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Nachhaltige Körperpflege – weniger ist mehr!

Die Regenwälder in Brasilien, Indonesien und mehreren Ländern Afrikas brennen. Dazu gab und gibt es Feuer in Sibirien und der Arktis. Trump will geschützten Regenwald in Alaska zur Abholzung freigeben. Kommerz first! Wer braucht schon die Wälder und die Natur?

Und nun soll es in diesem Artikel um so etwas wie nachhaltige Körperpflege gehen? Ja, es gibt da durchaus einen Zusammenhang, aber dazu später. Weil die Bedrohung der Wälder weltweit ein großes Thema ist, möchte ich an dieser Stelle auf meinen letzten Artikel verweisen. Er zeigt einige Möglichkeiten zum Schutz der Wälder auf. Und wie immer sind es die vielen kleinen Schritte, die am Ende Großes bewegen. Tatsächlich kann man auch bei der Körperpflege kleine, aber nachhaltige Schritte umsetzen.

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Die Umsetzung kleiner Schritte im eigenen  Handlungsradius kann bereits einen großen Beitrag zum Umweltschutz leisten

Morgens im Badezimmer: umdenken ist angesagt

Der erste Blick am Morgen in den Spiegel. Ein zaghaft freundliches Lächeln für das vertraute Gesicht, dann suchen die noch schläfrigen Augen die Zahnpasta-Tube. Vergebens. Stimmt, da war ja was! Die Tube gibt es nicht mehr. Es wird jetzt mit Zahnputz-Tabletten geputzt, die sich in einem alten Konservenglas befinden. So oder so ähnlich spielten sich die ersten Morgen nach der Umstellung ab. Irgendwann hatte es dann schließlich der noch müde Geist verinnerlicht. Dies ist eins von vielen Beispielen, wie man im Bad nachhaltige Körperpflege betreiben kann. Um beim Zähneputzen zu bleiben: Es gibt Zahnbürsten aus Bambus oder Bio-Plastik, Zahnseide aus natürlichen Fasern und Interdental-Bürsten aus Bio-Kunststoffen. Es tut sich also etwas.

Männerpflege – back to Basics

Der größte Unterschied zwischen Mann und Frau in Bezug auf die Morgentoilette liegt wohl in der Gesichtsbehaarung. Und da bietet sich gleich eine gute Chance, zumindest für die Nassrasierer. Die meisten nutzen dafür einen Systemrasierer mit wechselbarem Klingenkopf. Klassisch ist der Rasierhobel, bei dem lediglich die Klinge ausgetauscht wird. Was da weniger Müll verursacht, liegt auf der Hand. Und mit etwas Übung und ein wenig mehr Zeit für die Durchführung funktioniert die Rasur mit dem Rasierhobel super. Dazu ist der Rasierschaum die zweite Komponente, mit der man der Umwelt etwas Gutes tun kann. Die meisten Schäume kommen in einer Dose daher und beinhalten Palmöl. Deutlich ressourcenschonender ist es, wenn man sich klassisch mit Rasierseife und Pinsel den Schaum selbst schlägt. Auch hier lediglich ein minimaler zeitlicher Mehraufwand. Leider sind viele Rasierseifen ebenfalls mit Palmöl hergestellt. Aber es gibt zum Beispiel die Aleppo Rasierseife aus Oliven- und Lorbeeröl. Sehr zu empfehlen.

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Oldschool ist im Trend. Das gilt auch für die Rückkehr klassischer Utensilien wie dem Rasierhobel.

Wer sich weiter unten rasiert, egal ob Mann oder Frau, sollte dem Rasierhobel ebenfalls eine Chance geben. Es gibt viele gute Erfahrungsberichte. In jedem Fall ist ein Einmalrasierer die schlechteste Alternative. Für die Umwelt genauso wie für deine Haut.

Die Haut liebt nachhaltige Körperpflege

Ich unterstelle einmal, dass die meisten Menschen keine Problemhaut besitzen. Wer sich über eine gesunde Haut freuen darf, muss diese im Grunde mit keiner allzu aufwändigen Pflegeroutine bedenken. Aber was machen wir? Cremen wie verrückt! Die Werbung suggeriert uns, dass es gar nicht anders gehen kann. Dabei ist für die Haut weniger deutlich mehr und für die Umwelt ebenso. Denn viele Inhaltsstoffe in den Cremes sind aus verschiedenen Gründen bedenklich.

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Das dürfte auch die Damen überzeugen: Nachhaltige Kosmetik wird oft besser von der Haut vertragen als herkömmliche Produkte voller Chemie

Mikroplastik contra nachhaltige Körperpflege

Oft ist in Cremes und Lotionen Palmöl enthalten. Noch schlimmer ist aber, dass sich Mikroplastik in fester oder flüssiger Form in vielen Kosmetika, Cremes, Shampoos und Duschgelen befindet. Die App CodeCheck hilft, Inhaltsstoffe zu entlarven, die sich oft hinter nicht so leicht zu entziffernden Synonymen verbergen. Einige Siegel, wie das von NATRUE, vom BDIH oder auch die Veganblume, helfen bei der Orientierung. So kann man sicher sein, rein biologische Stoffe ohne Tierleid in den Tuben zu haben.

