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Psychosomatik – der Tanz zwischen Körper und Seele ist entschlüsselt!

Wie Körper und Seele sich gegenseitig unterstützen oder krank machen.

Die Psychoneuroimmunologie revolutioniert unser Menschenbild. Die Psychoneuroimmunologie, kurz PNI, ist eine sehr junge und moderne Forschungsrichtung innerhalb der Psychosomatik.

Neue Studien aus dem Bereich der PNI zeigen, dass Stress und seelische Belastungen biochemische Wirkmechanismen in unserem Körper auslösen und dadurch unser Leben und unsere Gesundheit beeinflussen.

Intuitiv war es uns schon immer klar, dass Körper und Seele sehr eng miteinander verbunden sind. Nicht umsonst gibt es im Volksmund die vielen schönen Formulierungen wie: „Er zerbricht sich den Kopf“ oder „Sie hat die Nase voll“.

Aber spätestens seit den Publikationen von Thorwald Dethlefsen und Rüdiger Dahlke, die uns mit ihrer ganz neuen Sichtweise ein tieferes Verständnis für psychosomatische Krankheiten vermittelten, bekam die Wahrhaftigkeit dieser Merksätze gesellschaftlich eine ganz neue Bedeutung.

Durch die PNI wurde nun aber tatsächlich erstmals bewiesen, wie genau Körper und Seele miteinander in Wechselwirkung treten. Die Wissenschaftler konnten durch Langzeit–Einzelstudien erforschen, wie genau unsere Alltagserlebnisse,  nicht nur im Gehirn und damit im biochemischen Stoffwechsel,  sondern auch im Immunsystem Spuren hinterlassen.

Damit wurde nachgewiesen, dass das Immunsystem ganz sensibel und direkt auf positive Situationen und den damit verbundenen positiven Gefühlen mit einem vitalen Anstieg von Abwehrzellen reagiert und auf negative Erlebnisse, Erfahrungen und Gefühle mit dem Abfall der Bildung von Immunzellen.

koerper und seeleKörper und Seele gehören untrennbar zusammen

Die Studien zeigten nicht nur, welche biochemischen Kaskaden im Körper bei Stress ablaufen sondern auch welche Langzeitwirkungen dadurch im Körper entstehen.

Bei Stress wird bekanntlich der Sympathikus-Nerv aktiviert, also der Teil des autonomen Nervensystems, der verantwortlich ist für Kampf und Flucht. Das führt neben der Erhöhung der Atem- und Herzfrequenz auch zu einer Verringerung der Verdauungsleistung zugunsten einer verstärkten Durchblutung der  Muskulatur. Die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin werden ausgeschüttet, was zu  einer vermehrten Bereitstellung von Energie aus den körpereigenen Lagern führt, damit wir für Konflikte, Streit, (Kampf und Flucht) genug Kraft haben.

Gleichzeitig wird aber auch das Immunsystem aktiviert, um Gefahren abzuwehren und die Gesundheit zu erhalten. Es entsteht eine unspezifische Entzündungsreaktion, indem zusätzlich Immunzellen gebildet werden, um den Körper gegen Krankheiten zu wappnen.

Dabei macht der Körpers keinen Unterschied, ob es sich um einen physiologischen Angriff durch Viren handelt oder um emotionalen Stress! Es ist die gleiche Reaktion.

Damit ist nun unstrittig belegt, dass uns emotionale Ereignisse und seelische Konflikte gleichermaßen krank machen können wie Viren oder Bakterien. Das zeigt auch, wie tief und wie fein Körper und Seele verwoben sind.

Wir können endlich damit anfangen, unserer Innenwelt den Platz einzuräumen, der ihr zusteht. 

Nämlich absolut gleichwertig neben der Außenwelt. Unsere Gefühle und Bedürfnisse sind oft sehr kluge Wegweiser im Leben. Wir haben nur allzu oft nicht gelernt, mit ihnen umzugehen. Die meisten inneren Konflikte entstehen ja genau dadurch, dass wir uns nicht trauen, unsere innere Wahrheit auszusprechen, uns abzugrenzen oder zu unseren Wünschen zu stehen. Diese innere Spannung, die wir dann oft, um weiterzufunktionieren, wegdrücken, durch z.B. zuviel Kaffee, zu viel Arbeit, zu viel Sport, geht dadurch aber nicht weg. Sie wirkt in unserer neurobiochemischen Regulation weiter, sodass wir langfristig davon krank werden.

koerper-und-Seele-meditationDoch die gute Nachricht ist, dass wir tatsächlich medizinisch messbar etwas für unsere Gesundheit tun können, zum Beispiel durch Selbstreflexion und den aktiven Umgang mit Gefühlen, natürlich auch mit Entspannungsübungen und Techniken, wie Meditation, die uns zur Ruhe kommen lassen und uns auf uns selbst zurück werfen.

