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Lasst uns kollektiv für eine bessere Welt träumen!

„Die Zukunft gehört denen, die an die Schönheit ihrer Träume glauben.“
Eleanor Roosevelt

„Wir alle sind Besucher in dieser Zeit, an diesem Ort. Wir sind nur auf der Durchreise. Unsere Bestimmung hier ist zu beobachten, zu lernen, zu wachsen, zu lieben… und dann kehren wir heim.“
(Sprichwort der Aborigines)

Die Zeit zwischen den Jahren und auch der Januar haben sich als Visionszeit bewährt: Wir fassen gute Vorsätze und definieren unsere Jahresziele. Meistens beschränken wir uns damit auf unsere individuelle Lebensgestaltung oder legen Jahrespläne für unser Unternehmen fest. Doch in der Tiefe ihres Herzens hegen viele Menschen wohl weitreichendere Wünsche und Träume für eine bessere Welt – etwa, sie möge weniger schnell, laut, stressig, friedvoller, achtsamer, würdevoller, liebevoller, glücklicher oder auch gerechter sein.

Kollektive Träume oder nur Ich-Ziele?

Ohne repräsentative Studien hierüber zu kennen, behaupte und glaube ich: Vermutlich könnten wir uns alle auf einige wenige für uns als Kollektiv, als Menschheit, bedeutsame Attribute einigen. Zu Weihnachten sprechen wir gelegentlich diese wichtigen kollektiven Werte-Wünsche aus. Doch mit den Silvesterknallern scheinen wir sie wieder in den Himmel zu schießen, wir beschäftigen uns mit Diäten, Nichtraucher-Programmen und den Herausforderungen unseres Alltags.

Auch haben wir vielleicht Angst, unsere Träume mit anderen zu teilen, weil wir denken, dass man sich über uns lustig machen könnte oder uns gar nicht erst zuhört. Oft trauen wir uns nicht, solch großen Träume auszusprechen, weil wir glauben, dass wir zu klein dafür seien und uns das nicht erlauben dürften.

Vielleicht ist es wirklich die Angst vor unserem eigenen machtvollen Licht, wie Marianne Williamsen das so stimmig formulierte? Und genau das ist es, was die Träume möglicherweise davon abhält, Wirklichkeit zu werden. Wie wäre es, wenn ein Teil von uns den Anfang des Jahres dafür nutzen würde, um einmal ganz bewusst unsere-seine-ihre Träume und Wünsche für eine bessere Welt zu formulieren? Ich bin mir sicher, dass dies einen Unterschied machen wird!

Von vielen habe ich allerdings auch schon gehört, dass es ihnen schwer fällt, sich für derart große Träume zu öffnen. Die Herausforderungen unserer Menschheit scheinen ihnen zu groß zu sein, als dass sie ihr eine positive Vision gegenüberstellen könnten. Daher stelle ich dir im Folgenden drei Werkzeuge vor, die es dir erleichtern deine kollektiven Träume für eine bessere Welt zu aktivieren. Am besten, du wendest sie gemeinsam in einer bunten, vielfältigen Gruppe an. Probiert es aus, wie es für euch am besten passt!

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Werkzeug 1: „… und am Wochenende bin ich König“

Der Film „Part Time Kings“ von Elke von Linde und eine anschließende König*innenrunde

Hier kannst du dir den Trailer angucken

KollektivFilmen gelingt es oft, in tiefere Areale unseres Bewusstseins vorzudringen. Einen ganzen besonderen Film hat Elke von Linde mit der Dokumentation „Part Time Kings“ geschaffen. Zwei Jahre lang ist sie rund um die ganze Welt gereist und hat in über 100 Interviews Kinder und Jugendliche diverser sozialen Schichten, Religionen und Nationalitäten nach ihren persönlichen Träumen befragt – von Bielefeld bis Bangalore, von Glastonbury bis Fukushima, von Tamera über Kapstadt bis ins Friedensdorf San José de Apartado in Kolumbien.

Herausgekommen ist eine sehr berührende, ermutigende Zusammenschau: Kinder die auf tiefster Überzeugung über ihre Visionen sprechen. Die Botschaft: Wenn wir unseren Kindern ihre Träume lassen und selbst wieder beginnen zu träumen, kann diese Welt wirklich ein friedlicherer Ort werden.

Ich hatte das Glück, beim Filmfestival „Utopianale“ eine Aufführung des Films im Beisein von Elke von Linde zu erleben. Nach dem anschließenden Filmgespräch haben wir eine „König*innenrunde“ veranstaltet: Jede/r, die/der wollte konnte sich vor die Gruppe treten, sich eine Krone aufsetzen und seinen Traum aussprechen. Das war wirklich ein sehr verbindendes Erlebnis!  Wie wäre es, wenn auch du das einmal mit einer Gruppe probierst, ihr zunächst den Film anschaut und dann nach einer Reflektionsphase eure Träume aussprecht  und vielleicht auch dokumentiert?

