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Wie du deinen Humor wiederfinden kannst (auch in der Steuererklärung)

Die wenigsten Menschen, die ich kenne, die weder einen Steuerberater beauftragt haben, noch selber Fachkräfte aus diese Branche sind freuen sich auf die Pflicht ihre Steuerklärung abgeben zu dürfen. Es soll auch Menschen geben, die aufgrund der steuerlichen Pflichterfüllung davor zurückschrecken den Schritt in die Selbstständigkeit zu gehen und das zu leben, was sie wirklich wollen.

Solltest auch du zu diesen Menschen gehören habe ich zwei Tipps für dich:

steuer-mit-lachen1: Nimm die Steuerklärung mit Humor und fang an den „Papierkram“ zu erledigen. 

Wie in den meisten unangenehmen Situationen oder bei anstehenden Herausforderungen reichen bereits die zwei Qualitäten Humor und Handlung, um sie entspannt zu meistern:

„Als ich die Schubladen öffnete in denen ich Rechnungen, Belege und sonstige evtl. verwendbaren Absetzungsmöglichkeiten vom Vorjahr gesammelt und alles ausgedruckt hatte, was sich noch auf meinem Laptop (ja, ich habe sogar einen Ordner der heißt Buchhaltung, doch indem befindet sich meisten nichts) oder in E-Mails versteckte war ich erstmal etwas geflasht von dem Geldfluss der über das Jahr stattgefunden hatte. Ich war reich – zumindest der Anzahl an Belegen nach.

Jetzt musste ich das Ganze nur noch in Einnahmen und Ausgaben und diese beiden Stapel dann dem Datum nach sortieren. Nach einigen Stunden des Sortierens – jeder Beleg erzählt ja schließlich eine Geschichte, betrachtete ich stolz mein Werk. Ich bin die Struktur in Person und dazu noch ein Organisationstalent. Das musste jetzt erstmal gefeiert werden.

Nach drei Tagen des Feierns (das muss ja schließlich gebührend gefeiert werden, wenn einmal im Jahr Fähigkeiten entdeckt werden, die das Ganze vorhergehende Jahr mehr oder weniger brachlagen) machte ich auf im www die neueste, am besten kostenlose Excelvorlage zum Erfassen meiner EÜR zu finden. Was man im Internet so alles findet, du glaubst es nicht und seltsamerweise endet jede Suche bei mir auf Facebook oder YouTube. Doch nach zwei Tagen erfolgreicher Suche habe ich sie gefunden. Jetzt nur noch runterladen – und mich in Ruhe auf die Eingabe vorbereiten. So was Wichtiges will ja wohldurchdacht sein.

Als ich eine Woche später die Excelvorlage wieder öffne, meine hervorragend sortierten Stapel vor mir auf den Tisch lege überkommt mich doch glatt so etwas wie Vorfreude. Mit Hingabe und Begeisterung folge ich den Hinweisen beim Ausfüllen, trage alles ein und übertrage die Daten, die diese Vorlage ohne mein weiteres Zutun erstellt, in das Onlineformular des Finanzamtes ein und klicke auf senden. Geschafft. Jetzt nur noch ausdrucken, unterschreiben und Kuvert per Post ans Finanzamt. Ich bin einfach ein Finanzgenie.

maik-woell-photoart-1Ein paar Tage später ruft mich der zuständige Finanzbeamte an. Nach einer kurzen Begrüßung sagte er mit ruhiger Stimme: „So, Ihr Ehemann ist also im letzten Jahr verstorben. “

Ich, etwas verdutzt: „Nicht, dass ich wüsste. Es sei denn sein Geist sitzt mir gerade gegenüber und ich habe seine Verwandlung nicht mitbekommen.“

„Aha, ich hatte mich schon gewundert, wie ein Toter unterschreiben kann.“

Aus Versehen hatte ich in der Steuererklärung „verwitwet“ anstatt „verheiratet“ angekreuzt. Ich musste sehr an mich halten, um nicht laut loszulachen. Der Herr am anderen Ende bemerkte meine Amüsiertheit und sagte mit ernster Stimme:

„Nicht, dass Sie nur ein Kreuz falsch gesetzt haben. Sie haben auch noch das gesamte System durcheinandergebracht!“ „Wie habe ich das denn geschafft? Ich habe es doch wie jedes Jahr über das Elsterprogramm eingesandt.“

„Ja, das haben Sie. Doch Sie haben sich als Steuerpflichtige angegeben und Ihren Ehemann erst an zweiter Stelle. Bei aller Emanzipation. Das geht nicht!! Der Ehemann muss immer als Erstes angegeben werden und dann folgt die Ehefrau! Ich habe jetzt alles nochmals eingeben dürfen.“

Ich entschuldigte mich und versprach ihm, dass ich die Errungenschaften der Emanzipation in Zukunft bei der Steuererklärung unberücksichtigt lassen wurde. Damit gab er sich grummelnd zufrieden und wir beendeten das Gespräch.

