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Männer müssen im Bett führen – oder nicht?

„Männer müssen im Bett führen.“ Diesen Satz höre ich immer wieder von männlichen Coachees und Männern, mit denen ich mich privat unterhalte. Auch in vielen Sex-Ratgebern und Blogs lese ich diesen Satz immer wieder. Ich stelle diesen Satz in diesem Beitrag in Frage und begründe auch, wieso.

“Wenn ich nicht führe, bin ich kein Mann”

männer-MannWer denkt, dass er im Bett führen muss, kommt schnell in die Lage, dass er nicht mehr weiß, was er tun soll. So ging es auch einem jungen Mann, der mich vor drei Monaten aufsuchte und meinte: „Ich trau mich gar nicht mehr mit Frauen irgendetwas zu machen. Sexuellen Kontakten weiche ich aus. Denn ich weiß nicht, was ich mit den Frauen tun soll. Ich glaube, ich bin kein echter Mann.

Hintergründig war, dass er auf vielen Blogs las, er als Mann habe die Aufgabe, die Führung im Bett zu übernehmen. Mit seiner ersten Freundin hatte er auch richtig viel Spaß gehabt im Bett, doch mit den nächsten Begegnungen wurde es immer schwieriger. Bis er sich nun gar nicht mehr traute, mit Frauen intim zu werden.

Leistungsdruck vorprogrammiert

Er glaubte, er allein sei für das Gelingen des Sex verantwortlich. Das setzte ihn derart unter Druck, dass er sich lieber zurückzog. Mit diesem Satz im Kopf war der Leistungsdruck regelrecht vorprogrammiert. Schließlich glaubte er, er müsse alles gestalten – ohne die Frau einzubeziehen.

Überkompensieren statt kommunizieren

männer-SupermanNeben diesem eher sensiblen jungen Mann kam ich im gleichen Zeitraum mit einem Mann um die 40 ins Gespräch. Er hatte genau die gleiche Einstellung. Im Gegensatz zu meinem Coachee war er jedoch statt in den Rückzug zum Angriff übergegangen.

Er überkompensierte seine Unsicherheit und veranstaltete wohl mit den Frauen im Bett ein wundervoll inszeniertes Theater. Im Gespräch mit ihm, wie er das wohl tat, kamen wir darauf, dass er sich wohl an Pornos entlang hangelte. Auf die Idee, dass er mit den Frauen reden könnte, kam er ebenso wenig wie mein Coachee.

Wenn Männer Führung falsch verstehen

Beide Männer hatten in meinen Augen völlig missverstanden, was mit dem Führen gemeint ist. Das geschieht ganz häufig. Führung wird oft als ominöse Größe verstanden, die andere Menschen außen vor lässt.

Heißt: Ich als Mann gebe den Ton an und leiste alles. Wenn es schief geht, hat sich die Frau nicht führen lassen oder war man selbst eine absolute Pfeife.

Schlechtes Selbstwertgefühl

Dieses Missverständnis führt bei vielen Männern dazu, dass ihr männlich-sexuelles Selbstwertgefühl zu leiden beginnt. Das äußert sich dann – wie folgt:

  • Rückzug
  • Persönliche Verletzung, wenn die Frau Anregungen gibt
  • Unsicherheit
  • Egoismus
  • Überkompensation
  • Traurigkeit
  • Ignoranz eigener und anderer Gefühle
  • Man spielt eine Rolle
  • Schlechtes sexuelles Selbstbild

Eine andere Deutung von „Männer müssen im Bett führen“

männer-SexIn meinen Augen kann jemand nur gut führen, wenn er oder sie weiß, wie er jemand anderen für sich gewinnen kann. Das bedeutet im Bett, dass wir uns gegenseitig kennen lernen:

  • Was mag der andere?
  • Was mag er/sie nicht?
  • Welche Berührungen mag er/sie?
  • Wie kann man die Lust der anderen Person steigern?
  • Womit wird sie abgeturnt?
  • Wann ist er/sie bereit für was?

Wenn Männer wissen, was ihren Frauen gefällt, können sie leichter die Initiative ergreifen und Frauen in die höchste Lust führen. Das hat jedoch nichts mit bestimmen zu tun, sondern mit Achtsamkeit und Freude an der Lust des anderen.

Wer führt wirklich?

Wenn wir das so begreifen, stellt sich automatisch die Frage, wer dann führt? Ich glaube, wenn Sexualität zum Wohle beider geschieht und im Zentrum der Begegnung der Genuss beider steht, führen immer automatisch beide. Abwechselnd. Doch das Führen und das Folgen fließt dann ganz entspannt ineinander über und der Leistungs- und Machtgedanke, der häufig mit Führung assoziiert wird, fällt weg.

Lust und Genuss werden dann die führenden Qualitäten und wir tun gegenseitig das, was das vergrößert. Im Übrigen wird dieses gegenseitige Spiel in der Regel immer genussvoller, je besser man sich gegenseitig auf der sexuellen Ebene kennt.

Führen – ein Weg zur Nähe

Wenn wir Führung wie eben beschrieben verstehen, dann führt das Führen zu mehr Nähe, als wenn wir nur unsere Fantasien aneinander abarbeiten. Denn wenn wir Meister der Führung werden, kennen wir nicht nur die Stellen, die dem anderen Spaß machen, sondern können den Körper und seine Reaktionen lesen. Dann können wir genau in jeder gegebenen Situation mit voller Präsenz das geben, was dem anderen hilft, noch mehr Lust zu spüren.

Daher ist Führung im Bett alles andere als nur Männersache!

Meinem jungen Coachee hat diese Sicht der Dinge wieder einen Weg zurück in seine sexuelle Lust gezeigt. Was aus dem anderen Mann wurde, weiß ich nicht.

Und was denkst du über dieses Thema?

Welche Erfahrungen hast du damit gemacht?

Ich wünsche dir alles Gute und viel Spaß beim gegenseitig führen!

Claudia

www.claudia-elizabeth-huber.de

Alle Artikel von Claudia Elizabeth Hubert gibt es hier.

 

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