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Optimismus ist super… und ein bisschen Pessimismus auch

Optimismus hat seine Schattenseiten und Pessimismus manchmal positive Auswirkungen. Wie du beide nutzen kannst.

Hast du dir für 2019 auch neue Ziele vorgenommen? Möglicherweise sogar inspiriert durch unseren Dezember-Artikel.

Diesmal möchte ich dir eine Idee geben, weshalb eine optimistische Haltung im Leben gut zu Zielen passt. In der Positiven Psychologie ist Optimismus eine Charakterstärke, die zwar jeder von uns hat, jedoch unterschiedlich ausgeprägt aktiviert sein kann. Aktiviert, füttert sie uns in den meisten Lebenslagen mit Zuversicht, was das Erreichen von Zielen noch wahrscheinlicher macht.

Ich selbst bin Optimist und entdecke gerade neugierig,  die Seiten des sehr kleinen und leisen Pessimisten in mir. Daher möchte ich mit diesem Artikel auch eine Lanze für den Pessimismus brechen.

optimismus-hilfreichOb du als Schwarzmaler ein zu 50% gefülltes Glas halb leer oder als rosaroter Brillenträger halb voll bezeichnest, es gibt für beide Perspektiven zwei Sichtweisen – eine Angenehme und eine Lehrreiche.

Vielleicht gewinnst du am Ende des Artikels einen neuen Blick, mit dem du sowohl die Botschaften eines halb leeren als auch eines halb vollen Glases sehen und wertschätzen kannst.

Die gute Nachricht für den Pessimisten, eine lehrreiche für den Optimisten:

Es hat sich herausgestellt, dass eine gesunde Portion Pessimismus nachweislich eine gute Sache im Leben darstellt. Wissenschaftler berichten von dem Phänomen, dass pessimistische Menschen im Alter weniger Depressionen erleiden.

Das erscheint zunächst überraschend, doch die bewusste Erwartungshaltung belastender Erfahrungen – wie dem Verlust eines geliebten Menschen – scheint dazu zu führen, dass Pessimisten im Falle des Eintreffens solcher Ereignisse „besser“ vorbereitet sind.

Lernchance 1: Pessimismus hat definitiv auch nützliche Seiten an sich.

Die gute Nachricht für den Optimisten, eine lehrreiche für den Pessimisten:

Eine grundlegend positive Einstellung zum erwarteten Verlauf des eigenen Lebens steigert nachweislich unsere Zufriedenheit. Dadurch wird unser Leben unter anderem auch mit mehr Erfolg versüßt.

Mir begegnet immer wieder ein großes Missverständnis, welchem ich selbst lange erlag: Viele glauben, wenn ich erfolgreich bin, dann werde ich zufrieden sein. Tatsächlich zeigen Forschungsergebnisse aus der Positiven Psychologie das Gegenteil. Wir sind erfolgreich, wenn wir zufrieden sind, nicht umgekehrt. (Shawn Achor, The Happiness Advantage, New York 2010).

Diese Tatsache zeigt, dass es sich offensichtlich trotz aller Gefahren und Risiken lohnt eine positive Grundeinstellung für den Verlauf des eigenen Lebens zu entwickeln.

Die Botschaft für alle Pessimisten:

Lernchance 2: Weder Optimismus noch Pessimismus ist angeboren. Beides sind seit der frühen Kindheit angelernte Denk- und Bewertungsmuster.

optimismus-sinnDiese Muster gestalten die Einstellungen unseres Fernglases, durch das wir regelmäßig für einen Ausblick auf den Verlauf unseres Lebens schauen. Dem Neurobiologen Gerald Hüther haben wir die erfreuliche Botschaft zu verdanken, dass wir bis ins hohe Alter unsere Denk- und Bewertungsmuster verändern und neue Einstellung für unser Fernglas erlernen können.

Mach ihn zum Freund, den Pessimisten in dir

Es sind zwei Seiten einer Medaille. Stell es dir wie zwei gegensätzliche Pole eines Kontinuums von -10 (Pessimismus) bis +10 (Optimismus) vor. Es verhält sich wie mit so Vielem – die Dosis macht das Gift. Unter bestimmten Umständen kann Optimismus gefährlich werden. Umgekehrt kann Pessimismus durchaus Vorteile bieten.

 

Die Schattenseite des Optimismus: 

Die beiden Wissenschaftler Manju Puri und David Robinson von der Duke University (North Carolina) fanden heraus, dass extreme Optimisten eher zum Rauchen tendieren. Sie meinen, ihnen schaden die Zigaretten weniger als anderen und sie schaffen es leichter das Laster wieder aufzugeben, wenn sie es wollten. Diese Menschen hoffen das Beste und unterschätzen dabei grob die tatsächlich begründeten Gefahren für ihr Leib und Leben.

