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Wie du als hochsensibler Mann in deine Kraft kommen kannst

Wie du als hochsensibler Mann in deine Kraft kommst – und mit Ängsten und Blockaden umgehst.

Oftmals werde ich von meinen Lesern (männlich wie weiblich) gefragt, wie man als sensibler Mann in seine Kraft kommt. Wie man seine Potentiale und Stärken entfalten kann und sich dabei nicht von inneren wie äußeren Ängsten und Zweifeln blockieren lässt.

Genau darüber möchte ich heute mit dir reden. In diesem Artikel möchte ich meine Erfahrungen und Erkenntnisse aus meinem neugewonnenen Selbstverständnis als hochsensibler und kraftvoller Mann mit dir teilen.

Bedingungslose Selbstannahme

hochsensibler MannAls ich vor zwei Jahren das erste Mal von dem Konzept der Hochsensibilität erfuhr, mich anschließend intensiv damit auseinandersetzte und mich in nahezu jedem skizzierten Punkt wiedererkannte, wurde mir schlagartig bewusst, dass diese Anlage ein Wesenszug von mir ist. Dass es somit völlig sinnlos ist, dagegen weiter anzukämpfen – wie all die Jahre zuvor. Reine Kraft- und Energieverschwendung. Ganz konkret bedeutete das, dass ich angefangen habe, zu meiner natürlichen Kreativität, Empathie, Emotionalität und Feinfühligkeit zu stehen. Ebenso zu meiner Geräusch- und Reizempfindlichkeit. Diese Werte und Charakterzüge, die in unserer Gesellschaft leider oftmals mit Schwäche verbunden werden, waren in meinem bisherigen Leben immer ein Teil von mir – und werde es auch immer bleiben. Warum also gegen etwas Widerstand leisten, das sowieso immer da sein wird? Fällt dieser Widerstand weg, wird angestaute Energie freigesetzt, du fühlst dich ein ganzes Stück freier und lebendiger.

Lebe deine Potenziale!

Ja, die hast du als feinfühliger Mann! Und sie werden für unsere Gesellschaft immer wichtiger. Jahrelang war ich davon überzeugt, kein richtiger Mann zu sein. Ich sah mich um, und sah nur maskuline, starke und archaische Männer. Im Vergleich dazu sah ich meine zurückhaltende, verständnisvolle und tiefgründige Art als unmännlich an. Heute weiß ich, dass zum einen vergleichen immer ziemlich mies für das eigene Selbstwertgefühl ist und zum anderen, dass dieser archaische Anteil nur eine Seite von Männlichkeit ist. Der sensible (feminine) Anteil ist ebenso ein wesentlicher und gleichberechtigter Bestandteil von Männlichkeit.

Potenziale, die aus meinem Verständnis in uns hochsensiblen Männern schlummern und darauf warten, gelebt zu werden:

  • Kreativität
  • soziale Intelligenz & Verantwortung
  • erweiterte Wahrnehmung
  • stark ausgeprägter Gerechtigkeitssinn
  • vernetztes, multiperspektivisches Denken
  • erhöhtes Einfühlungsvermögen
  • leben einer sensiblen & spirituellen Sexualität (Tantra)
  • mutiger und offener Zugang zu den eigenen Gefühlen

Den archaischen Anteil entdecken

Neben dem Annehmen deines sensiblen (femininen) Anteils, ist es es mindestens genauso wichtig, deine archaische (maskuline) Seite mehr zu kultivieren und zu erforschen. Wie erwähnt, war ich jahrelang von sehr maskulinen Männern umgeben und bewunderte sie insgeheim für ihre Schlagfertigkeit, Durchsetzungskraft und Erfolg bei Frauen.

Heute weiß ich, dass sich hier mein unbewusster Schatten meldete. Dass es diesen Anteil ebenso in mir gibt, wenn auch tief vergraben. Nur wenn wir den sensiblen und archaischen Anteil in uns ganz annehmen und leben, ist es uns möglich, als Mann ganz in unsere Kraft zu kommen.

Ohne das archaische Potenzial deiner Männlichkeit fehlt dir jegliche Spannkraft und Durchsetzung. Getrieben von einer ständigen Harmoniesucht vermeidest du jede Art von Auseinandersetzung, Meinungsverschiedenheit oder Konflikt – egal ob mit Frauen oder Männern. Du bist der Frauenversteher und beste Kumpel par excellence – nur eben kein Mann fürs Bett oder für eine Partnerschaft. Es fehlt offenbar etwas. Etwas Wesentliches.

Aus vielen Gesprächen mit Frauen weiß ich, dass sich eine Frau beides wünscht: einen Fels in der Brandung, einen Mann der Klarheit und Sicherheit ausstrahlt, ebenso wie einen zärtlichen und einfühlsamen Mann, der Zugang zu seinen Gefühlen hat – und diese auch kommunizieren kann.

Erst wenn du dich traust, dich auch deiner archaischen Seite gegenüber zu öffnen, fühlst du dich als ganzer Mann. So zumindest erging es mir, seitdem ich begonnen habe, dieses „schlummernde Raubtier“ in mir kontrolliert rauszulassen.

