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Grenzen setzen – jedes Nein ist ein Ja zu dir

Wie du lernen kannst, Grenzen zu setzen, um gut für dich zu sorgen.

Fühlst du dich oft von anderen überrumpelt? Findest du dich häufig in Situationen wieder – zum Beispiel mit einer neuen Zusatzaufgabe im Job oder mit zusätzlichen Terminen, die dir eigentlich gar nicht in den Kram passen? Bist du oft ausgelaugt und energielos und hast das Gefühl, immer viel zu viel um die Ohren zu haben?

Vielleicht solltest du dir dann mal anschauen, wie es um deine Grenzen steht…

Was sind Grenzen, und welche gibt es?

GrenzenGrenzen sind erst einmal Kontaktstellen. Nur wenn du weißt, wer du bist und wo deine Grenzen liegen, kannst du in den authentischen und offenen Kontakt mit anderen Menschen gehen. Grenzen haben dabei auch eine Schutzfunktion und helfen dir zu wahren, was dir wichtig ist und was dir gut tut.

In diesem Beitrag möchte ich auf zwischenmenschliche Grenzen eingehen. Dabei unterscheiden wir zwischen körperlichen und emotionalen Grenzen.

Kommt dir die folgende Situation bekannt vor: Du steht an der Kasse beim Discounter, draußen sind es dreißig Grad – so wie im Moment in ganz Deutschland – und dann ist da diese alte Dame, die sich gefühlte zwei Millimeter hinter dich an die Kasse stellt.

Du spürst ihren warmen Atem in deinem Nacken, dich packt die Wut. Können die Menschen denn keinen normalen Abstand halten?

Hier stellt sich die Frage: Was ist ‚normal’? Dieses plakative Beispiel soll zeigen, dass jeder Mensch Grenzen unterschiedlich wahrnimmt, und es deshalb deine eigene Aufgabe ist zu definieren, wie viel körperlichen Abstand zu anderen du brauchst.

Emotionale Grenzen

Bei emotionalen Grenzen ist es ähnlich. Jeder Mensch nimmt sie anders wahr. Für den einen ist es zum Beispiel völlig okay, wenn die beste Freundin sagt, dass dein Hintern in der neuen Jeans dick aussieht.

Wie sieht es bei dir aus? Gehst du gelassen damit um, oder ist sowas ein absolutes No-Go? Fühlst du dich dann gekränkt und nicht wertgeschätzt?

Woran merkst du, dass deine Grenzen überschritten wurden?

  1. Du spürst Aggression und Wut

grenzen-WutAggression und Wut zu fühlen, ist ganz natürlich, wenn Grenzen überschritten werden. Diese Emotionen sind Ausdruck deiner puren Lebensenergie, die dich schützen und dir Kraft geben will, damit du für dich einstehen kannst.

Wurdest du dazu erzogen, deine Aggression und deine Wut zu unterdrücken?

Vielleicht fühlst du dich dauerhaft müde und energielos? Das kann zwei Gründe haben:

Erstens: Deine Wut zu unterdrücken und andere Menschen deine Grenzen überschreiten zu lassen, bedeutet einen unglaublich hohen Energieaufwand für deine Psyche. Diese Energie fehlt dir dann im Leben.

Zweitens: Energielosigkeit entsteht, wenn wir uns mehr und mehr in uns zurück ziehen. Vielleicht magst du nicht um deine Grenzen kämpfen oder weißt auch gar nicht, wie du dich behaupten sollst. Das führt dann dazu, dass deine Lebensenergie unterdrückt wird, bis du dich nur noch wie ein leerer Kartoffelsack fühlst.

  1. Du lehnst bestimmte Menschen ab oder verspürst Ekel

Ekel ist ebenfalls ein ganz natürliches Gefühl. Es zeigt uns, wenn etwas nicht gut für uns ist und uns schaden würde. So ist es zum Beispiel, wenn du einen schwarzhaarigen Erdbeerjoghurt siehst – verschimmelte Nahrungsmittel zu essen, kann schlimme Folgen haben. Genau so weiß dein Unterbewusstsein aber auch, dass es auf Dauer schlimme Folgen haben kann, wenn du deine Grenzen nicht wahrst und reagiert auch hier mit Ekel oder Ablehnung.

Warum es dir schwer fallen könnte, Grenzen zu setzen

Wie die meisten Probleme im Erwachsenenleben liegt auch hier der Ursprung in der Kindheit. Du weißt sicherlich, dass in den ersten sechs bis sieben Lebensjahren die Hauptmuster für unser späteres Verhalten gelegt werden. Es hat also sehr viel mit deiner Erziehung zu tun, wie gut du deine Grenzen wahrnehmen und halten kannst.

