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Es gibt mehr als eine Wirklichkeit, aber nur eine Liebe

Wir leben alle in unserer eigenen Wirklichkeit. Und je mehr wir uns vom empirisch nachweisbaren Wahrnehmungsfeld entfernen, desto größer wird die Diskrepanz der subjektiv erlebten Realität. So gibt es bereits im Bereich der Sinneswahrnehmung erhebliche Unterschiede bei einzelnen Menschen. Aber geht es um soziale Wahrnehmung, das Verstehen von Botschaften in der Kommunikation oder gar um subjektive Befindlichkeiten, werden die Unterschiede noch gravierender. Oft scheint es so, dass die Annahme, Frauen kämen von der Venus und Männer vom Mars, unser geringstes Problem darstellt. Fast könnte man meinen, wir leben alle in völlig anderen Galaxien.

So kann ein- und dieselbe Situation ganz verschiedene Reaktionen auslösen. Dies führt fast unausweichlich zu Konflikten – bis hin zur Eskalation in Gewalt. Sogar eine noch so aufrichtig gemeinte und klar formulierte Wertschätzung kann auf diese Weise in einem Desaster enden. Stell dir zum Beispiel vor, du sagst zu deiner Freundin: „Wow, du siehst heute großartig aus!“. Doch als Antwort erntest du nur: „Wieso, sehe ich sonst so furchtbar aus?“

Wie wir Wirklichkeit wahrnehmen – 4 Typen 

Ähnlich verhält es sich mit der Art und Weise, wie du deine Umgebung erlebst, wenn du sie betrittst.

Typ 1: Da gibt es Menschen, die haben ganz bestimmte Erwartungen an ihr Umfeld, damit sie das Gefühl von Kontrolle aufrechterhalten können. Jede Abweichung von dieser Vorstellung wird als persönlicher Affront gesehen, weil sie ja die erwünschte Kontrolle bedroht.

Typ 2: Dann gib es jene Menschen, die im Vorhinein keinerlei Gedanken an die Umgebung, die sie erwartet, verschwenden. Für sie stellt dann das Betreten eines Raumes immer wieder irgendwie eine scheinbar neue Erfahrung dar. Meist brauchen sie dann auch ein wenig Zeit, um sich in der „neuen“ Wirklichkeit zurechtzufinden.

Typ 3: Dieser Typus justiert vor dem Begegnen einer neuen Situation noch schnell seine „Defizitbrille“, damit er möglichst schnell alles bemerkt, was hier nicht stimmt. Er ähnelt dem ersten Typ, hat aber das System des Fehler Suchens so perfektioniert, dass er dir in 30 Sekunden zehn Dinge aufzählen kann, die nicht passen.

Typ 4: Und dann gibt es noch den Gegenspieler dazu. Du ahnst es schon, das ist dann der mit der „rosaroten“ Brille. Für diesen Typ eröffnen sich in jeder neuen Situation völlig neue Chancen. Er freut sich über jeden neuen Impuls, selbst wenn dieser von der ursprünglich gehegten Absicht völlig abweicht.

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Die einen betrachten das Leben eher durch die Defizitbrille, andere eher durch dir rosarote Brille

Verwirrende Realitäten

Zugegeben, diese Typen gibt es meist nicht in dieser klaren Ausprägung. Aber die Einteilung macht deutlich, dass sich gerade in sozialen Situationen – also dem Großteil unseres Tages – eine riesige Bandbreite an Interpretationsmöglichkeiten des Erlebten für uns bietet. Deswegen ist es auch nicht möglich, von einer Wirklichkeit zu sprechen.

Vielleicht kannst du dir vorstellen, wie schwierig es beispielsweise für Schüler|innen sein muss, zu Beginn eines neuen Schuljahres mit all den Realitätsvorstellungen der verschiedenen Lehrer|innen klarzukommen? Noch dazu, wo nahezu jede Lehrperson voraussetzt, dass in ihrer Stunde ihre Vorstellung der Wirklichkeit zu gelten hat.

Hast du schon einen Knoten im Hirn? Oder schreit die Stimme in deinem Kopf schon lautstark nach Hilfe? Okay, dann sollten wir vielleicht zum Ausweg aus diesem Labyrinth des Miteinanders kommen. Solltest du den Titel dieses Beitrages aufmerksam gelesen haben, dann weißt du ja bereits, wohin uns die Reise führt: zur Liebe.

