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Neues aus der SchreibGlück-Werkstatt: Leiden schafft Beziehung

Wieder möchte ein Buch aus dem Schreibglück-Kurs ans Licht kommen.  Kathrin Kain hat mit ihrem Buch  “Leiden schafft Beziehung”  über die Liebe geschrieben und warum wir nicht einfach für immer glücklich sein können.

Kathrin Kain, Leiden schafft Beziehung

Wir verlieben uns immer in uns selbst…Wir Menschen verlieben uns in Alles.

Wir verlieben uns in das Gute und das Böse, in das Lustige und das Traurige. Wir verlieben uns in Mutter Teresa und in Adolf Hitler. Ja, wir Menschen sind fähig, auch den Schmerz zu begehren. Es wirkt wie ein Paradox: Der scheinbar beste Mensch ist fähig, auf grausame Art zu verletzen und zu töten und es kann auf tragische Weise der brutalsten Kreatur auf dieser Welt gelingen, dass ihr Millionen Menschen zu Füßen liegen.

Liebe ist ein Gefühl. Sie wertet nicht und denkt nicht logisch. Die Liebe folgt dem Resonanzgesetz. Dieses wirkt unbewusst. Wir können uns nicht bewusst ver- oder entlieben. Wir können nicht „ einfach loslassen“, wir können nicht „einfach glücklich sein“.

Erfüllte Liebe ist keine Willensentscheidung für das Beste, und Liebeskummer ist keine Fehlentscheidung gegen das Gute.

Liebe und Liebeskummer haben ihren Ursprung weit weg von unserem Verstand. Erst, wenn wir wissen, was uns unbewusst treibt, dann können wir verstehen, „wo die Liebe hinfällt“. „Wer sich immer einsam gefühlt hat, der wird alles dafür tun, verlassen zu werden“.

Diese Zitate beschreiben sehr treffend unser menschliches Dilemma.

Wir selbst sind die treibende Kraft, die uns immer wieder Richtung Unglück steuert. Solange wir glauben, die anderen wären für unser Elend verantwortlich, solange werden wir vergeblich im anderen nach Lösungen suchen. Wir fordern von unseren Partnern, von unseren Kindern und unseren Eltern, wir fordern von Chefs, Kollegen, Freunden und Nachbarn.

Wir fordern von der Politik und von Ämtern, von Reiseveranstaltern und von Vereinsmitgliedern, gern auch von anderen Fahrzeughaltern.

„Schuld haben immer die anderen.“ Wir erklären, wir helfen, wir therapieren, wir zeigen, wir brauchen, wir wollen und wünschen und scheinen zu wissen, wie all die anderen sein sollten, dass es uns gut geht. Wir verleugnen und verdrängen, wir ignorieren und vernachlässigen uns selbst und verschieben damit die Lösung.

Es gilt, unseren eigenen Anteilen, die im Verborgenen wirken, nachzuspüren. Erst, wenn wir erkennen, wer wir unbewusst sind, können wir verstehen, wohin uns das Leben führt.

Bewusst sehnt sich der Mensch nach Liebe, doch unbewusst weiß kaum jemand, wie sie sich anfühlt. Aus diesem Mangel entwickeln sich unsere Sehnsüchte. Aus Sehnsüchten formen sich reale Wünsche nach Rettern, Helden und Prinzen, denen jedoch kein echtes, bekanntes Gefühl zu Grunde liegt. Für das Unbewusste muss sich ein Gefühl als „richtig“ anfühlen, damit es dieses auch auf Dauer annehmen kann. Und weil das nicht einfach so gewollt werden kann, kennt kaum jemand ein Aschenputtel, das mit seinem Prinzen „für immer glücklich wurde“. Sehnsüchte sind und bleiben das, was wir NICHT haben und was wir NICHT sind.

So kommt es, dass wir auf unserer verzweifelten Suche nach dem ewigen Glück, immer wieder den Kummer finden, den wir in uns tragen. Wer bin ich? Was hat mich geprägt und welche Verletzungen habe ich verdrängen oder verzeihen müssen, damit meine Psyche nicht kollabiert? Alles, was wir nicht mehr wissen und wollen, ist dennoch da und wirkt unbewusst zu jeder Zeit und an jedem Ort.

