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Ich wünsche mir mehr Nähe! So kannst du mit Familienaufstellung alte Konflikte heilen

Warum Mütter dabei immer eine so wichtige Rolle spielen und wie man mit Familienaufstellung seelische, alte Wunden heilen kann.

Und dann ist es soweit: Der Mann meiner Träume steht mir gegenüber mit großen Augen und offenem Herzen, bereit sich auf alles einzulassen, was ich mir wünsche. Und prompt in dem Moment, der sehnsüchtig erwartete Augenblick ist da und ich kann mir von Außen zusehen und zuhören, wie ich etwas total Bescheuertes tue oder sage.

Wenn Hingabe angesagt wäre, fängt mein Kopf regelmäßig an über ein völlig unwichtiges Telefonat oder über den Einkaufszettel am Kühlschrank nachzudenken. Woran liegt es, dass ich über ein bestimmtes Maß an Nähe nicht hinauskommen? Was kann ich tun, um diesen Wunsch trotzdem wahr werden zu lassen? Schauen wir nach möglichen Ursachen:

Es könnte sein, dass mein Urvertrauen in ganz früher Kindheit so verletzt wurde, und daraufhin meine unterbewußte Erinnerung dafür sorgt, kein Risiko mehr einzugehen.

Fakt ist: kein Baby wurde so geliebt und angenommen, wie es sich das gewünscht hätte, egal, wie sehr die Eltern sich bemüht und alles gegeben haben.

Wenn bei der Geburt oder in den ersten Lebensjahren die Bindung (meist) zur Mutter unterbrochen wurde, z.B. durch einen Krankenhausaufenthalt der Mutter oder des Kindes, kann eine massive Störung im Verhältnis zur Mutter die Folge sein.

Ganz natürlich sucht jedes Kind Sicherheit und Schutz bei der Mutter. Wenn das Kind nach ihr schreit und sie nicht kommt, gibt es Kinder, die aufgeben, sich in sich selbst zurückziehen, um die Angst und die Ohnmacht nicht zu fühlen. Die Sehnsucht ist und bleibt zwar immer noch da, aber die Beziehung bleibt gestört.

Bert Hellinger, der Begründer der Familienaufstellung und Psychoanalytiker, bezeichnet das als „unterbrochene Hinbewegung zur Mutter“.

Oft erkennt man sie auch bei Erwachsenen daran, dass sie keine nahe Verbindung zur Mutter haben oder sogar Nichtempfinden und Kälte fühlen.

Bei jeder Annäherung an einen geliebten Menschen tauchen aus dem Nichts die als Kind empfundenen Gefühle wieder auf. Das kann sich in Wut, Trauer, Ohnmacht, Verzweiflung, Resignation zeigen, aber auch durch körperliche Symptome, wie z.B. Kopfdruck oder Verspannungen.

Typische Verhaltensweisen sind dann: nichts annehmen können, keine Schwäche zeigen wollen, um nichts bitten wollen, den Glauben es sowieso besser alleine zu können……. Dieses Nichtempfinden schützt vor der Wahrnehmung des Schmerzes, aber auch vor echter Nähe.

Was also kann ich jetzt tun, wenn ich mich in diesen Symptomen wiederfinde und wieder Nähe spüren möchte?

Ein erster wichtiger Schritt kann sein, sich den alten Schmerz und die alte Sehnsucht bewußt zu machen und sie eventuell laut auszusprechen oder aufzuschreiben und mit einem Freund oder Therapeuten darüber zu sprechen.

FamilienaufstellungEs gibt außerdem die Möglichkeit, eine unterbrochene Hinbewegung ans Ziel zu bringen, indem man sich von der Mutter halten lässt. Ich errate jetzt mal deine Gedanken…. aber da sich das in der Realität nicht so leicht umsetzen lässt, gibt es Methoden, das Ergebnis durch „Stellvertreter“ zu erreichen.

Bert Hellinger empfiehlt dazu die Festhaltetherapie. Der Klient wird zu dem Zeitpunkt, in dem die Hinbewegung unterbrochen wurde, zurückgeführt und vom Therapeuten gehalten, bis die ursprüngliche Liebe, die in Wut, Trotz, Verweigerung, Trauer, Verzweiflung umgeschlagen ist, wieder frei fließen kann.

Eine andere Möglichkeit könnte ein „Bonding“ sein, das ähnlich funktioniert. Es gibt mehrere Arten von Bonding, siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Bonding_%28Psychotherapie%29

Darüberhinaus sind Familienaufstellungen sehr gut dazu geeignet, sich der Nähe wieder zu nähern.

In der Familienaufstellung wird die Mutter, die gleichzeitig für Liebe,  Sicherheit, Willkommen-sein steht, in gefühlt richtigem Abstand zur Tochter oder zum Sohn gestellt. Dann geht es darum, Schritt für Schritt auf die Mutter zuzugehen und bei jedem Schritt zu fühlen, was es an Gefühlen, Vorwürfen, Ängsten, Vermeidungen gibt. Diese Aufgabe kann entweder von dir selbst übernommen werden oder du bittest einen Stellvertreter, den Weg zu gehen und siehst sozusagen als Zeuge zu. Das ist oft die einfachere Lösung.

Das Ziel ist es, mit der Vergangenheit in Frieden zu kommen und erwachsen, selbstverantwortlich und frei zu wählen, wieviel Nähe zugelassen werden soll.

Wenn du jetzt feststellst, dass in deinem Leben zu einem deiner Kinder keine gute Bindung besteht, ist es natürlich auch möglich, dass du etwas unternimmst, um die Unterbrechung zu vollenden. Bei kleineren Kindern ist es oft noch sehr einfach.

Manchmal reicht es aus, sich vorzustellen, dass man sein Kind, wie damals als Baby, hält und tröstet und schon dadurch kommt etwas in Bewegung.

Nach all diesen Heldentaten zurück zur Ausgangsposition:

….. und dann ist es soweit! Der Mann meiner Träume steht mir gegeüber mit großen Augen und offenem Herzen, bereit sich auf alles einzulassen, was ich mir wünsche.

14089566_10208979753765309_582087330_nUnd dieses Mal gehe ich auf ihn zu. Ich nähere mich Stück für Stück………..

Barbara Biella

Vielleicht kannst du auch in deinem Leben wieder mehr Nähe zulassen, wenn du erkennen kannst, was dich verletzt hat und es angehst, den Schmerz aufzulösen.

 

Was brauchst du in deiner Nähe, um mehr Nähe zuzulassen? 

 

 

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