Kategorien Anzeigen

Erfolg Body Arbeit Beziehungen Deine Welt Glück Seele Podcasts humantrust @Redaktion

mandalas-kreativität-konzentration

Mit Mandalas Kreativität und Konzentration fördern

Richtig eingesetzt, können wir durch das Zeichnen von Mandalas unsere Kreativität auf ein neues Level heben und die Konzentration fördern. Der bekannte Schweizer Psychotherapeut Carl Gustav Jung skizzierte beispielsweise über einen langen Zeitraum jeden Morgen in sein Tagebuch Mandalas und stellte dabei fest, dass sich diese entsprechend seiner innere Situation veränderten. Die Bilder und Symbole in den Mandalas kommunizieren direkt mit unserem Unterbewussten und spiegeln uns Dinge, die in unserem Inneren noch im Verbogenen liegen. Auch du kannst durch sie dein Leben reflektieren, dich zentrieren und neue Kraft gewinnen. Zum Beispiel, indem du im morgendlichen Ritual täglich deine eigenen Bilder erstellst und dich darüber mit deinen Erinnerungen und Gefühlen verbindest. Am Ende meines Artikels verrate ich dir dafür meine Tipps, wie du deine täglichen Mandala-Skizzen anfertigen kannst.

Wofür stehen Mandalas?

Der Begriff Mandala kommt aus dem Sanskrit und bedeutet “Kreis”. Wenn wir in einem religiösen Kontext über Mandalas sprechen, sind Kreisbilder gemeint. Sie werden rituell, meditativ oder religiös genutzt. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, ihnen eine Form zu geben: Sie können gemalt, gezeichnet, plastisch gestaltet, getanzt, abgelaufen oder meditativ betrachtet werden. Das Aussehen von Mandalas ist vielfältig, so können sie beispielsweise abstrakte Formen und Ornamente, religiöse Symbole oder Darstellungen von Tieren und Naturmotive enthalten. Besonders bekannt sind sie in den östlichen Religionen, dem Buddhismus und dem Hinduismus. Aber auch in indianischen Naturreligionen finden sich Kreisbilder, in denen oft Tiermotive genutzt werden. Bei uns in Europa gibt es die keltischen Kreisbilder. Besonders interessant sind die tibetischen Sandmandalas; sie entstehen in stunden-, oft sogar tagelanger konzentrierter und meditativer Arbeit und werden im Anschluss rituell aufgelöst. Dies widerspricht unserem Wunsch, an Dingen festzuhalten, die wir erschaffen haben. Doch diese symbolische Handlung mit den Mandalas lehrt uns etwas Wichtiges: loslassen und die Vergänglichkeit des Lebens akzeptieren.

mandalas-kreativität-konzentration

Oft sitzen tibetisches Mönche tagelang an Sandmandalas – um sie nach Vollendung wieder aufzulösen

Was macht Mandalas so interessant und wichtig für uns?

Das Mandala taucht in den unterschiedlichsten Kulturen immer wieder als ein Instrument für Meditation auf. Wenn du heute aus dem Haus gehst, achte doch einfach einmal darauf, wie viele Kreisformen dir begegnen. Spontan fallen dir sicher einige ein: die Sonne, der Mond, unsere Erde, unser Nabel, der schwangere Bauch, die Blüten, ein Schneckenhaus. Genauso findet sich in dem Kreislauf unserer wechselnden Jahreszeiten – Frühling, Sommer, Herbst und Winter – der Kreis wieder. Wir haben die Kreisform intuitiv als etwas Ursprüngliches begriffen, das für die Einheit, die Ganzheit und das „Ich bin“ steht.

mandalas-kreativität-konzentration

Weder Anfang noch Ende und gerade deshalb in seiner Ganzheit perfekt: der Kreis

Der Kreis bietet im inneren Schutz und Geborgenheit, nach außen Abgrenzung. Er zeigt uns, wie wir in unsere Mitte kommen können, um dort unsere wahre Stärke zu finden. Je mehr du dich mit dem Mandala beschäftigst, umso mehr wirst du die besondere Kraft deiner Mitte entdecken, die dich zentriert und dir Ruhe schenkt.

Die Erkenntnisse des C. G. Jung

Wie bereits erwähnt, skizzierte C. G. Jung in seiner mehrjährigen persönlichen Selbsterfahrung jeden Morgen eine Kreiszeichnung in sein Tagebuch. Die Zeichnungen veränderten sich entsprechend seiner inneren Situation. Dadurch kam er zu der Erkenntnis, dass das Mandala das Selbst, die Ganzheit seiner Persönlichkeit darstellt. Er erkannte durch das Malen der Mandalas, dass alle Wege, die er ging, und jeder Schritt ihn immer wieder zurück zur Mitte führten – zu sich selbst. Eine weitere wichtige Erkenntnis war, dass die heilsame Wirkung der Mandalas nicht von seiner klassischen, überlieferten Form abhing. Er entdeckte, dass besonders die freie Gestaltung wichtig sein kann, für das Heil- und Ganzwerden der Seele. Den Kreis bezeichnet er deshalb als eine Urform, einen Archetypen, der mit unserem kollektiven Unbewussten verankert ist. Diese Urformen finden sich in unseren Träumen, Mythen und Märchen oder auch in spontan gemalten Bildern.

