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Lebenssinn ohne alte Lasten: So machst du dich frei für Neues

“Um klar zu sehen, reicht oft ein Wechsel der Blickrichtung.”

Antoine de Saint-Exupéry

 Seinen Sinn aufzuspüren ist die eine Sache, aber oftmals ist es notwendig, Altes erst einmal aufzulösen. Nur so gelingt es, sich wirklich und ohne Altlasten auf Neues einzulassen.            Haben wir uns selbst erkannt und kennen wir unsere Sehnsucht, können wir nun versuchen, uns von Altem zu lösen, um zu neuen Horizonten aufzubrechen und damit Sinn und Erfüllung in unserem Leben zu finden. Das funktioniert, indem wir dem Sinn nachspüren und dabei erkennen, was zu tun ist, und auch mit Alternativen spielen. Dazu muss ich mich fragen, was habe ich für Alternativen, und muss diese ausprobieren.

            Oftmals können wir aber keine neuen Wege beschreiten, weil wir das Alte nicht aufgelöst haben, weil wir wieder und wieder im Gleichen hängenbleiben.

Sie kennen das vielleicht in Beziehungen, wo sie immer wieder mit denselben Punkten konfrontiert werden. Die gemeinsame Vergangenheit klebt wie Kaugummi an uns, wir müssen sehr stark sein, uns von ihm zu befreien. Das können die wenigsten, viele hängen in alten Verletzungen, die unsere Entwicklung und damit unser Vorankommen lähmen.

 

Schritt 1 – was auch Schritt 7 ist – ist die Grundlage jeden Veränderungsprozesses:

Ich muss wissen, wofür ich etwas verändere. Das Ziel, der Wert der Veränderung muss mir klar sein, sonst verlässt mich bald die Freude und der Mut, und es packt mich die Panik, der Frust, und ich trau mich nicht und halte das, was ich möglicherweise in einem inneren Bild gespürt oder entdeckt habe, für nicht realisierbar.

 

Schritt 2:

Ich muss die Themen, die mir wichtig sind, möglichst differenziert angehen. Das heißt, es geht nicht um meine vielleicht schwierige Kindheit ganz pauschal, sondern um ein gezieltes Thema. Etwa, dass jemand als sechsjähriges Kind von seinem Großvater mit den Worten: „Das schaffst du nie!“ ganz bewusst oder auch nur unbewusst abgewertet wurde. Diese Erkenntnis brauche ich, denn genau das ist es, was ich loslassen muss, weil es mich über die Jahre so blockiert hat, dass ich mir nie etwas richtig zugetraut habe. Und jetzt – nachdem ich zum Beispiel in meinem Job gescheitert bin – erkläre ich beharrlich, dass ich nichts schaffe! Das lässt sich ändern, Sie können diesen Kaugummi, an dem Sie festkleben, loswerden.

Es hilft, wenn Sie sich eine Liste machen, mit allen kleinen und großen Themen, die Sie so gefangen halten. Schreiben Sie die einfach mal auf. Meist springt einem dann eines ins Auge, das es jetzt gerade zu behandeln gilt. Und manchmal lösen sich dann viele Themen gleichzeitig, wenn man nur eines bearbeitet.

 

Schritt 3:

NeuesIch muss bereit sein, mich zu versöhnen. Dies ist wahrscheinlich der schwierigste Schritt und kostet Überwindung. Doch ohne Versöhnung mit dem Alten bleibt mir oft das Neue verschlossen.

Versöhnen heißt nicht, ich muss alles akzeptieren, aber ich muss der- oder demjenigen, der dieses Thema in mich „einpflanzte“, verzeihen und mich mit ihm versöhnen, damit ich es hinter mir lassen kann.

Dazu kann ich Rituale verwenden: Beispielsweise einen Brief an den Großvater, der mich einmal so verletzte, schreiben, den ich dann wegwerfe, eingrabe oder anzünde. Ich kann auf den Friedhof gehen oder in den Wald und das Ganze herausschreien. Ich darf dabei auch wütend werden. Damit ist das Thema noch nicht komplett weg aus meinem Leben, es wird zyklisch wiederkehren: bei einem bestimmten Datum, einem bestimmten Ort, einem Ereignis, aber es gelingt mir so, diesen Schmerz leichter und leichter werden zu lassen. Wenn ich das wieder und wieder mache, tritt Heilung ein.

 

Schritt 4:

Hier frage ich mich, wofür ich dankbar sein kann, um in der Gegenwart anzukommen. Was habe ich durch das, was der Großvater so verletzend sagte, gelernt?

Wofür kann ich ihm dankbar sein – und, noch wichtiger: Wofür kann ich mir selbst dankbar sein, und was habe ich daraus gelernt? Denn mein heiler Kern und damit ein Teil meines Selbst hat das alles durchgestanden und diesen Totalangriff auf meinen Selbstwert überlebt. Da gibt es also auch einen ganz starken Teil in mir!

Schwierig wird das, wenn ich von jemandem abhängig bin, wenn ich ihm nicht aus dem Weg gehen kann. Denn zum Heilen braucht es eine bestimmte Distanz, um vom Opfer zum Schöpfer zu werden. Nur so kann ich zum Gestalter meines Lebens werden.

 

Schritt 5:

NeuesJetzt geht es um das endgültige Verabschieden und Loslassen. Jetzt geht es darum, diesen alten Kaugummi, der mich festhält, zu durchtrennen und zu sagen: Schluss! Das ist eine bewusste Entscheidung. Und das ist ein Punkt, an dem unser Prozess der Verabschiedung Ähnlichkeiten mit einer Begräbnisfeier besitzt: Erst gehe ich hinter dem Sarg her, dann stehe ich vor dem offenen Grab, und nun muss ich sagen, dass der Sarg in die Tiefe gesenkt werden soll. Dieser Prozess – keine Frage – ist ein sehr schmerzhafter: Weil Sie eine Entscheidung treffen, und diese ist definitiv. Sie brechen damit definitiv mit Ihrem alten Leben – oder zumindest mit etwas Altem in Ihrem Leben – und machen sich auf zu neuen Horizonten.

 

Schritt 6:

Nun müssen wir aufbrechen, was bedeutet, wieder in Bewegung zu kommen: In manchen Situationen in unserem Leben würden wir uns am liebsten selbst zu dem Sarg in die Grube legen. Aber wenn die Beerdigung zu Ende ist, beginnen sich alle wieder zu bewegen und begeben sich zum Leichenschmaus. Da sammeln alle wieder ihre Kräfte und versuchen ins Leben zurückzukehren. Vielleicht kommt jetzt auch Freude auf und das Gefühl, ein Stück Freiheit gewonnen zu haben.

 

Schritt 7:

Dieser letzte Schritt, das In-Bewegung-Kommen, funktioniert nur mit dem ersten Schritt, den Sie sich jetzt wieder vor Augen halten sollten: Ich muss wissen, wofür und wohin ich mich verändere. Ansonsten bleibe ich stehen, starr und leer. Und wenn ich die Antwort meines Geistes gehört habe und mein Wofür kenne, kann ich mich aus eigener Verantwortung in Bewegung setzen. Und Frankl schreibt in „Trotzdem Ja zum Leben sagen“: „Leben heißt letztlich eben nichts anderes als: Verantwortung tragen für die rechte Beantwortung der Lebensfragen, für die Erfüllung der Aufgaben, die jedem einzelnen das Leben stellt, für die Erfüllung der Forderung der Stunde.“

 

Christoph Schlick

www.sinnzentrum.at

christophschlick.com

 

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