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Hochsensible Menschen und die energetische Kommunikation als Sprachrohr

Gerade hochsensible Menschen fühlen sich häufig in Gesprächen missverstanden und erleben oft, wie die Kommunikation sich in eine völlig andere Richtung entwickelt als von ihnen beabsichtigt. Wie kann das sein?

Wenn ich mitbekomme, wie unterschiedlich Menschen kommunizieren, dann kommt es mir wie ein Wunder vor, dass Verständigung überhaupt funktioniert. Wie oft haben wir alle schon Situationen erlebt, in denen wir ganz sicher waren, unser Anliegen klar und deutlich formuliert zu haben – doch beim Gegenüber findet eine Reaktion statt, die wir überhaupt nicht verstehen. Zugleich versichert uns unser Gesprächspartner aber, er habe uns verstanden. Warum so etwas passiert und weshalb insbesondere Hochsensible in der zwischenmenschlichen Kommunikation immer wieder solch frustrierende Momente erleben, liegt vor allem an zwei Gründen. Der erste ist vielen Menschen vielleicht eher bewusst, ich beschreibe ihn der Vollständigkeit halber aber noch einmal:

Kommunikation: Zwei Universen begegnen sich

Wann verstehen wir einander denn wirklich? In der Regel würde man sagen: wenn beide Menschen Einigkeit empfinden. Wenn sie Gefühl haben, die gesendete Botschaft ist angekommen und hat die erwartete Reaktion ausgelöst. Aber ist das echtes Verstehen?

In Wirklichkeit wissen wir niemals, was in unserem Gesprächspartner abläuft, wenn er mit uns kommuniziert. Nehmen wir ein einfaches Beispiel: Wir sprechen über die Farbe Blau. Wir wissen nicht, was unser Gegenüber empfindet oder vor seinem inneren Auge sieht, wenn wir von der Farbe Blau sprechen. Es gibt Menschen, die hören bei dem Begriff Blau bestimmte Klänge. Das ist ihre Vorstellung der Farbe. Andere sehen eine Farbqualität, und auch diese ist bei jedem Menschen vermutlich anders. Wieder andere denken vielleicht an Formeln und Bestandteile. Ich kenne eine Chemikerin, deren ganze berufliche Tätigkeit sich um die Optimierung der Farbe Blau in Handy-Displays dreht. In ihr wird der Begriff ein völlig anderes Szenario auslösen als in einem Menschen, der gerade zwei Wochen lang Meer und Himmel genießen durfte. Und alle glauben zu verstehen, was der andere meint, wenn er von Blau spricht.

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Zwischen dem, was der eine meint, und dem, woran der andere denkt, können manchmal Galaxien liegen

Wirkliches Verstehen gibt es nicht

Alles, was wir hören, wird von uns interpretiert und zwar aufgrund unseres Erfahrungshintergrundes. Unterhält sich ein Paar über Harmonie in der Beziehung, kann das für den einen Partner, der vielleicht in der Kindheit Gewalt erlebt hat, die Abwesenheit körperlicher Auseinandersetzungen bedeuten. Für den anderen bedeutet es dagegen womöglich das Gefühl von Gleichklang und Verbundenheit. Er bzw. sie wird sich vielleicht beklagen, dass sie als Paar gar keine Harmonie erleben. Während der Partner | die Partnerin die Beziehung als vollkommen harmonisch erlebt, da sie gewaltfrei ist und nicht mit Gegenständen geworfen wird.

Wenn wir versuchen zu kommunizieren – besonders in nahen Beziehungen -, ist es wichtig, diese Unterschiede aufzudecken. Jeder Mensch ist ein eigenes Universum. Und jeder Mensch möchte in diesem Universum erfasst und gesehen werden. Wenn wir dies durch Nachfragen und offenes Interesse versuchen, bauen wir Brücken und ebnen den Weg zum Verstehen. Dann erzeugen wir Resonanz. Und das fühlt sich wie Verstehen an.

Kommen wir zum zweiten Grund. Dieser ist uns manchmal weniger bewusst, insbesondere für Hochsensible ist er jedoch von großer Relevanz. Missverständnisse in der Kommunikation entstehen deshalb so oft, weil wir dabei folgende Frage nicht berücksichtigen: Welche Botschaft sendest du energetisch aus?

