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Hindernisse in der Partnerschaft sind die Chance auf dein echtes Glück

Warum die Hindernisse in der Partnerschaft der Grundstein für eine glückliche Beziehung sind und wie du sie erkennst und  zum Sprungbrett machst.

Jede Partnerschaft steht immer wieder vor Hindernissen. Und kaum ein Mensch mag Hindernisse im eigenen Leben. Ich bezeichne sie gerne auch als Widerstand, eine Betonwand, gegen die man läuft und sich eine blutige Nase holt. Nicht schön. Autsch. Tut weh.

Und dennoch haben wir Menschen die Tendenz, gerade bei Widerständen, immer und immer wieder mit demselben Muster dagegen anzugehen. Blutige Nase um blutige Nase. Um mit Paul Watzlawick zu sprechen, wir versuchen „mehr desselben“. Also, wir versuchen mit immer denselben Verhaltensweisen gegen den Widerstand anzugehen. Ganz schön anstrengend.

Widerstand ist eine Einladung stehen zu bleiben

hindernisse-partnerschaftGerade in der Partnerschaft entwickeln wir oft eine gewisse Bequemlichkeit. Gewöhnen uns aneinander und hoffen, dass das ewig so hält. Vielleicht bekommen wir auch Nachwuchs und wechseln dann von der Paarebene erst einmal auf die Elternebene.

Und bleiben dort, weil es vorrangig nun darum geht, den Kindern das zu geben, was sie brauchen. Und stellen vielleicht irgendwann mal fest, dass wir vor lauter Eltern-Sein das Paar-Sein vernachlässigt haben.

Und dort klemmt es zunehmend. Wir treffen auf Widerstand, den wir mit den gebräuchlichen Bordmitteln zu überwinden versuchen. Und scheitern daran oft grandios, weil uns das dann erst so richtig verzweifelt macht. All das, was wir können, hilft uns nicht weiter.

Und jetzt kommt es darauf an, wie du weiter vorgehst. Methode „mehr desselben“ oder stehen bleiben? Durchatmen und schauen, ob du vielleicht zu schnell und/oder zu gewohnheitsmäßig unterwegs warst und etwas übersehen hast.

Auch ein Schritt zurück kann Entlastung bringen:

  • Wo stehe ich jetzt gerade?
  • Was hatte bisher Erfolg und hilft gerade nicht mehr?
  • Wie sieht der Widerstand denn aus einer gewissen Entfernung aus?
  • Was kann ich daraus lernen und wo gibt es Umwege, die ich bisher noch nicht gegangen bin?

Das könnten Impulsfragen für eine Re-Orientierung sein. Denn mit der Methode „mehr desselben“ verhalten wir uns wie ein Wissenschaftler, der nach einer missglückten Versuchsanordnung es in einem zweiten Anlauf versucht, mit genau derselben Versuchsanordnung doch noch zum Erfolg zu kommen. Ziemlich unsinnig, nicht?

Keine Angst vor dem Stehenbleiben – das verschafft uns Ruhe und Klarheit

Ich weiß, stehen bleiben, Stillstand ist gesellschaftlich verpönt. Höher, schneller und weiter ist eher die Devise. Hilft aber nicht, wenn es darum geht, Dingen auf den Grund zu gehen, anstatt stoisch weiter zu kämpfen.

Denn jeder Widerstand bedeutet, dass ich etwas übersehen habe. Oder zu schnell unterwegs war, um etwas zu bemerken. Sieh also in jedem Widerstand, in jedem Hindernis eine Chance, dich zu reorientieren und dein Verhalten der aktuellen Situation anzupassen.

Und wie kann das in der Partnerschaft aussehen? Wir Menschen haben oft die Vorstellung, dass derjenige, den wir zum Beispiel irgendwann geheiratet haben, genauso bleibt, wie damals, als wir diesen Schritt gemeinsam gegangen sind. Jedes Lebewesen verändert sich aber im Laufe der Zeit. Wir entwickeln uns weiter, in die eine oder andere Richtung.

Beständigkeit ist eine Illusion unseres Geistes, so der Buddhismus. Und was vor zehn Jahren gut war, kann heute an unseren Bedürfnissen komplett vorbeigehen. Genauso wie wir als 30-Jährige andere Ansprüche und Bedürfnisse haben, wie mit Mitte 40.

