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Druck

Herz über Kopf: Warum psychischer Druck zu Gegendruck führt

Wie ein einfaches Reiseerlebnisses zeigt, was Druck in Lebewesen auslöst…

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Ihr Lieben,

viele von Euch wissen, dass wir gerade mit unserem Reiseblog und frischen Impulsen für Körper, Geist und Seele für euch in Thailand, Koh Samui sind.

So ich war heute Morgen liebevoll meinen Körper bewegen und bin auf meinem Weg bei Kokosnusspflückern vorbeigekommen, was ich sehr interessant fand, denn sie sammelten die Nüsse mit Hilfe von trainierten Affen.

Ich beobachtete die Szene eine Weile lang und war erstaunt, denn es bildete sich so deutlich etwas ab, was ich aus meinem Leben, den Seminaren und Alltag so gut kenne.

Druck führt zu Gegendruck

Einer der Kokosnusspflücker behandelte seinen Affen sehr schlecht, war streng und schien voller Druck und Aggression. Er schrie den Affen unentwegt an und riss stark an seiner Leine, die ihn lenkte und natürlich auch an seinem Besitzer hielt.
Der Affe reagierte mit Widerstand und Widerwillen, was ich sehr gut nachvollziehen konnte. Widerwillig folgte er. Lustlos, unmotiviert und oftmals ein wenig boykottierend arbeitete er zwar, war aber eher unkonzentriert und langsam.

DruckDirekt nebenan war ein weiterer Pflücker, der freundlich mit seinem Affen war, die Leinen lose hielt, ihm Raum gab, ihn motivierte, lobte und dort fielen ständig die Nüsse vom Baum, weil er sie bereitwillig zu pflücken schien. Wieder einmal war so schön zu sehen und sogar zu fühlen, dass Druck zu Gegendruck und Widerwillen führt, ja zwangsweise führen muss! Druck, der das Arbeitsergebnis nicht steigert, sondern stark mindert, alle Beteiligten deutlich Nerven kostet und letztlich völlig unnötig und kontraproduktiv ist.

Was ist mit uns selber?

So gehen wir oftmals mit uns selbst um, ganz zu schweigen davon, dass wir auch mit unseren Mitmenschen unter Umständen manchmal so umgehen. Vielleicht ist das mal eine Anregung und einen Gedanken darüber wert, wie du deinen Kollegen begegnest, der Nachbarin, die doch endlich mal ihrem Treppendienst nachgehen sollte, der Ehemann, der doch endlich mal die Spülmaschine selbst einräumen soll, den Kindern, die morgens nicht so bummeln sollten, dem Autofahrer vor dir, der dir frecherweise die linke Spur blockiert, der Oma, die vor dir an der Kasse steht, oder dem Kassierer, der alle Zeit der Welt zu haben scheint!
Vielleicht erkennt sich der Eine oder Andere hier wieder, inklusive mir selbst.

Ich muss gestehen, dass ich einst einen solchen Führungsstil in meinem Hotel und Restaurant an den Tag legte.

Aus eigener Erfahrung lernen

Damals, als ich es sehr früh mit gerade mal 18 Jahren übernahm und nur den sehr strengen patriarchischen Führungsstil meines Großvaters kannte, dessen Menschenbild kein besonders gutes und wertschätzendes war, dachte ich, ich müsse mit Druck führen.
Diesen Druck machte ich mir natürlich tagtäglich auch selbst. Jeder Mensch, der Druck auf andere ausübt, wenn auch subtil, so wie ich, steht selbst unter Druck und übt diesen nicht nur auf die anderen aus, sondern generell auch auf sich selbst. Das ist schlecht für das eigene Energiesystem und das der Anderen.

Es mindert die Energie und somit den Output des Tages enorm. Damals war mir das nicht klar.

Ich wurde niemals laut und übte dennoch Druck aus. Vielleicht kennst du das auch?

Durch den eigenen Weg, den ich zu mir gehen durfte, erkannte ich immer mehr, dass das gar nicht meine wirkliche Art war in der Welt zu sein. Ich war nur voller Angst zu versagen, kam aus einer Familie, die es seit Unternehmergenerationen so lebte, war unsicher und hatte Furcht es nicht richtig zu machen.
Ich befürchtete vielleicht auf eine andere Weise nicht ernst genug genommen zu werden von meinen Mitarbeitern und Kunden und versuchte alles richtig zu machen, mich anzupassen und vermeintlich so zu sein, wie ich glaubte, sein zu müssen, als Chefin.

Führen ohne Druck ist möglich

Glücklicherweise hinterfragte ich das schnell und durfte lernen, dass Vertrauen und Wertschätzung, Offenheit und die Gabe sich auch verletzlich zu zeigen, erst ein Unternehmen wahrhaft erfolgreich machen. Mitarbeiter und Kollegen sind in einer Firma das wertvollste Gut. Prinzipiell wissen wir das.

DruckSehen wir bei Affen wie schlecht sie behandelt werden, ist es sehr offensichtlich. Sofort haben wir Mitgefühl. Doch wie oft sind wir der Kokosnusspflücker der Druck ausübt? Auf sich selbst, über unsere eigenen, kleinmachenden und druckmachenden Gedanken? Wie oft üben wir Druck aus auf unsere Lieben, weil wir uns etwas wünschen von Ihnen, es aber nicht ruhig und friedlich zu formulieren wissen und es dann mit Druck aussprechen, schon oft wohlwissend, dass es so zu nichts führen wird – außer zu Widerstand und Gegendruck.

Lasst uns heute doch alle einfach mal üben, den Druck immer und immer wieder in uns zu fühlen, zu spüren, wie hoch er gerade ist und ihn wieder zu befrieden, denn wir können all unsere täglichen Aufgaben auch sehr gut ohne ihn bewältigen! Das Ganze macht dann sogar uns und allen Beteiligten Spaß, die Kokosnüsse fallen nur so von den Bäumen und bringen uns Allen jede Menge Genuss und Freude.

Alle, die übrigens noch auf unseren Reisezug aufspringen wollen, sind hier herzlich willkommen.

Deine
Christina und Walter
Herz über Kopf

 

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