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Kommunikation und ihre Hürden: So überwindest du sie

Wie du die größten Hürden in der Kommunikation aufdeckst und sie überspringen kannst…

Neben Worten, Gestik und Mimik beeinflusst vor allem deine innere Haltung dir selbst und anderen gegenüber deine Kommunikation. Bist du in der Lage, deine wahren Bedürfnisse wahrzunehmen und deinem Gegenüber zuzubilligen, dass dieses ebenfalls Bedürfnisse hat? Welche Hürden und Schwierigkeiten gibt es in der Kommunikation?

Sehr oft misslingt Verständigung, da wir vergessen, dass unser Anliegen stets verschlüsselt ankommt: Sender und Empfänger kommunizieren unter Umständen sehr unterschiedlich, mit zum Teil völlig verschiedenem Temperament und Vokabular. “Communicare” meint “Mit-Teilen”: Ich teile etwas aus meiner inneren Welt und versuche es für den anderen in seiner Welt erfahrbar zu machen. Wenn Kommunikation glücken soll, muss ich sicher sein, dass die “inneren Sensoren” des Gegenübers auf Empfang geschaltet sind.

Einem selbst wichtige Dinge sollten daher nicht “zwischen Tür und Angel” kommuniziert werden. Auch wenn ich spüre, dass der andere nach einem langen Tag müde und überfrachtet ist, kann ich lernen meine Wahrnehmung zu verfeinern, ein Gefühl für Stimmigkeit zu entwickeln und einen angemessenen Moment für mein Anliegen zu finden.

Sind die Bedürfnisse klar?

Im täglichen Miteinander ist es wichtig, sein Anliegen – Wünsche, Bedürfnisse, Sorgen – tatsächlich auch auszusprechen, anstatt vom anderen zu hoffen: “Jetzt merk doch endlich, was ich brauche und was mir gut tut!”. Menschen, die sich auf eine ausgewogene, gesunde Weise selbst schätzen und sowohl ihr eigenes Wohl als auch das des Gegenübers im Blick haben, sind oftmals auch sehr angenehme Zeitgenossen, die darum bemüht sind, echt und wertschätzend zu kommunizieren.

HürdenIm Miteinander immer öfter etwas zu fragen, anstelle zu sagen kann das Gespräch lebendiger machen. Oder einfach mal eine Frage unbeantwortet im Raum stehen zu lassen, kann der Gesprächsdynamik auch eine Wende geben. In meinem Kommunikationsrepertoire ist es leider noch nicht präsent, dass es mein gutes Recht ist, auf eine Frage nicht zu antworten.

Bewusstes Sich-Verschenken oder Dienen bedeutet, die Bedürfnisse deines Gegenübers genauso wichtig zu nehmen wie die deinen und den anderen dabei zu unterstützen, auch seine Bedürfnisse zu erfüllen. Oft gelingt das nicht innerhalb eines Gesprächs oder Zeitfensters, die Unterhaltung läuft völlig anders als erwartet oder aus dem Ruder, zwei Hitzköpfe reiben sich aneinander.

Doch eventuell können sich beide Gesprächspartner darauf einigen, bestimmte Themen oder Bedürfnisse an anderer Stelle aufzugreifen und zu berücksichtigen. Manchmal hilft es auch, die Suche nach einem möglichen Kompromiss aufzugeben und stattdessen zu vereinbaren: “Heute bist du dran, ich teile mit dir deins, und morgen wünsche ich mir, du mögest dich meinen Themen widmen.“

Wahrhaftigkeit bahnt sich immer einen Weg

Meine Unwahrheit – Ausreden, Lügen – etwas, das ich verschweige, transportiert sich meines Erachtens dennoch, auch nonverbal, feinstofflich: Wenn du einen Teil deiner Wahrheit zurückhältst, wenn du etwas dir Elementares nicht kommunizierst, störst du das Feld der Beziehung. Oft meinen wir, nicht unhöflich sein zu wollen, doch Ausreden sind auch unhöflich.

Ein erster wichtiger Schritt ist es, sich dieser Ausreden in einem selbst überhaupt bewusst zu werden. Ehrlich zu kommunizieren meint wiederum nicht, jedem ständig und ungefragt, wohlmöglich dadurch auch verletzend, seine Wahrheit ins Gesicht zu schleudern. Manchmal brauchen wir Zeit, um uns über etwas klarer zu werden und den richtigen Moment zu finden, dann bedarf es evtl. einer Phase des Rückzugs und der Neusortierung.

Ein Schritt zurück 

A propos Rückzug: Es gibt auch Zeiten und Konstellationen, in denen ruft etwas in uns nach Distanzierung von einer geliebten Person – nach Raum für eigene Bewusstwerdung, oder auch nach Zeit, um „die zarte Pflanze der eigenen Weiterentwicklung zunächst zu schützen“, gerade dann, wenn man sich in verschiedene Richtungen oder unterschiedlichen Tempi entwickelt. Manchmal finden wir noch nicht die passenden Worte. Hier hilft es wie gesagt sich dieser Situation, dieses Nicht-Wissens bewusst zu werden, es sich ehrlich einzugestehen und sich selbst Vertrauen zu schenken, dass der richtige Zeitpunkt kommen wird. Meditieren kann helfen, um sich innig mit dem anderen zu verbinden. Insbesondere auch vor einem schwierigen Gespräch kann Meditation eine liebevolle Schwingung aufbauen.

Kommunikation ist auch dann schwierig, wenn sie in einem Moment höchster Emotionalität stattfindet: Wenn etwas in mir innerlich tobt, ich sofort in die Verteidigung gehe und unverarbeitete Emotionen die Szene beherrschen. Wenn ich spüre: Hier wird gerade meine tiefste Wunde berührt kann es Sinn machen, sich zunächst auf sich selbst zu besinnen, sich für einen Moment zurückzuziehen, den Raum zu wechseln, die bereits in die Tasten gehauenen, anklagenden Worte nicht abzuschicken, sondern zunächst stehen zu lassen.

Starre Vorstellungen als große Hürde

Eine weitere große Kommunikationshürde besteht, wenn das Gesprächs-Ergebnis nicht offen sein darf: Es kommuniziert sich viel fließender, wenn der eigene Wert im Nicht-Wissen liegt. Pochen wir hingegen auf unser Ergebnis, wollen wir dieses bewahren und die eigene Meinung nicht zur Diskussion stellen, erfährt Kommunikation auch ihre Grenzen.

Wenn Recht-Haben kein notwendiges Muss, keine Überlebensstrategie und nicht an Selbstwert gekoppelt ist, wenn es mir gelingt, mich immer wieder „leer zu machen“, Komfort-Zonen zu verlassen bin ich innerlich freier und habe weniger Hürden.

Ein „Kommunikations-Hindernis“ kann auch in der eigenen mangelnden Klarheit liegen, seine wahre Absicht des Kommunikationswunsches zu erkennen: Will ich mich von meinem Gegenüber bestätigen lassen? Oder suche ich gänzlich neue Impulse? Wünsche ich Antworten zu erhalten oder will ich Antworten geben? Will ich meinen Geist dehnen, oder ist es mir gerade wichtiger, Sicherheit zu erfahren und meine Identität zu festigen?

Ein weites Feld für ein andermal.

Für heute alles Liebe von Carolin 

seisofrei-lebenskunst.de

 

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