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Kann die Liebe sich irren? Warum unser Kopf uns falsche Signale sendet

Wir können uns in Menschen irren, in die wir uns zum Beispiel verlieben oder die wir für einen Job einstellen. In Dingen, die nicht halten, was sie versprechen, wie Diäten. Oder wir können uns in Situationen irren. Etwas ist leichter oder schwerer als gedacht, wie eine Prüfung oder eine Reise.

Genau genommen irren wir uns ziemlich oft

Bei Kleinigkeiten übersehen wir das. Irren wir uns zu unserem Vorteil, ist es auch kein Problem. Unangenehm wird es, wenn der Irrtum wehtut, finanziell oder emotional zum Beispiel.

„Der Mensch irrt, so lange er strebt“, legt schon einmal nahe, dass es wohl eher der Kopf ist, der sich irrt. Dass es um Erwartungen, Pflichten und Ziele geht, statt um die Stimme des Herzens. Das Herz begegnet allen Dingen und Menschen mit Liebe.

Es ist der Verstand, der es davon abhält. Scheinbar, um es zu schützen.

in-der-liebe-irrenWeil er alles kontrollieren und vorhersagen möchte, keine Fehler zulässt. Das Herz verarbeitet ganz andere Informationen. Es hat Zugang zur Intuition,  sowie unbewussten Informationen. Oft ist nicht in Worte zu fassen, was wir erleben. Deshalb sind wir skeptisch. Dabei werden dir viele Situationen aus deinem Leben bestätigen, dass es einem offenen Herzen immer gut geht, es immer gute Entscheidungen trifft.

Zum einen, weil das Gefühl, das wir Liebe nennen, zu anderen mentalen Zuständen führt. Wir haben eine entspannte Gehirnfrequenz und keinen Stressmodus, der zum Tunnelblick, also eingeschränkter Wahrnehmung, führt. Zum anderen sind wir aus dem Gefühl der Liebe heraus wohlmeinend mit uns und anderen.

Wir sind allerdings leider nicht gleichbleibend in diesem liebevollen offenen Zustand

Denn wir hetzen durch den Alltag, getrieben von Pflichterfüllung und „sollen“ und „wollen“. Dieses Sollen und Wollen macht unser Herz blind. Wir legen fest, wie sich ein geliebter Mensch verhalten soll, damit es uns gut tut. Wie ein erfolgreicher Chef, eine gute Mutter usw. zu sein haben.

Überall lauern die Bewertungen „richtig“ und „falsch“. Und dann behaupten wir, wir hätten uns geirrt, wenn etwas oder jemand anders ist als gedacht. Wir verschließen unser Herz, sind gekränkt oder verletzt.

Es ist ein Irrtum, dass andere uns verletzen.

in-der-liebe-irrenEs gehören zwei dazu. Kaum jemand nimmt sich vor, jetzt mache ich das mal absichtlich anders, als mein Gegenüber es erwartet. Ist dem so, sind oft gegenseitige Missverständnisse und Enttäuschungen vorausgegangen. Vor einer Verletzung stehen in vielen Fällen falsche – oft unausgesprochene – Erwartungen und letztlich Bewertungen.

„Er/sie liebt mich nicht mehr“: Heißt das nicht eher, er verhält sich nicht mehr so, wie ich es mir wünsche (und er sich vielleicht sogar auch)? „Ich kann ihm/ihr nicht vertrauen“ heißt, unser Gegenüber hat mehrmals anders agiert,  als erwartet.

Die  Herzenstüren wurden voreinander verschlossen. Im Ergebnis kann der Kopf sich austoben mit der Tendenz, Negatives überzubewerten, mit Rechthabenwollen und Besserwissen. „Was würde die Liebe jetzt tun?“ wäre eine tolle Deeskalationsfrage.

Das Herz öffnet sich immer. Auch – immer wieder

Es sei denn, wir verriegeln es mit einer Tür, bauen einen Zaun davor, um es scheinbar zu schützen. Doch genau diese Türen sind das Problem. Durch sie kann unser Herz nicht mehr hindurchschauen in das Herz des anderen. So kommt uns die Liebe abhanden. Nicht, weil sie nicht mehr in uns ist. Sondern weil wir sie wegsperren und unsere Köpfe miteinander kämpfen lassen.

Die gute Nachricht: Türen kann man öffnen, und sei es nur einen Spalt. Oder gleich aus den Angeln heben. 

Was irrt sich nun? Die Nase zum Beispiel nie. Augen und Ohren schon eher. Wir sehen und hören, was wir sehen und hören wollen, heißt es sehr richtig.

Der Grund: Unsere Gedanken, Erwartungen, Erfahrungen bilden auf Gehirnebene einen Filter, der uns immer das zeigt, was wir denken. Das ist der so genannte Bestätigungsirrtum.

Der beispielsweise dazu führt, dass wir etwas sagen wie: „Die Generation X ist zu freizeitorientiert.“ oder „ Mein Bruder ist ungerecht und will mehr vom Erbe als ihm zusteht.“. Alles, was unsere eigenen Annahmen stützt, gelangt in unser Bewusstsein. So kommt es, dass wir wieder einmal Recht behalten bzw. behaupten, wir hätten uns in jemandem geirrt.  

Kurzum: Je mehr Gedanken einfließen, umso größer ist die Gefahr der Verzerrung und Fehlinterpretation 

Wenn wir Informationen genussvoll lutschen würden wie ein Stück Schokolade, wären wir öfter in einer offenen und freundlichen Haltung unterwegs.  Wenn wir uns dann noch Zeit lassen und bewusst „hinschmecken“, können wir die Zeichen unseres Herzens viel besser wahrnehmen.

  1. liebe-sich-irrenEs teilt sich uns über sogenannte somatische Marker wie Herzklopfen, Durchfall, Schwitzen, Unruhe u.ä. mit. Wenn wir unser Bewusstsein dafür schärfen, nehmen wir schneller wahr, was uns gut tut und was nicht.

Künftig nur einen kleinen Bissen schlucken oder nur den Bruchteil dessen denken, was uns nicht gut tut. Tempo und Unbewusstheit führen zum „Schlingen“ und dann wundern wir uns, wenn uns Menschen, Situationen, Dinge schwer im Magen liegen.

Wenn wir einen Verlust oder eine Enttäuschung in Liebe einpacken, kommen wir besser darüber hinweg. Dann erkennen wir das auch immer vorhandene Gute und sind dankbar dafür, dass wir es erleben durften.

Die Liebe ist immer in uns. Wir haben einen endlosen Schatz davon in unserem Herzen.  Setzen wir deshalb beim Denken, Sprechen, Handeln konsequenter auf unser Herz.

Es grüßt dich herzlich,

Ilona Bürgel

www.ilonabuergel.de


 

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