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Kraftquellen in Wort und Schrift – Texte als Seelennahrung

Weißt du, was deine Kraftquellen sind und was dir gut tut? Woraus du Inspiration und Seelennahrung schöpfst?

Was dich an das Wesentliche erinnert, wenn die Wellen des Alltags gerade mal wieder ganz schön hoch schlagen?

Was dich im Innersten berührt, so dass der aufgeregte Geist etwas zur Ruhe kommen, sich besinnen, sammeln und wieder klarer ausrichten kann?

Eine solche Kraftquelle kann alles mögliche sein, für manche Menschen sind es bestimmte Texte, Worte, bildhafte Sprache. So auch für mich. Ich liebe Sprache und ich liebe lebendige Texte, die auf wundersame Weise unter die Haut gehen.

Umso mehr, wenn sie auf den moralischen Zeigefinger verzichten, sondern eine tiefe Sehnsucht zu berühren vermögen. Wenn sie ohne „müssen“ und „sollen“ auskommen, sondern etwas Lebendiges und Versöhnliches zum Klingen bringen und mir meine Freiheit lassen, wohin ich mich davon tragen lassen möchte.

Worte und Texte, die den Horizont dort weiten, wo es gerade eng geworden war

Warum werden manche Texte wohl so oft gelesen, geteilt, zitiert und immer wieder rund um die Welt geschickt? Vielleicht, weil es den Schreibenden gelungen ist, etwas in Worte und Bilder zu fassen, das viele von uns kennen.

Denn auch wenn die äußere Verpackung, mit der uns bestimmte Phänomene im Leben begegnen, sehr individuell und unterschiedlich sein mag – die Themen, um die es dabei in der Tiefe geht, sind universell: Liebe, Sehnsucht, Angst, Schmerz, Einsamkeit, Hoffnung, Zuversicht und Mut. Und davon handeln solche inspirierenden Texte.

Die Wirkung:

So tut es beispielsweise gut zu lesen, dass wir mit unseren dunklen Seiten nicht alleine sind, sondern dass diese zu den Facetten unseres seelennahrung-texteMensch-Seins gehören, die jeder in sich trägt und die wir miteinander teilen.

Es ist tröstlich zu lesen, dass wir trotz oder gerade wegen unserer Unvollkommenheit liebenswert menschlich sind, und dass es einen wohlwollenden Umgang mit all diesen unseren Unzulänglichkeiten geben darf.

Es stimmt zuversichtlich zu lesen, dass es gelingen kann, das Herz trotz erlebter Ungerechtigkeiten nicht zu verschließen, sondern dem Leben weiterhin offen zu begegnen.

Und es ist befreiend zu lesen, dass wir die Sonnenseiten selbst dann genießen dürfen, wenn andere gerade nur Wolken sehen – auch wenn es natürlich mehr Freude macht, sie gemeinsam zu feiern.

Einer dieser Seelennahrung- und Kraftquellen bzw. Seelennahrung -Texte fällt mir immer mal wieder in die Hände und vielleicht kennst du ihn ja auch.

Er heißt „Die Einladung“, ist in viele Sprachen übersetzt worden und stammt von Oriah Mountain Dreamer, einer in Kanada lebenden Schriftstellerin und ehemaligen Sozialarbeiterin in der Krisenbewältigung.

Manche Zeilen davon mag ich besonders, und doch sind es immer wieder andere Passagen und Bilder, mit denen ich besonders in Resonanz gehe – je nachdem, was mich gerade im Leben bewegt:

„Es interessiert mich nicht, womit du dein Geld verdienst. Ich will wissen, wonach du dich sehnst und ob du die Erfüllung deines Herzenswunsches zu träumen wagst. Es interessiert mich nicht, wie alt du bist. Ich will wissen, ob du es riskierst, dich zum Narren zu machen, auf deiner Suche nach Liebe, nach deinem Traum, nach dem Abenteuer des Lebens. 

Es interessiert mich nicht, welche Planeten ein Quadrat zu deinem Mond bilden. Ich will wissen, ob du deinem Leid auf den Grund gegangen bist und ob dich die Ungerechtigkeiten des Lebens geöffnet haben, oder du dich klein machst und verschließt, um dich vor neuen Verletzungen zu schützen. Ich will wissen, ob du Schmerz – meinen oder deinen eigenen – ertragen kannst, ohne ihn zu verstecken, zu bemänteln oder zu lindern. 

Ich will wissen, ob du Freude – meine oder deine eigene – aushalten, dich hemmungslos dem Tanz hingeben und jede Faser deines Körpers von Ekstase erbeben lassen kannst, ohne an Vorsicht und Vernunft zu appellieren oder an die Begrenztheit des Menschseins zu denken. 

Es interessiert mich nicht, ob das, was du mir erzählst, wahr ist. Ich will wissen, ob du andere enttäuschen kannst, um dir selbst treu zu bleiben; ob du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst, um deine eigene Seele nicht zu verraten; ob du treulos sein kannst, um vertrauenswürdig zu bleiben. 

Ich will wissen, ob du die Schönheit des Alltäglichen er- kennen kannst, selbst wenn sie nicht immer angenehm ist und ob ihre Allgegenwärtigkeit die Quelle ist, aus der du die Kraft zum Leben schöpfst. 

Ich will wissen, ob du mit Unzulänglichkeit leben kannst – meiner und deiner eigenen – und immer noch am Seeufer stehst und der silbrigen Scheibe des Vollmonds ein uneingeschränktes »Ja!« zurufst. 

Es interessiert mich nicht, wo du wohnst oder wie reich du bist. Ich will wissen, ob du nach einer kummervoll durchwachten Nacht zermürbt und müde bis auf die Knochen aufstehen kannst, um das Notwendige zu tun, damit deine Kinder versorgt sind. 

Es interessiert mich nicht, wen du kennst oder wie du hierher gekommen bist. Ich will wissen, ob du inmitten des Feuers bei mir ausharren wirst, ohne zurückzuweichen. 

Es interessiert mich nicht, wo oder was oder mit wem du studiert hast. Ich will wissen, was dich von innen heraus trägt, wenn alles andere weg bricht. 

Ich will wissen, ob du mit dir selbst allein sein kannst und ob du den Menschen, der dir in solch einsamen Momenten deines Lebens Gesellschaft leistet, wirklich magst.“

Mit dieser wunderbaren Seelennahrung als Text schicke ich dir herzliche Grüße,

Katja Lutz-Deklerk

  • Worin liegt das Liebenswerte in deinen vermeintlichen „Unzulänglichkeiten“? 
  • Was hilft dir, deinen Werten treu zu bleiben, auch wenn dies bedeuten mag, andere zu enttäuschen?
  • Was hat dich bislang von innen heraus getragen, wenn etwas Wichtiges weggebrochen ist?

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