Dann lohnt sich eine Neuvermessung: Von dem, in-der-Partnerschaft-aussprechenwas wir benötigen und dem, was wir gerne vom Partner hätten. Und für diese Neuvermessung brauche ich eine gewisse Zeit. Erst mit mir, um mir über mich und meine Bedürfnisse klar zu werden. Und dann im Gespräch mit meinem Partner: Wie geht es uns eigentlich zusammen? An was wollen wir festhalten? Was vermisst der eine, was der andere und wo bekommen wir eine gemeinsame Schnittmenge hin?

Das sind wiederum Fragen, die wir uns von Zeit zu Zeit stellen können. Um mit uns (unseren Bedürfnissen) und mit unserem Partner in Kontakt zu bleiben. Um über den Kontakt uns selbst und aber auch den anderen immer wieder zu spüren. Ohne Spüren gibt es keinen Kontakt und ohne beides haben wir keinen Zugang zu unseren Bedürfnissen.

Partnerschaft-Check-Up

Und wie kann das jetzt konkret in einer Partnerschaft von statten gehen? Wichtig ist für mich immer eine offene Gesprächskultur – miteinander reden. Periodisch. Dem anderen zuhören, ihn ausreden lassen. Gut dafür ist, wenn du dabei auf Angriffe verzichtest – also möglichst keine du-Botschaften, sondern immer bei dir bleiben: „Ich fühle mich …“ oder „Mir geht es …“. Dein Partner sollte sich nicht angegriffen fühlen.

Ganz wichtig: Trenne die Vergangenheit von dem, was jetzt gerade ist. Keine Rabattmarkenhefte aus den letzten 10 Jahren vollkleben, sondern darauf achten, was jetzt gerade im Augenblick ist. Was sind Rabattmarkenhefte in Beziehungen? Alle „Verfehlungen“ des Partners werden sich gemerkt, vielleicht sogar aufgeschrieben und wenn dann das Fass übergelaufen ist, in gesammelter Form präsentiert. Auch wenn die „Verfehlung“ schon 30 Jahre zurück liegt.

Und – vielleicht kennst du ja schon einige der Symptome aus der Vergangenheit vor deinem Partner. Vielleicht gibt es einen roten Faden, der sich durch dein Beziehungsleben zieht. Da wäre es gut, vor den Gesprächen zu untersuchen, was eine Projektion deiner Vergangenheit auf die gemeinsame Gegenwart ist und was wirklich in das Gespräch mit deinem Partner gehört.

Ebenso wichtig: Nicht zu lange warten – bis der richtige Moment kommt, der Partner entspannter ist Partnerschaft-braucht-miteinander-redenoder auf den nächsten Urlaub verschieben. Sondern dann die Dinge ansprechen, wenn sie noch frisch sind. Sofort auflösen, damit die „Leidenszeit“ nicht zu lange wird. Meine Empfehlung: Frage dich mindestens einmal im Quartal, wie es dir mit dir und deinem Liebsten so geht.

Immer dann, wenn sich ungute Dinge wiederholen, du wieder feststeckst, dann ist es Zeit für ein Gespräch

Und bitte immer wieder vorab prüfen – ist das meine Vergangenheit, meine Biografie, die hier gerade schiebt?  Oder sind es die Probleme in der Gegenwart, die nichts mit meiner Vergangenheit zu tun haben? Allein das Erkennen des Widerstandes und die Klärung der eigenen Vergangenheit sind schon die „halbe Miete“ auf dem Weg, die Gegenwart feiner zu justieren, so dass sie für beide Beteiligten besser, liebevoller und lebendiger passt.

Mut haben – Dinge anzusprechen, Widerstände zu artikulieren. Ohne Angst vor Beziehungsabbruch zu haben. Ohne Angst zu haben, den anderen zu verletzen.

Partnerschaften gelingen dann gut, wenn beide Seiten ihre Bedürfnisse zu einem gewissen Grad schon befriedigen können und das, was sie vom Partner bekommen, nur noch das I-Selbstliebe-in-der-PartnerschaftTüpfelchen für das eigene Glück ist.

Und nicht umgekehrt, weil ich dann in einer Projektion bin. Wir Menschen dürfen erst einmal lernen, für unsere seelische Balance selbst zu sorgen. Und das, was wir vom Partner bekommen, als großes Geschenk wahrnehmen, das wir einfach so noch obendrein dazu bekommen.

Für ein glückliches, zufriedenes Leben in Be-Ziehung und Partnerschaft.

Mit herzlichem Gruß,

Volker Hepp

http://www.volkerhepp.com

Beziehungscoach

 


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