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Konstruktive Nachrichten: Auf die Titelblätter mit ihnen!

Das Online-Magazin „Perspective Daily“ ist das erste deutsche Medium für einen Konstruktiven Journalismus – Interview mit der Gründerin Dr. Maren Urner

Eigentlich war sie dabei, ihre Promotion in Neurowissenschaften abzuschließen. Doch vielleicht gerade deshalb irritierte Maren Urner zunehmend, dass sie vielfältige Lösungsansätze aus unseren multiplen Krisenzuständen heraus wahrnahm, diese aber nicht in der Medienberichterstattung wiederfinden konnte. Sie weiß: Die menschliche Psyche neigt dazu, ein negativeres Weltbild zu konstruieren als dies der eigentlichen Realität entspricht. Dies wird nochmals potenziert, wenn diese menschliche Neigung durch die Medien noch verstärkt wird, wenn die sich hauptsächlich auf negative Einzelereignisse konzentrieren. Die Folge: eine Negativspirale ist im Gang; willkommenes Eingangstor für chronischen Stress und in gelernter Hilfslosigkeit zu enden. Also forschte Maren Urner weiter und stieß dabei auf eine neue journalistische Disziplin: den Konstruktiven Journalismus.

 

Denn: Was mit der Positiven Psychologie als Trend begann, hat in den vergangenen Jahren auch im Journalismus weitere „Spielarten“ gefunden. Während der sogenannte Positive Journalismus einen bewussten Gegentrend zum Katastrophenjournalismus setzt, versteht sich die Strömung des Konstruktiven Journalismus genauso wie der klassische Journalismus auch als vierte Macht im Staat, die eine Wächterfunktion ausübt – allerdings nicht investigativ sondern konstruktiv, offen und lösungsorientiert.

 

Medien des Positiven Journalismus haben sich in den vergangenen Jahren schon einige etabliert, etwa das Online-Magazin Newslichter.de. Das deutsche Online-Magazin Perspective Daily, das Maren Urner nach intensiven Recherchen und der Entwicklung eines umfassenden Businesskonzeptes gemeinsam mit ihrem Partner Han Langeslag gründete, gilt neben dem österreichischen Medium N21 als eines der ersten konstruktiv ausgerichteten deutschsprachigen Medien. Perspective Daily ist vor rund einem Jahr nach einem großen Crowdfunding gestartet. Wir haben uns bei Maren Urner nach dem Stand der Dinge erkundigt.

Vor einem Jahr habt Ihr das Online-Magazin Perspective Daily gegründet. Was ist Euer bisheriges Fazit? Habt Ihr zwischenzeitig genügend Abonnent*innen gewinnen können, um weiterzumachen?

Wir sind im Juni 2016 nach einer erfolgreichen Crowdfundingkampagne mit 12.000 Mitgliedern (wir sprechen bewusst von Mitgliedern statt von Abonnenten) gestartet, die uns das erste Jahr Perspective Daily ermöglicht haben. Im Laufe des ersten Jahres haben wir gut 2.000 weitere Mitglieder hinzu gewonnen. Aus dem ersten Jahr sind mehr als 9.000 Mitglieder dabei geblieben, das ist ein super Ergebnis. Besonders stolz sind wir allerdings auf die Rückkehrerquote der Menschen, die während des ersten Jahres zu uns gestoßen sind: Die liegt aktuell bei 90 Prozent. Das lässt uns darauf schließen, dass unsere Leser*innen mit uns zufrieden sind und vor allen Dingen, dass wir als Medium gebraucht werden.

 

Welche Themen kommen bei Euren Leser*innen am besten an?

Die Antwort auf diese Frage hängt davon ab, wie Erfolg gemessen wird. Wenn es um absolute Klicks geht, dann sind die Themen ganz weit vorn, die entweder persönlich bewegen oder sehr aktuell sind. So hatte beispielsweise mein Artikel zum »Wundermittel Bewegung«, das mir kein Arzt verschreibt, eine sehr hohe Klickzahl bei unseren Mitgliedern. Auch als wir anlässlich des drohenden Ausstiegs der USA aus dem Weltklimaabkommen einen Artikel dazu veröffentlichten, dass dies auch eine Chance auf weltpolitischer Ebene sein könnte, lasen den besonders viele Mitglieder.

 

Erfolg lässt sich aber auch auf anderen Wegen messen. Als wir beispielsweise einen Beitrag über Homosexualität in den arabischen Ländern veröffentlichten, verbreitete sich der besonders gut in diversen sozialen Netzwerken. Für uns ein Kriterium, dass wir damit ein sehr relevantes Thema aufgegriffen haben, dass eine fundierte Berichterstattung braucht. Außerdem bekommen wir immer wieder von Schülern, Lehrern und Dozenten die Rückmeldung, dass sie unsere Artikel als Recherchequelle nutzen. Das zeigt uns, dass wir mit unserem Spektrum der Berichterstattung eine Lücke schließen.

 

Plant Ihr für die kommende Zeit Neuerungen bei Perspective Daily?

Ja, Pläne haben wir sehr viele und die große Aufgabe ist immer, die mit unseren Ressourcen in Einklang zu bringen und nacheinander die nächsten Schritte zu gehen. Insbesondere werden wir weiter mit neuen Formaten experimentieren, wie Audio und Video. Darüber hinaus wollen wir auch den inhaltlichen Austausch mit den Mitgliedern weiter ankurbeln.

 

Ihr seid im Frühjahr diesen Jahren für den Grimme Online Award nominiert worden. Ich bin jetzt mal neugierig: Wie habt Ihr das intern aufgenommen? Wart Ihr überrascht? Wie habt Ihr das Team informiert?

Die Nominierung hat uns tatsächlich ein wenig überrascht. Insgeheim hatten wir natürlich darauf gehofft, nachdem wir gesehen hatten, dass uns jemand für den Preis vorgeschlagen hatte. Allerdings gab es 1.200 Vorschläge. Einer von den 28 Nominierungen zu sein, ist also eine große Ehre. Wir haben von der Nominierung zwei Tage vor einem Teammeeting erfahren, und es ist uns wirklich gelungen, dies 48 Stunden geheim gehalten. Der schönste Moment war es, das im Teammeeting zu verkünden, denn die Nominierung ist vor allem eine Anerkennung an unsere Arbeit des ganzen Teams.

 

 

Liebe Maren, herzlichen Dank für das Gespräch!

 

Zur Website von Perspective Daily gelangt ihr hier:
https://perspective-daily.de/

 

PS:
Wir freuen uns sehr, dass wir euch ab sofort einmal monatlich einen Artikel aus dem Perspective Daily-Magazin-Fundus exklusiv präsentieren dürfen. Denn die Inhalte von Perspective Daily sind Abonnent*innen vorbehalten. Wir sagen herzlichen Dank für die Kooperation!

 

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