Warum die Liebe?

Auf diese Frage kann ich dir sofort sechs gute Gründe nennen:

  • Die Liebe ist bedingungslos.
  • Sie verzeiht immer.
  • Egal, was kommt: Sie erträgt alles und hält allem stand.
  • Die Liebe gibt Hoffnung.
  • Sie sucht ihre Wahrheit nicht im Recht.
  • Sie verbindet uns und zeigt, dass wir eins sind.

Ob alt oder jung, Mann oder Frau: Die Liebe zeigt uns, dass wir alle eins sind

 

Was bedeutet das jetzt für uns? Wir alle kennen die Liebe und wissen, wie wir uns fühlen, wenn wir sie erfahren. Selbst Personen, die es gewohnt sind, immer wieder Situationen angstgesteuert zu begegnen, kennen die Wahrheit und Kraft der Liebe. Außerdem können Angst und Liebe nicht wirklich miteinander, wie ich bereits in meinem Artikel: „Die Angst und die Liebe: Welchen Weg wirst du gehen?“ erläutert habe. Das bedeutet: Je mehr Raum du der Liebe in deiner Realität gibst, desto weniger Platz hat die Angst in deinem Leben.

Eine Übung: Finde Liebe im Alltag

Aber auch für Menschen, die nicht so angsterfüllt in die Welt gehen, ist es nicht immer einfach, die Liebe im Alltag zu sehen. Inmitten von grimmig dreinschauenden Kollegen, Gesprächen über negative Zustände der Welt im Großen und Kleinen, und überbordenden Anforderungen, die sich jeden Moment zu einem Wirbelsturm an Stress auftürmen können. Doch genauso wie sich in jedem Hurrikan ein Auge der Stille findet, gibt es auch in jeder noch so chaotischen Lebenssituation einen Ort der Liebe. Du musst ihn nur wahrnehmen.

Dazu habe ich eine gute Übung für dich: Versuche jeden Tag einige Momente deine Umwelt zu beobachten und frage dich währenddessen: „Wo ist hier die Liebe?“ Du wirst staunen, was du alles findest. Selbst das Bild einer Mutter, die ihr Kind anschreit, ist letztlich auch ein Ausdruck von Liebe, die sich in Sorge und Frustration Luft verschafft. Oder der Autofahrer, der dich anschreit,  weil du ohne zu schauen über die Straße gelaufen bist. Er drückt damit sein Bedürfnis nach Liebe aus, indem er gesehen werden möchte. Oder er zeigt damit seine Liebe zu dir, weil er dir keinen Schaden zufügen wollte und nun erschrocken ist, dass es fast so weit gekommen wäre.

Kleine Zeugnisse der Liebe

Als ich letztens auf dem Weg in die Schule war, betrachtete ich einfach die Fassaden der Geschäfte und die parkenden Autos. Ich freute mich, als ich einen Aufkleber des „Grünen Kreises“ sah, einem Verein, der suchtkranken Menschen hilft. Dann kam ich an einem Fußpflege-Salon vorbei und dachte mir, wie schön es ist, dass wir uns so liebevoll um unsere Füße kümmern und dafür sogar spezielle Orte haben. Und schließlich passierte ich einen Blumenladen, der ja sowieso auch „Zeige deine Liebe“ heißen könnte.

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Blumenläden geben uns sofort eine Idee davon, wie leicht es sein kann, Liebe zu zeigen oder auch im Kleinen zu finden

 

Du siehst, Liebe gibt es überall, wenn wir ihr die Chance geben, sie wahrzunehmen. Dann ist es auch nicht mehr so wichtig, wie wir an die Wirklichkeit herangehen. So können schließlich auch die „rosarote Brille“ und die „Defizitbrille“ voneinander in Liebe lernen und liebevoll über sich selbst und einander lachen.

Viel Glück beim Entdecken der Liebe in deiner Welt. Ich freu mich schon jetzt, von deinen Erfahrungen zu hören.

In Liebe

Wolfgang Neigenfind

Du suchst noch nach dem Funken Liebe im Alltag für dich? Dann lies dir auch Wolfgangs Liebesbrief durch!

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