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Mehr Zeit dank weniger Suchen

Wie du mit wenigen Tricks mehr Zeit für dich im Arbeitsalltag gewinnst.

Nervt es dich, wenn andere Menschen ständig deine Sachen „ausleihen“? Meine besten Tipps dazu bekommest du hier. Denn ja, am Ostersonntag lieben wir es, in Haus und Garten nach unseren Osternestern zu suchen. Aber wehe, wenn wir im normalen Alltag mehr Zeit vergeuden müssen, weil die lieben Mitmenschen unser

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Zeug gerade gut gebrauchen können und Kugelschreiber & Co. Füße bekommen.

In meinen neuen Buch „Mir reicht´s, ich geh schaukeln“ (ab Ende April überall im Buchhandel, jetzt schon vorbestellbar) setzt sich die Kolumnistin der Süddeutschen Zeitung Katja Schnitzler in 34 Kapiteln mit den Unarten der „lieben Kollegen“ auseinander – und ich gebe jeweils Lösungs-Tipps für die Misere dazu.

Passend zu Ostern schenken wir euch Kapitel 22 – in dem es unter anderem um das mysteriöse schwarze Loch geht, in dem gerne Dinge verschwinden.

Viel Spaß mit der Kolumne von Katja, mit meinen Short-Tipps und euch allen einen frohen, gesunden Ostermontag.

Eure Cordula

((Auszug aus Mir reichts, ich geh schaukeln, Kapitel 22))

Das Verschwinden der Kugelschreiber

Offenbar hat sich im Büro ein Schwarzes Loch breitgemacht – wo sonst sollten all die Stifte, Kaffeetassen, ja sogar Stühle hinkommen?

Die Kolumne von Katja.

Obwohl niemand meinen Schreibtisch leer nennen würde, scheint er noch Platz für ein Schwarzes Loch zu haben. Dieses dehnt seine Anziehungskraft offenbar auf sämtliche Gegenstände im Büro aus. Egal ob Textmarker (häufig), Kugelschreiber (sehr häufig) oder die Lieblingstasse (einmalig), immer wieder verschwinden Dinge auf mysteriöse Weise.

Gerade eben hatte ich den grünen Stift noch in der Hand, mit dem ich verbesserungswürdige Stellen im Text von Kollege W. anstreichen kann, ohne ihn an den Rotstift in der Schule zu erinnern. Doch kaum hat Kollege W. den Raum verlassen, dankbar ob der vielen konstruktiven Anmerkungen in Leucht-Grün, ist der Stift unauffindbar.

Weder ist er unter die Tastatur gerutscht noch hinter den Bildschirm, auch im Abfalleimer liegen nur Kaffeepappbecher. Ich mache mir eine Notiz in Signalrot, dass ich mir einen neuen Grünstift besorgen muss. Kollege W. hat das offenbar schon erledigt, in der nächsten Sitzung macht er munter grüne Notizen.

Als ich zurück in mein Zimmer komme, ist mein Stuhl verschwunden. Der mit der hohen Lehne, die sich in kleinsten Stufen von der hochkonzentrierten Aufrecht- bis zur tiefenphilosophischen Liegeposition verstellen lässt. Armlehnen hat er auch, genau in der richtigen Höhe, wie ich Kollegin C. schon oft vorgeschwärmt habe, wenn sie wieder mal über ihr wackliges Auslaufmodell schimpfte („Den haben wahrscheinlich schon die Kollegen in den Achtzigern ‚Rückenpest‘ genannt!“).

Aus neu mach alt

Auf der Suche nach einer Sitzgelegenheit komme ich an C.s Zimmer vorbei und freue mich für sie: Offenbar hat sie endlich einen neuen Stuhl bekommen, ein halbes Jahr musste sie warten. Das steht mir wohl ebenfalls bevor: Ich finde auf dem Flur nur ein verlassenes Gestell mit durchgesessenen Polstern und lockerer Lehne, die auch noch quietscht. Aber irgendwo muss ich ja sitzen.

Zucker tröstet, doch beim Blick in die Süßigkeitenschüssel wirbelt mein verblüfftes „Hä?“ nur Staubflöckchen auf. Leer. Habe ich gestern wirklich so viele Bonbons und Schokoriegel in mich hineingestopft, ohne es zu merken? Wie früher beim Rauchen, wenn man schon die nächste Zigarette im Mund hatte, ohne sie bewusst aus der Schachtel geklopft zu haben?

Um daher meinem Körper etwas Gutes zu tun, will ich heute wenigstens genug trinken. Doch die Wasserkaraffe: weg! Mein Glas: weg! Mein Post-it-Block mit der „Grünen-Stift-besorgen“-Notiz auf dem obersten Zettel: weg! Fassungslos lasse ich mich auf den Stuhl fallen. Ich habe vergessen, dass dieser nicht mein alter ist und tiefer als gedacht. Auch die Rückenlehne leistet keinen Widerstand. Im Umkippen sehe ich leere PC-Buchsen. Mein Kopfhörer: weg!

