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Kluger Konsum – wie viel tut gut und macht glücklich?

Kluger Konsum ist nicht nur aus ökologischer Sicht ein wichtiges Thema, über das wir häufiger nachdenken sollten. Er kann nämlich nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch glücklicher und zufriedener machen. Bevor ich dir das erkläre, lass mich dir zunächst einige Fragen stellen: Hast du dir für dieses Jahr ein Budget gegeben, das du einhalten möchtest? Inzwischen ist ein halbes Jahr vergangen – wie sieht deine Bilanz bisher aus? Hast du dein Budget eingehalten? Oder hast du das mit dem Geld einfach so laufen lassen? Wenn du dir Ziele für deine Finanzen setzen möchtest, dann verrate ich dir hier mein Geheimnis für klugen Konsum sowie meine acht Tipps, um Konsum-Fallstricke zu umgehen und deine Ziele einzuhalten.

Das Gegenteil von klugem Konsum

Ein Beispiel: Zwei junge Frauen breiten den Inhalt ihrer Tüten auf den Stühlen und der Sitzbank im Café aus. Ein Top, ein Kleid, Schuhe, eine Sonnenbrille, ein Strandtuch, ein Kurzmantel … Sie kichern und freuen sich über ihre Bilanz des gemeinsamen Shopping-Samstags: lauter Schnäppchen! Eigentlich wollten sie nur ein Outfit für die anstehenden Bewerbungsgespräche kaufen, aber dann kam es eben anders. Erst zu Hause merken sie, dass sie für diesen Monat kaum noch Geld auf dem Konto haben. Und dass manche Kleidungsstücke eigentlich nicht zu den bereits vorhandenen Farben und Mustern passen.

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Jetzt schnell zugreifen? Vielleicht besser nicht …

Vielleicht kommt dir auch diese Szene bekannt vor: Ein junges Ehepaar geht in den Möbelladen, um sich eine neue Couch zu kaufen. Dann entdecken sie aber ein Null-Prozent-Finanzierungsangebot und schlagen zu. Sie entscheiden sich, gleich das komplette Wohnzimmer neu einzurichten. Ein neuer Vitrinenschrank, eine Essgruppe und ein Sideboard ziehen nun ebenfalls bei ihnen ein. Zurück auf dem alten Sofa lesen sie das Kleingedruckte des Finanzierungsvertrags und merken: Die null Prozent waren eine Illusion. Stattdessen lesen sie zum Beispiel von hohen Zinsen für die Restschuld, sollte der Kredit nicht innerhalb der im Vertrag vereinbarten Laufzeit zurückgezahlt sein. Oder von Kredit-Bearbeitungsgebühren oder Kosten für die Kontoführung, die ihnen zunächst gar nicht aufgefallen waren. Und dann ist guter Rat teuer.

Impulskäufe und warum wir dafür so anfällig sind

Ja, manchmal geht einfach der Einkaufs-Gaul mit einem durch, nicht wahr?! Und wenn dann auch noch Supersonderangebote und Rabatte von Möbelhäusern, Elektronikmärkten oder Autohändlern locken, ist die Versuchung groß, alle guten Sparvorsätze oder den ursprünglichen Einkaufszettel über den Haufen zu werfen. Vielleicht auch, weil das Versandhaus nur in diesem Monat keine Versandkosten in Rechnung stellen wird? Die Tricks der Werber sind vielfältig: Nur noch eine Woche gilt dieses Angebot! Kauf drei, zahl eines! Nur noch wenige Stücke auf Lager! Kauf mich!

Sie überlisten unser Gehirn, das normalerweise seine Kaufentscheidungen ganz anders angeht. Du fragst dich zunächst vielleicht, ob dir das neue Kleid wirklich gefällt, die Passform stimmt und wozu es passen könnte. Du überlegst, ob du so eines nicht vielleicht schon hast und ob das Preis-Leistungsverhältnis angemessen ist. Doch wenn der Schnäppchenwahn zuschlägt, stellen wir alle diese Überlegungen hintenan. Es zählt dann nur noch die vermeintliche Belohnung durch den gesparten Betrag oder das letzte noch ergatterte Exemplar.

