes Etwas – ein göttliches Wesen oder einen heiligen Geist –, das unserem Leben Bedeutung verleiht?

In der zweiten Frage geht es darum, in diesem Leben einen Sinn zu erkennen. Nach welchen Werten sollte ich mich richten? Welche Projekte, Beziehungen und Aktivitäten werden mir Erfüllung bringen? Welchen Weg soll ich einschlagen?

In der Vergangenheit lieferten religiöse und spirituelle Vorstellungen die Antwort auf diese Fragen. In den meisten Traditionen liegt der Sinn des Lebens in Gott oder einer ultimativen Realität, mit der sich der Suchende vereinen möchte.

Ein moralischer Kodex, den es zu befolgen gilt, und Rituale wie Meditation, Fasten und Mildtätigkeit bringen den Suchenden näher zu Gott oder zur ultimativen Realität und verleihen dem täglichen Leben einen Sinn.

Natürlich ist die Religion nach wie vor für Milliarden von Menschen von großer Bedeutung. Doch in den Industrieländern ist sie längst nicht mehr so dominant wie früher.

Zwar glauben weiterhin die meisten Menschen an Gott, und viele bezeichnen sich als religiös, doch immer weniger Menschen gehen in die Kirche, beten regelmäßig, gehören einer Gemeinde an oder betrachten die Religion als wichtigen Teil ihres Alltags. War die Religion einst der vorgeschriebene Weg zum Sinn des Lebens, so ist sie heute ein Weg unter vielen.

Diese kulturelle Veränderung hat viele Menschen haltlos gemacht. Für Millionen, ob gläubig oder nicht, ist die Suche nach einem Sinn hier auf der Erde ungeheuer wichtig geworden – doch das Ziel ist ferner denn je.

Und dennoch gibt es Menschen, die für sich persönlich einen Sinn im Leben gefunden haben

sinnIm Laufe dieses Buches werde ich Ihnen einige bemerkenswerte Persönlichkeiten vorstellen: Wir werden eine Gruppe Mittelalterfans kennenlernen, die in ihrer ganz speziellen Gemeinschaft Erfüllung finden. Wir erfahren von einer Zooleiterin, was ihrem Leben Bedeutung verleiht. Uns wird berichtet, wie ein Querschnittsgelähmter durch ein traumatisches Erlebnis seine Identität neu definierte. Und wir folgen sogar einem ehemaligen Astronauten ins Weltall, wo er seine wahre Berufung fand.

Manche der Geschichten sind ganz alltäglich, andere außergewöhnlich. Doch während ich diese Suchenden auf ihrer Reise begleitete, stellte ich fest, dass ihre Leben bestimmte Gemeinsamkeiten aufwiesen, die eine Vermutung nahelegen, welche die Wissenschaft mittlerweile bestätigt:

Die Welt ist voll von Sinnquellen, und wenn wir diese Quellen anzapfen, können wir nicht nur selbst ein erfüllteres, zufriedenstellendes Leben führen, sondern auch anderen dabei helfen.

Glücklichsein ist nicht das Wichtigste im Leben

Und nichts wird in unserer Gesellschaft so hoch eingeschätzt wie ein glückliches Leben. Gleichzeitig fühlen sich viele Menschen orientierungslos, ausgeschlossen oder gar verzweifelt. Es kann sein, dass wir dem falschen Ziel hinterherjagen.

Nicht Glück macht das Leben lebenswert, sondern ein tieferer Sinn. Gestützt auf aktuelle psychologische Forschungsergebnisse sowie Einsichten aus Literatur und Philosophie beschreibe ich in meinem Buch die vier Säulen des Sinns:  Zugehörigkeit, Bestimmung, Geschichten und Erfahrung eines großen Ganzen — und zeige damit den Weg zu einem erfüllteren, zufriedeneren Leben auf:

Sich zugehörig fühlen

Wir alle müssen unsere Sippe finden, damit wir uns verstanden, anerkannt und geschätzt fühlen — also das Gefühl haben, anderen etwas zu bedeuten. Die Art und Weise, wie wir unser Bedürfnis nach Zugehörigkeit erfüllen, ändert sich im Laufe des Lebens.

In den ersten Jahren ist die Liebe der Menschen, die für uns sorgen, von entscheidender Bedeutung; später sorgen unsere Beziehungen zu Freunden, Angehörigen, Kollegen und Partnern dafür, dass wir uns zugehörig fühlen. Zudem schließen wir uns Gleichgesinnten an, um unser Bedürfnis nach Zugehörigkeit zu stillen — das kann eine Gruppe von Umweltaktivisten, Mittelalterfreunden oder auch ein Buchclub sein.

Die eigene Bestimmung finden

Unsere Bestimmung ist ein Fernziel, das unser Verhalten motiviert, das Ordnungsprinzip unseres Lebens bildet und uns ermöglicht, die Welt mitzugestalten. Wer einen solchen Lebenszweck hat, ist belastbarer und motivierter und steht die guten wie die schlechten Phasen im Leben durch, um seine Ziele zu erreichen. Bestimmung klingt recht hochtrabend — dabei muss man sich keineswegs vornehmen, den Hunger auf der Welt zu besiegen oder alle Atomwaffen abzuschaffen.