Die schlechte Nachricht ist aber, dass schwere Krankheiten, wie etwa Krebs oder Multiple Sklerose die Seele sehr stark belasten und dies bei vielen Patienten zu Existenzängsten und Depressionen führt, was oftmals  die Heilung erschwert

Es geht hier nicht darum, eine Seite der Gefühle auszuklammern oder nur eine Seite zu fördern.

Es geht darum, zu lernen, MIT den GEFÜHLEN umzugehen. 

Nur wenn wir wissen, wo wir stehen, können wir im Einklang mit unserer Seele, mit unseren Verletzungen und Bedürfnissen gesund werden und bleiben. Deshalb sollten wir einen liebevolleren und realistischeren Umgang mit unserem Körper und unserer Seele pflegen.

Ein weiteres sehr bewegendes Forschungsergebnis ist für mich, dass diese körpereigene ,,Antwort auf Alltagsstress’’ in Zyklen verläuft und sich über mehrere Tage erstreckt. 

Das erklärt auch, warum wir nach Stress das Gefühl haben, ,,es ist schwer wieder runter zu kommen’’. Außerdem zeigt es, dass wir – geprägt durch Gesellschaft und Umwelt – zum Teil  sehr unrealistische Erwartungen an unseren Körper und unsere Seele haben.

Das mechanische Körperbild stellt an uns die Erwartung, dass wir einer Maschine gleich, abschalten können, sobald der Stress vorbei ist. Aber diejenigen, die durch Stress schon einmal krank geworden sind, werden durch diese gesellschaftliche Erwartungshaltung nur zusätzlich unter Druck gesetzt, was dementsprechend s.o. die Erholung und Genesung erschwert.

Mit dem neuen Wissen können wir sensibler mit unseren inneren Zyklen und Bedürfnissen umgehen.

koerper-und-seele-gehenMit dem Wissen, dass eine Stressreaktion über mehrere Tage verläuft, können wir uns dementsprechend verhalten und durch ,,gute Pausen’’ wie z.B. Sport, Spaziergänge oder andere Methoden, die für uns funktionieren, den Prozess der Entspannung und Erholung unterstützen, anstatt ihn mit Kaffee, schlechtem Essen und schlechtem Gewissen zu behindern.

Dauerstress unterdrückt die gesunde Immunabwehr fortwährend

Da der Körper nicht unterscheidet zwischen emotionalem oder physiologischem Stress, erleben wir auch dann Dauerstress, wenn wir z.B. einen seelischen Konflikt nicht lösen können, an unserem Arbeitsplatz unglücklich sind oder einen Partner oder ein Elternteil über mehrere Jahre pflegen müssen.

 

Kurzfristiger Stress führt zu einer kurzfristigen Immunstress-Reaktion und  -Dämpfung, lang andauernder und schwerwiegender Stress führt zu langwierigen Reaktionen und chronischer Dämpfung.

Gespräche, Beziehungen und Selbstreflektion sind gesund 

Prof. Dr. Dr. Christian Schubert, der das Labor für Psychoneuroimmunologie an der Universitätsklinik Innsbruck leitet und der viele dieser Studien durchgeführt hat, geht soweit und sagt „Psychotherapie ist lebensverlängernd“.

Durch Versuche mit Kontrollgruppen konnte festgestellt werden, dass ein aktiver Umgang mit Gefühlen, z.B. in dem man mit einem anderen Menschen darüber spricht, deutlich die Wundheilung bei Probanden fördern konnte.

Kleine Wunden, die man den Teilnehmern beigebracht hatte, heilten in der Vergleichsgruppe, die vorher über ein belastendes Erlebnis aus ihrem Leben gesprochen hatten, doppelt so schnell wie bei den anderen, die lediglich über ein wenig emotionales Alltagserlebnis geredet hatten.

Das zeigt, wie stark der aktive Umgang mit belastenden Gefühlen das Immunsystem stärkt und negative Gefühle oder Depressionen bzw. der „Nichtumgang“ mit Gefühlen die Gesundheit und das Immunsystem belastet. Und es zeigt auch, wie sehr wir Menschen einander brauchen, um uns ganz wohlwollend und im wahrsten Sinne des Wortes mitmenschlich auszutauschen und zu unterstützen.

Deine Anette Dröge

www.anette-droege.de

 

Für alle die jetzt richtig auf den Geschmack gekommen sind empfehle ich folgende Bücher:

Christian Schubert : Was uns krank macht  –  Was uns heilt,  Verlag: Fischer & Gann

Joachim Bauer : Das Gedächtnis des Körpers, Verlag: Piper

 

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