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Kuscheln mit Kindern – warum Zärtlichkeit so wichtig ist

Kuscheln, knuddeln oder einfach in vertrauter Atmosphäre Zeit miteinander verbringen, tut uns allen gut – besonders wichtig ist es für unsere Kinder. Es stärkt das Selbstbewusstsein und ist auch noch gesund.

Ein Gastartikel von Gisela Bauer

Dieses Thema passt super gut zu den „ichliebedich-Wochen“ bei humantrust, deshalb möchte ich es heute gerne mit euch teilen.

Zärtlich sein und einander spüren, ist weit mehr als das Zusammensein zwischen zwei Erwachsenen, das ist uns längst bekannt. Doch ist es uns wirklich bewusst, wie wichtig so eine „Kuschelrunde“ für unsere Kids ist? 

Das muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass wir alles stehen und liegen lassen, und uns ausschließlich stundenlang mit unserem Kind beschäftigen. Oft reichen kleine Gesten vollkommen aus. Ein Kuss auf die Stirn, ein sanftes Streicheln der Wange oder falls Zeit ist, für zehn Minuten ab auf die Couch und gemeinsam etwas anschauen. Das kann ein guter Film sein, ein schönes Buch oder ein selbstgemaltes Bild. Ganz egal. Hauptsache zusammen etwas machen!

Kleine Zärtlichkeiten sagen oft mehr als tausend Worte. Sie drücken aus, wie lieb wir uns haben, und das tut uns in allen Bereichen gut. Es wird eine regelrechte Fühl-Dich-Wohl-Kaskade gestartet: Die Nerven werden positiv stimuliert, unsere Sinnesorgane (Haut, Augen, Ohren …) leiten die angenehmen Impulse an unser Gehirn weiter, dort werden die entsprechenden Synapsen aktiviert.

Sie verknüpfen sich miteinander, finden neue Verbindungen und es werden Hormona ausgeschüttet (wie z.B. Serotonin)  die uns ein angenehmes Gefühl vermitteln. Dieses Wohlgefühl löst wiederum eine positive Kettenreaktion im Gehirn aus, u.s.w. Unsere Nerven werden ruhiger und die Muskeln entspannen sich. Heitere Gelassenheit durchflutet unseren Körper. Wir werden offener und aufmerksamer. Plötzlich nehmen wir die Person in unserer Nähe wirklich richtig wahr und das Schöne daran ist, dem anderen geht es genauso! Jetzt können wir uns zusammen mehr entspannen und haben die Möglichkeit (und auch die Muse dazu) den anderen, (ob Partner oder Kind) achtsam wahrzunehmen und seine Seele zu spüren.

Hat dein Kind Angst im Dunkeln? Lauern böse Gespenster hinter der Zimmerwand oder schauen gruselige Monster in der Nacht durch die Ritzen des Rollladens? Gerade im Kindergartenalter verunsichert oft eine unbegründete Furcht unsere Lieblinge.

Hier helfen Rituale und vertraute Gesten, wie z. B. sich in den Arm nehmen und etwas länger wie sonst drücken oder die Nase aneinander reiben und dabei einen Spruch sagen. Dieser könnte lauten: „Meine Mama / mein Papa hat mich ganz arg lieb und deshalb kann mir keiner etwas tun“, oder „wir haben uns ganz arg lieb und das beschützt uns vor allem Bösen“.  Wenn wir unsere Kinder in den Arm nehmen und/oder liebevoll ablenken, dies könnte mit einer schönen Geschichte sein, die wir vorlesen oder erzählen, ist alles gar nicht mehr so schlimm.

Das liegt nicht nur daran, dass dadurch die Gedanken in eine andere Richtung gelenkt werden, sondern die traute Zweisamkeit hilft den Kleinen sich einfach sicherer zu fühlen. Eine regelmäßig wiederkehrende gemeinsame Handlung signalisiert dem Kind: ich werde gesehen, ich werde wahrgenommen, ich werde akzeptiert, ich werde geliebt. Dies wiederum gibt unserem Liebling mehr Gefühl für Selbstverantwortung, Selbst-VERTRAUEN und Selbst-SICHERHEIT mit dem Effekt, dass unbegründete Angst leichter verschwindet.

Eine noch so kleine „Kuschelpause“ stärkt bei Kindern (und auch bei Erwachsenen) das Zugehörigkeitsgefühl. Sie spüren, dass sie angenommen und als Persönlichkeit akzeptiert werden. Dies unterstützt wiederum das Selbstwertgefühl und öffnet (alle Beteiligten, auch uns selbst) für noch mehr Zuneigung und Liebe.

Dieses vertraute Zusammensein vermittelt uns nicht nur ein wohliges Gefühl und mehr Selbstvertrauen, sondern es ist auch noch gesund. Wissenschaftler bestätigen, dass Kinder, die regelmäßige Streicheleinheiten bekommen ein stärkeres Immunsystem haben und weit weniger anfällig für Infektionskrankheiten sind, als die, die weniger zärtliche Aufmerksamkeit bekommen.

