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Jobwechsel: So klappen dein erfolgreicher Abschied und Neuanfang

Manchmal ist es Zeit für einen Jobwechsel, und die Zeichen stehen auf Abschied und Neuanfang. Gehen wir mal davon aus, dass du diesen Schritt freiwillig gehst und deine berufliche Veränderung – aus welchen Gründen auch immer – bewusst gewählt hast. Den Wechsel in eine andere Abteilung, den Karrieresprung in eine Führungsposition, einen ganz neuen Job in einem anderen Unternehmen oder den Schritt in die Selbständigkeit. Du blickst nach vorne – herzklopfend – auf das Neue, aufgeregt ob der Herausforderung, aber insgesamt erwartungsfroh. Und dann kommt es plötzlich anders als gedacht. Der berühmte Zauber des Anfangs bleibt erst einmal aus. Möglicherweise, weil du die Wirkmächte in Veränderungsprozessen unterschätzt hast und noch gar nicht wirklich frei bist für das Neue. So wie meine Klientin aus dem folgenden Beispiel:

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Jeder Neuanfang braucht auch einen bewussten Abschied vom Alten.

Wenn der Abschied vor dem Jobwechsel fehlt

Eine Projektleiterin kam zu mir, weil sie in ihrem ersehnten Traumjob einfach nicht richtig Fuß fasste. Sie fühlte sich von Anfang an lustlos, müde und genervt. Ins Coaching kam sie, um Klarheit zu finden, ob sie gleich wieder kündigen sollte.

In ihrer Schilderung fanden wir zunächst keinen griffigen Ansatzpunkt. Weder schien ihre neue Stelle unpassend noch klang ihre Lustlosigkeit nach gesundheitlich bedenklicher Erschöpfung. Ich hatte den Eindruck, dass wir am falschen Ort suchten. Daher fragte ich sie: „Wie war eigentlich der Abschied von deiner alten Arbeit? Hast du ihn äußerlich und innerlich schon komplett vollzogen?“ Sie stutzte kurz und schüttelte dann lebhaft den Kopf. Sie war fast ohne Pause von der einen zur anderen Stelle gewechselt. Für eine Abschiedsfeier mit langjährigen Kolleg|innen hatte sie sich keine Zeit genommen und sich selbst nur ganz kurz Urlaub gegönnt. Selbst das Arbeitszeugnis fehlte noch.

All dies wären hilfreiche Rituale gewesen, um den Übergang zwischen den beiden Stationen bewusst zu markieren. Um Vergangenes endgültig abzuschließen und sich dann voll und ganz dem Neuen zuwenden zu können.

Indianischen Nomaden wird nachgesagt, dass sie das Phänomen folgendermaßen beschreiben:

„Wenn du an einen neuen Ort gelangst, warte. Es braucht Zeit, bis die Seele nachkommt.“

Manchmal scheint sie nicht nachkommen zu können, weil sie am alten Ort noch etwas zu erledigen hat.

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Sich richtig zu verabschieden, ist eine Frage von gutem Stil und beweist Personality.

Hilfreiche äußere Rituale für den Abschied und Neuanfang:

  • Schließe nach Möglichkeit alle offenen Projekte und Themen ab und übergebe sie auf eine Weise, dass andere sich darin zurechtfinden können. Selbst wenn du darauf überhaupt keine Lust mehr hast: Deine Art zu gehen ist eine Frage des Stils und die Visitenkarte deiner Persönlichkeit.
  • Schließe alle notwendigen Formalitäten ab: Arbeitszeugnis, Rückgabe von Firmeneigentum oder Abholen von persönlichen Gegenständen aus deinem alten Büro. Unterschätze nicht, wie sehr du dich durch Unerledigtes noch an das Alte bindest.
  • Auch wenn du kein Mensch der großen Reden bist: Überlege dir ein paar Abschieds-Worte, um die gemeinsame Zeit zu würdigen. Es wird immer Dinge geben, die gut waren und Anerkennung verdienen. Für Erlebtes dankbar sein zu können, wird vor allem dir selbst guttun.
  • Überlege dir eine passende Form dafür: eine Abschieds-Mail an Kolleg|innen und Kund|innen, ein persönlicher Rundgang durchs Unternehmen. Vielleicht sogar ein kleiner Umtrunk oder eine Einladung zum Abschiedsessen für die engsten Kolleg|innen. Lasse sie wissen, was du an der Zusammenarbeit geschätzt hast.
  • Mache deutlich, in welchem Maße du in der ersten Zeit für eventuelle Rückfragen noch erreichbar bist, setze aber auch klare Grenzen. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn du intern wechselst, damit du dich nicht im Spagat zwischen alter und neuer Stelle überdehnst.
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Lass auch der Seele genügend Zeit, sich von Altem zu verabschieden.