Ein Phänomen, das besonders mit deinen Grenzen zu tun hat, ist das Braves-Kind-Syndrom (eigene Wortkreation – glaube ich ;-)). Wir werden als Kinder dazu erzogen, uns anzupassen und den Anforderungen vom Außen mehr Beachtung zu schenken als unserem eigenen Gefühl.

So verlieren wir den Zugang zu unserem inneren GPS-System, das uns durchs Leben führt. Und eben auch zu unseren Grenzen.

Wie du lernen kannst, gesunde Grenzen zu setzen

Grenzen-NeinAlles beginnt damit, dass du dich besser kennen lernst.

Wenn du nicht weißt, was du magst und was nicht und wenn dir nicht klar ist, wohin du im Leben willst, wie sollen es dann andere Menschen wahrnehmen?

Wir machen anderen oft einen Vorwurf, wenn uns – mal wieder zu spät – auffällt, dass unsere Grenzen überschritten wurden. Doch wie können wir anderen einen Vorwurf machen, wenn wir unsere Grenzen nicht klar kommunizieren?

Frage dich doch mal folgendes:

  • In welcher Situation fühle ich mich unwohl?
  • Wann passiert es, dass ich aggressiv, wütend, traurig, angeekelt oder empört bin?
  • Welche Grenze könnte dort überschritten sein?
  • Wo überschreite ich selber Grenzen?

Clever Nein sagen lernen: Jedes Nein ist ein Ja zu dir

Immer wenn du es zulässt, dass deine Grenzen überschritten werden, und es dir dadurch nicht gut geht, sagst du Nein zu dem wundervollen Menschen, der du bist. Du nimmst andere für wertvoller als dich selber.

Und weißt du, was das Schlimmste daran ist?

Wenn du deine eigenen Grenzen nicht kennst, lebst du nicht dein eigenes Leben, sondern du lebst dein Leben für die Zwecke anderer.

Lerne also, clever nein zu sagen.

Der erste Schritt zum klaren Nein ist, dass du damit aufhörst, aus dem ersten Impuls heraus zu allem JA zu sagen.

Dein Job beim Nein-Sagen-Lernen ist es, dir im ersten Schritt Zeit zu verschaffen, um dir darüber klar zu werden, ob du das jetzt tun willst oder nicht. Du kannst, wenn dich jemand um etwas bittet, dir Zeit nehmen um darüber nachzudenken.

Vielleicht sagst du etwas in der Art: ‚Danke, dass du fragst, doch ich weiß nicht, ob ich das zeitlich schaffe. Bitte lass mich bis morgen drüber nachdenken.’ Dann kannst du in Ruhe in dich hinein spüren und prüfen, was du willst und wo deine Grenze liegt.

Stelle dir deine Grenze als eine gelbe Linie um dich herum vor

grenzen-RüstungDiesen Aufschub zu erbitten, funktioniert natürlich nicht, wenn Menschen deine körperliche Grenze überschreiten und dir unangenehm zu nahe kommen.

Hier ist ein kleiner energetischer Trick, wie du das beheben kannst: Stelle dir eine leuchtend gelbe Linie im Radius von 2,3,4 Metern – wie es sich für dich richtig anfühlt – vor, wenn du bestimmte Menschen nicht so nah an dich heran lassen willst.

Der Effekt ist wirklich super. Du wirst merken, dass allein deine innere Absicht und die entsprechende Haltung, die du einnimmst, die Menschen auf mehr Abstand zu halten dazu führen wird, dass sie dies auch tun.

Es ist ein Prozess – wie alles im Leben

Auch wenn das alles nicht direkt perfekt klappt, sei nicht zu hart zu dir. Wie alles im Leben ist auch das Grenzen-setzen Übungssache. Mache also jeden Tag einen kleinen Schritt.

Deine Martina

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www.projecthappiness.de

Alle Artikel von Martina Trampnau findest du hier.

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Du möchtest weitere Werkzeuge zur Persönlichkeitsentwicklung und Potenzialentfaltung kennen lernen und dich mit Gleichgesinnten dazu austauschen? Dann ist vielleicht der humantrust interessant für dich:

In folgendem Artikel kannst du weiter in das Thema Grenzen eintauchen: 

Menschliche Räume achten – So gelingt deine Abgrenzung

 

 

 

 

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