Für die Erforschung deines  archaischen und kraftvollen Anteil gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Männerseminare, die dir einen geschützten und angeleiteten Rahmen bieten, in dem du deine jahrelang unterdrückte Aggression herauslassen kannst.
  • Sportarten wie Fußball, Karate oder Rugby, bei denen es um Stärke, Durchsetzung und sich miteinander messen geht, und die gewiesenen Regeln unterliegen.
  • Traue dich öfters mal einen flapsigen Spruch oder Witz zu machen.
  • Triff mehr Entscheidungen und übe dich im Nein sagen (dies kann in kleinen, alttäglichen Situationen geübt werden)
  • Äußere deine (sexuellen) Bedürfnisse und Wünsche gegenüber deiner Partnerin.
  • Gehe in Männergruppen, die regelmäßig stattfinden, in denen du über dich und deine Gefühle redest und nicht wie so oft über Arbeit, Politik oder Fußball.
  • Finde eine positive Haltung zu bewussten Auseinandersetzungen und Konflikten.
  • Akzeptiere Meinungsverschiedenheiten und andere Werte.
  • Regele Familienangelegenheiten und Streitigkeiten (z.B. mit Behörden)

Erst als ich vor rund zwei Jahren meine Abhängigkeit, Emotionalität und Sensibilität in so vielen Lebensbereichen bedingungslos annahm und mich gleichzeitig immer mehr meiner archaischen Männlichkeit gegenüber öffnete (meinem Schatten), hatte ich meine berufliche Vision vor Augen.

Vor allem nun endlich den Mut und das Durchhaltevermögen, es wirklich anzugehen und durchzuziehen. Nebenbei wirkte ich ganz anders auf Frauen. Geerdeter, klarer, selbstbewusster. Eine Lebensvision macht sexy. In diese Kraft kam ich nur, weil ich mich beiden Anteilen meiner Männlichkeit gegenüber öffnete.

Bewusster Umgang mit Blockaden und Ängsten

Oliver_Domröse_CompassionerZum Schluss möchte ich dir noch ein paar Tipps geben, wie du mit Ängsten und Zweifeln umgehen kannst, die es natürlich immer wieder geben wird. Und die dich auf deinem Weg in eine ganzheitliche Männlichkeit behindern können.

Angst ist zunächst einmal nichts schlechtes. Sie ist sogar sehr wichtig. Sie schützt uns vor gefährlichen Situationen und lässt im Gehirn unser Alarmsystem anspringen: Kampf oder Flucht. Ohne diesem biochemischen Alarmsystem wären wir wahrscheinlich vor tausenden von Jahren als Spezies Mensch schon längst ausgestorben.

Meine drei wichtigsten Strategien, wenn mich Bedenken und Sorgen mal wieder so richtig im Griff haben:

  1. Nimm die Angst wahr! Jeder Widerstand dagegen, jedes nicht wahrhaben und verdrängen wollen, verstärkt die Angst nur. Das Gefühl der Angst möchte dir in einer bestimmten Situation etwas sagen. Wenn du bereit bist, sie mit offenen Armen zu empfangen, ihr zuzuhören, sie aufsteigen zu lassen, wird sie dir ihre Botschaft verkünden – und wieder vergehen. Jedes Gefühl steigt auf, bleibt eine Weile und vergeht wieder, sobald wir gewillt sind, das Gefühl mit einem offenen und ruhigen Geist anzuschauen, ohne es mit unseren Gedanken weiter zu verstärken. So ist es auch mit der Angst.
  2. Komme ins Tun! Wenn du wirklich für etwas brennst, deine Leidenschaft/Vision gefunden hast, wird dich nichts mehr so schnell aus der Bahn werfen. Natürlich gibt es Rückschläge und Niederlagen, aber die gehören zum Weg dazu – und stärken im Übrigen deine Männlichkeit. Aus jeder Niederlage kannst du etwas lernen. Ein vielzitierte Satz, ja, der aber immer noch wahr ist. Lieber mit einem Rest an Angst losgehen, als in der Lethargie und Opferrolle (oder dem Hamsterrad) weiter festzuhängen. Bye the way: Ist es nicht ein richtiges geiles Gefühl, sich getraut zu haben? Die Angst zu spüren und es trotzdem getan zu haben; ob vor einem Auftritt, einer Gipfelbesteigung oder dem Ansprechen einer Frau?
  3. Werde dir deiner Sterblichkeit bewusst! Seit meiner frühesten Jugend stellte ich mir existenzielle Fragen: Warum ist das hier alles? Für was lebe ich? Was ist der Sinn? Heute habe ich verstanden, dass die Fragen sinnlos waren. Oder anders: Die Beantwortung gar nicht so wichtig. Die einzig sichere Wahrheit, die ich erkannt habe, ist diese: Ich werde sterben! Was danach kommt, weiß niemand so richtig genau. Also frage ich mich in besonders ängstlichen Situationen: Werde ich diese Chance in diesem begrenzten Leben jemals noch einmal erhalten? Und: Werde ich es auf meinem Sterbebett bereuen, es nicht getan zu haben? Die häufigste Aussage von interviewten Sterbenden ist: „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben, anstatt so zu leben, wie andere es von mir erwarten.“

In diesem Sinne wünsche ich dir eine kraftvolle, zentrierte und friedliche Weihnachtszeit. Übrigens eine der besten Jahreszeiten, um in sich zu gehen und über seine Träume, Ziele und Visionen nachzudenken.

Dein Oliver

simplyfeelit.de

 

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