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Nie mehr Mr. Nice Guy: Warum du ein netter Kerl wurdest und was dein größtes Problem ist (Teil 1/2)

Kennst du das, Mann? Es ist Frühling, die Temperaturen steigen und damit auch deine Lust auf Flirten und Sexualität. Du siehst eine attraktive Frau und denkst dir: „Wow. Die gefällt mir. Die würde ich gerne kennenlernen.“ Du verspürst Lust, sie anzusprechen. Du hast Lust, mit ihr zu flirten. Du hast Lust, diese Frau zu verführen und Sex mit ihr zu haben. Aber du bist: Mr. Nice Guy….

… und so BLEIBT es bei deinem Kopfkino. Die Frau geht an dir vorbei und du sagst … Nichts! Anschließend führst du stundenlang Monologe in deinem Kopf, wie du sie hättest ansprechen können. Gepaart mit Selbstvorwürfen, dass du wieder nicht der Mann warst, der du so gern sein möchtest: mutig, zielgerichtet, unabhängig.

Im ersten Teil meines Artikels möchte ich dir aufzeigen, warum du zu solch einem Mann wurdest und was das größte Problem eines netten Kerls ist. Im zweiten Teil zeige ich dir dann Wege aus dieser Misere.

Die Ursachen: Abwesende Väter und ein problematisches Männerbild

Die Ursache für solch ein angepasstes Verhalten bei uns Männern liegt meist in unserer Biographie vergraben. Nette Kerle haben ein problematisches Verhältnis zum männlichen Vorbild – weil sie oftmals keines hatten. Nach dem 2. Weltkrieg sind viele von uns mit psychisch und/oder physisch abwesenden Vätern aufgewachsen. Meist in Kombination mit einer autoritären und bestimmenden Mutter.

Ein Junge braucht die Mutter, um von einem Säugling zum Kind zu werden. Doch genauso braucht der Junge einen präsenten und anwesenden Vater, um vom Kind zum Mann zu werden.

Fehlende Abnabelung von der Mutter

nice guy-MutterDurch diese frühen Beziehungsprägungen haben wir gelernt, die Welt und unsere Gefühle durch die Augen unserer Mutter zu sehen und wurden dadurch mehr und mehr abhängig von der Anerkennung unserer Handlungen durch die weibliche Seite. Der Grundstein für die Abhängigkeit von Frauen als später erwachsener „Mann“ wurde gelegt.

Ebenso sehnten wir uns als Junge ab einem gewissen Altern nach einer Abkopplung von der mütterlichen „Nabelschnur“, wie es in alten Kulturen und Naturvölkern Brauch und Ritus war und zum Teil noch ist.

Während solch eines Initiationsrituals wurde der Junge von den Männern des Dorfes der Mutter „entführt“ und musste gewisse Prüfungen oder körperliche Herausforderungen bestehen. Bestand er diese Prüfung, wurde er in den Kreis der Männer aufgenommen. Aus dem Jungen wurde ein Mann, der für die Herausforderungen der Welt gewappnet war.

Mit dem Verlust von bewussten Männern und Vätern sind über die Jahre auch diese Rituale verloren gegangen – und damit der Übergang vom Jungen zum Mann. Das heißt jetzt nicht, dass wir heutzutage für solche Übergangsrituale nächtelange alleine in der Natur verbringen oder ein Tier erlegen müssen (wobei es hierzu eine Reihe von Seminaren gibt).

Es gibt heute andere Möglichkeiten, wie du zu einer starken und unabhängigen Männlichkeit gelangen kannst. Wie genau das funktioniert, erfährst du im zweiten Teil meines Artikels.

Das Problem von Mr. Nice Guy

Das größte Problem eines netten Kerls ist, dass er nicht zu seiner Sexualität und seinen Bedürfnissen steht. Sexuelle Begierde findet er irgendwie schmutzig und unanständig. Insgeheim schämt er sich oftmals sogar für seine sexuelle Lust gegenüber einer Frau. Er hat Angst einer Frau bei einem Date sein sexuelles Interesse zu zeigen. Anstatt dessen unterhält er sich stundenlang wunderbar mit der Frau über Gott und die Welt.

Er sitzt ihr lächelnd gegenüber und hört ihr aufmerksam zu, wie sie sich über ihre letzten Männerkontakten beklagt. Wie sie sich ausgenutzt fühlt, als der Mann nach dem ersten Sex sich nie mehr meldete.

Hier nickt der nette Kerl und stimmt der Frau zu:Diese rohen und wilden Männer sind doch alle triebgesteuerte und primitive Tiere, die nur das eine wollen. Nur um ihr anschließend zu versichern, dass ich nicht so wäre. Nun lächelt die Frau.