Der innere Abschied (die Seele nachkommen lassen):

  • Je länger du in einem Job tätig warst, desto mehr hast du dort erlebt. Lasse deine Erfahrungen in einem stillen Moment noch einmal Revue passieren – mit allen Höhen und Tiefen, mit allen Lernerfahrungen und Begegnungen. Sie haben dich geprägt und reifen lassen. Sie haben dich hin zu dem Neuen geführt.
  • Hast du im alten Job eine Kränkung erfahren, auf der du noch herum kaust, dann suche dir jemanden, der dir hilft, sie zu verarbeiten. Sonst lädst du Saboteure ein: die Angst vor Wiederholung dieser Erfahrung, unnötig großes Misstrauen und einen verbitterten Nachgeschmack. Sie steuern dein Verhalten, nehmen dir die Freude am Neuen und stören deine künftige Zusammenarbeit mit anderen.
  • Vielleicht bist du traurig, weil du Liebgewonnenes zurücklässt. Vielleicht bist du erleichtert, weil du Unangenehmes endlich los wirst. Vielleicht sind da Ängste und Unsicherheiten, weil du einen großen Schritt gewagt hast. Nimm’ bewusst wahr, was alles in dir wirkt. Es sind normale Begleiterscheinungen bei Veränderungen. Sind sie sehr unangenehm, suche dir in der ersten Zeit neutrale Unterstützung von außen, die dich erleichtert.
  • Unterscheide, was der Vergangenheit angehören darf und was dir so wichtig ist, dass du auch im neuen Job dafür sorgen wirst – wenn auch in anderer Form.
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Ein erfolgreicher Abschied setzt neue Ressourcen frei.

Die Weichen auf Neuanfang stellen

Meine Klientin hing mit einem Teil ihrer Energie noch im Alten fest. Diese Energie fehlte für das Neue. Im Gespräch wurde ihr schnell klar, wie sie vorgehen wollte. Es zog sie ans Meer, um sich ein Wochenende Zeit zu nehmen für bewusstes Abschiednehmen. Manches schrieb sie auf und verbrannte es. Sie erkannte deutlich, was sie im neuen Job bislang vermisste: eine lockere Atmosphäre und Spaß im Team. Dafür wollte sie sich nun engagieren.

Im Folgenden klärte sie mit ihrem alten Arbeitgeber alle noch ausstehenden Formalitäten und lud ihre Lieblings-Kolleg|innen zu einer kleinen Abschiedsfeier ein. In ihrem neuen Team traute sie sich, ein Treffen nach Feierabend zu organisieren, was dort bislang nicht üblich war. Der Abend wurde ein voller Erfolg und die Frage, ob sie kündigen sollte, war nicht länger aktuell. Innerhalb einiger Wochen hatte sie alle erforderlichen Weichen erfolgreich auf Neuanfang gestellt. Ihre Seele war nachgekommen.

 

Herzlich,

Katja Lutz-Deklerk

Coaching und Training für achtsame (Selbst-)Führung
Live in München – Telefonisch – Online

Kontakt: katja@lutz-deklerk.de

Oder über Xing

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Hier findest du alle Artikel von Katja:

https://compassioner.com/author/katjalutzdeklerk/

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