Nein, ich sage nicht, dass Konsum schlecht ist! Natürlich brauchen wir etwas zum Anziehen, wir brauchen Sitzmöbel, eine Waschmaschine und alle paar Jahre vielleicht auch ein Auto. Aber ich merke immer wieder, dass es Menschen nicht guttut, wenn sie ihren Konsumwünschen unkontrolliert freien Lauf lassen.

Weshalb Konsum oft schadet:

  • Viele kaufen sich jeden Monat ihr Konto leer. Es bleibt nichts übrig, womit sie sich langfristig ein finanzielles Polster für besondere Lebensprojekte, wie Reisen, eine Immobilie oder die Altersvorsorge, ansparen könnten.
  • Viele kaufen sich ihre Wohnung voll und wissen dann nicht mehr, wo sie mit den Sachen hin sollen. Fehlkäufe machen unglücklich, weil sie uns – etwa im Fall von Möbelstücken – sichtbar an unsere falsch getroffenen Entscheidungen erinnern. Besitz belastet und verhindert oft den nächsten vernünftigen Schritt, z.B. eine kleinere Wohnung zu mieten.
  • Viele haben vor lauter Einkaufen keine Zeit mehr für anderes. Konsum kostet nicht nur Geld, sondern auch Zeit. Zeit, die man für all die Shoppingtouren investiert, anstatt sie mit Freunden, auf einer Fortbildung oder sogar einer kleinen Reise zu verbringen. Dabei machen klug investierte Lebenszeit und tolle Erlebnisse doch viel glücklicher als das Anhäufen von Dingen!

Deshalb möchte ich dir jetzt mein Geheimnis verraten, mit dem ich mir gelegentlich schöne Dinge leisten kann und mir zugleich Handlungsspielraum für meine Zukunft freihalte: der riesengroße Einkaufszettel!

Kenne deine großen Ziele

Spontankäufe vermeide ich, weil ich einen Plan habe. Ich habe Einkaufszettel für die unterschiedlichsten Lebensbereiche. Denn immer mal wieder stelle ich Überlegungen an, was ich eigentlich in der nächsten Zeit unternehmen möchte oder brauche: Reisen, Einrichtung, Bekleidung, Erlebnisse, Weiterbildung, Mobilität, Ernährung usw. Ich plane, was ich sein, tun, haben möchte und wie ich dahin komme.

kluger-konsumMir hilft dabei das Visualisieren: Pro Lebensbereich nehme ich mir selten mehr als ein bis drei Dinge oder Projekte vor. Ich schaue nach Bildern dazu und klebe sie mir auf meinen großen Einkaufszettel. Da kannst du ganz kreativ sein:

  • Manchen hilft es, sich eine Collage zu basteln und sie als Poster im Büro oder der Küche aufzuhängen. Manche kleben sich Bilder in ihren Kalender, ihr Bullet Journal oder fotografieren das Bild ab und speichern es in ihrem PC als Startbild.
  • Viele lieben es, zeichnerisch ihre Wünsche darzustellen, etwa so, wie Kinder es mit ihren Weihnachtswunschzetteln machen.
  • Manchen hilft es, sich vorzustellen, wie sie z.B. mit dem neuen Auto in den Urlaub fahren und wie sich das anfühlt.

Sobald ich die Bilder zu meinem Einkaufszettel habe, erstelle ich mein Budget dafür. Alle paar Monate überprüfe ich, wie weit ich bin und ob ich meinen Rahmen einhalte.