Die Sonnenseite des Pessimismus: 

Bei Befragungen von Pessimisten zu den Vorteilen ihrer Haltung spiegelten sich in den Antworten zwei Facetten: Sie werden auf diese Weise weniger enttäuscht und sie sind stets auf das Schlimmste vorbereitet.Und tatsächlich erkennen pessimistische Menschen Gefahren leichter. Sie neigen weniger dazu sich zu überschätzen und gehen auch in Geldangelegenheiten oftmals umsichtiger vor.

optimismus-vorteileDamit Optimismus einen anhaltenden Mehrwert für unsere Zufriedenheit hat, sollte er realitätsnah sein. Dazu tut eine gesunde Portion Pessimismus gut. Sieh sie als einen schlauen Freund, der dir zur richtigen Zeit – z.B. beim Gedanken an einen Jobwechsel – als Risikoberater zur Seite steht.

Schau bei der Suche nach möglichen Lösungen jedoch wieder durch die optimistische Brille. Lass dich von möglichen Risiken nicht aufhalten, betrachte Sie vielmehr als lösbare Warn- oder Schutzmechanismen.

Lernchance 3Die Mischung macht’s.

Dein Schieberegler auf dem Kontinuum sollte sich angemessen je nach Situation irgendwo zwischen -5 (= gesunder Pessimismus) und +5 (= realitätsnaher Optimismus) bewegen.

Ich lade dich ein, gib deinem Pessimisten die Chance dir zu dienen. Verbiete ihm jedoch das Kommando mit all seinen Zweifeln zu übernehmen. Ich kenne es von mir, selbst den größten Optimisten fällt es manchmal schwer, mit berechtigen Zweifeln optimistisch umzugehen. Daher möchte ich dir dafür eine Übung mit auf den Weg geben.

 Wie gehst du optimistisch mit deinen Zweifeln um?

Oder wie es Pippi Langstrumpf sagen würde: „Das hab ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe.“

Vielleicht gelingt es dir mit folgender Übung den gewünschten Jobwechsel oder den bisher unliebsamen Vortrag zur Kundengewinnung optimistischer oder realitätsnäher anzugehen:

Übung für Zweifler:

  • Nimm einen Schmierzettel. Schreibe zunächst alle Zweifel auf, die der Pessimist in dir erkennt. Dann nimm dir ein neues Blatt Papier und mache drei Spalten.
  • Bewerte alle Zweifel mit einer Skala von 1 (wenig hinderlich) bis 10 (stark hinderlich) und ordne sie in der ersten Spalte.
  • Welchen Nutzen haben diese Zweifel für dich? Frage dich, worauf sie dich hinweisen oder wovor sie dich beschützen wollen. Diese Perspektive hilft bei der konstruktiven Suche nach passenden Lösungen. Nutze dafür Spalte 2.
  • Zu welchen Zweifeln kennst du bereits eine Lösung? Markiere diese und notiere die Lösung in Spalte 3.
  • Liegt die Umsetzung dieser Lösungen in deinem Handlungs- und Verantwortungsbereich?
  • Wenn ja, formuliere diese Punkte in eine Aufgabe oder Ziel um. Schon hast du eine oder mehrere Zweifel weniger.
  • Schau die restlichen Zweifel an. Wo auf der Skala von 1-10 müssten diese für etwas mehr Entspannung liegen? In welchem Bereich kannst du vorerst gut damit leben?
  • Welche Lösungswege fallen dir für kleine Verbesserungen ein? Kleine Veränderungen (z.B. von 9 auf 7) lassen sich meist zügig erreichen und haben manchmal einen unerwartet großen Effekt auf unser Befinden.

 

Natürlich kannst du dir für diese Übung auch unterstützen holen. Vielleicht aus der Familie, dein Partner*In, ein Freund*In, ein Kollege oder ein professioneller Coach.

Zum Abschluss noch zwei wertvoller Tipps, die mir selbst richtig guttun:

  1. Eliminiere alle Medien und Quellen, die dich in eine pessimistische Jammerschleife ziehen.
  2. Vermeide Gesprächsthemen, die dich im Tal der Zweifel aufhalten. Suche stattdessen gezielt nach nützlichen Informationen, die Antworten nach Lösungen herbeiführen und gestalte deine Gespräche mit Menschen aktiv zu Themen, die dich stärken und inspirieren.

Viel Freude und gutes Gelingen beim Umsetzen. Für Fragen oder ein Feedback, sprich mich jederzeit gerne an.

herzlich, Sacha Huebner

www.wohlglueckheit.de

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