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Neues SchreibGlück-Buch: Ein Plädoyer für Menschenrechte für alle Kinder

Es ist höchste Zeit, dass wir uns Gedanken darum machen, ob Kinder nicht mehr Rechte brauchen. Menschenrechte.  Die Autorin Marlene Lindmair hat dazu ein wunderschönes Buch geschrieben. Bevor es aber zur Leseprobe weiter unten geht, hier erst einmal ihr Plädoyer für Kinder und ihre Rechte:

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Es ist ein veraltetes Konzept, dass man erst etwas werden muss, um jemand zu sein. Ein abgelaufenes, schimmelndes Denken, dass jemand erst alt werden muss, um gehört zu werden. Dass jemand leiden muss, um wohin zu kommen. Dass Entwicklung Schmerz mit sich bringen muss, um auf die „Härte des Lebens“ vorbereitet zu sein.

Diese Annahmen und Glaubensmuster mögen vor einige Zeit angemessen gewesen sein. Sie mögen zum Weltbild einer weit zurückliegenden Gesellschaftsstruktur gepasst haben, mögen damals möglicherweise sogar wichtig gewesen sein für das Überleben und die Entwicklung.
Für die gegenwärtige Gesellschaft sind jedoch andere Strukturen und Muster essentiell.

Respekt. Miteinander. Veränderung.

Die Welt ist deutlich im Umbruch. Systeme, die für lange Zeit funktioniert haben, werden aus den Angeln gehoben. Kein Stein bleibt auf dem anderen, alles scheint sich zu verändern. 

menschenrechte-neugierWarum wird dann an der eingangs erwähnten Annahme, dass Kinder erst aus den Kinderschuhen herauswachsen müssen, um sie ernst nehmen zu können, festgehalten?

Jeder kennt die Bilder, in denen Kinder vorurteilsfrei auf andere zugehen – unabhängig von Herkunft, Religion, Hautfarbe und Körpergewicht. „Lächeln kann man in jeder Sprache“ steht darunter. Ein weiser Satz.

Doch wer schreibt einmal „zuhören kann man Menschen in jedem Alter“ und „lernen kann man von Menschen in jedem Alter“?

menschenrechte kinderWas, wenn alle Kinder auf dieser Erde gehört werden würden? Was, wenn
wir uns einmal hinsetzen und den Kindern zuhören – sie einmal uns sagen lassen, was sie zu sagen haben über diese Welt und unser Zusammenleben,  anstatt dass wir immer nur ihnen sagen, „wie das Leben geht“. Was, wenn sie einmal die Chance bekämen, uns spüren und hören zu lassen, wie man bedingungslose Liebe, ein liebevolles Miteinander und Respekt allen gegenüber lebt.

Es ihnen zu ermöglichen, uns mitzureißen, zur Einfachheit und der Begeisterung dem Positiven gegenüber zurückzukehren. Einfach so und noch lange bevor die Offenheit und der Respekt allen Lebewesen gegenüber vernebelt wurde vom Verdruss über den langen Leidensweg hin zum Gehört-werden, durch welchen wir sie immer noch gehen lassen, während wir doch „nur das Beste für sie wollen“.

Es ist an der Zeit, Kindern den Respekt entgegenzubringen, den sie sich verdienen. Einfach nur Menschenrechte-alle-kinderdarum, weil sie Menschen sind, weil es ihr Geburtsrecht ist. Und: weil Kinder fähig sind, dem Wandel der Welt den richtungsweisenden Anstrich zu geben, den es braucht – hin zum Respekt allen Lebewesen gegenüber; zu einem Miteinander, welches von bedingungsloser Liebe und Akzeptanz geprägt ist; zur Möglichkeit all das umzusetzen, was sich anhand von Träumen in den Köpfen manifestiert, ohne diese durch Entmutigung unter dem Deckmantel „Realismus“ zerplatzen zu lassen.

Der Wunsch, Kindern eine Stimme zu geben, fesselt mich schon seit langer
Zeit. In meinem Buch „Justeco – Menschenrechte für alle Kinder“ konnte ich diesen in die Realität umsetzen. Es ist ein Handwerkzeug für Kinder, wahre Realitäten in der Welt kennenzulernen – Menschenrechte, Menschenrechtsverletzungen und langfristige Lösungsansätze für eine Welt voller Gerechtigkeit und Akzeptanz.

