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Deine Herzensziele finden – und sie wahr machen (Teil 1/2)

Hier kommt eine wunderbare Anleitung für deine Herzensziele: Besonders zum Jahreswechsel gibt es Artikel zum Thema Zielsetzung wie Sand am Meer. Ich muss ehrlich sagen, dass ich lange darüber nachgedacht habe, ob die Welt noch einen weiteren Artikel zum Thema Zielsetzung braucht. Und dennoch: Hier ist er, denn das Thema ist einfach viel zu wichtig, um sich nicht damit auseinander zu setzen!

Es gibt unterschiedliche Modelle zur Zielsetzung. Das bekannteste Modell ist wohl, SMARTe Ziele zu definieren: Wenn es jedoch um das Leben als Kombination von Beruf & Berufung, Familie & Freundschaften, Freizeit & Hobbies (Bitte ergänze, was dir hier fehlt) geht, finde ich diese Methode ein bisschen zu eng und zu kopflastig.

Deshalb möchte ich hier eine Alternative mit Herz vorstellen, die dir hilft mit ganzheitlichen Zielen dem Glück ein Stückchen näher zu kommen.

Ziele haben den Sinn, uns dabei zu unterstützen, etwas Bestimmtes zu erreichen. Übertragen auf das Leben geht es um die Verwirklichung der ganz persönlichen Lebensvision. Wie gut das klappt, nennen wir dann Erfolg.

Fangen wir also bei der Frage an, wie du deine Vision und den entsprechenden Erfolg definierst. Was ist für dich wichtig im Leben? Wie klar ist deine Vision von deinem Leben bereits?

HerzenszieleDeine Vision ist die Beschreibung des Idealzustands. Dein Traum. Sie drückt aus, warum genau du das tust, was du tust, und wohin du wachsen möchtest. Sie ist dein Orientierungsrahmen und beschreibt, was für dich elementar zu deinem Leben dazu gehört. Dabei geht es um mehr als um wirtschaftliche Ziele, wie einen guten Job zu haben, ein Haus, Auto… Es geht um die Frage, wie du dich in deinem Leben fühlen möchtest. Was gibt deinem Leben Sinn, lässt dich morgens voller Tatendrang aufstehen?

Wenn dir bereits klar ist, wofür dein Herz schlägt – wunderbar! Glückwunsch! Der erste Schritt ist geschafft! Nun kannst du damit weitermachen, deine Herzensziele zu definieren und umzusetzen (die Anleitung hierfür findest du in Teil dieses Textes).

Doch was ist, wenn du noch gar nicht so genau weißt, wo es für dich hingehen soll? Wenn du dir ein Leben bauen willst, ganz nach deinen eigenen Vorstellungen, Träumen und Wünschen?  Wenn du nicht nur beruflichen Erfolg, sondern auch persönlichen Erfolg haben möchtest? Wenn dein Traum ist, eine glückliche Familie zu haben, deine Berufung zu leben, viel Freizeit und genügend Geld zu verdienen – und das alles auf einmal und du dabei aktuell noch großes Chaos in dir spürst? Wenn du nicht weißt, wo und wie du anfangen sollst?

Gebe dir Zeit und Raum für deine Entwicklung

Die Phasen innerlichen Chaos haben wir immer wieder im Leben, und sie sind gut so. Nur aus dem Chaos kann sich etwas Neues entwickeln. Der Fokus liegt hierbei auf dem Wörtchen ENTWICKELN.

Für Entwicklung brauchen wir Zeit und Geduld. Wir müssen dem Leben die Chance geben, sich zu ordnen und uns Möglichkeiten zu bieten, die wir ergreifen können. Das können wir nicht planen!

Im Leben kann sich in jedem Moment alles verändern. Es können dir Möglichkeiten über den Weg laufen, an die du im Traum nicht gedacht hast. Auf der anderen Seite kann dir durch einen Schicksalsschlag der Boden unter deinen Füßen weggezogen werden. That’s life! Planen funktioniert nur bedingt, wenn es um das Leben geht!

Auch deine Ziele können sich immer wieder ändern. Es kann sein, dass du eine Erfahrung machst, die dein Weltbild ins Schwanken bringt, oder du hast plötzlich eine Wahnsinns-Idee, die verwirklicht werden möchte.

Was machst du denn nun, wenn du eng gesteckte Quartalsziele zu erreichen hast? Wie willst du dein Leben – das ja bekanntlich nicht nur aus Arbeit und Projekten besteht – in Wochen-, Quartals- und Jahresziele verpacken?

