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Integrale Medizin

Integrale Medizin – Was bedeutet das menschliche “heil sein”?

Wie durch integrale Medizin tiefergehende Heilungsprozesse möglich sind.

Der Mensch ist mehr als die Summe seiner Teile. Das zeigt sich auch in der Medizin immer mehr. Krankheit aber auch Heilung entsteht oftmals aus vielen Aspekten, die die Schulmedizin außer Acht lässt.

Dr. Matthias Struve hat sich dem Thema „Integrale Medizin” verschrieben und gibt uns in diesem Artikel Aufschluss darüber, was das bedeutet.

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Seit 14 Jahren praktiziere ich im oberbayerischen Weilheim als Hausarzt/Allgemeinarzt mit dem Schwerpunkten Naturheilverfahren und Akupunktur. Was bedeutet für mich der Integrale Ansatz in meinem medizinischen Handeln?

Ich verstehe unter einer integralen Medizin eine die Krankheitsursachen erforschende, erweiterte Medizin, die den ganzen Menschen als umfassende Einheit von Körper, Seele, Geist erkennt.

Ein integraler Ansatz betrachtet eine Situation aus verschiedenen Perspektiven und deckt die darunter liegenden verbindenden Muster auf. Ein Symptom, wie z. B. der Magenschmerz, ist häufig mehr als das, was wir anhand schulmedizinischer Methoden messen und behandeln können. Unter der Annahme, dass Körper, Seele und Geist zu EINEM System (also einem Menschen) gehören und dieses System wiederum eingebettet ist in EIN System aus einem sozialen Umfeld (Familie, Beruf, Freunde) erkennen wir an, dass alles ständig miteinander interagiert, kommuniziert und einander bedingt.

Ein Magenschmerz kann z. B. durch ungesunde Ernährung verursacht werden oder durch Keime oder aber auch durch seelische Belastungen oder allem gemeinsam. Deswegen ist nicht nur das Symptom wichtig, sondern auch die „Geschichte“ eines Menschen.

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Ich erlebe immer wieder in meinem tagtäglichen Handeln, dass wenn ich den „ES“-Quadranten umfassend beleuchtet habe, also z. B. alle Blutwerte, Ultraschall- und EKG-Befunde mit dem Patienten ausgewertet habe UND dort nicht stehen bleibe, sondern nach den aktuellen und bisherigen Lebensumständen frage, nach wiederkehrenden Erfahrungen und Verhaltensmustern forsche, nach dem bisherigen und möglichen Sinn frage, bekommt das Bild und die Krankheit des vor mir sitzenden Menschen eine Komplexität, die kein messbares Laborergebnis je liefern könnte.

Die „Dringlichkeit“, die manch ein Mensch mitbringt, auf der „ES“ –Quadranten-Ebene weiter zu suchen – nachdem oft schon viele Ärzte vorher versucht haben, alles auf dieser Ebene auszuschließen – entspannt sich, wenn ich Verbindungen und Zusammenhänge seiner Beschwerden und Symptome mit seinem Leben, mit seinem sonstigem Sein aufzeigen und ihn ins Wahrnehmen der Zusammenhänge führen kann.

Wenn ich besonders entwickelte Entwicklungslinien erkenne und anerkenne und bisher unterentwickelte Entwicklungslinien z. B. ausreichende Bewegung, ausgewogene Ernährung, etc.) im aktuellen Zusammenhang bewusst werden, kann jeder Patient und jede Patientin selbstverantwortlich an seiner/ihrer Genesung mitwirken.

Integrale MedizinWenn Heilung – also die Rückkehr zur Gesundheit – gelingt, dann geschieht dies über die Selbstregulationskräfte des Organismus

Respektive des Systems des Individuums (Körper, Seele Geist) und des Systems in welchem sich der Mensch aufhält (Gesellschaft, Familie, Beruf, Partnerschaft). Heilung ist der Prozess des um Balance, Ausgleich und Wachstum ringenden Lebens.

Was den Menschen „gesund“ hält, beschrieb in den 70er Jahren der israelisch-amerikanische Medizinsoziologe Aaron Antonowsky in seinem Modell der Salutogenese.

Nach dem Salutogenese-Modell ist Gesundheit kein Zustand, sondern ein immerwährender Prozess, an dem der Mensch eigenverantwortlich beteiligt ist.

Aus dem Konzept resultieren die drei relevanten Fragen, die Bestandteil des integralen Ansatzes sind:

  1. Verstehe ich, was gerade (mit mir) passiert? (Meine Welt ist verständlich, auch Probleme und Belastungen kann ich in einem größeren Zusammenhang begreifen (kognitive Ebene))
  1. Kann ich einen tieferen Sinn erkennen? (Für meine Lebensführung ist Anstrengung sinnvoll; es gibt Ziele und Projekte, für die es sich zu engagieren lohnt. (emotionale Ebene))
  1. Was ist zu tun? (Das Leben stellt mir Aufgaben, die ich lösen kann. Ich verfüge über innere und äußere Ressourcen, die ich zur Meisterung meines Lebens und meiner aktuellen Probleme einsetzen kann (Ebene des Verhaltens))

Der integrale Ansatz bedeutet immer, alle Aspekte eines Menschen – auch den psychisch-seelischen Aspekt – mit einzubeziehen. Oft spüre ich „Abwehrreaktionen“ bei meinem Gegenüber, wenn es darum geht zu erkennen was ist und was möglicherweise zu tun wäre. Das ist normal und verstehe ich gut.

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Dennoch, wer „ALLES“ (Gesundheit und Leben des eigenen Potenzials) will, braucht den Mut und die Unerschrockenheit, zu akzeptieren, dass es verschiedene Ursachen für eine Krankheit geben kann und dass wir selbst oft gewichtige Werkzeuge zur „Heilung“ in uns tragen.

Das Wissen darum liegt in jedem selbst und kann –meist im Laufe eines Prozesses – an die Oberfläche kommen.

UND – manchmal bleiben uns die wahren Hintergründe einer Krankheit verborgen. Dann gilt es, möglichst auf allen Ebenen zu lindern und zu akzeptieren was ist.

Vielleicht gelingt es sogar, einen Sinn aus dem zu erkennen, wogegen wir zunächst ankämpfen und in eine Stärke umzuwandeln. Das stellt oft eine der größten Herausforderungen dar.

Immer wieder sehe ich, wenn Menschen bereit sind sich selbst und ihre Lebensumstände „anzuschauen“ und ggf. zu verändern, wenn sie Selbstverantwortung übernehmen, dass tiefgreifende Wandlungs- und Wachstumsprozesse geschehen können.

Ich sehe, wie sehr alles miteinander zusammenhängt und Heilung stattfinden kann.

Darf ich dies miterleben und unterstützend als Arzt und Mensch begleiten, verneige ich mich demütig vor dem Leben.

Dein Matthias Struve

www.dr-struve-integrale-medizin.de

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