Nach zwei Stunden ist das Date vorbei, ohne dass der nette Kerl der Frau in irgendeiner Weise körperlich näher gekommen wäre. Beim Abschied sagt die Frau womöglich noch: „Mir dir kann man sich so gut unterhalten!“ Und der nette Kerl geht nach Hause und könnte nur brechen. Weil er weiß, dass es nur bei den Gesprächen bleiben wird.

Kommt es überhaupt zu einem nächsten Treffen, wird er sich erneut anhören, wie die Frau wieder Sex mit diesen „primitiven und rohen“ Männern hatte. Nur nicht mit ihm, als netten und verständnisvollen Mann. Er versteht die (Frauen)Welt nicht mehr und sein Frust und seine unterschwellige Wut auf Frauen wächst immer mehr an.

Kommt dir das bekannt vor, Mann?

nice-guy-MannMir schon. Jahrelang war ich einer dieser netten Kerle. Ich traute mich nie, eine Frau anzusprechen, ob in der Disco, im Supermarkt oder auf der Straße.

Kam es doch zu Kontakten oder Dates mit Frauen, saß ich eingeschüchtert stundenlang da, und hörte zu. Oder prahlte mit meinem Wissen über Philosophie, Liebe und Psychologie.

Die Frau war meist beeindruckt von meinem Intellekt, meinem Einfühlungsvermögen und meinem angeeigneten Wissen – aber dabei blieb es auch. „Ach, wären doch nur mehr Männer so wie du“, war auch ein beliebter Satz, der bei solchen Gesprächen fiel. Und ich hätte danach nur schreien können. Ich war die beste Freundin – nur mit männlichen Geschlecht.

Vielleicht kommt sie ja selbst drauf…?

Verstehe mich richtig: Es ist überhaupt nichts dagegen einzuwenden, wenn du als Mann gut zuhören kannst. Wenn du zuvorkommend, nett, empathisch und verständnisvoll gegenüber Frauen oder überhaupt bist. Der Punkt ist, aus welcher inneren Motivation heraus du das machst?!

Bist du der perfekte männliche Freund, weil du dir dadurch von der Frau Anerkennung, Bestätigung und Aufmerksamkeit erhoffst?

Du machst alles für die Frau, verbiegst dich und stehst nicht zu deinen (sexuellen) Bedürfnissen, nur um darauf zu hoffen, dass sie eines Tages endlich erkennt, was für ein toller Hecht du doch bist? Das wird nicht passieren, das kann ich dir jetzt schon versprechen.

Natürlich kannst du weibliche Freundinnen haben, mit denen du über alles reden kannst. Der springende Punkt ist die Sache mit der Anziehung und Sexualität. Ist das für dich klar (und umgekehrt für die Frau auch), verspürst du keine sexuelle Anziehung zu der Frau und triffst dich gerne mit ihr zum Plaudern, spricht nichts gegen solche Kontakte. Leider ist es aber oftmals so, dass sich einer von beiden etwas vormacht! Du denkst es ist nur Freundschaft, aber unterschwellig spürst du eine körperliche Anziehung zu der Frau.

Spätestens, wenn sie von ihrem neuen Freund berichtet, weißt du, ob es nur Freundschaft ist oder du dir mehr erhoffst. Du traust dich aber nicht, das offen auszusprechen. Und leidest stattdessen im stillen Kämmerchen vor dich hin, wenn sie bei den Treffen von ihren neuen Männerkontakten und sexuellen Abenteuern erzählt.

Auch davon kann ich ein Lied singen. Der einzige Unterschied zwischen einer freundschaftlichen  und partnerschaftlichen Beziehung ist nunmal die Sexualität. Alles andere, wie tiefgehende Gespräche oder für einander da sein, hast du auch in einer platonischen Beziehung – nur in der Regel keinen Sex.

Im zweiten Teil meines Artikels werde ich dir zeigen, wie du vom netten Kerl zu einem mutigen, charismatischen und zielgerichteten Mann werden kannst.

Ja, Mann, du kannst dich weiterentwickeln. Und zwar, ohne dabei in alte Rollenklischees oder Machogehabe zu verfallen.

Freu dich drauf. Der zweite Artikel dieser Serie erscheint übrigens am kommenden Donnerstag, 19.04.2018.

Dein Oliver Domröse.

Alle Artikel von Oliver findest du hier.

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Wie geht es dir als Mann in deiner Rolle? Wir sind megagespannt auf eure Kommentare!

 


 

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