Auf unserem Lebensweg folgen wir unseren hypnotischen Mustern und wenn diese unseren Wünschen entgegenwirken, werden wir am Wollen immer wieder scheitern.

Was hat blinder Gehorsam mit uns gemacht? Wann haben wir einfach resigniert und was haben wir von unseren Bezugspersonen ungeprüft übernommen, damit wir uns geliebt fühlen? Was wurde uns vielleicht sogar eingeprügelt, was mit subtiler Gewalt erreicht? Was wurde mit Druck erzielt, von dem wir uns freiwillig nie hätten beeindrucken lassen?

Wer hat unseren Willen mit Liebesentzug und über Ängste gebrochen?  Welches Leid und welchen Schmerz haben wir durch unsere frühen Verletzungen unbewusst mit dem Gefühl der Liebe gekoppelt? Es mag erschüttern, doch wir Menschen sind alle gestört. Und wer glaubt, erst in seinen Liebesbeziehungen den Liebeskummer zu finden, der irrt.  Bereits zum Zeitpunkt unserer Zeugung bekommen wir alle die Ängste und den Liebesmangel unserer Mütter übertragen. Trauer und Verlust sind zwei der tiefsten Gefühle, die der Mensch erleben kann.

Sie können einen vernichtenden Zustand erreichen und in die absolute Hilflosigkeit führen.  Nicht zuletzt aus diesem Grund sind sie von uns Menschen so gefürchtet. Gerade der Liebeskummer ruft in uns immer wieder diesen Zustand der Ohnmacht hervor. Liebeskummer ist ein Schmerz, den wir nicht ignorieren können. Es ist genau dieser Schmerz, der zu allem Leiden und allen daraus resultierenden Grausamkeiten dieser Welt führt.

Ist der aktuelle Liebeskummer irgendwann kaum noch aushaltbar, können wir sicher sein, dass dieser in uns einen guten Nährboden fand. Alles, was uns jemals Leid tat, ist immer da. Nicht kleiner, nicht besser, nicht weniger.

Tatsächlich sind unsere Liebespartner nicht die Erzeuger, sondern lediglich beste Erfüllungsgehilfen, wenn es darum geht, den Schmerz zu verstärken, den wir schon lange vorher in uns tragen. Es ist unser eigenes Leid, das unsere Beziehungen schafft:  Der unzuverlässige Freund, der cholerische Chef, die untreue Liebespartnerin, der brutale Liebespartner.

All diese Beziehungen spiegeln im Außen, was tief in unseren Seelen schlummert. Wenn ihre innere Stimme immer lauter wird:

„Warum muss das immer mit passieren?“, wenn der sehnsuchtsvolle Wunsch sich immer verzweifelter in ihnen breit macht: „Ich will doch einfach nur für immer glücklich sein!“ und wenn beides immer mehr Raum in ihrem Leben einnimmt, dann ist es Zeit,  eine Reise in ihr Inneres zu wagen.

Es gilt zu verstehen, welchen unbewussten, hypnotischen und verdrehten Glaubensmustern sie folgen…..

geplantes Buchcover

geplantes Buchcover

….Früher oder später verfallen wir in unsere antrainierten Überlebensmuster. Wir gehen Schuhe kaufen, joggen, fahren in den Urlaub, wir saufen oder rauchen. Die Möglichkeiten, mit denen wir immer wieder versuchen, unsere Trauer zu überwinden, sind unendlich, aber auch sehr generations- und gesellschaftstypisch. Das führt dazu, dass Zusammenhänge von Ursache und Wirkung weitaus komplizierter sind, als wir uns das vorstellen können. Eine einfache und immer gültige Schlussfolgerung für bestimmte Verhaltensweisen gibt es nicht.

Bei Ablehnung geht es um Millionen von Gefühlen, die sich im Laufe unseres Lebens an dieses Urgefühl der Trauer gekoppelt und es immer wieder bestätigt und verstärkt haben. Es geht schon lange nicht mehr um die Tränen, die dieses Gefühl als „normale Reaktion“ einmal ausgelöst hat. Es geht um unendliche Kompensationsversuche, diese Trauer auszuhalten oder zu verdrängen. Wir übertragen auf andere und anderes. Wir wissen nichts von unserem inneren Streben, der Trauer nicht mehr mit Tränen zu begegnen.  Wir wissen nichts von den unbewussten Lösungen, nach denen wir süchtig werden. In manchen Süchten bleiben wir ein Leben lang gefangen, andere ersetzen wir vielleicht durch neue.