Den Film könnt ihr hier bestellen.

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Werkzeug II: Werde zum Helden und lerne mit deinen (inneren) Drachen zu tanzen

Die Projektmanagement-Methode des Dragon Dreaming von John Croft

Compassioner_Drachen_KolektivEine besondere Methode, um aus dem Traum eines Einzelnen einen kollektiven Traum zu erschaffen, bietet die Methode des Dragon Dreaming. Sie wurde vom weltweit tätig Organisationsentwickler und Projektmanager John Croft und seiner verstorbenen Frau Vivienne H. Elanta an der Gaia Foundation in Australien entwickelt. Der gesamte Prozess des Dragon Dreamings umfasst die vier Schritte „Träumen, Planen, Handeln und Feiern“ und ist Praktiken der Aborigines entlehnt.

Während wir uns in westlichen Hemisphären bei Projekten auf das Planen und Handeln fokussieren, haben im Dragon Dreaming auch die Phasen des Träumens und ihren Platz. Durch die Traumphase, der Erstellung eines Traum-Manifests, wird aus dem Traum eines Einzelnen der Traum eines Kollektiv, in dem mittels eines Redestabs die Redeanteile aller gleich gehalten werden und jede und jeder seine Traumvorstellungen hinzufügen kann. Am besten, ihr führt diese Traumphase gemeinsam mit einem Dragon Dreaming-Trainer durch. Ich selbst habe zwei Einführungskurse im Dragon Dreaming gemacht, und die Traumphase auch schon in zwei Projekten angewendet – immer mit stets reichen Ergebnissen, die die Gruppe getragen hat.

Einen Überblick über das Dragon Dreaming und eine Liste der Trainer*innen findet sich hier:

Dennis Heydrich, selbst Dragon Dreaming-Facilitator, hat im Online-Magazin „newslichter.de“ einen eingängigen Artikel über das Dragon Dreaming geschrieben.

Einen guten Einblick in das Dragon Dreaming liefert ein eBook der Trainerin Ilona Kolin.

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Werkzeug III: „Presencing – Von der Zukunft her führen“

Mit der Theorie U von Otto Scharmer im Heute schon das Morgen integrieren

Mit der Theorie U hat der am renommierten MIT (Massachusetts Institute of Technology) tätige deutsche Forscher und Berater Otto Scharmer eine innovative Führungsmethode geschaffen, die den heutigen Herausforderungen gerecht wird. Seine Beobachtungen: Viele Entscheidungen beruhen auf Erkenntnissen aus der Vergangenheit. Die Methode des „Presencing“(setzt sich zusammen aus „Presence“ = Gegenwart und „Sensing“ = Einfühlen) öffnet die Türen dafür, Potenziale und Zukunftschancen in die Entscheidungsfindung einzubeziehen, aber vor allen auch, Lösungen im Kollektiv zu erarbeiten und ein „Ökosystem-Bewusstsein“ zu entwickeln.

Im Rahmen von so genannten u.labs, die das MIT regelmäßig seit 2015 – übrigens ebenfalls kostenfrei anbietet – gibt es die Möglichkeit, diese Methode in einer interkulturellen Gruppe zu erlernen. Ab April 2017 bietet Otto Scharmer mit seinem Presencing Institute am MIT regelmäßig monatliche u.lab-Sessions an, im aktuellen Artikel „2017 – Trump – Are we ready to rise?“ erfährst du die Hintergründe und kannst dich auch zum Kurs anmelden. Auf der u.lab-Plattform sind übrigens mittlerweile 90.000 Benutzer aus über 180 Ländern vertreten; insgesamt haben sich rund 800 Hubs gebildet. Ich selbst bin Teil des ULabSusNorthGermany und habe am allerersten u.lab-Kurs teilgenommen; hier gibt es einen u.lab-Erfahrungsbericht des Teilnehmers Thomas Stelling.

Hier gibt es weitere Informationen zur Theorie U und zum Presencing…

Ich hoffe, die vorgestellten Werkzeuge machen dich neugierig, sie tiefer zu erforschen und auszuprobieren. Wenn du mutig und kühn bist, freue ich mich sehr, wenn du deine Träume und Ideen für eine bessere Welt mit uns teilst – entweder hier als Kommentar oder indem du mir per E-Mail schreibst: stephanie.ristig-bresser@gemeinwohl-oekonomie.org. Wer weiß, vielleicht wird ja eine Serie an Traum-Porträts daraus?

Ich wünsche dir einen inspirierten Jahresbeginn und schöne Träume für uns alle,

herzliche Grüße

Stephanie Ristig-Bresser

 

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