Durch schmusen, kuscheln, knuddeln und in den Arm nehmen wird Stress abgebaut. Kinder wollen aktiv sein, ist dies durch irgendwelche Umstände nicht möglich, weil vielleicht gerade „stillsitzen“ angesagt ist, verursacht das Stress bei den Kids. Sanfte Berührungen können hier wahre Wunder vollbringen. Dem kleinen Gehirn wird so Entspannung signalisiert und das System des kleinen Organismus fährt automatisch runter.

Eine willkommene Alternative zum Kuscheln ist das Vorlesen einer schönen Geschichte mit dem gemeinsamen Begutachten der bunten Bilder die den Text begleiten.  Ob im Wartezimmer, in der U-Bahn oder vor dem Einschlafen, die gute alte Vorlesegeschichte kann hier wertvolle Dienste leisten!

Gerade die Sache mit dem Einschlafen ist oft nicht so willkommen bei den Kids. Sie quengeln und lassen sich tausend Ausreden einfallen, warum es jetzt noch nicht klappt mit dem Einschlafen. Da muss man noch schnell aufs Klo, oder unbedingt noch etwas trinken, och herje, die Nase ist verstopft und muss dringen noch geputzt werden oder was auch immer den Kleinen einfällt, um das Einschlafen hinauszuzögern. Das eigentliche Problem, was unsere Lieblinge plagt ist wahrscheinlich auf einer ganz anderen Ebene: Sie können sich nicht entspannen und das Tagesgeschehen loslassen! 

In unserer hektischen Gesellschaft erfahren unsere Kinder oft ein Überangebot an äußeren Einflüssen, welche durch die verschiedenen Medien wie Fernsehen, Radio, Handy, oder Computer noch unterstützt wird. Hinzu kommen die Erlebnisse des Tages aus dem Kindergarten oder der Schule mit Spielkameraden, Erziehern oder Lehrern. Diese Eindrücke gilt es zu verarbeiten, denn das kindliche Gehirn arbeitet tagsüber auf Hochtouren und benötigt eine Abschaltphase vor dem Einschlafen. 

Wir wissen, dass wir unseren Computer erst „herunterfahren“ müssen, um ihn ordnungsgemäß abzuschalten. Ähnlich verhält es sich mit dem menschlichen Gehirn. Nach einem ereignisreichen Tag sind viele „Programme“  in unserem Kopf in Betrieb. Meist arbeiten diese „Systeme“ eigenständig weiter, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen. Unseren Kindern geht es ebenso. Um einen erholsamen Schlaf zu finden oder um überhaupt erst einmal einschlafen zu können, ist es notwendig, all diese „Programme“ herunterzufahren.

Hierbei hilft außer kuscheln natürlich eine Gute-Nachtgeschichte. Der Verstand wird abgelenkt und die Gedanken beschäftigen sich mit anderen Themen, die das bewusste Denken nicht aufputschen, sondern sanft beruhigen.

9783981625707 Bina Bienchen Band 1 TitelseiteAus diesem Grund habe ich für meine beiden Kinder vor über 20 Jahren die Figur der kleinen Elfe Bina Bienchen erfunden und kurze Geschichten auf einem Block aufgeschrieben. Jeden Abend vor dem Schlafengehen wurde eine Episode vorgelesen. Dieses Ritual erleichterte die oftmals leidige „Zubettgeh-Zeremonie“ ganz enorm.

Viele Jahre lang ruhten die Geschichten der kleinen Elfe Bina Bienchen dann in der Schublade. Als sie mir vor einigen Jahren wieder in die Hände fielen, dachte ich mir, dass bestimmt auch andere Kinder die Bina Bienchen-Geschichten gerne hören würden und so sind die Bina Bienchen Kinderbücher entstanden.

Meine zwischenzeitlichen erworbenen Erfahrungen und Erkenntnisse durch die Ausbildungen zur Mentaltrainerin, Entspannungstrainerin und Heilpraktikerin fließen ebenso mit in den Buch- und Textaufbau hinein, wie auch ausgearbeitete Konzepte die in gezielter Kooperation mit Lehrgut zum kuscheln: mit Kinderbüchernkräften, Lerntherapeuten und Erziehungswissenschaftlern entstanden sind.

Natürlich haben bei den Bina Bienchen-Kinderbüchern auch Kinder ein Mitspracherecht, so wurde von Grundschullehrern eine Abstimmung in ihren Klassen veranstaltet und die Erstklässler haben so über das Erscheinungsbild von Bina Bienchen entschieden.


Das große Thema „Lesen lernen“ begleitet
die beiden bisher erschienen Bina Bienchen Bücher und natürlich passieren viele lustige und lehrreiche Dinge in den Geschichten mit der kleinen Elfe Bina Bienchen und ihren Freunden, dem Hund Taps und der Hausgans Frau Schwätzle. Die Geschichten mit Bina Bienchen sollen den Kindern heitere Gelassnheit, Selbstvertrauen und den achtsamen Umgang miteinander und mit der Umwelt, vermitteln. Und zeti zum kuschelnnatürlich kann man damit die abendlichen Kuschel-Runden wunderbar fantasievoll untermauern.

Gerne könnt ihr euch hier die Leseprobe aus Band 1 „Bina Bienchen lernt lesen“ hier ansehen:

 

Oder hab Spaß mit dem Bina Bienchen Infofilm auf youtube

herzliche Grüße,

Gisela Bauer

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