Verpackungsmüll vermeiden

Ein Thema, dass uns überall verfolgt. Ja, bis ins Bad und auf die Toilette. All die Cremes, die wir eigentlich gar nicht brauchen, kommen natürlich auch noch in einer Verpackung daher, die meistens aus Plastik ist. Immerhin tut sich hier etwas und man bekommt immer häufiger auch Alternativen in Gläsern. Auch Verpackungen aus recycelten Kunststoffen machen Sinn. Für die Reinigung von Haut und Haaren gibt es feste Shampoos, Seifen und Duschstücke. Oftmals bekommt man sie komplett plastikfrei verpackt und mit sehr guten Inhaltsstoffen.

Da die Toilette auch erwähnt wurde noch ein Tipp dazu: Die Verpackung des Toilettenpapiers (welches Recyclingpapier sein sollte), lässt sich gut als Mülltüte, zum Beispiel für den Mülleimer im Bad, benutzen.

Nachhaltige DIY-Pflege für das Haar

Sehr ressourcenschonend ist es natürlich auch, wenn man seine Mittel selbst herstellt. Auf diese Weise weiß man dann ganz genau, was drin ist. Die Möglichkeiten sind endlos. So kann man seine Haare mit Roggenmehl waschen oder seinen Locken mit einer sauren Essig-Rinse zu Glanz verhelfen. Ich selbst bin mit nicht mit Locken gesegnet und habe dazu keine Erfahrungswerte. Aber Ecosia hilft dir, dazu viele Berichte zu finden.

DIY-Deos: Aluminium muss draußen bleiben

Eine gute Möglichkeit für ein DIY ist das Deo, auch wenn es gute aluminiumfreie Deos zu kaufen gibt. Ich nutze ein Natron-Kokosöl-Deo nach dem Rezept von Smarticular und kann es in Bezug auf nachhaltige Körperpflege sehr empfehlen.

DIY: Feuchtes Toilettenpapier

Falls du zu den Nutzern von feuchtem Toilettenpapier gehörst, magst du diese Alternative vielleicht ausprobieren. Die handelsüblichen Tücher bestehen nämlich aus Fasern, die sich nur schwer auflösen. Mit dem Popo-Spray von Smarticular und normalem Recycling-Klopapier bekommt man den Allerwertesten auch bestens sauber, ohne dabei ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

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Wer die Umwelt liebt, benutzt es schon lange: recyceltes WC-Papier

Weitere Tipps für deine nachhaltige Körperpflege:

  • Waschbare Abschminkpads, zum Beispiel aus Bambus oder selbstgemacht aus alten Handtüchern.
  • Die Menstruationstasse: Dazu kann ich nicht viel berichten, finde die Idee aber toll, da so sehr viel Müll eingespart werden kann.
  • Alternativ dazu gibt es auch Tampons und Binden aus Biobaumwolle, plastikfrei verpackt. Waschbare Slipeinlagen gibt es ebenfalls.
  • Wattestäbchen bekommt man auch plastikfrei aus Bio-Baumwolle mit einem Schaft aus FSC-zertifiziertem Papier oder Bambus.
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Für fast alle Hygiene-Artikel gibt es mittlerweile umweltfreundliche Alternativprodukte

Faustregel: Weniger ist mehr!

  • Wasser sparen beim Duschen oder auch Händewaschen und Zähneputzen. Klingt für manche vielleicht, als hätten wir das schon im letzten Jahrhundert auf die Reihe gebracht. Ist aber leider doch noch nicht bei allen angekommen. Und das Wasser wird auch bei uns immer knapper.
  • Wir benutzen viel zu viel Shampoo und Duschgel. Wenn in der Dusche des Fitnessstudios mal wieder jemand so tut, als müsste er einen Grizzly von Kopf bis Fuß shampoonieren, frage ich mich schon, warum wir weder die Umwelt noch unsere monetären Ressourcen so wenig schätzen. Es ist wohl alles viel zu billig.
  • Auch beim WC-Papier können wir sparen. Das kann man in der Regel durch Falten mehrfach nutzen. Sorry, aber wir dürfen keinen Bereich auslassen, wenn wir effektiv etwas für die Umwelt tun wollen. Eine Po-Dusche wird oft als ressourcenschonende Alternative angepriesen. Ich habe selbst allerdings keine Erfahrung damit.
  • Auch mal auf’s Föhnen verzichten und die Haare so trocknen lassen. Ich habe schon Männer beim Föhnen des Körpers gesehen. Na gut, da war das Brusthaar vielleicht sogar länger als das auf dem Kopf. Aber mal ehrlich: So lässt sich die Umwelt nicht schützen!

 

Ich hoffe, es waren auch ein paar Anregungen für dich dabei?

Dein Martin Maurer

www.facebook.com/glueckssafari

www.gluecks-safari.de

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P.S.: Wieder gibt es ein paar Petitionen, deren Unterstützung ich für sehr sinnvoll halte:

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