Hier ein kleiner Auszug aus dem Buch: 

<<Früher passierte das sehr oft. Denn es gab in Marokko ein Gesetz, das
besagte, dass der Täter nicht ins Gefängnis musste, wenn er sein Opfer
heiratete. 2014 wurde das Gesetz geändert.
Leider hat die Gesetzesänderung jedoch hauptsächlich auf dem Papier stattgefunden.
Ein paar Buchstaben und Sätze sind schnell umgeschrieben. Was in den Köpfen der Menschen verankert ist, das braucht jedoch manchmal viel Zeit und Aufklärung, bis es sich ändert.
Langsam aber stetig muss man an der Veränderung einer Situation arbeiten
– jeder an sich selbst und an der Art und Weise, wie es in der Gesellschaft gesehen wird.

Der erste Schritt ist, dass jeder akzeptiert, dass Nein auch Nein heißt.
Der zweite, dass der Körper nur dem gehört, der in ihm steckt. Niemand
anderer darf Besitz von diesem ergreifen.
Nicolas Chamfort sagte: „Die Fähigkeit, das Wort Nein auszusprechen, ist
der erste Schritt zur Freiheit.“
Dem stimme ich absolut zu.
Ergänzen möchte ich noch: „Die Fähigkeit, das Wort Nein zu akzeptieren,
ist grundlegend für eine Welt voller Akzeptanz, Würde und
Gerechtigkeit.“>> (Justeco, Kapitel 7: Vor dem Gesetz sind alle gleich)

<<Da fällt mir jedoch etwas ein. Artikel 11 der allgemeinen Erklärung
der Menschenrechte besagt: 11. Unschuldig bis zum Beweis der Schuld.
Niemand darf als schuldig bezeichnet werden, bis die Schuld bewiesen
ist. Wenn jemand behauptet, man hätte etwas Ungesetzliches getan, hat
man das Recht, das Gegenteil zu beweisen.
Soweit ich weiß, liegen bisher keine Beweise vor und es hat ihm bisher
auch niemand die Chance gegeben, seine Unschuld zu beweisen.
„Wenn du mir die Wahrheit erzählst, dann höre ich dir gerne zu.“
Tränen der Erleichterung schießen ihm in die Augen und noch bevor er zu
reden beginnt, sehe ich in seinem Blick, dass er die Wahrheit sagen
wird. „Danke, Justeco. Danke für diese Chance.“
Naja, wenn wir genau sind, ist es keine Chance, sondern sein Recht. Doch
das sage ich ihm später. Jetzt will ich ihn mal nicht unterbrechen.
Wie froh ich bin, dass er mir die Dinge aus seiner Sicht erzählt hat!
Den genauen Beweis kann seine Freundin Amelíe liefern, wenn sie
bestätigt, dass George bei ihr war, als der Raubüberfall auf die
Tankstelle verübt wurde. Doch das ist erst möglich, wenn jemand George
seine Sicht der Dinge erzählen lässt, anstatt ihn für etwas zu
verurteilen, das er nicht getan hat.
Ich kann deutlich spüren, wie erleichtert Tariks Bruder ist. Und ich bin
es auch. Sehr sogar.
Maria von Ebner-Eschenbach hat einmal etwas gesagt, das mir jetzt wieder
einfällt: „Wer nichts weiß, muss alles glauben.“
Wir haben ja gesehen, was rauskommt, wenn man einfach nur glaubt,
anstatt etwas zu hinterfragen, um tatsächlich die Wahrheit zu wissen.<<
(Justeco, Kapitel 11: Unschuldig bis zum Beweis der Schuld)

