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Wie Persönlichlichkeits-Entwicklung funktioniert: Die 7 Phasen

Wir waren sehr stolz darauf, dass die Buch-Auszüge unseres Compassioner-Autors Patrick Lynen bis zu 9.000 Likes von Euch bekommen haben. Und deswegen sagen wir und Patrick herzlich DANKE – mit zwei weiteren Kapiteln aus seinem Bestseller „how to get GELASSENHEIT“. Und natürlich würden wir uns auch diesmal über das ein oder andere ‚Like‘ sehr freuen.

Liebe Grüße aus der Redaktion, Susanne

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WIE PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG FUNKTIONIERT

Echtes Lernen findet nur außerhalb unserer Komfortzone statt. Die Komfortzone ist der Ort, an dem wir uns so herrlich sicher fühlen und an dem wir alles »richtig« machen. Unsere Wünsche, Ziele, Chancen und Sehnsüchte liegen jedoch meist außerhalb dieser Komfortzone, auf der anderen Seite der Straße. Erst Widerstand und Fehlversuche machen Wachstum überhaupt möglich. Damit es uns so richtig gut geht, muss es uns ab und zu auch mal schlecht gehen dürfen.

Alle Veränderungsprozesse folgen mehr oder weniger einem Verlauf, der 1947 erstmalig von Kurt Tsadek Lewin, einem der einflussreichsten Pioniere der Psychologie, beschrieben worden ist. Diese Phasen der inneren Veränderung laufen ab, wenn wir uns Neuem zuwenden (müssen):

persoenlichkeitsentwicklung-1Phase 1: Vorahnung und Sorge: Irgendwas stimmt hier nicht?!

Ich komme immer wieder an persönliche Grenzen, drehe mich im Kreis. Möglicherweise bin ich verunsichert. Ich habe eine erste Vorahnung: Eigentlich sollte ich was ändern. 

Phase 2: Schock – Schreck: Ich bin verwirrt …

persoenlichkeitsentwicklung-2Ich denke: Das kann nicht wahr sein. Was eigentlich bedeutet: Das soll nicht wahr sein. Ist es aber leider. Ich bin verunsichert, verwirrt oder erlebe eine gewisse Schreckstarre.

Phase 3: Verneinung – Verdrängung – Abwehr: Die Welt ist gemein zu mir …

Dem Schock folgt die Verdrängung. Oft gebe ich anderen die Schuld. Warum soll apersoenlichkeitsentwicklung-3usgerechnet ich mich ändern? Nein – das sollen besser mal die anderen tun. Ach was, die ganze Welt soll sich ändern. Je mehr Unsicherheit eine Veränderung mit sich zu bringen droht, umso stärker ist die Abwehr. Ich will die Situation irgendwie in den Griffbekommen und damit meine emotionale Stabilität wiederherstellen. Nicht selten versuche ich Hektik und Stress in dieser Phase künstlich zu erhalten, damit ich mich mit den wesentlichen Gedanken einer notwendigen Veränderung nicht beschäftigen muss. 

Phase 4: Rationale Näherung / Frustration: Ja, aber …

persoenlichkeitsentwicklung-4Ich sehe die Notwendigkeit der Veränderung zwar faktisch ein, aber finde noch keine Lösung, die mich wirklich weiterbringt (»Früher war alles besser!«). Der Druck wird immer größer. Ich will, dass er aufhört, doch zaghafte Veränderungen an unbedeutenden Stellen bringen nicht den gewünschten Erfolg. Mir kommen Gedanken wie: »Veränderung ist wichtig, aber…« oder »Ich will ja schon ganz gerne was Neues machen, allerdings …«.

In dieser Phase bin ich noch nicht bereit, mich wirklich zu verändern. Ich orientiere mich nach wie vor an der Vergangenheit und will meine alten Rituale und Muster nicht loslassen. Anders gesagt: Ich versuche, mit alten Mustern eine neue Wirklichkeit zu formen. Das gelingt nur bedingt.

Phase 5: Emotionale Akzeptanz: Ob ich das Alte wohl loslassen kann …?

persoenlichkeitsentwicklung-5Diese Phase ist die schmerzlichste, gleichzeitig aber die wichtigste. Weil ich nun spüre, dass ich das Alte loslassen sollte, um frei zu sein für das Neue. Man nennt diese Phase auch das »Tal der Tränen«. Sie ist im Veränderungsprozess eine Art Reinigungsstufe oder Katharsis. Das Hirn säubert sich von alten Vor- stellungen und Haltungen. Viele Menschen versuchen, genau diese Phase zu vermeiden, um Unsicherheit aus dem Weg zu gehen. Ohne diese fünfte Phase gibt es jedoch keine Veränderung. In Phase 5 löse ich ich mich über Schwellenemotionen wie Angst, Groll, Frust oder Trauer vom Vergangenen und wende mich dem Neuen zu. Drücke ich mich vor diesem notwendigen Schmerz, dauert die Veränderung unnötig lange.

Phase 6: Öffnung, Neugier, Ausprobieren: Da geht’s lang …

persoenlichkeitsentwicklung-6Hurra! Die Neugier erwacht. Ich klammere mich nicht mehr an Vergangenes und werde im Kopf frei für neue Lösungsansätze. Ich lerne wie ein Kleinkind bei den ersten Schritten: Ich stolpere noch etwas unsicher voran, doch dann geht es immer besser. Ich beginne, Neues auszuprobieren. Dabei mache ich natürlich Fehler. Daraus lerne ich. Denn genau diese Fehler helfen mir, eine geeignete Strategie für mein weiteres Leben zu entwickeln.

Phase 7: Integration, Selbstvertrauen: Ja, so geht es!

persoenlichkeitsentwicklung-7Ich empfinde Enthusiasmus und erlebe eine Phase des absoluten Hochgefühls. Der Weg ist frei für das Neue. Diese Phase kann durchaus euphorisch ausfallen. Das Tal ist durchschritten, ich habe etwas gelernt. Ich übernehme neue Verhaltensweisen in mein Handlungsrepertoire. Ich empinde Zufriedenheit, da ich den entscheidenden »ersten Schritt« gemacht habe.

Meine Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsweisen werden bewusster und gelassener. Ich spüre ein gesteigertes Selbstvertrauen und habe nun einen Bauplan für die Veränderung. Den kann ich jederzeit wieder rausholen und nutzen. Und ich stelle mich darauf ein, dass es in der Folgezeit Rückschläge geben wird. Die kommen – und sie sind wichtig. 

Viel Spaß beim Entdecken deiner Persönlichkeitsphasen.

Dein

Patrick Lynen

Zu Patricks’s Radiosender: www.dascoachingradio.de
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