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Ja! Mach mit! – Den Wandel in deiner Stadt gestalten

Drei Städte, viele Wandelprojekte – Das passiert bestimmt auch schon direkt vor deiner Haustür in deiner Stadt!

Als Forscher*innen von der Radboud-Universität in Nijmwegen im Herbst 2017 eine Langzeitstudie mit dem Ergebnis veröffentlichten, dass der Insektenbestand in den letzten 27 Jahren um 75 Prozent abgenommen hat, ging ein Aufschrei durch die Medienwelt. Alle großen Leitmedien berichteten darüber (siehe auch unsere Gute Nachricht des Tages, was du selbst tun kannst, um das Insektensterben zu stoppen). Der Aufschrei wurde nur getoppt durch die Empörung über den Alleingang von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, der bei der EU für eine Wiedereinführung des Insektenschutzmittels Glyphosat stimmte, ohne sich darüber bei der Bundesregierung rückzuversichen. Es scheint: Wir sind hilflos, ein Spielball. Was “die da oben” beschließen, hat für uns alle Konsequenzen – und wir schauen zu und können nichts dagegen tun…!?

Über 100 deutsche Gemeinden gegen Glyphosat

Ganz klar, das stimmt so nicht! Nach Christian Schmidt’s Alleingang initiierte der Bund für Umwelt und Naturschutz eine Kampagne für Gemeinden, die sich gegen den Einsatz von Glyphosat aussprechen. Über 100 Kommunen sind mittlerweile dabei, und der BUND macht es mit einer vorbereiteten Vorlage ganz einfach, seine eigene Gemeinde dazu anzustiften, zum Glyphosat-Gegner zu werden.

Vielleicht hast du auch schon vom Dorf Mals gehört, dass sich geschlossen gegen den Einsatz von Pestiziden einsetzt. Hunderte Städte und Gemeinden sind im Einsatz für mehr Nachhaltigkeit und dafür, eine freundlichere Umgebung zu schaffen. Und oft machen einige engagierte Bürger*innen gutgelaunt und leidenschaftlich den Anfang.

Beispiele aus drei deutschen Städten, die vielfältige Wandelprojekte bündeln

stadt-im-wandelIn meinem heutigen Artikel möchte ich dir mit insgesamt drei Beispielen von drei Orten in ganz Deutschland im Westen (Essen), Osten (Eberswalde) und in der Mitte (Kassel) zeigen, was schon alles Vielversprechendes passiert, wo hierfür beispielhafte Projekte umgesetzt worden sind, die in anderen Städten weitere Nachahmer*innen verdient haben. Viele dieser Projekte sind bei der Transition Town Bewegung angesiedelt, manche haben sich autark entwickelt.

Mit diesen Beispielen mag ich dir Lust machen, selbst loszulegen. Ja, wir alle können die Welt mit gemeinsamen Aktionen zum Staunen bringen! Es ist immer viel, viel mehr möglich, als du denken magst.

Lass dich inspirieren…

Sei versichert, dies ist nur eine kleine Auswahl – ich könnte hunderte Beispiel mehr bringen, doch ich muss mich hier beschränken. Außerdem: Wenn du diese Beispiele liest, vergiss bitte nie: Sie sind aus ehrenamtlichem Engagement entsprungen – und werden auch so oft am Laufen gehalten. Ja, es sind Menschen, die sich hier nach Feierabend in ihrer Freizeit unermüdlich dafür einsetzen, diese Projekte zum Strahlen zu bringen!

Dies zeigt, wie viel unglaubliches Veränderungs-Potenzial es gibt, unsere Städte nachhaltiger, ressourcenachtsamer, menschen- und tierfreundlicher zu gestalten. Es sind schon so viele Menschen für eine bessere Welt am Start! Diese Beispiele ermutigen und beweisen: Wenn du beharrlich und optimistisch für eine Sache einstehst, wird der Wandel, nach dem du dich sehnst, passieren.

Einige Male wirst du dabei freilich auch scheitern, aber bitte: Lass dich nicht entmutigen, gehe weiter für das Leben, das DU leben willst.

Essen – die Gemeinschaftsgärten, Repaircafé, Wandelkino und ein fairer Lebensmittelführer

stadt-essenDie heutige Gute Nachricht des Tages blickt im Großen und Ganzen auf die grüne Stadt Essen. Dabei es ist unglaublich, wie viele dieser Projekte in Essen durch Bürgerinitiative in der Freizeit ins Leben gerufen wurden. Viele dieser Projekte bündeln sich im Transition Town – Essen im Wandel zum Beispiel 15 (!) Gemeinschaftsgärten, ein Repaircafé, ein fairer Lebensmittelführer, ein Wandelkino und zwei Lastenrad-Projekte. Jüngst wurde sogar ein “Fachgeschäft für den Stadtwandel” gegründet.

