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Inspiration durch Vorbilder

Hast du als erwachsener Mensch noch Vorbilder?

Braucht es überhaupt Vorbilder, wenn wir unseren eigenen Weg gehen wollen: Als Original und nicht als Kopie?

Ich greife auch heute in bestimmten Lebensphasen und zu bestimmten Themen gerne auf Vorbilder zurück und eines davon hat mich erst kürzlich sehr inspiriert: die französische Inhaberin einer kleinen Geschenkboutique in meiner Nachbarschaft.

Selbst wenn ich nichts kaufen möchte, führt mich mein Weg gerne dort vorbei, denn ich verlasse den Laden garantiert mit einem Lächeln auf den Lippen. Ein paar Minuten Aufenthalt sind ein echtes Lehrstück in erlebbarer Dienstleistungs-Freude.

Wenn beseeltes Arbeiten einen Ausdruck gefunden hat, dann dort.

Wenn die vielzitierten Worte von Khalil Gibran (libanesisch-amerikanischer Philosoph und Dichter) „Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe“ auf unaufgeregte und doch so überzeugende Weise gelebt werden, dann dort.

Inwiefern?

Weil es so herzerfrischend ist, auf einen Menschen zu treffen, der das, was er tut, spürbar GERNE tut 

Weil es so wohltuend ist, als Kundin ein aufmerksames Lächeln geschenkt zu bekommen und sich aufrichtig willkommen zu fühlen.

Und weil es so bemerkenswert ist, wenn selbst geringfügige Einkäufe in einem kleinen Ritual zu einem kleinen Kunstwerk verpackt und mit viel Liebe überreicht werden.

Als ich der Besitzerin bei meinem letzten Besuch gesagt habe, wie sehr ich die Atmosphäre bei ihr schätze, kam als Antwort ganz spontan: „Je ne travaille pas – je m´amuse!“ („Ich arbeite nicht – ich vergnüge mich!“).

Es ist DIESER Satz, der mir hängen geblieben ist und mich seither begleitet.

Es ist vor allem die Haltung, die darin zum Ausdruck kommt, die mich fasziniert: die Liebe zu den Produkten, die Freundlichkeit zu den Kunden und dieses gewisse Extra in der Service-Ethik. Es ist nur eine kleine Prise mehr als erwartet, aber eben weil sie von Herzen kommt, scheint sie doppelte Wirkung zu entfalten. Denn das Vergnügen ist beiderseitig: bei mir als Kundin UND ganz offensichtlich auch bei der Inhaberin selbst.

Davon lasse ich mich sehr gerne inspirieren und hole mir den Satz immer dann ins Gedächtnis, wenn sich bei bestimmten Aufgaben Gewohnheit oder Unlust breit macht. Oder wenn ich mich frage, was jetzt ein kleines Extra in meiner Dienstleistung sein könnte, damit meine Klienten sich mit mir so fühlen, wie ich mich in dem Laden.

Vorbilder wähle ich mir immer dann, wenn ich mich in bestimmten Bereichen weiterentwickeln möchte 

Als ich vor 17 Jahren meine erste Führungsrolle übernahm, habe ich mich gefragt, wer mich bisher als Führungsmensch überzeugt hatte, um dann an diesen „lebenden Rollen-Modellen“ zu lernen, bis ich meinen eigenen Stil entwickelt hatte.

Als Selbständige inspirieren mich heute zum Beispiel Vorbilder, die ihr Wirken auf ein bestimmtes Level von bodenständiger Professionalität und leichtfüßiger Exzellenz angehoben haben. Und die sich gleichzeitig über eine relativ stimmige Life-Balance freuen. Menschen die auf gesunde Weise Lust auf Leistung und warme Menschlichkeit verbinden.

Oft sind es nur bestimmte Facetten dieser Vorbilder, auf die ich meine Aufmerksamkeit richte.  Damit kann ich besser verstehen, was genau die Anziehungskraft oder das Geheimnis an dieser Stelle ausmacht.