<<Im Haus angekommen, fällt mir auf, dass mehrere Bilder von ein und
demselben Mann die diversen Wände schmücken.
„Wer ist das?“, frage ich den Jungen, den ich eben kennengelernt habe
und der sich mir als Jonghyun vorgestellt hat. Dieser sieht mich mit
großen Augen an.
„Das weißt du nicht?“, fragt er mich erstaunt.
Jetzt komme ich mir irgendwie dumm vor. Ich denke angestrengt nach,
aber… nein… mir fällt nicht ein, wer das sein könnte. Deshalb schüttle
ich den Kopf.
„Das ist unser Staatsoberhaupt Kim Jong-un!“
Aha. Auch spannend, dass der bei denen nicht nur einmal, sondern ganze
drei, vier, fünf Mal im Haus hängt. Andere haben Bilder von Rockstars,
dem Papst oder Verwandten hängen. Diese Familie von ihrem
Staatsoberhaupt. Naja, jeder wie er will, oder?

Wenig später erfahre ich aber, dass das mit jeder wie er will gar nicht
so ganz stimmt, sondern eher ‚jeder wie Kim Jong-un will‘ heißt.
Jonghyuns Mama erklärt mir, dass diese Bilder in jedem Haushalt in
Nordkorea aufgehängt werden müssen. Aber nicht nur das. Sie müssen auch
jeden Tag mehrmals mit einem speziellen Mittel gereinigt werden, damit
sich ja kein Staubkorn darauf niederlässt.
„Manchmal kommen unangekündigte Kontrolleure, die mit weißen Handschuhen
die Bilder auf Schmutz überprüfen“, spricht Jonghyuns Mutter weiter.
Ich bin also in Nordkorea gelandet und nicht in Südkorea. Und ich habe
anscheinend großes Glück, hier zu sein, weil das nicht jeder darf.
Da sie mich so herzlich empfangen haben, lade ich sie ein, auch mich
einmal zuhause zu besuchen.
Sie bedanken sich für das Angebot, sagen aber, dass das nicht möglich
sei. Auf meine Frage nach dem Warum antwortet mir Jonghyun: „Die
Ausreise ist für die meisten Menschen verboten. Nur Diplomaten,
Sportler, Flugbegleiter und wenige mehr haben dieses Privileg.“
„Wie… verboten?!“, frage ich verwirrt. Wie kann es verboten sein, aus
einem Land auszureisen?….>>

Warum das Buch für Kinder verfasst wurde? “Es sind die reinen Kinderseelen, die es vermögen, die Welt in positiver Art und Weise zu verändern. Sie sind es, die fähig sind, alles und jeden durch die Augen der Liebe zu sehen und jene positiven Verhaltensweisen zu generieren und dadurch anzuziehen, die ein respektvolles Miteinander auf der Erde erzeugen.”

In insgesamt 30 Kapiteln werden die 30 Artikel der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte aus dem Jahr 1948 in meinem Buch „Justeco – Menschenrechte für alle Kinder!“ aufgearbeitet. Auf meiner Homepage www.justeco.at können Leser und Nicht-Leser ihre Meinung kundtun und Vorschläge zur Veränderung aufbereiten – kurz gesagt: gehört-werden.
Denn es ist wichtig, diese wertvollen Stimmen nicht zum Verstummen zu bringen, sondern ihnen Gehör zu verschaffen.

 

Herzliche Grüße,

Marlene Lindmair.

Für eine aufgeklärte Gesellschaft. Gerechtigkeit. Veränderung

Marlene Lindmair wurde 1989 in Oberösterreich geboren. Nach der Matura zog Marlenes Herz sie für acht Monate nach Indien, um dort in einem Internat für Waisen- und Halbwaisenkinder sowie in einer Slumschule in Bangalore zu unterrichten.

Die Idee von Justeco und seinen Abenteuern entstand beim Meditieren. Sofort begeistert und überzeugt von der Wichtigkeit des Themas stürzte sie sich in dieses Schreib-Abenteuer und den Schreibkurs “SchreibGlück“. Ihre Motivation: „Sind die Ungerechtigkeiten und Menschenrechtsverletzungen, welche tagtäglich auf unserem Planeten passieren, weit weg, so ist die Verleitung, die Augen davor zu verschließen, groß. Dabei braucht es jeden von uns, um die derzeitige Weltlage in Richtung Frieden, Toleranz und Zusammenhalt zu verändern.“ 

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