Die Energie, die du sendest, ist ein lautes Sprachrohr

Nehmen wir einen Klassiker als Beispiel: Der Ehemann kommt von der Arbeit nach Hause. Es gab ein Problem, das noch nicht gelöst ist und das ihn beschäftigt. In Gedanken ist er die ganze Zeit auf Lösungssuche. Zu Hause möchte er aber seine Familie damit nicht belasten. Er hat den Wunsch, dort der zugewandte Partner und Vater zu sein. In seiner verbalen Kommunikation gelingt ihm dies auch. Er spielt mit den Kindern, hört seiner Frau zu. Doch irgendwann beklagt sie sich, dass er ihr gar nicht „richtig“ zuhöre. Er sei so abweisend, könne sich überhaupt nicht öffnen, immer wäre er so verschlossen … Und der Mann versteht nicht, warum sie das sagt. Er hat doch alles getan – sich um die Kinder gekümmert, ihr zugehört –, obwohl er den ganzen Stress im Job hat. Rein faktisch gesehen stimmt das auch.

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Objektiv betrachtet mag der Mann anwesend sein, doch seine Energie kann etwas ganz anderes ausdrücken

Aber eines nimmt er nicht wahr: Was in solchen Fällen passiert und was wir häufig nicht beachten, ist die energetische Kommunikation, die auch immer da ist. Die Energie, die er mitbringt, ist die von Stress und Angespanntheit. Vermutlich würde er sich eigentlich gerade lieber zurückziehen und sich seinem Problem widmen, bis es gelöst ist. Und lieber erst danach wieder andere Menschen sehen.

Gerade hochsensible Menschen haben für diese energetische Kommunikation besonders feine Antennen – womöglich ohne sich darüber im Klaren zu sein. Auch die Frau in unserem Beispiel reagiert unbewusst darauf, dass das, was er tut und sagt, nicht zu der energetischen Frequenz passt, die er ausstrahlt. Sie antwortet unbewusst auf die Diskrepanz zwischen energetischem Zustand und seinem Handeln. Wenn ihr dies nicht klar wird, geht das Gespräch am wirklichen Thema vorbei. Ihre „Beschwerde“ hat eigentlich die Botschaft: „Ich bin echt müde und überfordert und hätte jetzt gerne ein Stück der Last an dich abgegeben. Ich spüre, dass du auch in Not bist und das verstärkt meinen Stress, weil ich nicht weiß, ob ich dich gerade belasten kann.“

Hochsensible sind energetische Messfühler

Wie schon erwähnt, sind vor allem hochsensible Menschen Meister darin, die energetische Frequenz, die der andere aussendet, aufzuschnappen und darauf zu reagieren. Häufig geschieht dies unbewusst. Da schwappt etwas rüber und in Bruchteilen einer Sekunde verändert sich deine Stimmung. Das macht Kommunikation und Gemeinschaft manchmal ganz schön schwierig. Nämlich dann, wenn uns nicht bewusst ist, was passiert. Vielleicht bekommst du nur deine eigene Reaktion mit und denkst dann, du seist irgendwie instabil oder launisch. In Wirklichkeit bist du einfach nur ein sehr fein getunter Messfühler für Stimmungsfrequenzen.

Der erste Schritt, diese Abläufe zu verändern, ist, sich bewusst zu machen, dass es diese energetische Kommunikation gibt. Achte doch in Zukunft verstärkt darauf, was Menschen für eine Frequenz aussenden und ob das im Einklang oder im Widerspruch zu ihrem Verhalten steht. Deine eigene Sensibilisierung für diesen Widerspruch ist der erste wichtige Schritt.

Deine

Barbara Grebe

 

Suchst du ein Übungsfeld? Hier geht es zu unserem Seminar, in dem auch diese energetische Seite der Kommunikation eine Rolle spielt: https://www.anders-aufgestellt.de/portfolio-item/ich-bin-richtig/

 

Möchtest du noch mehr zur Hochsensibilität erfahren? Dann schau doch mal auf Barbaras Autorenprofil vorbei, dort findest du all ihre Artikel zu dem Thema.

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