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Nach der Trennung wieder im Gefühlchaos zurechtkommen

Vier Phasen, die nach der Trennung bewältigt werden wollen.

Wenn ihr einander das Ja-Wort gebt, dann tut ihr das in vollem Bewusstsein, dass ihr jetzt gerade zusammengehört. Und am liebsten so nah und viel wie möglich miteinander zusammensein wollt. Egal ob ihr euer Bündnis kirchlich, standesamtlich, oder einfach in achtsamer Zweisamkeit besiegelt.

Manchmal ist es aber nicht möglich, dieses Versprechen zu erfüllen. Und machmal bleibt nach vielen Erkenntnissen nur das Eingeständnis, dass getrennte Wege für euch besser sind.

Die Redakteurin Monika Schweizer hat sich mit dem Thema intensiv auseinandergesetzt und möchte dich unterstützen, um eine Trennung ohne Gefühlschaos stark zu überwinden.

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Zu dem Eingeständnis zu kommen, dass eine Beziehung oder ehe am Ende ist, ist  ebenso schwer wie die Trennung selbst. In einer solchen Lebenssituation ist es wichtig, dass ihr euch euren durcheinanderwirbelnden Gefühlen und den eigenen Schattenseiten stellt.  Das ist ein wichtiger Schritt, um wieder zu euch selbst und zu einem neuen Glück zu finden.

Warum die Liebe aufhört

nach-der-trennungDie Entscheidung für die Ehe oder einen festen Partnerschaftsbund habt ihr sicher nicht leichtfertig getroffen. Schließlich bedeutet sie, dass ihr euch mit einem vollen JA an euren Partner bindet. Dazu gehören nun allerdings auch die weniger schönen Zeiten, in denen ihr viele Hindernisse überwinden müsst. Eine gelingende Beziehung ist viel Arbeit. Je lebendiger sie ist, desto weniger harmonisch ist sie. Also wahrscheinlich nicht so harmonisch,  wie ihr es euch im Zustand der Verliebtheit vielleicht noch ausgemalt habt.

Ein spirituell erwachtes Paar wird allerdings vor der Trennung diese Hindernisse zu den Grundsteinen der Partnerschaft machen und an ihnen gemeinsam wachsen.

Leider sind manche dieser Hindernisse aber unüberbrückbar und das gemeinsame Glück nicht erreichbar. Die Gründe hierfür sind ganz unterschiedlich und es sind keineswegs nur die (kleinen) Banalitäten, die im Alltag immer mal wieder einen Streit oder ein Nichtverstehen bescheren. Vielleicht ist dein*e Partner*in mit ganz anderen Hoffnungen und Wünschen in diese Beziehung gestartet.

Die Ursachen für das „Entlieben“, für das Erlöschen der romantischen Gefühle, die ihr füreinander habt oder hattet, liegen meistens tiefer: Weil es  in der Beziehung an etwas gefehlt hat, an der sexuellen Intimität zum Beispiel, am gegenseitigen Vertrauen oder schlicht am Gefühl, dass euch der/die andere wirklich liebt.

Manchmal holt einen auch nur der Alltagstrott ein, Die Beziehung entwickelt sich nicht mehr weiter und Stillstand kehrt ein. Irgendwann stellen viele Paare fest, dass ihre Bedürfnisse vom anderen nicht gesehen oder befriedigt werden ( hier der wichtige Artikel über deine Grundbedürfnisse).

Die Phasen einer Trennung

Ist die Trennung unausweichlich, steht eine emotionale Berg- und Talfahrt bevor. Selbst wenn das Ende der Beziehung schon zu greifen war oder ihr innerlich damit abgeschlossen zu haben meint, ist die Trennungszeit niemals eine, die euch unberührt lässt.

nach-der-trennung-schmerzWie intensiv dieses Gefühlschaos wird, welche Fragen ihr euch in dieser Zeit stellt oder wie schnell ihr wieder zu gefühlsmäßiger „Normalität“ findet, hängt von vielen Aspekten ab. Der wichtigste davon seid ihr selbst. Trotzdem werdet ihr in der Regel verschiedene Phasen durchlaufen, bis ihr mit der Trennung abgeschlossen habt. Auch deren Abfolge und Intensität können von jedem ganz unterschiedlich empfunden werden.

Phase 1: Das Nicht-Wahrhaben-Wollen

Eine Trennung, der eine intensive Liebesbeziehung vorangegangen ist, wird einiges in eurem Leben, in euren Gefühlen verändern. Der tiefste und schmerzlichste Einschnitt dabei ist das Fehlen eures Partners. Je länger eure Ehe/Beziehung gedauert hat, desto schwerer wird es euch fallen, an das Ende zu glauben. Kaum vorstellbar, dass alle gemeinsamen Pläne und Wünsche jetzt vorbei sein sollen. Derjeniege, die/der  die Trennung vielleicht nicht wollte, wird erst einmal lange weiter glauben, dass es noch eine zweite Chance gibt.

