Kategorien Anzeigen

Erfolg Body Arbeit Beziehungen Deine Welt Glück Seele Podcasts humantrust @Redaktion

ICH 2.0 – Warum wir meinen, nicht zu genügen

 

Wenn du in deiner Arbeit, bei Präsentationen oder Vorträgen meinst, nicht zu genügen, so kann dir der folgende Artikel raushelfen.

Oft meinen wir, wir müssten besser, redegewandter, klüger, witziger sein.  Für alle, die das denken, hat der SINNosoph, Stefan Dudas hier exklusiv zusammengefasst, wie wir mit dem, was wir zu sagen haben, auch wirklich Erfolg haben.

+++

nicht-zu-genuegenWenn ich Unternehmer darin coache, wie man spannender und authentischer vor Menschen spricht, erlebe ich immer wieder ein unglaubliches Phänomen. Der Unternehmer, der sonst sehr bestimmt und sicher auftritt, mutiert vor der Kamera und vor dem kleinen roten Lämpchen zu einem unsicheren Menschen.

Zudem wirkt er «anders» vor der Kamera als im normalen Gespräch. Er gestikuliert anders, betont anders und spricht sogar anders.

Vielleicht ist dir das auch einmal aufgefallen, wenn du einen guten Kollegen siehst, der vor vielen Leuten eine Ansprache halten muss. Irgendwas passiert da.

Und man kann dieses Phänomen ganz einfach zusammenfassen: Angst.

Das Gefühl, nicht zu genügen: So wie ich bin, reicht nicht.

Warum müssen wir in einem Präsentationstraining lernen, wo man die Hände haben darf, wie man stehen soll und wie stark man betonen darf? Ist das nicht verrückt? Hast du dir das am Montagmorgen beim Kaffeeautomaten auch schon einmal alles überlegt, als ein Kollege auf dich zukam? Sicher nicht.

Warum meinen wir also, dies neu lernen zu müssen? Ganz einfach: Wir wollen besser sein als sonst. Wir wollen ja «gut» sein vor den vielen Menschen.

Sind wir sonst also nicht gut? Reicht es im normalen Leben nicht? Wir möchten die Version 2.0 unseres Selbst sein oder zumindest werden.

Dieses Denkmuster «so wie ich bin, reicht nicht» lernen wir schon als Kind. Als Kind erhalten wir Liebe und Anerkennung, wenn wir die Erwartungen anderer erfüllen. Wenn wir unser Zimmer aufräumen oder gute Noten nach Hause bringen. Das bedeutet, wenn wir das nicht tun, genügen wir nicht. Wir wollen aber genügen. Wir wollen akzeptiert, geachtet und geliebt werden. Und dafür tun wir sehr viel.

Echt zu sein ist (nicht) einfach.

Wenn wir hören, dass wir authentisch sein sollen, nicken wir alle. Klar soll man das. Wenn ich Menschen im Vortragstraining sage, sie sollen «einfach» authentisch und damit sie selber sein, gibt es oft andere Reaktionen. «Wie bin ich denn sonst?» habe ich als Antwort schon gehört.

Stefan Dudas

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass authentisch sein Mut braucht. Als ich vor über 15 Jahren meinen ersten Vortrag vor mehr als hundert Personen hielt, war ich ernst. Ich habe in diesen 50 Minuten nicht etwas erzählt, das annähernd humorvoll war.

Alle, die mich kennen, werden jetzt sagen, dass dies unmöglich sei bei mir. Ich konnte es. Warum ich so war? Weil ich viele Redner analysiert habe und die waren meist nicht humorvoll. Also war ich auch so. Ob meine Vorträge funktioniert haben? Nein. Sicher nicht.

Erst als ich 2010 meine Frau kennengelernt habe (sie ist eine studierte Kommunikationsfrau) bemerkte ich, was ich machte. «Entweder du spielst mir was vor, oder deine Website stimmt nicht.» Dieser Satz von ihr brannte sich in mein Hirn ein.

Ja. Ich war so, wie viele Redner waren. Aber ich war nicht «ich». Ich «spielte» einen Redner. Als ich begann, so zu sein, wie ich bin – auch auf der Bühne – kam ich beim Publikum plötzlich an. Und der Clou daran war: es fiel mir sogar wesentlich leichter, «ich selber» zu sein.

Mut & Positionierung: Zu viele Jas und zu wenige Neins.

In der Erziehung haben wir gelernt, dass man sich selber nicht so wichtig nehmen soll. Wir sollen anderen helfen und für andere da sein. Dass wir uns auch Zeit für uns selber nehmen sollen, haben wir meist nicht gelernt.

Erwartungen erfüllen wird damit zur Hauptaufgabe. Dann werden wir geliebt, gemocht, akzeptiert. Dann gehören wir «dazu».

Aber für welchen Preis? Wie oft im Leben sagen wir «Ja», nur um zu genügen?

Wie oft gehen wir faule Kompromisse ein, nur um dazuzugehören?

Ich glaube, wir spielen zu oft «Erfolg» aber haben gar keine genaue Idee davon, wie sich «Erfolg», wahrer Erfolg für uns anfühlen würde.

Sich zu positionieren, klar Stellung zu beziehen und einfach man selber zu sein, birgt das Risiko, dass uns gewisse Menschen nicht mehr mögen. Damit müssen (und können) wir leben.

Der Vorteil:

Es wird viele Menschen geben, die uns gerade dann erst richtig «erkennen» und uns genau darum mögen. Weil wir so sind, wie wir sind. Und genau dann sind wir angekommen. Echt.

sinn-des-lebens-findenherzlich,

Stefan Dudas

www.stefandudas.com

 

Stefan Dudas ist Business-Experte für Sinngebung. Der Keynote-Speaker, Coach und Autor legt humorvoll und tiefsinnig das Fundament für neue Denk-Ansätze. Er vermittelt Sinnhaltigkeit in Führung, Kommunikation sowie Motivation in Unternehmen. Sein Seminar «suxess-life» nimmt Menschen mit auf eine Reise zum Sinn ihres Lebens. Der Schweizer Vordenker steht im Ruf, das Bewusstsein für Sinn in den Unternehmen und in unserer Gesellschaft zu schärfen. Weiter Informationen unter  www.suxess-life.com

Dieser Artikel von Stefan Dudas wird dir auch gefallen:

Hüte deine kostbare Lebenszeit: Wie wir unsere 30.000 Tage verschleudern

 

Gefällt mir 55 Personen gefällt das

Wie hilfreich fandest du den Artikel?1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2 Bewertungen: 5,00 von 5)

Diskussion

Trag dich in unseren Newsletter ein und hole dir dein Gratis-Geschenk für Compassioner-Leser:


Das große Coaching Paket von Veit Lindau.
Sichere dir diesen wertvollen Leitfaden für ein erfülltes, glückliches Leben.

 

Wir schenken dir:
o 4 Audiovorträge mit Veit Lindau
o 1 Geführte Meditation
o Den Lebenskompass

Trag dich dazu hier ein:

 



* Mit der Eintragung bestätige ich die Informationen zum Datenschutz insbesondere nach §13 DSGVO zur Kenntnis genommen zu haben.

 

 

 

fan