Die Trauer hat viele Gesichter. Trauer kann Auslöser ihrer Wut sein, genau so gut aber auch Ursache dafür, dass sie sich depressiv und erschöpft in ihr Schneckenhaus zurückziehen. Aggression und Depression. Eine gemeinsame Ursache, zwei sehr unterschiedliche Wirkungen. Meistens bleiben uns die wahren Ursachen unserer Reaktionen verborgen, also unbewusst. Schon deshalb können wir diese Verbindungen auch nicht bewusst lösen. Konditionierungen und Süchte aufzugeben sind keine Willensentscheidungen. Wir befinden uns alle in diesem Dilemma des logischen Nichtwissens und Gutglaubens.

Mit unseren inneren Widersprüchen und Verdrehungen, mit denen wir selbst zu unseren besten Glücks-Verhinderern werden können, lässt sich leicht das ganze Leid auf dieser Welt erklären, das keiner will, und das doch immer wieder und überall geschieht. Die furchtbarsten aller Kriege wurden und werden ausgerechnet mit der Liebe zu Gott und Vaterland gerechtfertigt.

Ausgerechnet die Liebe ist es, die uns Menschen immer wieder zu Gewalt und in blinde Unterwerfung führt. Wie im Großen, so im Kleinen. Es sind die Tyrannen an unserer Seite, die wir verehren und es sind die untreuen Schönen, denen wir verfallen sind.

Die Lösung dieses Paradoxon kann nur in der Ent-Hypnotisierung unserer unbewussten Glaubenssätze liegen. Unser fester Wille wird niemals genügen, um „endlich für immer glücklich zu sein“. Was auch immer der Mensch im Bewusstsein will, Voraussetzung ist, dass er es vorher unbewusst kann!

Alles, was wir erleben, wird im Unbewussten als Gefühl gespeichert. Von diesen Gefühlen werden wir gesteuert! Und genau dort, in unserem Unbewussten, brauchen wir die Veränderung. Und: Ja, diese Veränderung ist nachträglich und dauerhaft möglich!

Für das Unbewusste spielen Ort und Zeit keine Rolle.

Das sind Größen, die nur unseren Verstand begrenzen. Haben wir Zugang zum Unbewussten, können wir unabhängig von allem und endlos reisen. Die Arbeit im Unbewussten hilft uns, nachträglich die fehlende Liebe in uns aufzufüllen und unsere Gefühle zu wandeln.   Es gilt, unser inneres Leid von dem Gefühl der Liebe zu lösen.

Erreichen wir das, sind wir in der Lage, die Liebe ohne unseren größten Lebensschmerz, die Verlustangst zu fühlen und Liebe ganz neu und anders zu erleben. Erst dann, wenn wir Glück fühlen und annehmen können, wenn wir Glück und Liebe als freie Gefühle erkennen,  können wir das Glück auf Dauer aushalten……

++++

Über die Autoren: Wir, das sind mein Partner Herr Dr. ing Dietmar Förste, Psychosozialer Gesundheitsberater und Hypnotiseur
und Kathrin Kain, Heilpraktikerin für Psychotherapie.
 Mein Name ist Kathrin Kain. Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherpie. Es war mein eigener seelischer Schmerz, der mich auf meinen Weg brachte, anderen Menschen zur Seite zu stehen. Liebeskummer, Trauer und das scheinbar unüberwindliche Thema „Loslassen“ zwangen mich auf die verzweifelte Suche nach Lösungen. Warum sollte es ausgerechnet die Liebe sein, die uns so leiden läßt? Mit meinen heutigen Erkenntnissen und meinem völlig neuem Verständnis für Beziehungen eröffnet sich ein anders Bild. Dieses möchte ich gern mit euch teilen.

Mit unserem Buchexpose laden wir  alle Leser ein, sich selbst und die Menschheit zu ent-täuschen! Hier geht es zu unserem Blog.

Katrin & Dietmar

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Wir vom Compassioner finden die Liebe wundervoll – wie ist es bei Dir? 

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