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Herz oder Kopf? So bringst du beides zusammen

Lieber Kopf, liebes Herz,

was ihr beide gemeinsam habt? So viel wie Wurstsalat und Kartoffelsalat. Eigentlich nichts – aber irgendwie auch viel, denn ihr seid beide Salate. Ihr habt beide dasselbe Ziel. Aber jeder auf seine Weise. Ihr wollt beide nur unser Bestes, nämlich: dass deine Zeit hier auf Erden voller Erfüllung, Liebe, Erkennen, Freude und Erfolg ist.  Aber ihr habt nicht die gleiche Auffassung davon, wie man das Leben lebenswert macht.

Während das Herz träumt und verspielt ist und einfach nur erleben möchte und eigentlich kaum Angst hat, ist der Kopf der Erwachsene, der mit erhobenen Augenbrauen und verschränkten Armen neben dir steht. Kein Wunder, dass da Herz und Kopf sich gerne in die Quere kommen. Eine Psychologin der Universität Chicago hat beispielsweise herausgefunden, dass Golfspieler am besten spielen, wenn sie vorher nicht über den Schlag nachdenken. Heißt: Wenn der Kopf verstanden hat, dass es manchmal einfach ausreicht die Dinge mit dem Herzen und dem inneren Vertrauen zu regeln, dann ist man „erfolgreicher“.

Allerdings ist der Kopf trainiert, er meint zu wissen wie man „gewinnt“, er meint zu wissen wie man alles „richtig“ macht um genug Anerkennung und Liebe zu bekommen, er meint zu wissen wie man auf dieser Welt nicht aneckt. Er möchte sich damit schützen,  von seinem Gegenüber abgelehnt zu werden.  Schon in jungen Jahren hat sich der Kopf gemerkt, wenn unser  Tun als „falsch“ abgetan wurde, er hat sich gemerkt wann und warum jemand verärgert war. Er hat sich gemerkt was in unserer Gesellschaft gerne gesehen wird und was nicht. Er hat sich all diese Dinge gemerkt und er wird vermutlich auch nie damit aufhören all diese Eindrücke zu speichern um uns dann zu sagen, was falsch ist und worin man unbedingt besser werden muss um irgendwann endlich „gut“ zu sein.

Genauer betrachtet übernimmt der Kopf den 24-Stunden Service, um weitgehend sicher durchs Leben zu kommen – der Kopf meint kapiert zu haben, wie er das bekommt wonach sich der Mensch sehnt: Liebe, Anerkennung, Aufmerksamkeit. Diesen ganzen Aufwand, die ganzen Ratschläge und Vorsichtsmaßnahmen die der Kopf am Tag so los sendet enden dann als „Gedanken“ – da wir laut Sueddeutscher Zeitung am Tag 40.000 bis 60.000 Gedanken denken, kann man das Ergebnis fast schon riechen:  Ohne Zweifel: Selbstzweifel.

Denn meist sind es Gedanken,  die ein negatives Gefühl verursachen, – sie bestehen aus eventuellen Problemen oder Warnungen. Es sind Gedanken die einem die Freiheit und Unbeschwertheit nehmen. Sie lassen uns plötzlich unsicher werden, manchmal sogar ratlos und in manchen Momenten lassen sie einen vergessen wer man eigentlich ist: Ein Mensch der nur durch „Fehler“ wächst und lernt. Diese Gedanken sind meist so laut und eingebrannt, dass das Herz kaum noch dagegen ankommt.

herzDagegen ist unser Herz wie ein Kind. Es freut sich über ein startendes Flugzeug, über den Duft von frisch gewaschener Wäsche, über schöne Melodien und JA – sogar über Sommerregen im Juni. Es ist eigentlich ganz unbefangen und findet in allen Dingen irgendetwas Schönes. Es kümmert sich selten darum, ob etwas falsch oder richtig ist – es lebt einfach und akzeptiert die Dinge wie sie sind. Es vertraut in sich und somit auch das Leben. Es braucht also auch nicht zwingend Aufmerksamkeit oder ständig Zuwendung von fremden Menschen, denn es reicht ihm völlig aus mit sich selbst zu sein.

Und so prallen Welten aufeinander, die im Endeffekt eigentlich beide dasselbe Ziel haben: Vollkommene Zufriedenheit mit sich und der Welt. 

In manchen Momenten erscheint es einem vielleicht fern, das jemals zu erreichen. Aber es ist eigentlich näher als alles andere. Ein bisschen mehr dem Herzen vertrauen und dem Kopf immer wieder aufs Neue daran erinnern, dass nicht alles, was er in den bisherigen Jahren gelernt hat auch wahr ist.

Objektiv betrachtet ist das, was der Kopf macht eigentlich total faszinierend – er ist sich sicher, zu wissen wie er  Niederlagen, Enttäuschungen und Zurückweisung vorbeugen kann. Allerdings vergisst er, dass es da noch einen Mitspieler gibt. Ein Mitspieler der ein bisschen mehr tanzt und weniger ernst guckt, ein Mitspieler der seine Freiheit nie verloren hat. Ein Mitspieler, der sein Dasein in allen Farben riechen, fühlen und spüren möchte und der das Leben nicht ÜBERleben sonder  ERLEBEN möchte.

Ein bisschen mehr Sanftmut, ein bisschen mehr Leichtigkeit, ein bisschen mehr Vertrauen – unser Herz hat die besten Voraussetzungen, um unser Chef mit diesen Charaktereigenschaften zu werden. Wir müssen es nur lassen.

Dazu brauchen wir einen neuen Freund, der Freude daran findet eine Einheit zu werden. Die stärkste Armee in mir selbst, der verwurzeltste Baum im Wald und das harmonische Windspiel im Sturm:

Herz und Kopf. 

Ein Gastartikel von Lisa-Maria Schulze

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