Eine Bestimmung kann auch darin bestehen, Kinder zu betreuen, im Büro für eine angenehmere Atmosphäre zu sorgen oder einen Gemeinschaftsgarten zu pflegen.

Die Welt durch Geschichten verstehen

Wir alle erzählen Geschichten, ob es uns klar ist oder nicht; aus all unseren Erfahrungen setzen wir eine Erzählung zusammen, die es uns ermöglicht, unser Leben als zusammenhängendes Ereignis zu begreifen.

Durch diesen Erzählprozess entwickeln wir eine eigene Identität und erschließen uns die Welt: Weshalb bestimmte Dinge geschehen, wer wir sind und wie wir so geworden sind. Die Rückschau auf Erfahrungen aus der Kindheit oder Wendepunkte im Leben und die Geschichten anderer Menschen helfen uns, einen Sinn zu erkennen.

Forscher vertreten die Ansicht, dass Menschen ihr Leben eher als sinnerfüllt empfinden, wenn sie Geschichten zu Themen wie Erlösung, persönliche Weiterentwicklung und Liebe erzählen können.

Sich als Teil eines größeren Ganzen erfahren

Die Erfahrung eines größeren Ganzen gibt uns das Gefühl, über den Alltag hinauszuwachsen und eine höhere Realität zu erleben. Diese Augenblicke können sich unter dem Sternenhimmel, vor einem beeindruckenden Kunstwerk, bei einem religiösen Ritual oder im Kreißsaal ereignen — in jedem Fall sorgen sie dafür, dass wir unsere eigene Selbstwahrnehmung hinter uns lassen und eine Verbindung zu etwas Großem, Bedeutendem verspüren.

Unsere alltäglichen Sorgen und Ängste vor dem Tod verschwinden, das Leben scheint einen Moment lang einen tieferen Sinn zu haben, und wir erleben ein tiefes Wohlbefinden. Diese sogenannten „transzendenten“ Erfahrungen bewirken, dass wir im Leben einen Sinn sehen.

Persönliches Wachstum

Wir alle tragen emotionalen Ballast mit uns herum – Ballast, der Angst, Schmerz, Schuldgefühle und Unsicherheit hervorru­fen kann. Für die meisten von uns gibt es mindestens eine besonders schmerzliche Erfahrung, die sich auf unsere Sicht auf die Welt auswirkt.

Die Erinnerung an eine alkoholabhängige Mutter oder einen gewalttätigen Vater, das qualvolle Mobbing in der Schule, der entsetzliche Verlust eines Kindes, das Trau­ma einer Vergewaltigung, die Hilflosigkeit angesichts einer Depression, einer Krebserkrankung, Sucht oder anderer körperlicher und psychischer Leiden: Diese leidvollen Erfahrungen sind oft außerordentlich schwer zu bewältigen.

Zudem verhindern sie häufig, dass der Betroffene im Leben einen Sinn sieht. Sie können unsere grundlegenden Überzeugungen infrage stellen – dass der Mensch an sich gut ist, die Welt gerecht und unser Umfeld sicher und verlässlich.Sie können Zynismus und Hass hervorrufen. Und sie können uns verzweifeln lassen und sogar dazu führen, dass wir uns das Leben nehmen wollen.

Sie können bewirken, dass unsere Beziehungen gestört sind, dass wir unsere Identität und Bestimmung nicht erkennen, unseren Glauben aufgeben und zu dem Schluss gelangen, wir seien unwichtig oder das Leben sinnlos – dass alles ‚voller Klang und Wut‘ ist und ‚nichts bedeutet‘, wie Shakespeares Macbeth sagt.

Doch dieses rein negative Bild ist nicht die ganze Wahrheit. Natürlich können traumatische Erfahrungen tiefe, manchmal dauerhafte Wunden hinterlassen. Doch wer sie übersteht, kann dadurch auf gewisse Weise wachsen, sodass er letztlich weiser wird und ein erfüllteres Leben führt. Das gelingt, wenn wir uns auf die Säulen Zugehörigkeit, Bestimmung, Geschichten und Transzendenz stützen.

Sind diese Säulen stark, können wir uns auf sie verlassen, wenn uns etwas Schlimmes widerfährt

Werden die Säulen jedoch durch ein vernichtendes Trauma zerstört, können wir sie wieder aufbauen, stärker und belastbarer als zuvor.

Emily Esfahani Smith

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Was sind DEINE Grundsäulen für ein erfülltes Leben? 

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Mehr und tiefer einsteigen in diese Wahrheiten kannst du in ihrem Buch.

 

Emily Esfahani Smith studierte an der Elite-Hochschule Dartmouth College und machte ihren Master in Angewandter Positiver Psychologie an der University of Pennsylvania. Heute schreibt sie über Kultur und Psychologie, unter anderem für »The Atlantic, »The New Criterion«, »New York Times« und »Wall Street Journal«. Sie lebt in Washington, DC.

Emily Esfahani Smith

Glück allein macht keinen Sinn –Die vier Säulen eines erfüllten Lebens

Deutsche Erstausgabe

 

Hier findest du noch mehr Inspiration mit Sinn:

Frauen und Karriere – sieben Ratschläge für ein erfülltes Leben

 

 

 

 

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