Wie unsere Prägungen uns falsche Ziele und Werte vorgaukeln

compassioner_herzensziele1Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Von klein auf werden wir mehr oder weniger davon überzeugt, dass es wichtig ist, erst besonders gute Noten zu haben, dann bestimmte Jobs, ein großes Gehalt und gewisse Statussymbole zu besitzen.

So strengen wir uns im Leben an, um Ziele zu erreichen, die wir uns nicht selbst aus dem Herzen heraus gesetzt haben, sondern die uns von außen als erstrebenswert vorgegeben wurden. Die Krux an der Geschichte ist: Meist bleibt das durch Erreichung der Ziele erhoffte Glücksgefühl aus oder hält nur kurz an. Dies führt dazu, dass wir uns beim nächsten Mal noch mehr anstrengen, in der Hoffnung, doch noch glücklich zu werden.  Es entsteht ein Teufelskreis aus innerem Druck und Stress.

Wir schränken unsere Möglichkeiten ein, wenn wir uns zu eng definierte Ziele für das Leben setzen.

Wir werden nicht nur unzufrieden, gestresst und unglücklich, wenn wir Ziele erreichen wollen, die nicht aus unserem Herzen kommen. Es kommt dazu, dass enge Zielsetzungen unseren Weitblick und unsere Offenheit für Chancen und Möglichkeiten einschränken.

Wenn du zum Beispiel fest davon überzeugt bist, dass du genau diesen einen ganz bestimmten Job brauchst, um glücklich zu sein, wirst du an den vielen anderen tollen Möglichkeiten in deinem Leben vorbeilaufen. Du nimmst sie einfach nicht wahr. Das liegt an unserem Thalamus – auch „Tor zum Bewusstsein“ genannt.

Der Thalamus ist ein Teil des Zwischenhirns und filtert aus den Milliarden von Informationen, die jeden Moment auf uns einprasseln, nur die für uns wichtigen heraus.

Welche Informationen wichtig sind, ist bei jedem Menschen ein klein wenig unterschiedlich, und dieser Filter basiert auf unserer Prägung, unseren Mustern und Glaubenssätzen. Daher nehmen wir Menschen Situationen immer ein wenig unterschiedlich wahr. Und sehen eben auch manche Chancen und Möglichkeiten nicht, wenn wir uns auf bestimmte andere Dinge fokussieren.

Wir brauchen Spielraum und genügend Zeit in unserem Kopf und Platz in unserem Herzen, um die Schritte Richtung erfülltem Leben zu gehen.

Es geht nicht um Kontrolle, sondern ums Loslassen 

In den letzten Jahren durfte ich lernen, dass es nicht darum geht, den eigenen Weg zu planen und zu kontrollieren. Es geht nicht darum, haarkleine Ziele zu haben, Stepstones und To-Do-Listen. Es geht vielmehr mehr um das Loslassen der Kontrolle. Um Vertrauen in das Leben und darin, dass sich alles so entwickeln wird, wie es sich entwickeln soll.

Jede Schwierigkeit ist eine Möglichkeit, zu lernen und zu wachsen. Wenn du dein Großes-Ganzes definierst und im Blick behältst, wirst du sehen, dass alles irgendwann einen Sinn ergibt und jede positive oder negative Situation und Herausforderung dich auf deinem Weg weitergebracht hat.

Wie Steve Jobs sagte „You can’t connect the dots looking forward. You can only connect them looking backwards“.

Warum das Gefühl so wichtig ist 

Im Gegensatz zu unserem Ego, unseren Mustern und Glaubenssätzen lügt dein Gefühl nicht! Wenn du in deinem echten Gefühl bist, spürst du nur, was wirklich ist und was du wirklich willst. Außerdem ist das Gefühl nicht begrenzend. Wenn du dich zum Beispiel frei fühlen willst, wie viele unzählige Möglichkeiten gibt es, dieses Gefühl in deinem Leben zu verwirklichen?

Du könntest einen Pilotenschein machen, wenn du Freiheit mit Fliegen verbindest, deine Arbeitszeit reduzieren um mehr Zeit für dich zu haben, zwei Monate oder ein Jahr ins Ausland gehen oder vielleicht bedeutet Freiheit für dich, deine Kreativität ausleben zu können? Die Liste können wir unendlich weiterführen – du siehst also, das Gefühl begrenzt nicht.

In Teil 2 dieses Artikels erläutere ich dir, wie du deine Herzensziele konkret definieren kannst und verwirklichst – und das wünsche ich dir!

Bis bald, Martina

projecthappiness.de

(Dieser Artikel ist erstmal im Januar 2017 im Compassioner erschienen.)

 

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