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Titel-Psychosomatik

Psychosomatik: Wie Körper, Geist und Seele sich die Bälle zuspielen

Körper, Geist und Seele sind eine Einheit. Schon oft gehört, oder? Doch was meint das genau? Die Psychosomatik betrachtet die gegenseitige Einflussnahme von Körper, Geist (unserem denkenden Anteil) und Seele (unserem fühlenden Anteil). Dabei denkt die Psychosomatik in folgende Richtungen und fragt sich:

1. Wie kann die Psyche körperliche Erkrankungen beeinflussen oder gar hervorrufen?

2. Welche Auswirkungen auf Seele und Geist können schwere körperliche Erkrankungen haben?

In diesem Artikel schauen wir uns die erste Frage näher an. Ich möchte dir einen kurzen Einblick in die Psychosomatik geben und drei Gründe für die Entstehung von psychosomatischen Erkrankungen vorstellen. Dabei muss ich vorab sagen: Es gibt noch weitere Ansatzpunkte, die mit aufzunehmen den Rahmen hier jedoch sprengen würde.

„Sie sind gesund – machen Sie sich einfach weniger Stress.“

psychosomatik-krankVielleicht hast du diese Aussage schon mal gehört, oder du kennst jemanden, der an Schmerzen, Herz-Kreislauf-Problemen, Schwindel, Magen-Darm-Beschwerden oder ähnlichem leidet, und nach einer solchen Aussage vollkommen ratlos dastand.

Mir ging es auch mal so und leider höre ich immer noch viel zu oft von Menschen, dass sie an Symptomen leiden, die entweder nicht ernst genommen werden, oder für die es vordergründig keine Erklärung, geschweige denn Hilfe gibt.

Es gibt mehr Menschen, die unter psychosomatischen oder somatoformen Symptomen leiden als Diabetiker

Es ist noch viel zu wenig in unserem Gesundheitssystem angekommen, wie stark sich Körper, Geist und Seele beeinflussen. Dabei gibt es zahlreiche Studien und die Zahlen sprechen für sich:

  • 49 % aller Patienten, die eine Allgemeinarztpraxis aufsuchen, leiden unter einer behandlungsbedürftigen psychischen Störung, die ihre körperlichen Symptome mit beeinflussen.
  • ca. 25 % aller Patienten in Allgemeinarztpraxen leiden unter rein psychosomatischen oder somatoformen Störungen. Das sind mehr Menschen als es Diabetiker in Deutschland gibt.
  • Es dauert im Durchschnitt sieben (!) Jahre, bis eine psychosomatische oder somatoforme Erkrankung diagnostiziert ist. Bei schätzungsweise der Hälfte der Betroffenen wird die Diagnose gar nicht erst gestellt. Das heißt, die Dunkelziffer ist riesig.
  • Der Beginn psychosomatischer Erkrankungen liegt durchschnittlich gesehen zwischen dem 16. und 30. Lebensjahr, wobei bereits Kinder sehr häufig mit Kopf- und Bauchschmerzen auf innere Spannungen reagieren. Besonders in jungen Jahren fehlt jedoch die Lösungskompetenz für diese Probleme.

Ich finde diese Zahlen erschreckend. Denn dieser Zustand kostet nicht nur dem Gesundheitssystem unglaublich viel Geld, sondern raubt den Patienten auch viel zu viel ihrer kostbare Lebenszeit. Betroffene fühlen sich hilflos, leiden unnötig und zweifeln an sich, wenn kein Experte Hilfe bieten kann.

Die Auswirkungen von Stress auf den Körper sind gut erforscht – dennoch wird dem wenig Beachtung geschenkt

psychosomatik-stressDabei sind die Auswirkungen von Stress auf den Körper bereits gut erforscht. Anhaltender Stress schwächt das Immunsystem, bringt die Hormon- und Neurotransmitterkonzentration im Blut durcheinander und kann Schmerzen, Antriebslosigkeit, Erschöpfung, Magen-Darm-Beschwerden und viele weitere Symptome auslösen.

Über Biofeedbackverfahren kann für jedermann sichtbar gemacht werden, welche direkten, sekundennahen Auswirkungen angstvolle oder liebevolle Gedanken und Gefühle auf den Körper haben. Dazu kommt, dass bereits auch wissenschaftlich bewiesen ist, dass Traumata – eigene und sogar auch die Traumata der vorangegangenen Generationen und des Familiensystems – die Stressachse im Körper so verschieben, dass daraus Krankheiten entstehen können.

Wie würde unser Gesundheitssystem aussehen, wenn wir diese Erkenntnisse in unser tägliches Leben integrieren würden?
Welch einen unglaublichen Nutzen hätten betroffene Menschen davon?

Psychosomatik: Drei Ansätze, wie psychosomatische Erkrankungen entstehen können 

Ich möchte dir nun vier Ansätze zeigen, wie geistige und seelische Themen sich auf der Körperebene als Symptome und Erkrankungen manifestieren können. Vielleicht kommt dir der eine oder andere Ansatz bekannt vor?

1. Unterdrückte Wünsche und Bedürfnisse und daraus folgende innere Konflikte

Psychoanalytiker gehen davon aus, dass ein ungelöster innerer Konflikt oder ein intensiver Wunsch, der nicht gelebt wird, auf die Körperebene verschoben wird. Die innere Zerrissenheit äußert sich dann als Symptom. Der Fachausdruck dafür ist Konversion und dieser wurde geprägt vom Begründer der Psychoanalyse, Sigmund Freud.

