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Verbundenheit

Müde bin ich, geh zur Ruh´ – Schlaf ist Lebensqualität!

Warum Schlaf so wichtig für dich ist, erfährst du im heutigen Artikel unseres Fitness-Partners THE LEGEND

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Der Schlaf ist ein elementarer Bestandteil unseres Lebens. Rund ein Drittel unserer Existenz verbringen wir im Reich der Träume. Das sind pro Tag durchschnittlich acht Stunden, wobei die Spanne des individuellen Schlafbedürfnisses zwischen fünf und neun Stunden liegt.

Demgegenüber steht der sich immer stärker entwickelnde gesellschaftliche Mainstream, immer mehr Effizienz und Produktivität in unser Leben zu packen. Auf die Frage, wie der Einzelne denn seine Leistungsfähigkeit noch steigern könnte, ist eine der ersten und häufigsten Antworten, das Schlafpensum zu reduzieren. Es kursieren waghalsige Gerüchte von Top-Managern, die mit einer halben Stunde Schlaf pro Nacht auskommen. Wer viel schläft gerät auch eher in den Verdacht, nicht zielstrebig genug oder gar faul zu sein. Doch ist das wirklich so?

Warum überhaupt müssen wir schlafen? Und was passiert in der Zeit, die nicht unserer Kontrolle unterliegt und an die wir uns oft nur vage erinnern?

Der Schlaf unterliegt unterschiedlich lange dauernden, sich fünf- bis siebenmal wiederholenden Zyklen aus zunächst Leicht- und dem später folgendem Tiefschlaf sowie den REM-Phasen, in denen wir träumen. In der REM-Phase ist die Gehirnaktivität am stärksten. Atemfrequenz, Puls und Blutdruck sind im Gegensatz zu unseren Wachphasen reduziert.

Schlaf ist essentiell wichtig. Er stärkt unser Immunsystem. Körper, Geist und Psyche erholen sich von den aktuellen Eindrücken, die tagsüber auf uns eingeströmt sind. Auch finden in dieser Zeit Lern- und Gedächtnisprozesse statt. In den Tiefschlafphasen wird unser Langzeitgedächtnis mit den als wichtig bewerteten Informationen gefüttert. Dazu gehören vor allem Emotionen, Dinge über die wir bereits Vorkenntnisse haben und die uns relevant für die Zukunft erscheinen. Spezielle Lerninhalte wie Vokabeln, Formeln und Daten können jetzt ein fester Bestandteil unserer Erinnerung werden.

SchlafWer dahingegen zu wenig schläft, leidet bald unter einer Überlastung des Gehirns, die sich in Form von Konzentrations- und Gedächtnisstörungen zeigt. Über einen längeren Zeitraum können sich Depressionen und Angsterkrankungen entwickeln. Auch das Risiko an Übergewicht, Diabetes, Herz- oder Schlaganfall zu erkranken, Kopfschmerzen, Bluthochdruck sowie Rückfälle bei Alkoholsucht werden erhöht. Schlaf ist eines unserer wichtigsten Grundbedürfnisse. Wer über einen Monat an Schlafstörungen leidet, sollte sich nach Empfehlung der Bundesärztekammer in ärztliche Behandlung begeben.

Was macht einen guten Schlaf aus? Hier findet ihr Tipps, wie ihr euren Schlaf erholsam gestalten könnt:

  • Das Mindestpensum, um noch die volle Leistungsfähigkeit ausschöpfen zu können, sind 5-6 Stunden Schlaf. Idealer sind jedoch 7-8 Stunden Nachtruhe, um allen Schlafphasen genügend Raum zu geben. Es gibt auch Menschen, die sich erst nach zehn Stunden Schlaf ausgeruht und erholt für den nächsten Tag fühlen. Und genau dieses Gefühl ist der Maßstab für das individuelle Schlafbedürfnis.
  • Ein gewohnter Tagesablauf aus Ritualen wie beispielsweise Zähneputzen und festen Mahlzeiten erleichtert es dem Körper, seine Kräfte bis zum „Schlafritual“ einzuteilen.
  • Ab dem Nachmittag solltet ihr auf Koffein-, Tabakkonsum und allzu schweres Essen Nehmt stattdessen lieber eine leichte Abendmahlzeit zu euch.
  • Sport wirkt aktivierend und ist gesund, jedoch nicht zu spät am Abend. Ideal wäre hier eher ein ruhiger Spaziergang, der spätestens 30 Minuten vor dem Zubettgehen beendet sein sollte.
  • Wenn ihr nicht ohnehin an Einschlafproblemen leidet, kann ein kurzer Mittagsschlaf bis zu 30 Minuten Dauer gesund sein. Bei Schlafstörungen jedoch solltet ihr versuchen, auf einen Mittagsschlaf zu verzichten.
  • Appetitzügler regen das Nervensystem an, stören die Nachtruhe und sind für einen erholsamen Schlaf nicht ratsam.
  • Alkohol beeinträchtigt die natürlichen Schlafrhythmen, so dass der Erholungswert deutlich herabgesetzt wird. Als Einschlafhilfe ist er denkbar ungeeignet.
  • Fernseher, Mobiltelefon, Laptop – all das gehört in den Tagesrhythmus und sollte der Gesundheit zuliebe aus dem Schlafzimmer entfernt
  • Findet feste Einschlafrituale, die eure Körper die Einleitung der Ruhephase vermitteln. Das kann ruhige Musik, das Sprechen eines Mantras, einer Affirmation oder eines Gebetes zum Tagesabschluss, eine Tasse beruhigender Kräutertee oder ein warmes Fußbad sein.
  • Nutzt euer Bett möglichst nur zum Schlafen, damit der Körper den Ort mit Ruhe verbinden kann. Der Raum sollte abgedunkelt und angenehm temperiert sein, jedoch nicht zu warm. Auch ausreichende Belüftung, z.B. über ein gekipptes Fenster, sorgt für ein gutes Schlafklima.
  • Bringt eure Gedanken zur Ruhe und denkt möglichst an etwas Schönes, mit dem ihr in dem Schlaf gleiten könnt.

Etwa ein Drittel unserer Lebenszeit gehört dem Schlaf. Er ist immens wichtig für den Erhalt unserer Gesundheit und Leistungs- und Lernfähigkeit. Schenke diesem lebenswichtigen Grundbedürfnis die angemessene Aufmerksamkeit. Es ist ein einfacher Weg hin zu einem erfüllten Leben in Gesundheit.

Wie viele Stunden schläfst du in etwa pro Tag?

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