Phase 2: Das Gefühlschaos

Wenn ihr erkennt, dass die Beziehung/Ehe wirklich vorbei ist, dass es wirklich kein Zurück mehr gibt, führt es häufig geradewegs in ein tiefes Loch. Gefüllt mit den unterschiedlichsten Gefühlen. Trauer, Schmerz, Wut, Hoffnungslosigkeit… All das gehört in dieser Phase dazu. Der offene Umgang mit euren Gefühlen ist dabei wichtig, denn sie brauchen Raum und liebevolles Annehmen des Schmerzes und der Wut.  Bitte unterdrücke sie nicht. Das gilt selbst dann, wenn sich eure Gefühle als widersprüchlich erweisen.

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Tatsächlich ist es völlig normal, wenn man bei der Bewältigung der Trennung immer wieder Sehnsucht nach dem Partner verspürt – die Liebe hört schließlich nicht plötzlich auf, es gibt dafür keinen Schalter, den man einfach nur umlegen muss, um gleich ohne das emotionale Durcheinander weitermachen zu können. Die Frage: Trennen oder bleiben ist wahrscheinlich die in dieser Phase am häufigsten hinterfragte.

Liebeskummer wird gerne als etwas wahrgenommen, mit dem nur Teenager zu kämpfen haben, bei denen der Wechsel zwischen den Stimmungslagen ohnehin eine Art dauerhafter Fluss zu sein scheint. Er ist aber keineswegs das Anzeichen für einen Rückfall in pubertäre Verhaltensweisen, sondern ein wichtiges Mittel, um eine Trennung zu verarbeiten.

Wenn sich eine langjährige Ehegemeinschaft trennt, gibt es so viele Hürden, die es beiden schwer machen.  Da ist es nicht nur das Gefühlschaos, da geht es auch ans Eingemachte, neben all den Formalitäten, die im Zuge einer Ehetrennung geregelt werden müssen. Solche Angelegenheiten nehmen keine Rücksicht auf eure Gefühlslage. Trotzdem solltet ihr versuchen, den Kopf so klar wie möglich zu bekommen, um sie zu regeln. Schließlich geht es unter anderem darum, die finanzielle Versorgung zu klären, Scheidungsunterlagen auszufüllen und, nicht zu vergessen, wieder einen eigenen Haushalt führen zu müssen.

Phase 3: Die Neuorientierung

Womöglich helfen euch einige Fragen, die Neuorientierung in eurem Leben anzugehen. Dazu ist es sehr hilfreich,  wenn man an den Punkt kommt, wo ihr eine gewisse emotionale Distanz zum/zur ehemaligen Partner*in aufgebaut habt.

Es ist allerdings gerade dieses Loslassen, das die meisten Schwierigkeiten bereitet. Selbst wenn ihr tief in eurem Inneren wisst, dass es eigentlich die beste Lösung für euch ist.

Allerdings erfordert das Loslassen einen klaren Kopf und der ist unmittelbar nach einer Trennung, unabhängig von den Umständen, unter denen sie zustande kam, meist für längere Zeit nicht verfügbar. Zu dem ganzen Gefühlschaos kommt häufig noch ein ausgeprägtes Gefühl der Unsicherheit. In der neuen Lebenssituation seht ihr die Möglichkeiten, die sich euch eröffnen, zuerst gar nicht.

Paradoxerweise führt ihr euch immer wieder vor Augen, was in eurer gemeinsamen Zeit mit dem Ex-Partner alles gut war – und habt nun Angst, dass in der Zukunft nichts Besseres auf euch wartet. Diese Gedanken sind oft Ausdruck eines angeschlagenen Selbstwertgefühls, weil das noch unter dem Trennungsschmerz leidet. Besser wird das alles erst, wenn ihr die zerbrochene Beziehung und alles, was damit zusammenhängt, hinter euch lasst.  Ein möglicherweise hilfreicher Schritt ist Loslassen – nur wie?

nach-der-trennung-loslassenWas Loslassen erschwert:

  • Sich an die Vergangenheit klammern. Sehnsucht zu haben, den früheren Partner zu vermissen, das gehört zum Prozess der Verarbeitung dazu. Loslassen ist nicht mit „Vergessen“ gleichzusetzen. Sich an Erinnerungen und Erinnerungsstücken festhalten oder sogar den Kontakt suchen, sich also immer und immer wieder mit dem Vergangenen konfrontieren, ist kein Weg zur Besserung.
  • Sich Hals über Kopf in eine neue Beziehung oder eine Affäre stürzen. Damit ist niemandem geholfen, am wenigsten natürlich euch, solange ihr nicht im Reinen mit euch und euren Gefühlen seid.

