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Kinderwunsch und PCOS – wenn die Eierstöcke „erkalten“

Wahrscheinlich fragen sich nun viele Leser|innen: „PCOS? Hab ich ja noch nie gehört! Was bedeutet das?“

Dabei ist das polycystische Ovarialsyndrom (PCOS) eine der häufigsten endokrinologischen Erkrankungen von Frauen. Ca. 6-10 Prozent  der Frauen im gebärfähigen Alter leiden daran. Laut „Selbsthilfe PCOS“ gibt es in Deutschland ca. 1. 000.000  betroffene Frauen.

Leider ist trotz dieser hohen Zahlen immer noch ganz viel Aufklärungsbedarf nötig. Fast täglich erlebe ich das in meiner Praxis – und deshalb ist es mir ein Herzensanliegen, dir ein wenig mehr darüber zu berichten. Denn obwohl das PCOS so häufig vorkommt, wissen die meisten letztendlich wenig darüber.

PCOS

Eine Million Frauen in Deutschland leiden unter der hormonellen Störung PCOS

Hoher Leidensdruck bei bestehendem Kinderwunsch 

Die einzelnen Symptome der betroffenen Frauen können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Manche Frauen leiden unter ihren äußeren Begleiterscheinungen, wie Haarausfall, Akne oder eine übermäßige Körperbehaarung. Bei vielen Frauen ist jedoch der Leidensdruck sehr hoch, weil ihr Kinderwunsch monate– oder sogar jahrelang unerfüllt bleibt.

Was genau ist denn nun das PCOS?

Leider sind die Ursachen nicht wirklich geklärt. Man weiß aber, dass beim PCOS die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) vermehrt das sogenannte luteinisierende Hormon (LH) ausschüttet, gleichzeitig aber weniger follikelstimulierendes Hormon (FSH).

LH ist eigentlich für den Eisprung zuständig, während FSH für die Eireifung verantwortlich ist. Durch dieses Ungleichgewicht von LH zu FSH sammeln sich im Eierstock nun viele unreife Eizellen an. Gleichzeitig bleibt der Eisprung aus, da nie ein Ei wirklich ausreift und „sprungbereit“ wird.

PCOS führt zu einer hormonellen Schieflage

Die hormonelle Schieflage zwischen LH und FSH führt in den Eierstöcken zu einer vermehrten Bildung von männlichen Hormonen. Dies wiederum  führt zu einem Ungleichgewicht der weiblichen Hormone. Letztendlich kommt das ganze Hormonsystem aus dem Gleichgewicht. Hier sind dann auch die Schilddrüse und die Bauchspeicheldrüse betroffen. Viele Frauen mit PCOS haben eine Insulinresistenz, d.h. die Körperzellen reagieren nicht auf ausreichend auf Insulin.

PCOS

Bei PCOS gerät das hormonelle System der Frau aus dem Gleichgewicht

Der Verdacht auf ein PCO-Syndrom besteht, wenn mindestens drei der folgenden Symptome zusammentreffen:

  • es befinden sich viele unreife Eibläschen (Follikel-Zysten) im Eierstock
  • Zyklusstörungen (entweder ist der Zyklus stark verlängert oder die Periode bleibt ganz aus)
  • Unfruchtbarkeit
  • Ein Überschuss an männlichen Hormonen, der zu
  • Haarwuchs an allen möglichen Körperstellen (Gesicht, Bauch, Unterbauch),
  • gleichzeitig aber auch vermehrtem Ausfall der Kopfhaare
  • sowie Akne führen kann
  • Übergewicht und damit verbunden
  • Insulinresistenz
PCOS

Oftmals führt PCOS auch zu Übergewicht und Insulinresistenz

Wann zum Arzt?

Obwohl fast jede 10. Frau betroffen ist, kommt es mir so vor, als gäbe es noch sehr viele Frauen, die leider nicht umfassend über ihre Krankheit aufgeklärt sind. Vielfach wissen die Frauen gar nicht, dass sie an PCOS erkrankt sind. Und häufig merkt eine Frau auch erst, dass etwas nicht stimmt, wenn sie aufgrund eines Kinderwunschs die Pille absetzt und sich dann kein Zyklus einstellt. Das ist in den ersten Monaten übrigens nicht unnormal, da der Körper sich erst wieder daran gewöhnen muss, die Hormonproduktion selbst zu übernehmen.

Wartet eine Frau aber länger als sechs Monate nach Absetzen der Pille auf ihre Periode, sollte sie unbedingt bei ihrem Frauenarzt vorstellig werden. Meist bringen ein Ultraschall der Eierstöcke und eine Blutuntersuchung den entsprechenden Hinweis.

Bist du selbst Betroffene oder kennst du eine Frau, auf die die Symptomatik zutreffen könnte?