„Was würde mein Vorbild in dieser Situation wohl tun?“ Diese Frage hilft mir, mich in Richtung möglicher Lösungen zu orientieren, wenn ich gerade am Problem klebe.

Mir geht es dabei nicht um blinden Personen-Kult, unproduktiven Neid oder stolzes Konkurrenzgehabe – sondern um intelligentes Lernen und Ausprobieren.

Vorbilder sind Orientierungshilfen in Richtung einer mir möglichen Zukunft

Immer dann, wenn ich Neuland betrete und noch kein passendes Zukunftsbild aus mir selbst heraus entwickeln kann, helfen mir Vorbilder dabei mir selber auf die Spur zu kommen, bis mich eigene Bilder tragen.

Es sind Menschen, mit denen ich in Resonanz gehe: weil sie etwas in mir zum Klingen bringen, das bereits darauf wartet, sich zu entfalten.

Es sind auch Menschen, die Qualitäten verkörpern, die ich selbst bisweilen vergesse – dann reicht ein markanter Satz, wie in dem obigen Beispiel, um mich zu erinnern.

Oft sind es Menschen, die ihre Antworten gefunden haben auf Fragen, die ich mir gerade stelle. Die bereits Herausforderungen gelöst haben, vor denen ich gerade stehe.

VorbilderDas bedeutet nicht, dass ich ihre Antworten eins zu eins auf mich übertragen muss. Denn vielleicht ist mein Weg ein anderer. Aber allein die Tatsache, dass sie für sich Lösungen gefunden haben, empfinde ich als ermutigend und motivierend für meine eigene Selbstwirksamkeit.

“Wessen wir im Leben am meisten bedürfen, ist jemand, der uns dabei unterstützt, das zu tun, wozu wir fähig sind.“ (Ralph Waldo Emerson, US-amerikanischer Philosoph und Schriftsteller)

Vieles davon passiert, sogar ohne dass diese Menschen wissen, dass sie gerade Vorbild-Charakter für uns haben. Oft kennen wir uns auch gar nicht persönlich.

Und wer weiß, wem wir selbst gerade in diesem Augenblick als Vorbild dienen?

Diese Vorstellung, selbst auch inspirierendes, bestärkendes und ermutigendes Vorbild zu sein, beflügelt mich. Und das nicht zuletzt in meinem täglichen Wirken für und mit Menschen, die Verantwortung in ihren jeweiligen Rollen und für ihr Leben übernehmen.

„Vorbild bist du immer“ war daher auch einer meiner Lieblingssätze aus den unternehmensinternen Werte-Leitlinien meines früheren Arbeitgebers.

Vorbild sind wir unabhängig von unseren Funktionen und Positionen, losgelöst von Hierarchien und Befugnissen.

Wir sind richtungsweisend für andere durch unser Handeln genauso wie durch unser Nicht-Handeln, in all unseren positiven und negativen Aspekten: Wir bestimmen die Richtung, die Umgangsformen und das Klima in unseren beruflichen und privaten Beziehungen mit. Ob es uns gerade bewusst ist oder nicht.

Insofern tun wir also gut daran, uns möglichst so zu verhalten, wie wir es uns auch von anderen erhoffen. Und ihnen in gutem Beispiel vorzuleben, was wir gemeinsam mit ihnen erleben möchten. Damit sie sich ein Bild von uns machen können – im besten Sinne ein Vorbild.

Eine Frage zur Selbstführung kann dabei Wunder wirken: „So wie ich jetzt gerade unterwegs bin, wie ich denke, mich verhalte, spreche: bin ich gerade Vorbild für die Qualität des Miteinanders, die ich mir tatsächlich wünsche?“

Herzliche Grüße,

Katja Lutz-Deklerk

Die gute Frage:

  • Wer ist gerade inspirierendes Vorbild für dich?
  • Was genau ist es, das dich daran fasziniert oder ermutigt?
  • Worin bist du heute inspirierendes Vorbild für andere?

 

Wir freuen uns über deinen Kommentar! 

 


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