Nach einstündiger Suche habe ich das Schwarze Loch auf meinem Schreibtisch immer noch nicht gefunden. Eine weitere Stunde überlege ich angestrengt, wie ich nur in diesem Büro der verschwindenden Dinge zurechtkommen soll. Wenigstens stört mich heute mal nicht die sonst so laute Musik aus dem Nachbarzimmer in meiner Konzentration. Diese Stille ist so ungewohnt, dass sie auch ablenkt. Da kann ich gleich nachschauen, was dort drüben los ist.

Wenn die Suche überraschend endet

Kollegin T.s Kopf wippt im Takt, sie trägt meinen Hörer. Ich erkenne ihn an dem Klebestreifen, mit dem ich die linke und rechte Hälfte mal wieder vereinte. Nun wird mir plötzlich alles klar. Mein Schwarzes Loch verschlingt offensichtlich nicht nur, es speit die vermissten Dinge in den Büros argloser Kollegen wieder aus! Das weiße Ende des Schwarzen Lochs sozusagen.

Ich stürme durch die Tür, Kollegin T. reißt sich den Hörer vom Kopf. Aufgeregt berichte ich ihr von meiner Erkenntnis, während ich ihr Büro nach dem Weißen Loch absuche. T. verspricht, mich zu informieren, wenn das Weiße Loch meine Habseligkeiten wieder bei ihr ausspuckt.

Eine Woche später bin ich gegen alle Unstimmigkeiten in Raum und Zeit gewappnet: Ich trage einen Rucksack mit integriertem Trinktornister. Außerdem habe ich mir eine Weste mit vielen Taschen zugelegt, geeignet für Fernwanderungen und Bürotage neben Schwarzen Löchern. In der Weste hat neben zwei Zettelblöcken, einem Lineal, einem Locher, 93 Kugelschreibern, 14 Markern und 25 Grünstiften auch noch ein Wunderwerk der Fahndungstechnik Platz: ein unsichtbares Markierungsspray samt UV-Lampe.

Alles, was ich nicht festdübeln oder schrauben konnte, habe ich besprüht. Wenn das Schwarze Loch das nächste Mal mein Hab und Gut an andere verteilt, muss ich nur noch mit der UV-Lampe die Büros in zwanzig Stockwerken absuchen. Wahrscheinlich wollen bald alle Kollegen auch so eine UV-Lampe, denn … Moment … Wo zum Kuckuck … Ich habe sie doch nur kurz hier abgelegt, während ich das Markierungsspray von den Händen gewaschen habe.

Verflixt.

Tipps von Cordula für mehr Zeit: Wegsperren oder beschriften

Gott sei Dank kommen in der Realität unsere Sachen doch nicht ganz so häufig weg, wie beschrieben. Die Ausnahme: die Kaffeeküche. Laut einer Umfrage des Jobportals Monster haben 28 Prozent der Befragten schon einmal Mahlzeiten der Kollegen aus dem Büro-Kühlschrank gemopst.

Mit fatalen Folgen. Denn dann gilt: Stulle um Stulle, Salat um Salat. Fast jeder zehnte Befragte, dessen Essen geklaut wurde, hat sich daraufhin mit den Mahlzeiten der Kollegen versorgt.

mehr-zeit-bueroHast du den Eindruck, dass Kollegen sich gezielt an deinen Snacks oder Büromaterialien bedienen (und damit beispielsweise den Eigenbedarf für zu Hause decken), solltest du reagieren.

  • Halte deine eigenen Post-it-Blöcke, Textmarker und andere Materialien in Schubläden verschlossen.
  • Markiere Locher, Tacker, Kopfhörer, den Schreibtischstuhl farbig und/oder mit deinen Initialen.
  • Beschrifte deine mitgebrachten Lebensmittel. Dann kann zumindest niemand „versehentlich“ deinen Joghurt nehmen.
  • Eine garantiert diebstahl-verhindernde Methode für Schreibgeräte empfiehlt der Comicstrip Dilbert: „Verteidigen Sie Ihre Kugelschreiber und Bleistifte, indem Sie während Konferenzen deutlich sichtbar darauf herum kauen. Ich habe festgestellt, dass Zahnspuren Diebstahl wirkungsvoll verhindern.“

Mehr dieser Kolumnen und Tipps gibt es:

Cordula Nussbaum, Katja Schnitzler: Mir reicht´s ich geh schaukeln. Der ganz normale Wahnsinn im Büro und wie man da nicht verrückt wird. Bastei Lübbe 2019.

Cordula Nussbaum: „LMAA – 66 Mini-Plädoyers für mehr Mut, Leichtigkeit und Gelassenheit“, Gabal 2018

Ich freue mich!

checklisten-ExpertinEure Cordula

www.Kreative-Chaoten.com

 

 

 

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