Dann findest du hier wertvolle Hinweise, was du selbst zur Unterstützung bei PCOS tun kannst:

 

1. Schulmedizinische Abklärung

per Ultraschall, Blutuntersuchungen (Testosteron, Östrogen, Progesteron, FSH, LH, Schilddrüse, Vitamin D und ganz wichtig: HOMA-Index zwecks Ausschluss einer Insulinresistenz)

2. Ernährungsumstellung

Nicht nur bei Insulinresistenz! Studien zeigen, dass sich eine Gewichtsabnahme bei Frauen mit PCO häufig positiv auf den Zyklus auswirkt. Es kommt wieder zu einem regelmäßigen Zyklus, damit verbunden zu einem Eisprung und dann im besten Fall zu einer Schwangerschaft! Daher:

  • verzichte auf Weißmehl, Zucker, Back– und Teigwaren
  • reduziere Milchprodukte
  • stattdessen setze auf viel Gemüse, Obst, hochwertige Proteine und mäßig viele ballaststoffreiche, komplexe Kohlenhydrate, wie in Vollkornprodukten Hülsenfrüchten, Ölsaaten und Nüssen enthalten
  • verwende hochwertige Öle, die Omega-3-Fettsäuren enthalten (z. B. Leinöl, Hanföl, Rapsöl, Chiasamen, Leinsaat, Walnüsse)

3. Bewege dich – treibe Sport!

Vor allem bei Übergewicht und Insulinresistenz. In meiner Praxis habe ich viele Frauen betreut, denen regelmäßiger Ausdauersport half.

PCOS

Wie bei vielen Erkrankungen, kann Sport bei PCOS die Symptome lindern

Wenn es dir gelingt, tägliche Bewegung, z.B. Radfahren oder Joggen, in dein Leben zu integrieren sowie eine kohlenhydratarme Ernährung langfristig durchzuhalten, wirst du dich nicht nur fitter und wohler fühlen, sondern im besten Fall auch schwanger werden!

4. Viele Kräuter

Sie regen die Eierstöcke an und sorgen wieder für einen regelmäßigen Zyklus, z. B. Frauenmantelkraut (Alchemilla) oder Himbeerblätter.

5. Sorge für einen warmen Unterbauch.

Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist bei PCOS häufig zu viel Kälte im Unterbauch und speziell in den Eierstöcken vorhanden. Deshalb gilt es, diesen zu wärmen. Zum Beispiel durch sanftes Beckenkreisen oder Hula Hoop. Erwärmende Kräuter, wie Rosmarin, Ingwer oder Zimt (reguliert übrigens auch den Blutzuckerspiegel) solltest du in deinen Speiseplan aufnehmen. Beifußkraut wärmt und regt gleichzeitig die Hypophyse an. Hier solltest du dich aber vor Anwendung von einem Heilpraktiker oder naturheilkundlichen Arzt beraten lassen. In meiner Praxis arbeite ich häufig auch mit sogenannten Moxakegeln. Sie enthalten ebenfalls Beifuß und werden äußerlich angewandt.

PCOS

Spezielle Heilkräuter können den Eisprung fördern

Margret Madejsky empfiehlt in ihrem Buch „Das alternative Kinderwunschbuch“ außerdem den Fruchtbarkeitswickel zur Anregung der Eierstöcke.

Hierzu brauchst du zu gleichen Teilen:

Anwendung: 2 gehäufte EL der Mischung in einer Schüssel mit 150-200 ml Wasser heiß überbrühen, den Brei möglichst warm auf ein Leinentuch streichen und direkt auf Höhe der Eierstöcke auflegen. Eine Wärmflasche und Handtücher darüber geben und alles mit warmen Decken einwickeln, ggf. noch eine Wärmflasche an die Füße. Der Wickel sollte 15-20 Minuten einwirken. Anschließend kannst du noch eine Baucheinreibung mit Rosenöl im Uhrzeigersinn machen oder machen lassen. Sehr sinnlich!

Stärke deinen weiblichen Pol bei PCOS!

Wie fühlt sich eine Frau, deren Körper nicht das macht, was eigentlich typisch weiblich ist? Wenn dann noch zu viele männliche Hormone im Körper wirken und diese zu Haarwuchs und Akne führen, fühlt sich Frau erst recht nicht mehr wohl und zweifelt an ihrer Weiblichkeit.

Es geht darum, die eigene Weiblichkeit wieder zu bejahen und sich im Körper wohlzufühlen.

Deshalb mein Rat: Setze dich bewusst mit deiner Weiblichkeit auseinander!

PCOS

Auch die Auseinandersetzung mit der eigenen Weiblichkeit kann bei PCOS hilfreich sein

Hierbei können dir die folgenden Fragen helfen:

  • Was bedeuten Frau-Sein und Weiblichkeit für dich?
  • Welche Rollen hatten die Frauen in deiner Familie? Lebten sie ihre Weiblichkeit oder mussten sie „ihren Mann stehen“?
  • Wie ist das Verhältnis zu deinem Vater?
  • Warst du als Mädchen erwünscht oder wollte/n dein Vater/deine Eltern lieber einen Jungen haben?
  • Bist du sehr leistungsorientiert und beruflich eher in einer von Männern geprägten Arbeitswelt unterwegs?
  • Kleidest du dich eher sportlich oder klassisch? Wie wäre es, einmal ein etwas anderes auszuprobieren, z. B.  fließende Stoffe und neue Farben.

Es gibt so viel, was du selbst tun kannst, um deinen Körper zu unterstützen. In meiner Praxis werden tatsächlich fast alle Frauen trotz der Diagnose PCOS schwanger! Das darf Hoffnung machen.

Deshalb hole dir im Zweifel Unterstützung bei einer/einem Heilpraktiker|in oder naturheilkundlich arbeitenden Ärzten.

Deine Ramona

www.naturheilpraxis-ramonawagener.de

Du möchtest deine Weiblichkeit erkunden und dich in deinem Frau-Sein mehr erfahren?Dann ist mein Frauen-Retreat auf Mallorca vielleicht genau richtig für dich!  Es findet vom 2. bis 6. Oktober 2019 statt – Infos dazu findest du auf meiner Homepage.

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Hier findest du weitere Artikel von Ramona.

 

 

 

 

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