Eberswalde – Tauschring, Mobilitätsprojekte

Stadt-EberswaldeIn der Waldstadt in Brandenburg leben etwas über 40.000 Menschen. Durch die Hochschule für nachhaltige Entwicklung sind viele junge Menschen hierher gezogen, die sich für diese Thematik besonders interessieren.

So haben sich auch hier vielfältige Aktivitäten angesiedelt, um das Leben im Landkreis Barnim, dessen Kreisstadt Eberswalde ist, nachhaltiger, freundlicher und achtsamer zu gestalten. Die Projekte sind ähnliche wie in Essen.

Es gibt u.a. ebenfalls ein Repaircafé (wie es mittlerweile ungefähr 500 Repaircafés in ganz Deutschland gibt), einen Lastenfahrrad-Verleih und einen “Gut zu wissen”-Stadtführer, der die Nachhaltigkeitsprojekte des Landkreises versammelt. Eine Besonderheit in Eberswalde ist sicherlich der Verein Hebewerk e.V., ein Gemeinschaftsraum, in der sich verschiedene alternative Projekte zusammengefunden haben und StartUp-Ideen entstehen. Hier haben sich etwa versammelt: eine Bierbrauerei, eine offene Nähwerkstatt und vieles mehr.

Kassel – Die Wurzeln der „Essbaren Stadt“

stadt-essbarMit dem Titel „Essbare Stadt“ bringst du für gewöhnlich die Stadt Andernach in Verbindung. Doch eigentlich war wohl Kassel die erste deutsche Stadt, die mit einem solchen Projekt gestartet ist. Doch halt: eine Essbare Stadt, was ist das eigentlich? Laut Wikipedia sind das “Projekte, die urbanen, öffentlichen Raum für den Anbau von Lebensmitteln zur Verfügung stellen”.

Oft beginnen die Projekte als Guerrilla-Aktion von unten, d.h. Aktivist*innen beginnen einfach, grüne Flächen oder Brachen zu nutzen, um dort Gemüse und Obst anzubauen – so bspw. geschehen mit der Streuobstwiese im Görlitzer Park in Berlin oder mit „unvergessbar Witzenhausen“. Im Prinzip ist das wie ein Hausbesetzung, nur mit “Grünland”. Irgendwann kann sich die Stadtverwaltung dem Charme bunter Grünflächen nicht mehr entziehen und spricht häufig den Aktivist*innen die Bewirtschaftung der Flächen zu.

Früher Vorläufer und damit quasi Ermöglicher der Stadtbegrünung in Kassel war sicherlich Joseph Beuys, der im Rahmen eines documenta-Kunstprojektes „7000 Eichen“ dafür sorgte, dass die Stadt sukzessive um 7.000 Bäume reicher wurde.

Das bereitete den Boden für weitere Stadtbegrünungsprojekte bei nachfolgenden documenta-Happenings, bspw. im Jahr 2005 mit dem offenen Experimentiergarten „plan t“, aus dem heraus sich der Verein Essbare Stadt gründete, die erste Initiative dieser Art in Deutschland. Mittlerweile gibt es in Deutschland 140 solcher Essbaren Städte (siehe der Wikipedia-Artikel dazu).

Medien, die dich weiterführen und inspirieren

Wie geschrieben: Dies sind nur drei Städten von hunderten, die sich in diesen Jahren im Aufbruch befinden – und auch Dörfer sind sehr aktiv. Ich werde in Kürze mindestens eines dieser “Dörfer im Wandel” vorstellen. Mach die Augen auf!

Wenn dich  wieder einmal Ohnmachtsgefühle befallen, dann surfe einmal zu diesen Beispiele, die ich angerissen habe, im Internet. Erforsche die Links. Lass dich außerdem inspirieren von folgenden Medien:

Ferner verlinke ich hier gerne auf den Film „In Transition 2.0“ des Transition Network, der die Produktion des Films “Tomorrow – Die Welt voller Lösungen” inspiriert hat:

 

Ich wünsche dir viel Inspiration und den nötigen Energieschub, um auch bei dir vor Ort aktiv zu werden. Öffne deine Augen, vielleicht passiert auch bei dir um die Ecke schon viel mehr, als du bisher gedacht hast.

Ich bin an deiner Seite,

Steffi aka Stephanie Ristig-Bresser.

 

 

 

 

 

 

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B wie Big Picture oder: Der Bauplan für eine bessere Welt

 

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