Einige Tage später rief er wieder an: „So, Sie sind aber viele Kilometer gefahren. Sind Sie sicher, dass die Kilometerangabe stimmt?“

„Wissen Sie, ich bin ein sehr aktiver Mensch. Die Angaben sind korrekt.“

„Sollten Sie dieses Jahr wieder so viel fahren, müssen Sie ab dem nächsten Jahr ein Fahrtenbuch als Nachweis führen.“

Ich war begeistert. Er war ein Optimist. Er vertraute doch tatsachlich darauf, dass ich jedes Mal, wenn ich losfahre, daran denke, das Fahrtenbuch im Navi zu aktivieren. Ich, die selbst ihren Rollstuhl vergisst, ihren Mann für tot erklärt und sämtliche Belege, ob notwendig oder nicht notwendig, in einer Schublade sammelt, bis die Steuererklärung fällig wird. Doch o. k., wenn er sich so optimistisch zeigte, dann konnte ich das auch. Mit Freude versprach ich ihm, entweder nächstes Jahr weniger zu fahren oder ein Fahrtenbuch zu fuhren.

Eine Woche später hatte ich den engagierten Finanzbeamten erneut an der Strippe:

„So, Sie haben also eine Weiterbildung absolviert.“

„Ja.“

„Dann steht Ihnen eine Verpflegungspauschale zu. Sie müssen mir nicht jedes einzelne Getränk und Essen auffuhren und belegen. Es reicht die Anzahl der Tage und Übernachtungen.“

Mittlerweile hatte ich keine große Lust mehr, mich mit der Steuererklärung auseinanderzusetzen, so sehr ich sein Engagement auch zu schätzen wüsste und ich sagte: „Wissen Sie was: Lassen Sie die Verpflegungsgeschichte einfach weg. Dann haben wir beide weniger Aufwand.“

Daraufhin stotterte er vollkommen verdattert: „Aber, das ist doch Ihr Geld. Das steht Ihnen doch zu.“

Es gibt doch wirklich nette Finanzbeamte.

2: Anfangen und den Humorknopf einschalten

Fang mit dem Papierkran an und betrachte deine Abneigung, evtl. unangenehme Vorstellungen von horrenden Nachzahlungen oder säbelrasselnden Finanzbeamten, die nur darauf warten mit dir in den Ring zu steigen mit den Augen eines Clowns, dann kann sogar eine Steuerklärung Freude bereiten und zu amüsanten Gesprächen führen und zeigen, dass „Fehler“ in der Steuerklärung nicht im Gefängnis enden müssen. Nimmst du sie zu ernst, machst du dir selber Angst und nur darüber nachzudenken, dass du etwas machen solltest, hat in der Regel auch noch nichts bewegt oder gar verändert. Doch, das weißt du ja bereits.

Bildschirmfoto 2017-01-16 um 14.24.01Die heilende Wirkung von Humor wird ganz oft auch in Krankenhäusern eingesetzt. Wer kennt ihn nicht, den „Krankenhausclown“. Durch den Arzt Patch Adams, der den meisten Menschen durch die Verfilmung des gleichnamigen Spielfilms mit Robin Williams in der Hauptrolle bekannt ist, gelangte die Idee des Krankenhausclowns auch nach Deutschland. Weltweit werden heute Clowns nach Patch Adams ausgebildet und zaubern ein Lachen auf Gesichter kleiner und großer Patienten.

Auch Psychologen haben in den letzten Jahren verstärkt die Heilkraft des Humors erkannt. Besonders Menschen in depressiven Phasen werden durch ein Humortraining auf ihrem Weg der Heilung unterstützt. Humor nimmt äußeren Ereignissen das Brisante. Er stellt die Wichtigkeit unserer eigenen Person und unseres Erlebens nicht mehr in die vorderste Reihe. Humor wiederfinden öffnet Türen. Lachen verbindet.

Unterstützende Fragen, damit du deinen Humor wiederfinden kannst

Sollte dir dein Humor vergangen sein, hier ein paar Fragen, die dich unterstützen können ihn wiederzufinden:

  • Ist es mir möglich, über mich selbst zu lachen?
  • Wenn ja: Worüber genau lache ich am liebsten?
  • Welche Situationen hätte ich mit Humor nehmen können, wenn ich gewollt hätte?
  • Welche könnte ich in Zukunft mit Humor nehmen?
  • Worüber konnte ich lachen, bevor mir der Humor vergangen ist?
  • Ist es mir möglich, meine Vergangenheit mit Augen des Humors zu betrachten?
  • Was schenkt mir Ernsthaftigkeit?
  • Was genau?
  • Kann ich mich über die Geschenke der Ernsthaftigkeit freuen?
  • Dafür dankbar sein?
  • Wann habe ich das letzte Mal Tränen gelacht?
  • Wann war das letzte Mal, dass mir vor lauter Lachen der Bauch wehtat?

Humorvoll lachende Grüße zu dir,

Silke
Mehr „Komische Geschichten“ erzähle ich dir in meinem aktuellen Buch: Mein Koffer voller Glück

Glücklichsein ist eine Wahl. Das ist die Botschaft von Silke Naun-Bates, die Frau, die tausenden von Menschen Hoffnung, Lachen und Mut schenkt. Und sie klingt verlockend, nicht wahr? Doch, geht das wirklich? Antworten darauf kannst du in Silkes Buch hier finden.

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