Ein erster wichtiger Schritt, um sich von der Vergangenheit zu lösen: Akzeptanz für die neue Lebenslage entwickeln

Das ist ein Prozess und zwar einer, der dauern kann. Aber die Erkenntnis ist nicht immer ein Sprintwunder, am wichtigsten ist daher, dass sie überhaupt ankommt. Die Akzeptanz wirkt auf verschiedenen Ebenen:

  • Die Einstellung zur momentanen Situation ändert sich. Schon deshalb, weil sich die Situation selbst nicht mehr ändern lässt.
  • Dazu gehört auch, den Schaden zu erkennen, den euch das Festhalten an der Vergangenheit seelisch und körperlich zufügt.

So groß das Gefühlschaos nach der Trennung sein mag, für das Loslassen gilt es, den Kopf wieder einzuschalten. Gefühle zulassen, um eine Trennung zu verarbeiten, ist die eine Sache. Sich von seinen Gefühlen leiten, ja beherrschen lassen, eine gänzlich andere – und keine besonders hilfreiche. Neben der Erkenntnis setzt das Loslassen nämlich auch eure Bereitschaft voraus, den Prozess des Loslassens willentlich und aktiv zu unterstützen.

Wenn ihr euch also voller Überzeugung sagen könnt „Ich bin bereit, endlich loszulassen“, seid ihr auf dem richtigen Weg. Jetzt könnt ihr nämlich auch wieder die Energie aufbringen, euer Leben zu führen, ohne euch gedanklich und emotional im Kreis zu drehen, mit mehr Lebensqualität. Die Trauer habt ihr hinter euch gelassen und stattdessen freut ihr euch auf alles Neue, das noch auf euch wartet.

Phase 4: Das neue Leben

Irgendwann habt ihr es geschafft und könnt mit der letzten Phase endlich in euer neues Leben eintreten. Die zurückliegende Trennung ist dabei keine Belastung mehr, sondern vielmehr eine Erfahrung, aus der ihr eure Lehren über euch selbst, über euer Verhalten in einer Partnerschaft ziehen könnt. Dabei begleitet euch mehr und mehr das Gefühl, dass der vergangene Lauf der Dinge doch seine Richtigkeit gehabt hat und euch zudem diese Gelegenheit gebracht hat, etwas Neues zu wagen.

Kinder brauchen Sicherheit

nach- der-TrennungVon einer Trennung seid aber nicht immer nur ihr selbst betroffen. Es ist verständlich, wenn ihr gerade in der ersten Zeit nach einer gescheiterten Ehe sehr mit euch selbst beschäftigt seid. Falls ihr aber Kinder habt, muss es dafür gewisse Grenzen geben.

Denn die Kleinen wissen gar nicht, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Dabei verändert sich ihre Welt doch gerade genauso radikal wie eure und sie leiden ebenso darunter. Ganz gleich, wie groß die emotionalen Turbulenzen durch die Trennung für euch werden, für eure Kinder müsst ihr trotzdem weiterhin eine sichere Bank bleiben.

Ihr solltet euch deswegen immer wieder einige wichtige Eckpunkte ins Gedächtnis rufen, damit das Zusammenleben mit euren Kindern so wenig wie möglich durch die Trennung beeinflusst wird:

  • Die Trennung macht die Kinder selbst traurig genug, deswegen sollten sie sich nicht auch noch mit eurem Kummer auseinandersetzen müssen. Hier müsst ihr stark sein und nicht umgekehrt, so sehr ihr auch leidet.
  • Wenn sich die Eltern trennen, bleiben die Kinder meistens ratlos und vor allem machtlos zurück. Deswegen solltet ihr ihnen gegebenenfalls ein Mitspracherecht einräumen, wenn es etwa darum geht, wo sie zukünftig wohnen wollen. Wichtig ist, dass ihr den Alltag der Kinder möglichst wenig verändert.
  • Eine der Grundlagen hierfür: haltet immer den Kontakt zu euren Kindern. Nur so erfahrt ihr von Problemen, von veränderten Bedürfnissen oder gar Schuldgefühlen, die bei den Kleinen entstehen. Und dann könnt ihr darauf reagieren.

Abgesehen davon solltet ihr den Kindern nach der Trennung Zeit einräumen, um sich an die neue Situation gewöhnen und diese verarbeiten zu können.  Jeder benötigt nach einer Trennung erst einmal Zeit, um wieder nach vorne sehen zu können.

Dir dafür alles Gute !

Monika Schweizer

Die dreifache Mutter hat ihren ursprünglichen Beruf als Zahnarzthelferin mittlerweile an den Nagel gehängt. Nach einer Weiterbildung arbeitet sie seit sieben Jahren als Personal Coach und Redakteurin. Sie liebt den direkten Umgang mit anderen Menschen und unterstützt sie bei der Suche nach persönlichen Blockaden oder bei der Bewältigung individueller Krisensituationen.

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