Die heilende Kraft der Ordnung

In meiner Arbeit als Coach und Kunsttherapeutin beobachte ich immer wieder, dass Klienten spontan Mandalas zeichnen, wenn sie sich in einem Heilungsprozess befinden, sie sich neu ordnen oder zentrieren. Ein Mandala drückt nicht nur eine Ordnung aus, sondern es bewirkt auch eine. Besonders die Bildelemente in der Mitte sind sehr kraftvoll und haben eine heilende Wirkung auf den Betrachter. Neben den verschiedenen Formen, die in einem Mandala auftreten, haben auch die Farben eine symbolische Bedeutung. Sie wirken auf unser Inneres und unsere Gefühle. So kann die Farbe Blau uns beruhigen und die Farbe Rot Leidenschaft und Energie bringen oder auch Wut hervorrufen. Farben haben wie Symbole stets eine kollektive als auch eine persönliche Bedeutung. Beispielsweise steht die Farbe Grün für Natur, Wachstum und Fruchtbarkeit. Für mich persönlich bedeutet die Farbe Mintgrün innere Freiheit. Bei ihr habe ich sofort eine frische Meeresbrise in der Nase und ein Lächeln auf den Lippen, weil sie mich an die Zeit erinnert, in der ich in Barcelona am Meer gelebt habe. Und welche Farbe spricht dich gerade besonders an? Welche Assoziationen und Erinnerungen hast du dazu?

mandalas-kreativität-konzentration

Wecken die Farben dieses Mandalas bestimmte Assoziationen in dir?

Das Morgenritual für Kreativität und Konzentration

Seit einigen Jahren schon nehme ich mir jeden Morgen fünf Minuten Zeit, um ein Mandala zu zeichnen. Ich nutze es wie eine Art Tagebuch, bevor ich in den Tag starte. Inzwischen ist es zu einem lieb gewonnen Ritual geworden, das mir hilft, mich zu konzentrieren, andere Dinge auszublenden und Ruhe zu finden. Ich genieße es, zu entdecken, welche Symbole in meinen Mandalas entstehen und wie diese sich weiterentwickeln. Es gibt viele wiederkehrende Symbole, die, wie ich festgestellt habe, auch in anderen Lebensbereichen auftauchen und mit mir kommunizieren: in Träumen, Geschichten oder auf dem Weg zu Arbeit auf einem Werbeplakat.

Meine 5 Tipps für das Zeichnen eigener Mandalas:

  1. Für meine Skizzen habe ich mir ein Journal angelegt, du kannst natürlich auch einen Block oder etwas anderes zum Zeichnen nehmen. Ein Journal hat den Vorteil, dass du beim Durchblättern gut die Entwicklung der Symbole betrachten kannst.
  2. Ich nutze für meine Mandalas einen schwarzen dünnen Malstift von Stabilo. Du kannst natürlich auch Farben nehmen, beispielsweise Ölkreide oder Buntstifte. Da ich morgens nicht so viel Zeit habe, mache meist eine kurze Schwarz-Weiß-Skizze.
  3. Suche dir zum Skizzieren am Besten einen gemütlichen Platz, an dem du dich wohl fühlst.

    Alles, was du zum Loslegen brauchst

  4. Wenn du alles bereit hast, lege einfach los. Es geht nicht darum, schön zu zeichnen, sondern um den spontanen Ausdruck. Je öfter du es ausprobierst, desto leichter wird dir das spontane Zeichnen fallen. Starte mit einem Kreis, dann lasse den Stift einfach intuitiv laufen und schaue, was dabei entsteht. Folge dem Zeichenfluss und lass dich überraschen.
  5. Im Anschluss an das Zeichnen kannst du dir noch ein paar Notizen machen: Was geht dir spontan durch den Kopf? Welche Assoziationen hast du zu den Symbolen? Wie fühlst du dich? Wenn du einige Mandala-Skizzen angefertigt hast, kannst du dir die Entwicklung der Symbole anschauen.

Ich wünsche dir ganz viel Spaß bei deiner Entdeckungsreise zu deinen persönlichen Symbolen und Farben!

Alles Liebe

Katharina

Hier erfährst du mehr über Katharinas Arbeit und Angebote: www.kipp-coaching.com und www.katharinakipp.de

Quellen und Literatur zu diesem Artikel:
Jung, C. G. und Jaffe, Aniela: Erinnerungen, Trauere, Gedanken von C. G. Jung, Autobiografie von C. G. Jung, Walter Verlag, Juni 2006
Riedel, Ingrid: Formen. Kreis, Kreuz, Dreick, Quadrat, Spirale, Kreuz Verlag Stuttgart 1985

C. G. Jungs Vermächtnis:

Wusstest du, dass die oben erwähnten Skizzen aus C.G. Jungs Tagebuch fünfzig Jahre nach dessen Tod veröffentlicht wurden?„Das Rote Buch“ ist ein wirklich erstaunliches Werk – C. G. Jungs handgeschriebenes und -gemaltes einzigartiges Vermächtnis.

Wenn du mehr über diese Sammlung und C. G. Jungs Erkenntnisse aus seinem Selbstversuch erfahren möchtest, haben wir hier auch noch ein Video mit einer ausführlichen Besprechung zu seinem Werk für dich:

 

Weitere kreative Artikel von Katharina findest du in ihrem Autorenprofil.

Gefällt mir 38 Personen gefällt das

Wie hilfreich fandest du den Artikel?1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertungen: 5,00 von 5)

Diskussion

Trag dich in unseren Newsletter ein und hole dir dein Gratis-Geschenk für Compassioner-Leser:


Das große Coaching Paket von Veit Lindau.
Sichere dir diesen wertvollen Leitfaden für ein erfülltes, glückliches Leben.

 

Wir schenken dir:
o 4 Audiovorträge mit Veit Lindau
o 1 Geführte Meditation
o Den Lebenskompass

Trag dich dazu hier ein:

 



* Mit der Eintragung bestätige ich die Informationen zum Datenschutz insbesondere nach §13 DSGVO zur Kenntnis genommen zu haben.

 

 

 

fan