Nach Freud besteht die Psyche des Menschen aus dem sogenannten Über-Ich, dem Ich und dem Es. Das Über-Ich beinhaltet alles, was du durch deine Erziehung und Sozialisation an Werten und Normen verinnerlicht hast und es ist der Gegenspieler zu deinem Es – dem Anteil, der sofortige und unreflektierte Bedürfnisbefriedigung will. Das Ich steht zwischen den beiden Anteilen und vermittelt. Das hört sich komplizierter an als es ist. Ein Beispiel macht es deutlicher:

Stell dir vor, du wünscht dir ein freies, unabhängiges Leben. Du willst Reisen und die Welt sehen. Das ist dein tiefer Wunsch und Bedürfnis. Doch du bist in einem Umfeld aufgewachsen, dessen Verhalten nach dem Glauben geprägt ist, dass das Leben nicht dazu da ist, um frei und glücklich zu sein, sondern dass es hart ist und aus Arbeit und Anstrengung besteht.

Du bist also aufgewachsen und hast dich an die Einstellungen deiner Familie angepasst – etwas anderes bleibt dir erst mal nicht übrig, denn in den ersten Lebensjahren bedeutet Anpassung auch Überleben. Der innere Konflikt, der in dir entsteht, weil du dir Freiheit wünscht und in einem unfreien Umfeld lebst, führt zu dauerhafter Anspannung und anschließend zu körperlichen Symptomen.

2. Unterdrückte Emotionen stressen dein Nervensystem

psychosomatik-woman-1733881_1920Jedes Gefühl geht mit einer Reaktion in deinem Nervensystem einher. Gefühle wie Angst, Wut, Aggression zum Beispiel aktivieren dein vegetatives Nervensystem, bis ihnen Ausdruck verliehen worden ist. Gefühle sind dazu da, um gefühlt zu werden. Wenn das geschieht, kann sich auch das Nervensystem wieder entspannen.

Vielleicht kennst du die Anspannung, die entsteht, wenn du so richtig sauer bist und du dir sprichwörtlich auf die Zunge beißt, um nichts ‚falsches’ zu sagen?

Leider sind die ‚negativen’ Gefühle wie Aggression, Wut, Traurigkeit nicht gerne gesehen. Die Gesellschaft sieht viel lieber glückliche Menschen, die brav sind (ihre Aggressionen unterdrücken), zurückhaltend (vor allem Mädchen, die sich zu benehmen haben) und keine Schwächen zeigen (Jungs weinen nicht).

Durch diese Prägungen sind wir eine Gesellschaft von Menschen geworden, die ihre Gefühle unterdrücken oder erst gar nicht mehr wahrnehmen. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Nervensystem nicht reagiert. Ganz im Gegenteil: Unterdrückte oder nicht gefühlte Gefühle melden sich beispielsweise in Form von Herzklopfen, Engegefühlen, Nervosität, erhöhtem Blutdruck, Magen-Darm-Beschwerden, Schmerzen und chronischer Muskelanspannung.

3. Jeder Mensch sucht in seinem Innern nach einem Lebenssinn

psychosomatik-vision-2372177_1920Tief im Innern sucht jeder Mensch nach dem Sinn im Leben. Davon bin ich überzeugt. Ein Leben ohne Sinn und ohne Richtung und ohne ein ganz persönliches Verständnis davon, wofür du hier auf der Erde bist, ist beängstigend.

Die Vorstellung, für eine unglaublich kurze Zeit hier auf diesem Planeten gelandet zu sein, die paar Jahre zu fristen, die in der Unendlichkeit des Universums nicht mal einen Wimpernschlag ausmachen,  um anschließend ohne etwas Gutes zu hinterlassen in die Ewigkeit zurückzugehen, ist beunruhigend.

Die Angst davor, das eigene Leben zu verschwenden, deine Lebenszeit nicht gut genug zu nutzen, raubt dir ständig Energie. Sie lässt dich unbewusst durch dein Leben hetzen und nach Dingen im Außen suchen, um dieses Loch zu stopfen. Du rennst dann Zielen und Statussymbolen hinterher, die dir bei der Erreichung nicht geben können, was du eigentlich suchst.

Daraus entsteht ein Energiedefizit in deinem Körper. Dir fehlt die Energie für deine Regeneration und deine persönliche Weiterentwicklung. Daraus folgen noch mehr Sinnlosigkeit und anschließend Erkrankungen.

Du kannst dir sicherlich denken: Wenn du die Ursachen deiner Erkrankungen aufspürst, kannst du an diesen Hebeln ansetzen und dir den Weg zur Heilung ebnen. Compassioner-Experte Dirk Schippel gibt dir mit seinen Artikel und Videos hier im Compassioner sicherlich einige wertvolle Anregungen für alternative Heilungswege.

Mich würde interessieren, welche Erfahrungen du mit dem Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele gemacht hast.

Alles Liebe & bleib gesund

Martina

www.projecthappiness.de

Alle Artikel von Martina Trampnau findest du hier.

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Wenn dieser Artikel für dich spannend war, dann schau doch auch in folgendes Interview mit Wolf-Dieter Storl hinein:

Der Heilungscode der Natur

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