8 Tricks, mit denen du den Überblick behältst

Neben dem Visualisieren der Dinge und Projekte, die ich wirklich benötige und auf die ich der kommenden Zeit mein Augenmerk richten möchte, helfen mir auch diese acht kleinen Minitricks:

  1. Schau doch immer mal wieder nach, was du in letzter Zeit so eingekauft hast: Macht es dich glücklich? Wieviel hast du dafür ausgegeben? Bringt dich das deinen großen Lebenszielen näher?
  2. Belohne dich, wenn du deinen Plan einhältst: Wenn du es für einen bestimmten Zeitraum schaffst, deinen Plan durchzuziehen und Spontankäufe zu vermeiden, darfst du dir etwas gönnen. Ein schönes Buch? Einen Ausflug mit Freunden? Eine kleine Party? Lass dir etwas einfallen, das dich richtig glücklich macht.
  3. Habe ein Konzept und lasse dich beraten: Ob Einrichtung oder Outfit – es gibt Berater*innen und Expert*innen, die dir zeigen, wie du langfristig klug investierst und die richtigen Dinge anschaffst, die wirklich zu dir passen. Mit dieser Strategie vermeidest du Fehlkäufe und hast das Beraterhonorar schnell wieder drin.
  4. Vermeide verlockende Situationen: Shoppen im Sale, Blättern in Katalogen mit Sonderangeboten, die 19-Prozent-Aktionen der Möbelhäuser – all das findet ohne mich statt. In der Zeit mache ich lieber eine Bergwanderung und freue mich des Lebens. Zudem nehme ich meist nur Bargeld mit beim Einkaufen, sodass ein Spontankauf mit Karte keine Option ist.
  5. Analysiere deine Nachhaltigkeit: Kaufst du klimafreundlich ein? Liegen dir Karma-Konsum und Fair-Trade am Herzen? Liebst du Bioprodukte? Schau doch mal, was du über das Weitergeben von Dingen, die du nicht brauchst, wieder in den Warenstrom einspeisen kannst, und wie du das Wohl anderer Menschen und Tiere in deine Kaufentscheidungen einweben kannst. Ich merke immer wieder, wie sehr es mich motiviert, eine gute Kaufentscheidung fernab aller Schnäppchen zu fällen, wenn ich diese Kriterien erfüllen kann.
  6. Verzeihe dir, wenn du „rückfällig“ geworden bist. Natürlich kann es passieren, dass du mal einen Dreierpack Duschgel mitnimmst. Wichtig ist, nicht aufzugeben, sondern wieder zu deinem ursprünglichen Einkaufszettel zurückzukehren und deine erreichten Erfolge zu feiern.
  7. Teile deine(n) Einkaufszettel mit einem „Buddy“, einer Freundin oder einem Freund. Dann könnt ihr euch gegenseitig beim Erreichen eurer Finanzziele unterstützen und euch von Impulskäufen abhalten.
  8. Schlafe eine Nacht über deine Kaufentscheidungen: Lass all die künstliche Dringlichkeit von dir abgleiten. Von allem ist genug da. Und wenn es dieser Gegenstand nicht ist, dann wird ein anderer der Richtige für dich sein.

Ich erinnere mich noch gut an die Zeit als Kind: Wir wollten haben, haben, haben! War das bei dir auch so? Doch heute als Erwachsene denke ich mir oft: Ich brauche eigentlich sehr wenig. Ich habe alles. Seit vielen Jahren bin ich sehr glücklich mit meinem Einkaufszettel-Plan. Immer wieder merke ich, wieviel glücklicher ich bin, wenn ich mein Geld bewusst ausgebe, statt nach dem Motto „Geiz ist geil!“ überall zu sparen und freudlosen Verzicht zu üben.

Wie ist das bei dir? Wie erreichst Du es, gute Kaufentscheidungen zu fällen? Ich freue mich, wenn du hier von deinen Erfahrungen berichtest!

Deine

Annegret Kitzmann-Schubert

 

Annegret ist unabhängige Finanzexpertin und unterstützt als Coach Menschen dabei, ihre Einstellung zum Thema Geld zu erkunden, Sachverhalte zu verstehen, die richtigen Entscheidungen zu treffen, finanzielle Angelegenheiten in Ordnung zu bringen sowie an die individuellen Lebenssituationen und Wünsche anzupassen.

www.meinlebenmeingeld.com

 

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